Ich bin fix und alle, Arbeit Arbeit, Tanzen, Essen, Dusche, Bett.
Tanzen gut, zwei Wochen extra Magnesium hilft gegen krampfende Füße.
Ich bin fix und alle, Arbeit Arbeit, Tanzen, Essen, Dusche, Bett.
Tanzen gut, zwei Wochen extra Magnesium hilft gegen krampfende Füße.
Müdes High Five, ich bin in dieser einen Sache(TM) jetzt up to date, es warten davon erst mal keine neuen To-Dos auf mich. Dafür ging heute der komplette Arbeitstag drauf. Dafür kann ich jetzt wieder rituell eine To-Do-Liste zerknüllen, die fertig abgehakt ist. Hallelujah.
Morgen scheuche ich dann die 24 anderen Kühe vom Eis, aber es ist schon ganz nett, wenigstens in der einen Sache(TM) mal kurz den Kopf über Wasser zu haben.
Außerdem über die Post geärgert, aber dazu vielleicht wann anders mal mehr.
Mit einer Blase, die so voll war, dass ich Herrn Rabe vom Auto aus bat, zu checken, ob die Tür abgeschlossen ist (die Kinder machen manchmal so Quatsch), kam ich heute um 19 Uhr wieder zu Hause an. Die Reisekostenabrechnung zu machen dauerte eine Stunde. Was für ein Gerödel, jede Autofahrt einzeln anzugeben, jede Mautgebühr (beim Elektroauto ja vernachlässigbar wenig), jeden Parkzettel für die 20 Minuten bis zur kostenfreien Parkzeit screenshotten… ächz, ächz, ächz. Der Treppenwitz dabei ist, dass ich bisher noch keine Reisekostenabrechnung im ersten Versuch richtig gemacht habe. Die kommen immer von der Buchhaltung zurück, wegen irgendwas, Hoteladresse war nicht die Firmenadresse, sondern die tatsächliche Adresse, an der das Hotel steht, und ähnliche Späße. So langsam müsste ich alle Fehler, die man machen kann, mal gemacht haben. Vielleicht mache ich mal Fehler-Bingo. Oder kaufe mir ne Flasche Schampus, wenn eine Reiserechnung beim ersten Mal durchgeht.
Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. Was bin ich müde.
Ich kam übrigens auch panisch, weil mit Halskratzen, nach Hause, nachdem bei der Herstellerfirma reihenweise die Personen, mit denen wir wirklich viel gesprochen haben (im Meetingraum, beim Essen, bei der Begehung…) wegen positiver Tests ausfielen. Mein Schnelltest sagt aber, ich sei gesund. Falls das so bleibt, glaube ich, man sollte mal gucken, ob man aus meinem Blut irgendeine Wunderdroge machen kann, so viele super enge Nahkontakte kann man eigentlich nicht haben, ohne sich anzustecken. Immerhin hätte ich dann Herrn Rabe, Michel, meinen Chef, eine Kollegin, sowie mindestens zwei Angestellte der Firma diese Woche „überstanden“. Und mit allen hatte ich die Art Kontakt, die mich eigentlich direkt in die Fieberhölle katapultieren müsste. Stattdessen habe ich bisher gar nichts. Selbst das Halskratzen war spontan am Abend wieder weg. Vielleicht habe ich es mit dem Teststäbchen weggeschabt.
Es ist ein Rätsel.
Nix, was ich erzählen darf, jedenfalls.
Ehrlich gesagt bin ich ganz schön Brei. Man gewöhnt sich sicher wieder dran, aber hui, ist inspizieren mental anstrengend. Ich versuche es deshalb jetzt mal mit einem frühen Licht aus. Morgen geht’s nach Hause, mit etwas Glück schon am frühen Nachmittag. Das minimiert dann auch die Gefahr, im Auto einzuschlafen.
Bloß jetzt die Schnappatmung unterdrücken, dass ich eine Steuermeldung bekommen habe, in der ganz viel fehlt, das sonst immer automatisch gemeldet wurde, wie Kinderbetreuungskosten. Was ist da los, was ist da schief gelaufen? Am liebsten würde ich natürlich SOFORT alles klären, aber das wird hier eh nicht passieren, nachts in einem Hotelzimmer, und ist ja auch gar nicht nötig, die Frist ist, glaube ich, Ende Mai? Literally ewig hin, und selbst wenn man es verdrabbelt, kann man ja noch beantragen, im Nachhinein die Steuer geändert zu bekommen, das dauert dann nur eben länger.
Was gucke ich sowas auch um zehn Uhr abends an?
Schon die halbe Woche rum, erst die halbe Woche rum. Faszinierend.
