Tag 3069 – Uff.

Es war ein gar nicht mal so schöner Tag, das zu erzählen würde aber ein bisschen viel aus Michels Privatsphäre breittreten, also lasse ich das.

Abends war ich mit Pippi alleine, weil Michel bei seinem Kumpel übernachtet und Herr Rabe bei der Weihnachtsfeier seiner Firma war (den habe ich eben vom Bahnhof abgeholt). Wir machten Mutter-Tochter-Abend mit Sushi essen und danach einen Film gucken. Pippi hatte einen Weihnachtsfilm ausgesucht, eine Komödie auf Netflix, die harmlos unterhaltsam war. Pippi macht trotzdem bei jedem Bussi Kotzgeräusche. Was ich an dem Film irgendwie blöd fand: alle kriegen am Ende doch noch wieder Erwarten ihre individuellen Träume erfüllt, nur der nerdige Sohn, der so gern nach Yale will, nicht. Der kriegt zwar nen „Kuss“ (Bussi auf die Lippen) von dem Mädchen, was er gut findet, aber nach Yale kommt er nicht. Sowas ärgert mich. Was ist falsch an nerdig sein und nach Yale wollen und warum ist ein Bussi wichtiger? Die Botschaft ist irgendwie „er muss erst reifen/leben/Spaß haben“ aber ich kaufe die nicht. Hollywood, ey.

Der Abend war aber sehr schön mit der kleinen Rübennase. Die habe ich dann nur noch ins Bett verfrachtet und es gab nur kurz Protest und dann noch kurz Gehampel im Bett und dann wurde auch schon geschnorchelt.

Tag 3037 und 3038 – In fremden Betten.

Morgens, viertel nach sieben in Norwegen, ein dunkles Zimmer, ein Wecker klingelt und wird ausgestellt. Kinderstimme: „Warum liegst du da, Mama?“ „Weil Papa so hustet, da kann ich nicht schlafen. Und hier war Platz und dein Gästebett bezogen*.“ „Das ist schon ok, du darfst da liegen.“ „Danke.“ „… Ist Papa traurig, dass du bei mir geschlafen hast?“ „Das weiß ich nicht, das musst du Papa fragen.“ „Ich finde schön, dass du hier liegst. Du kannst das öfter machen. Ich bin ja schon ein bisschen zu groß, um in euer Bett zu kommen, wenn ich schlecht träume. Aber so bin ich nicht alleine!“

Gut, ich habe also eventuell meinem mindestens todkranken Ehemann das Herz gebrochen, aber dafür meine Tochter sehr glücklich gemacht. Man kann nicht alles haben, ne? (Ich wollte echt nur schlafen, das war in der Nacht davor viel zu kurz gekommen.)

Ansonsten tut mir alles weh. Der Rücken weil ich alt bin oder so, ich hab’s seit Tagen im Kreuz. Es ist aber die Sorte Schmerz, die durch Bewegung besser wird, deshalb tun mir auch noch die Arme weh, weil ich die Arme, Schultern (die rechte Schulter tat letzte Woche wieder mal weh) und den oberen Rücken gestern trainiert habe. Der linke Arm tut extra weh, der ist nämlich obendrein ein Impfarm (seit gestern). Dieses Mal war ich schlauer und habe davor trainiert und nicht danach. Heute das Ballett half gegen die Rückenschmerzen enorm gut, bis die großen Sprünge kamen und alles mit dem Arsch wieder runter rissen. Tja, dann schlafe ich halt auch mit meinem wollenen Rückenwärmer an. Der verwächst wahrscheinlich bald einfach mit mir.

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*mit Peppa Pig-Bettwäsche, aber trotzdem besser als das Sofa. Mit Rückenschmerzen. Hurz.

Tag 3036 – Bis irgendwann, tschüssi und hallo.

First things first: Michel ist wieder da und er hatte ein gutes Wochenende. Herr Rabe ist krank, hat aber kein Covid. Pippi hat inzwischen ein ganzes Papierhaus für ihr Papierfigürchen gebastelt und füllt das mit einem kompletten Haushalt voller Papiergegenstände. Es würde mich nicht verwundern, wenn sie demnächst einen winzigen Papier-Stabmixer oder eine Papier-Weichspülerflasche* bastelt.

