Auch heute wird nicht viel gebloggt. Ich habe zu viel gegessen und bin auch ansonsten komplett fertig und reif für geschlossene Augen für ein paar Stunden.
Müde
Tag 3134 – Bett.
Heute ist es es etwas besser, die Medikamente wirken, danke Pharmaindustrie. Jeden Monat halt, und wenn ich nicht rechtzeitig dran denke… tja.
Außerdem heute einen harten Fall von „Medizinisch geschulte Personen machen per Definition nie etwas falsch“ gehabt, hart mit den Augen gerollt und den Vertrag mit der Privatklinik gekündigt. So oft gehe ich da eh nicht hin, dass es sich lohnen würde, und maßlose Arroganz kann ich auch billiger haben.
Jetzt müde. Eigentlich schon den ganzen Tag, weil schlecht geschlafen.
Tag 3127 – Nachwirkungen.
Gestern war so anstrengend, dass ich heute wirklich große Probleme hatte, überhaupt irgendwas sinnvolles zu tun. Ich glaube, das hatte mehrere Gründe, die aber alle miteinander zusammenhingen. Bei der Arbeit hatte ich ein anstrengendes Meeting. Das hatte ich selbst so organisiert, was nicht schlau von mir war, aber im Nachhinein auch nicht zu ändern. Montag Abend hatte ich bereits festgestellt, dass wir in dem Meeting vielleicht eine ungeahnt beschissene Nachricht überbringen müssen. Ich fand das nicht fair und fachlich falsch und überhaupt. Das stresste mich. Gestern Morgen musste ich dann mich und die Kinder pünktlich fertig bekommen, was grad so geklappt hat, aber unter Stress. Ich holte mir am Bahnhof einen Kaffee und setzte mich in den Zug, 7 Minuten vor Abfahrt, ein Hoch aufs Wohnen an der Endhaltestelle. Meine Kollegin hatte mir einen Chat geschrieben, den ich öffnete – wir müssten über das Meeting reden. Sie könne noch eine Stunde. Im Zug arbeiten am Computer geht, aber telefonieren geht eher so mittel. In solchen Momenten macht mein Kopf blitzartig drei bis sieben Paralleluniversen auf und spielt alle Möglichkeiten durch. Das ist sehr praktisch. Der Kopf vergisst dabei aber, dass bestimmte Optionen viel Energie von mir fressen, vor allem wenn sie eine spontane Planänderung beinhalten. Aber egal, es war am wenigsten scheiße, wieder aus dem Zug zu springen und mich in das Café am Bahnhof zu setzen. Da telefonierte ich dann mit der Kollegin und danach noch mit einer Juristin. Hurra. Dann fuhr ich eine Stunde später doch mit dem Zug ins Büro und schrieb im Zug in einem rasenden Tempo das Problem und eine fachliche und juristische Bewertung dessen runter. 2 Seiten in 30 Minuten. Kann ich, aber auch nicht mühelos. Also noch mehr das Energiekonto belastet. Das Meeting war dann eben auch an sich schon anstrengend und überzog auch noch. Damit fiel das Kartenhaus zusammen, das mein Plan für den Nachmittag gewesen war, Pippi pünktlich zur Schlagzeugstunde zu bekommen, löste sich in Rauch (oder eher Paragrafen) auf. Ich kann echt nicht gut mit Planänderungen. Mein Energiekonto begab sich ins Minus. Pippi war ganz happy und malte ihr ganzes Gesicht mit Tattoostiften an. Ich kam gestresst und fahrig um halb vier nach Hause, arbeitete noch ein bisschen weiter, machte Essen für Pippi und fuhr sie zum Korps. Zog mich um fürs Ballett. Machte Essen für Michel und fuhr den auch zum Korps, holte Pippi ab und setzte sie zu Hause ab. Fuhr weiter zum Ballett. Routinen sind wichtig. Routinen sind Schall und Rauch: ich ging 15 Minuten vor Ende der Stunde, um Michel pünktlich vom Korps wieder abholen zu können. Mir war bis gestern auch noch nie aufgefallen, wie grell das Licht da ist.
Dann brachte ich beide Kinder ins Bett, bereitete den heutigen Tag vor, und bekam viel zu spät die Augen zu, weil ich weiterhin diffus unter Strom stand.
