Tag 2834 – Alles viel zu früh.

Heute Morgen bin ich um viertel vor sechs aufgestanden, morgen werde ich wohl dasselbe tun. Heute fuhr ich nur zur Arbeit (erst mal zum Sport machen, dann zum arbeiten), morgen geht es auf eine Inspektion. Das sind echt nicht meine Uhrzeiten, aber was soll eine machen. Wenigstens muss ich nicht, wie der Lieblingskollege, um kurz nach sechs schon im Bus sitzen. Ein Hoch auf Wohnen in Flugplatznähe.

Ansonsten ein Tag wie jeder andere.

Tag 2827 – Im heimischen Bett.

Wir sind zu Hause. Die Koffer sind ausgepackt und leer verstaut, die erste Maschine Wäsche ist durch und trocknet, die Schweinchen sind wohlbehalten wieder eingezogen, das Haus ist aufgewärmt. Die Kinder sind im Bett – die sind ja auch mit uns heute morgen um halb sechs aufgestanden. Ich bin auch schon im Bett, nachdem ich in der Badewanne war. Irgendwie bin ich nicht so richtig fit, mindestens müde, hoffentlich nur das. Ich hoffe, dass es die eigene Matratze, das große Kissen (Familie Weirdo hatte ja bis auf Herrn Rabe eigene Kissen dabei…) und generell Schlafen ohne Kind im Zimmer richten wird.

Das war ein schöner Kurzurlaub.

Tag 2822 – Platt und zufrieden.

Super Kino (Everything, Everywhere, All at Once, ich kann den sehr empfehlen, allerdings scheint man ihn entweder zu hassen oder zu lieben. Er ist laut, schrill, albern, und am Ende überraschend herzwärmend. Und er hat Racacoonie und Wurstfinger. Ich persönlich würde mir den auch noch ein paar mal angucken, und das ist jetzt nichts, was ich ständig über Filme sage. Ich hatte den auch schon mal gesehen, im Flugzeug auf dem Weg nach Indien), super Essen (indisch, BÖRPS!), danach noch ein Cocktail, nach langer Zeit für mich mal wieder ein bisschen Alkohol. Jetzt bin ich irgendwie sehr müde, wahrscheinlich spielen da alle drei Programmpunkte mit rein.

Nach dem ungewohnten Cocktail sollte ich übrigens auch nicht unbedingt irgendwelche Flüge buchen, das geht potentiell aus Gründen schief.

Tag 2802 – Ächz.

Es war ein sehr langer Tag, und auf verschiedene Arten anstrengend obendrein. Habe genug schwierigen Menschenkontakt bis Ostern gehabt, aber es geht gleich morgen so weiter. Immerhin aus dem Homeoffice.

Außerdem ist inzwischen Zyklustag 31 und ich hab seit Tagen latente Migräne wegen der unheiligen Kombination aus Zyklus und Temperaturschwankungen innerhalb eines Tages um 20 Grad. Ich mag echt nicht mehr, sowohl diesen Zyklus haben und diesen Winter haben. Kann ich jetzt Frühling bitte?

Tag 2788 – Schnarchi.

Bin bei Michel im Bett eingeschlafen. Der hatte erhöhten Kuschelbedarf, weil sie heute Aufklärungsworkshop in der Schule hatten und das war alles sehr spannend und außerdem ist Pubertät eine sehr gruselige Sache, weil da Sachen mit dem Körper passieren, die man nicht unter Kontrolle hat (seine Worte). Jedenfalls möchte er in der Konsequenz jetzt früher aufstehen, gegebenenfalls morgens duschen gehen, weil große Leute das so machen (komisch, wir nicht) und Deo benutzen. Mein Baby stinkt (noch) gar nicht. Aber wenn er will, kann er mein Öko-Deo benutzen. Er findet, das riecht gut (Salbei-Limette) und dass er freiwillig das selbe Deo wie seine Mutter benutzen will, zeigt wohl, dass er noch nicht allzu groß ist. Dass er nach schwierigen Tagen extra ausgiebig kuscheln muss, auch.

Inzwischen schläft er aber tief und fest und das werde ich jetzt auch (wieder) tun.

Tag 2782 – Frische Luft.

Der Tag hatte viel zu bieten, das meiste war gut aber diese Plastikdruckknöpfe, die einer als total praktisch easy peas einfach reindrücken verkauft werden, sind übrigens echt kacke. Immer noch. Nach den Druckknöpfen musste ich erst mal dringend eine Runde spazieren gehen um den Frust aus dem Kopf zu laufen. Das hat aber recht gut funktioniert, danach konnte ich mit dem Tag weiter machen. Aber hey, immerhin hab ich mal wieder was genäht!

Nach einem neuen Anlauf Bach (offenbar habe ich die 2. Lage vernachlässigt, rächt sich jetzt, hmm) bin ich aber so verkrampft und allgemein fertig, ich mache jetzt einfach die Augen zu.

Tag 2775 – Uhla, uhla.

Vielleicht hab ich mir den Magen ein bisschen verdorben, ich weiß aber nicht, an was das gewesen sein sollte. Vielleicht bin ich auch einfach so ein bisschen platt und sollte dringend einfach schlafen.

Hier ist irgendsoeine eklige Wetterfront, vorhin schneite es ungelogen handtellergroße, klitschnasse Schneeflocken, jetzt regnet es. Draußen steht schon wieder überall das Wasser auf dem Eis, alles ist feucht (Cardos wird also bei Minusgraden wieder von innen zufrieren) und das ganze ist sehr bah. Wetterfühlige Menschen wie ich kriegen da ja auch gern Kopfschmerzen von, wenn das Wetter ständig umschlägt, vor allem, wenn es wärmer wird. Weiter Richtung Küste ist auch richtig Sturm, da sind schon Brücken gesperrt und so weiter. Klimawandel macht doch immens Freude, nicht wahr?

Ansonsten heute fast ohne Re-Traumatisierung am IT-Projekt gearbeitet. Einzelpersonen da drin möchte ich aber schon ganz gerne mal… naja. Ich denke, ein Personalgespräch mit der Personalverantwortlichen zur Evaluierung einer möglichen beruflichen Umorientierung wäre angezeigt. Es gibt viele Möglichkeiten bei uns. Irgendjemand muss zum Beispiel die Kaffeemaschinen jeden Tag reinigen.

Anekdote: habe heute eine Stellenanzeige gelesen, in der Erfahrung mit folgendem gefordert wird (immerhin nur unter nice to have): „medicinal products revived from substance of human origin“. Habe dann sehr gelacht, vor allem weil niemand den Fehler auf Anhieb zu finden schien und sich alle fragten, was ich an Blutprodukten lustig finde. Meine eine U40-Kollegin schnallte es dann aber immerhin, als ich ein Voldemort-GIF postete.