Ansonsten hatte ich heute Geigenstunde und habe meinem Lehrer mutig mein Leid geklagt und gesagt, ich brauche eine Pause von dem Sch*** Bach Presto, weil ich es inzwischen ein bisschen hasse und das nicht gut ist für das Problem, was macht, dass ich es hasse: stellenweise sehr angespannte linke Hand (Weils halt auch einfach sehr seltsam und unbequem ist von den Fingersätzen her und dabei in gnadenlos immer gleichem, schnellem Tempo ohne Pause. Und das ist noch eins der eher einfacheren Stücke. Bach hat wahrscheinlich ganz einfach Musiker*Innen gehasst.) die ich nach dem Stück, wenn ich denn mal ganz durch komme, ausschütteln muss und die sich dann anfühlt, als sei ich auf den Fingern einen Kilometer gesprintet. Ich glaube das soll nicht so. Der Lehrer war darin sehr einig und ich mache jetzt eine kleine Bach-Pause. Mein anderes Stück, Chanson Triste, habe ich in den letzten zwei Wochen soweit poliert, dass ich zufrieden war (und bekanntlich will das was heißen) und in der Stunde habe ich dann noch den Entscheidenden Letzten Tipp(TM) bekommen. Danach habe ich es noch ein Mal gespielt (und den Tipp umgesetzt) und dann meinte der Lehrer sinngemäß, gut, reicht, fertig damit. Tchaikovsky wandert also in die Schublade**. Dvorak Humoresque hatte ich mir vor zwei Wochen ausgesucht, als Kontrast zu sowohl Tchaikovsky als auch Bach. Das ist fast ein bisschen einfach und der Lehrer war heute schon ziemlich happy damit, ein paar Kleinigkeiten noch, aber ich kann ja nicht nur das üben, da langweile ich mich ja zu Tode, also drucke ich morgen neue Noten aus und gehe zurück zu Vivaldi, Violinkonzert, diesmal in a-Moll. Hurra. Neues Futter.

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*Nicht dass Sie jetzt sonstwas von uns denken: der Weichspüler sammelt bei uns immer sehr viel Staub, weil wir den nur für zwei der Sofadecken benutzen. Die waschen wir so… zwei mal im Jahr vielleicht? Oder wenn irgendwas ist eben, was drauf ausgelaufen oder so. Alles andere wird ohne Weichspüler gewaschen. Handtücher kommen für den Flauschfaktor in den Trockner.

**Oder, mal sehen. Ich kann das ja nicht einfach so weglegen. Und ich ärgere mich darüber, dass insbesondere YouTube scheinbar voll ist von Menschen, die eigentlich auf viel höherem Niveau spielen (Lehrpersonen z.B.), die dann „Schüler*innen-Stücke“ spielen. Nichts daran ist relatable für mich, ehrlich gesagt. Also, ja, nett, dass ich mir 26 Versionen zwischen super und perfekt anhören kann, aber ich hätte gerne mehr normale Leute, die halt auf dem Niveau sind, dass die Stücke noch eine Herausforderung darstellen und wo man das auch sieht und hört. Und dass man auch deutlich über 6 Jahre alt sein kann und das trotzdem nicht so aus dem Ärmel schüttelt. Kinder sind nämlich die einzigen, die man so findet, bei denen deutlich ist, dass sie noch lernen. Ich muss das mal überlegen, was ich damit mache. Bei Gelegenheit.

Tag 3028 – Gemischtes.

Die Kinder hatten heute Korpsseminar, das war natürlich im Vorhinein Kinderfolter und hinterher aber super gut. Ich beantworte Michels Fragen „warum muss ich [Aktivität] machen?“ inzwischen meist nur noch mit „weil wir Monster sind“ und hoffe, dass er es bevorzugt zeitnah, spätestens aber so in 20 Jahren versteht. Über was soll er denn auch sonst in seiner Therapie reden?

Pippi ging nach dem Korpsseminar zur Halloweenparty der Tanzschule. Ich schminkte sie dafür, sie wollte das Gesicht weiß und die Augen schwarz, aber „nur so Striche, wie Erwachsenenschminke“, und die Lippen schwarz. Wann ist mein Baby denn so groß geworden? Aber dafür hier noch eine Perle, die sie im Schminkprozess äußerte: „Mama, das ist nicht schlimm, wenn du was falsch machst, dann sieht man, dass es selbst gemacht ist.“*

Kann man im Internet posten, da Kind nicht wirklich erkennbar.

Die Party war super und Pippi sehr zufrieden mit ihrem Tag.