Heute dann eben die Nachwirkungen. Furchtbar müde (trotz knapp sieben Stunden Schlaf), Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und keine nutzbaren Exekutivfunktionen. Einfach wäh, wie Kater. Und das alles wegen zwei Tagesablauf durcheinander bringenden Planänderungen, einer schwierigen sozialen Situation und einer Änderung von Routine, am selben Tag.
Das ist alles irgendwie meh. Ich bin froh, dass Herr Rabe schon fast wieder da ist. Keine Ahnung, wie er das immer alles schafft, wenn ich nicht da bin.
Tag 3126 – Piep und gute Nacht.
Der Tag war lang und ziemlich stressig in weiten Teilen. Ich mache jetzt einfach die Augen zu.
Tag 3122 – Lebe immer noch!
Bin auch wieder zu Hause, aber uff, das war anstrengend alles. Vier Stunden Heimreise nach einer langen und anstrengenden Arbeitswoche sind auch kein sonderlich großer Spaß. Ich brauche jetzt echt dringend ein Wochenende.
Tag 3113 – Nix zu erzählen.
Und außerdem sehr müde. Deshalb – gute Nacht!
Tag 3086 – Piep!
Ich komme zu spät ins Bett zum bloggen. Das ist Käse, und auch nicht sehr urlaubig.
Kurzabriss: gestern war Zirkus, heute war Spaßbad. beides war sehr gut. Morgen hat die Familie (ohne mich) hehre Pläne, total früh schon diverse Dinge zu tun. Ich halte das Popcorn schon mal bereit.
Das ist ein schönerer Ausdruck und signalisiert größere Distanz zum Scheitern meiner Nächsten, als was tatsächlich passiert: ich werde total gestresst sein, wenn ich das Scheitern erst antizipiere und es irgendwann ein Fakt ist. Niemand anderes wird gestresst sein, nur ich. Wenn ich das äußere, kommt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit von der empathischeren Seite „warum stresst dich das so?“ und von der weniger empathischen Seite „Stress dich damit doch nicht!“.
Ich werde jetzt total stressfrei einfach schlafen.
Tag 3080 – Muss!
Licht ausmachen. Augen fallen zu.
Urlaub! Ächz.
Tag 3075 und 3076 – Emsig.
Alles muss fertig werden, eigentlich arbeite ich nur und falle abends irgendwann um. Zwischendurch irgendwann werden Bestellungen bei der Apotheke (hüben wie drüben) aufgegeben, Bücher bestellt, andere Bücher mit Click & Collect bestellt, weil Michel jetzt liest. Oder besser – ein Buch gelesen hat und man das ein bisschen pushen muss, solange er begeistert ist.
Irgendwie noch Sport (naja, ein wenig Bewegung) und Geige in den Tag gequetscht und heute Abend mit Herrn Rabe ein bisschen Fernsehen geguckt, auf unserem flecklosen Fernseher. Jetzt ist wirklich Zeit für erst Bett und dann Wochenende. Und generell ist langsam mal Zeit für Urlaub (zwei Arbeitstage noch).
Tag 3073 – Fertig!
Das Semester ist zu Ende getanzt. Weiter geht’s im Januar. Meine rechte Wade fühlt sich an, als hätte ich auf den letzten Drücker noch was übertrieben. Das ist leider realistisch.
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Nach ordentlich viel Schnee am Wochenende kommt jetzt noch mal zwei Tage ordentlich kalt (grad noch mal geschaut: es sind jetzt nicht mehr -19 Grad angekündigt, sondern nur noch -15, Hurra!) und am Wochenende dann +5. Ich habe heute gelernt, dass das auf Norwegisch „kakelinna“ heißt, also, äh, „Kuchentauwetter“. Diese durchaus übliche Tauwetterperiode im Dezember hat man nämlich früher im Volksglauben auf das Backen von Plätzchen und co. zu Weihnachten zurückgeführt. Das muss gewesen sein, bevor Thermodynamik erfunden wurde.
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„Alle“ haben Covid. Ich möchte bitte weiterhin nicht Covid haben. Bisher bin ich ja recht glimpflich davon gekommen, das darf gerne weiter so bleiben.
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So. Augen zu.