Nach einem eigentlich doch normalen Arbeitstag (einem Inspektions-Arbeitstag on Site, also 8 Stunden) bin ich ziemlich Pudding und, was mich mehr erstaunt, meine Kollegin auch. Sie sagte sogar, das sei ja doch nach der ganzen Homeofficezeit sehr ungewohnt und anstrengend, plötzlich den ganzen Tag mit Menschen in 3D zusammen zu sein. Vielleicht ist das doch gar nicht so selten. Blöd ist, dass wir nach dem on Site Teil ja noch weiterarbeiten. Gut ist, dass es diesmal alles recht smooth läuft und wir nicht mehr so viel weiterarbeiten müssen.
Ich schlafe im Hotel so gut, dass es mir fast peinlich ist. Ich mag Mann und Kinder ja schon sehr, aber…
Wheee, endlich wieder in echt inspizieren, ohne Bildschirm und Internet dazwischen. Morgen gucke ich einen Prozess und ganz viele bestimmt shiny neue Maschinen an. Mit Sicherheitsschuhen und Helm statt im Reinraumsanzug, was ja auch mal eine nette Abwechslung ist.
Hotelzimmeraussicht ist allerdings extrem langweilig, auf der einen Seite ist in 30 cm Entfernung die nächste Hauswand, auf der anderen in 1 m ein Fenster mit einer Gardine und Wand drumrum.
Allerdings ist es auch eeeeetwas anstrengend, plötzlich wieder 14 Stunden am Stück (minus Klopausen) mit Menschen zusammen zu sein. Deshalb ist jetzt auch Bettzeit. Letzte Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein, mal sehen, ob ich das noch mal schaffe.
Eigentlich hatten die Jobreise-Routinen ja kaum Zeit, welche zu werden, bevor Pandemie losging. Und naja, das Packen hätte schneller gehen können, aber es war auch schon mal schlimmer. Da ich zum ersten Mal mit dem eigenen (!) Auto fahre, muss ich auch keinen Platz sparen und nichts umfüllen außer Shampoo, weil das hier im Haus alle benutzen. Ich habe sogar kurz überlegt, meine Geige mitzunehmen, das dann aber wegen dünner Hotelwände und eh abends meistens wenig Zeit verworfen. Stattdessen habe ich Nagellack mitgenommen, das müsste bei der Firma nächste Woche kein Problem darstellen und ich werde ja bis Freitag auch nicht Geige spielen. Heute habe ich noch mal ausgiebig geübt und das sehr genossen. Anders als Freitag nach der Arbeit, als irgendwie nichts funktionieren wollte, ging heute vieles wieder recht gut bis „ ich mache die Augen beim spielen unwillkürlich zu“.
Worauf ich mich freue: vier Nächte allein in einem Doppelbett, mit Fenster auf. Letzte Nacht schlief ich so und es war königinnenlich, ich hab so gut geschlafen wie seit langem nicht mehr. (Natürlich ist es trotzdem schön, dass Herr Rabe wieder da ist.)
Herr Rabe fühlt sich nicht so gut und hatte jetzt einen „uneindeutigen“ PCR-Test. Was es nicht alles gibt. Der Rest von uns testet weiterhin eindeutig negativ, was ja irgendwie beruhigend ist. Wahrscheinlich sind unsere Immunsysteme inzwischen aus Stahl und unsere Schleimhäute verhornt und da kann sich kein Virus mehr ansiedeln. Oder so.
Die gegenwärtige Inspektion ist auch wieder auf einem anderen Level interessant. Ich habe schon ganz viel gelernt, hauptsächlich über Zeitpläne und Projektmanagement und wie das alles mit Produktionsqualität Zusammenhängen kann. Mehr kann ich nicht sagen.
Im Büro ist weiterhin tote Hose. Auch das beruhigend, mit einem uneindeutigen Mann zu Hause. Ich frage mich allerdings schon ein wenig, ob es daran liegt, dass die alle gut im Homeoffice klar kommen und gar keine Notwendigkeit sehen, ins Büro zu kommen, oder ob alle mit Covid flach liegen. Wahrscheinlich stimmt ein bisschen von beidem.
So, ab ins Bett, morgen ist der letzte Tag.
Bin schon leicht bescheuert und meine Augen sind viereckig. Vielleicht haben sie auch die Form von Abfülldüsen. Wer weiß das schon.
Wenn ich den ganzen Tag voll seriös sein muss, bin ich ab nachmittags ein bisschen albern. Oder total müde und schlecht gelaunt, heute aber albern.
Ich hab den Tag über inspiziert, bin völlig alle in Michels Bett neben ihm eingeschlafen und was dann passierte schreibe ich lieber nicht, sonst heißt es hinterher wieder, ich mag mein Kind nicht.