Ich war, nachdem ich Pippi bei der Party abgeliefert hatte, noch kurz einkaufen und habe gruselige Gemüsepreise gefunden.

72 Kronen für ein Kilo Sellerieknolle?!?

Das sind über 6€ für… Sellerie. Ich dachte bisher immer, Sellerie sei eins dieser Wurzelgemüse, die sich auch in Norwegen gut anbauen lassen und deshalb quasi nichts kosten. Der hier ist ja auch von hier. Verkniffen hab ich ihn mir dann trotzdem, so dringend muss der dann doch nicht in die Bolognesesauce.

Ansonsten habe ich die traurige Nachricht zu vermelden, dass Pølse heute abgeholt wurde. Das war nicht so einfach für mich, weshalb ich es bis fünf Minuten vorher ignorierte und hinterher ziemlich durch den Wind war. Jetzt haben wir also gar keine Haustiere mehr.

Am Vormittag habe ich außerdem sichtbar gedacht und muss jetzt Michel schonend beibringen, dass wir keine Schildkröte(n) anschaffen werden. Auch wenn die cool sind. Ich kann und will nicht leisten, was Schildkröten brauchen und die haben es in Griechenland wesentlich besser als hier, selbst wenn wir uns ein Bein dafür ausreißen. Es ist ja immer noch Norwegen hier, wir können kein Tier haben, das zwar draußen wohnen soll, aber bei unter 15 Grad in Winterruhe geht. Das würde ja von spätestens Ende September bis frühestens Anfang Mai im Kühlschrank wohnen müssen. Neenee. Nope. Einfach nein.

All das… ein bisschen viel. Eine muss viel Lego bauen um das auszugleichen.

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*jaha, nämlich nicht wie so Industrieschminke, die man am Fließband ins Gesicht gestempelt kriegt! Bei der sind zwar die Augen symmetrisch, aber dafür war meins mit Liebe gemacht!

Tag 3009 – Probieren.

Ich hab das mit dem Wedeln heute mal im Hellen probiert. Zur besten Nachmittagsspaziergangzeit. Das Ergebnis dieser Fallstudie ist: die meisten scheinen sich zu freuen, wenn ihnen eine offensichtlich fröhliche Person entgegenkommt. Ein Paar guckte sehr angestrengt woanders hin, aber deren Kind im Kinderwagen freute sich trotzdem.

Pippi ist wieder da! Sie war sehr sehr müde, und hat uns sooooo doll vermisst, dass wir sie zu zweit ins Bett bringen mussten. Sie hatte aber wohl eine ausgesprochen gute Zeit mit ihrer Freundin, sie waren sehr viel draußen unterwegs und „da war es sooo kalt, da war sogar manchmal Schnee!“. Vermutlich eher Raureif, das ist ja bloß 150 km von hier, nicht in Finnmark oder so. Aber Hauptsache sie hatten Spaß und das hatten sie wohl.

Herr Rabe und ich stritten uns letzten Sonntag übel über den Haushalt. Von beiden Seiten fielen da fiese Worte und ich war drauf und dran, auf dem Sofa zu schlafen, aber dann kam Herr Rabe mit einem Friedensangebot wenn wir uns noch mal zusammen setzen und über unsere Erwartungen reden und gucken, wie wir das besser verteilen können. Turns out, das ist gar nicht so einfach wie man vielleicht meint, so ein geplantes Gespräch über ein Konfliktbehaftetes Thema. Ehrlich gesagt eierten wir zwei Tage lang herum und es war immer plötzlich irgendwas anderes total wichtig. Ich schreibe das hier, damit es nicht aussieht, als wären wir Vollprofis im Miteinander reden und ständen da über allem, denn mitnichten. Wir streiten selten, aber dann heftig und dann fallen alle diese Worte, die Paartherapeuten nicht hören wollen, „immer“ und „nie“ und so weiter. Sich vertragen geht meistens gut, dann aber sich hinsetzen und versuchen Mittel und Wege zu finden, es beim nächsten Mal besser zu machen oder gar nicht erst in dieser Situation zu landen… schwierig. Wie bei so normalen Leuten eben.

Jedenfalls haben wir jetzt eine Liste von Sachen, die wir voneinander erwarten und bei Sachen, die beide regelmäßig machen müssen, sind die Verantwortlichkeiten geklärt. Der erste Sonntag mit dem neuen Ziel „Es hängt/liegt am Ende des Tages keine Wäsche herum und ist so aufgeräumt, dass die Putzhilfe kommen könnte“ war ein bisschen holprig, aber jetzt ist es tatsächlich ordentlich und die Schränke sind voll. Wir werden das weiter testen.

Tag 2963 und 2964 – Nichts zu erzählen.

Es ist nicht viel passiert, weder gestern noch heute. Ich hab sehr viel gearbeitet, zu viel, bin aber ein gutes Stück weit gekommen und die anderen Aufgaben müssen halt bis nächste Woche warten. Heute abend, also jetzt, ist Herr Rabe spontan weg, weil er sich zur Flohmarkt-Nachtwache hat belabern lassen. Der kommt irgendwann gegen drei wieder. Michel ist morgens ein Kotzbrocken, Pippi morgens trödelig, also wie immer. Neu ist nur, dass beide mit dem Fahrrad zur Schule fahren und wir morgens kein Elterntaxi sind. Pippi setzen wir nach dem Sport-Hort, zu dem sie ja mit dem Bus hinfahren, wieder an der Schule ab, damit sie ihr Fahrrad nach Hause fahren kann. Seit Mittwoch fährt sie mit Michels altem Fahrrad und sieht darauf super groß aus. Oder klein, wie man‘s nimmt, weil ihre Beine so lang sind ist nämlich der Sattel gar nicht mal ganz unten, und dann sieht es aus, als wäre das Rad viel zu groß für sie, dabei sind es nur die Proportionen, die etwas Off sind.

Morgen fahre ich mit Pippi nach Oslo, Ballettschuhe kaufen. Die von letztem Jahr sind viel zu klein und außerdem wünscht sich Pippi so sehr ein richtiges Trikot, was ich aber echt sie anprobieren lassen möchte, genauso wie eine Strumpfhose, wegen der Proportionen eben. Vielleicht, wenn ich die Nerven dazu habe, nehmen wir noch Michel mit, der Schuhe für den Herbst braucht. Ihn dafür an den Ohren aus dem Haus schleifen kommt allerdings nicht in Frage, dafür sind mir meine Nerven und mein Wochenende zu schade. Nachdem er sich schon bei dem Versuch, die Nasenkissen an die Brille montieren zu lassen (was er gerne wollte!) aufgeführt hat, als sei es grauenvollste Kinderfolter ihn dafür aus dem Haus zu zerren, bin ich wenig motiviert, das morgen mit ihm durchzuziehen, lasse mich aber natürlich gerne positiv überraschen. Ist das schon Pubertät? Wird das dann eventuell noch schlimmer? Ich fürchte es.

P.S. abends ist er aber immer noch sehr kuschelig und auch kommunikativ, das ist schön. Er ist ja eigentlich auch sehr umsichtig und daran interessiert, dass es allen um ihn rum gut geht, nur vergisst er das in akuter Muffel- oder Motzlaune gerne mal. Ich hoffe, auch für ihn, dass das irgendwann wieder weg geht.

Tag 2960 – Hrrm!

Morgen wird super anstrengend. Heute war auch schon anstrengend, unter anderem hatte ich für meinen Geschmack schon wieder viel zu viel mit dem IT-Projekt zu tun. Das IT-Projekt ist inzwischen direkt aus Absurdistan importiert, heute haben wir eine Dreiviertelstunde damit zugebracht, herauszufinden, dass bis auf mich niemand die richtige Lizenz hat, um etwas wichtiges tun zu können. Dass alle diese Leute Lizenzen brauchen, habe ich Anfang des Jahres (oder vielleicht war es auch tatsächlich noch vor Weihnachten), noch mal im April und noch mal, mit dringend und sechs Ausrufezeichen, am Freitag angemeldet. Es ist einfach GAR NICHTS passiert. Nichts. Im Gegenteil, ich bekam heute die gleiche Nachricht wie vor ein paar Monaten schon: wir haben 8 Lizenzen, 4 davon sind frei. Ja Herrschaftszeiten warum sind dann nicht die 4 freien vor Monaten schon zugeteilt worden, und die fehlenden dann bestellt??? Arrrgh. Ich raufe mir noch alle Haare deshalb aus.

Abends konnte ich immerhin mit beiden Kindern (nacheinander) kuscheln, mich dann von Pippi anschnarchen lassen und von Michel Fragen zum Thema Haare in den Bauch gefragt bekommen. Michel findet sein „Mushroom Cloud Hair“ doof, und hätte es lieber glatt nach hinten gekämmt. Gleichzeitig empfindet er täglich duschen aber als Zumutung, Gel kommt also auch nicht in Frage. Auf meine Aussage, dass ich seine Haare super finde und das ganz sicher ganz viele andere auch tun, kam nur das Michel-typische „Hrrm!“, aber mit einem kleinen Grinsen. Ich kann außerdem vermelden, dass ich Michel erfolgreich beigebracht habe, auf „Ich hab dich lieb“ mit „Ich hab dich auch lieb“ zu antworten (sofern er das so meint), statt, wie früher, mit „Ich weiß, warum sagst du mir das?“. Ich hab den ja schon sehr lieb, den inzwischen sehr großen und schlacksigen Zwerg mit seinem Lockenkopf.

Tag 2955 – Ferienende.

Heute war der letzte Tag der Sommerferien der Kinder. Das heißt, ab morgen geht Michel in die 6. Klasse und Pippi in die 3. Wann sind die denn eigentlich so groß geworden?

Wir sind verhältnismäßig gut vorbereitet, zumindest sachlich, geistig kann ich nur für mich sprechen, ich glaube aber, die Kinder sind schon ein bisschen aufgeregt. Wir haben sie aber sowohl zum Packen als auch zum Baden/Duschen bewegen können. Auch daran merkt man, dass Michel langsam auf die Pubertät zugeht: er muss öfter duschen. Nicht, weil er irgendwie riecht, aber seine Haare werden viel schneller sichtbar fettig als sie das sonst taten. Er ist auch ein bisschen angepisst davon, dass er schon seit Wochen* eine strikte Hautpflegeroutine** durchzieht und trotzdem auf seiner Nase noch Pickelchen*** sind. Dabei hatte ich doch gesagt, dass das hilft****!Mein Baby…

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*3

**Waschen mit Reinigungsöl und danach eincremen mit Feuchtigkeitscreme

***wirklich harmlos, definitiv keine Akne, lediglich eben verstopfte Poren

****Wundertaten habe ich sicher nicht versprochen und es hilft ja auch, nur sind die Tage der Babyhaut***** eben leider gezählt, was Michel stark missfällt

*****Haha, Babyhaut, meine Kinder hatten beide Neugeborenenakne, Milchschorf und trockene Haut. Vielleicht wäre Einjahres-Haut ein treffenderer Begriff.

Tag 2930 – Dänemark Tag 15.

Pippi ist jetzt 8, also ein ganzes Jahr älter als gestern (Mathematiker*Innen weinen leise). Zur Feier des Tages war sie mitnichten um sieben wach, sondern um halb sechs und weckte dann ALLE anderen Kinder. Das hatte zur Folge, dass beide Kinder bei uns bis sieben Uhr wühlend im Bett lagen, eines (Michel) schlafend, eines (Pippi) größtenteils wach. Die Erwachsenen waren durchaus in diesem Urlaub schon mal fitter.

Pippi hatte aber wohl einen guten Tag, und das ist ja an so einem Tag auch das wichtigste. Wir fuhren ins Schwimmbad, denn sie hat eine echte Meerjungfrauenflosse von uns bekommen und die musste natürlich eingeweiht werden. Ich bin von der Qualität dieser „Fin Fun“-Flosse sehr angetan und Pippi machte das auch recht schnell erstaunlich gut. Trotzdem kann ich mich nicht soooo gut entspannen, wenn ich Kinder, insbesondere meine Kamikazekinder, semi-sicher aber mit vollem Körpereinsatz (inklusive Stimmbändern) schwimmen sehe. Objektiv betrachtet können die bestimmt besser schwimmen als ich denke, aber ich bin nicht objektiv. Können die nicht einfach wie so ne Oma Bahnen ziehen, statt sich quietschend ins Wellenbad zu stürzen?

Anyway, alle hatten Spaß. Alle aßen hinterher den gepimpten Ramen restlos (nicht ganz, es sind noch drei, vier Brokkoliröschen übrig) auf und dann gingen die Mädchen und nicht so lange danach auch Michel zum Umfallen müde ins Bett. Auch wir Erwachsenen waren etwas saftlos heute Abend und wir schnackten einfach nur, ohne Gesellschaftsspiel.

Pippi-Artikel folgt, wenn ich ausgeschlafener bin. Lieb hab ich sie auch heute, auch müde.