Nach einem Tag im Büro mit allen Aufs und Abs, die das so mit sich bringt, bin ich hundemüde und habe Kopfschmerzen. Ich gehe jetzt ins Bett und hoffe, dass das dann auch das Ende des Jetlags ist.
Die letzte session des Sportprogramms muss auch bis morgen warten, ich bin echt erschossen.
Derweil hat sich Herr Rabe heute eine Winterjacke gekauft, von so einer sehr bekannten nordischen Outdoormarke, weil eine Kollegin da Rabattcoupons hatte. Er liegt mir schon seit 1,5 Wintern damit in den Ohren, dass er mal eine neue Winterjacke braucht, weil seine einfach ziemlich fertig ist, aber irgendwas in nicht schwarz, dunkelblau, braun oder dunkelgrau zu kriegen, ist echt schwierig. Seine neue wird jetzt feuerrot und der Stoff ist so Special, dass er auf der Webseite mit einem Hans Zimmer-artigen Soundtrack untermalt wird. Man könnte von der Marke auch Jacken für Expeditionen in die Arktis kaufen, aber da hab ich dann doch ein Veto eingelegt, das fand ich dann fürs Pendeln zwischen Eidsvoll und Oslo sowohl optisch als auch preislich etwas überkandidelt.
Dienstag morgen ging es sehr früh los zum Bahnhof und dann zum Flughafen. Wie immer habe ich vergessen, dass der Zug um 07:01 von Gleis drei fährt, aber weil wir echt früh dran sind, kriege ich ihn trotzdem. Morgens habe ich noch ein Fleece, meinen Regenmantel, Mütze, Schal und Handschuhe eingepackt. Kann an der Ostküste ja kalt und nass werden.
Am Flughafen geht alles total smooth. Wir haben da jetzt so „Brotkästen“, wo man den Koffer abgeben kann. Ich konnte sogar online einchecken. Niemand will mein ESTA sehen. Oder sonst irgendwas.
Am Flughafen kaufe ich mir noch ein Buch, hänge ein bisschen in der Lounge ab, trinke Kaffee und schlendere dann zum Flugzeug. Ich habe wirklich reichlich Zeit. In Kopenhagen habe ich dann noch mehr Zeit. Dann ruft aber erst der IT-Däne mich an (das ist so eine lange Geschichte, die ich noch erzählen muss) und dann mein Kollege. Schwupps, ist es Zeit, in das große Flugzeug zu steigen.
Dort funktioniert das Internet eher so meh, ich arbeite trotzdem, weil ich mich ja irgendwie auf die Inspektion auch vorbereiten muss. Außerdem mache ich den Fehler, ein winziges Glas Champagner zu trinken. Quasi sofort bekomme ich Migräne. Ich habe nur leider nur noch wenig Migränetabletten. Ich versuche es wegzuschlafen, was nicht funktioniert (tut es nie, wann lerne ich das?).
Ebenfalls noch im Flugzeug, weil ich feststelle, dass meine Hände kalt sind, rupfe ich mit sanfter Gewalt und viel Seife den Ehering von meinem vom Bowling beschädigten Finger. Es tut weh und wird das auch weiter tun. Stand heute habe ich den Ring nicht wieder getragen und stattdessen das Gelenk getaped.
In Newark angekommen geht alles total schnell. Die einzige Frage, die mir am Immigrations-Schalter gestellt wird, ist, ob ich Obst dabei habe. Naja, die haben ja auch seit Wochen kein Geld bekommen. Aber mein lupenreines Reisehandy wird nicht eines Blickes gewürdigt. Auch nicht mein ESTA, meine Rückflugbestätigung oder meine Hotelbuchung. Nichts.
Am Gepäckband kommt mein Koffer quasi sofort. Innerhalb von dreißig Minuten nach Aufsetzen des Flugzeugs bin ich aus dem Flughafen raus und fange sofort an zu schwitzen, es sind 21 Grad. Ich frage mich, warum alle Jacken tragen und angele meine Sonnenbrille aus dem Rucksack. Mein Uber kommt auch quasi direkt. Es läuft wirklich alles nahezu gruselig glatt. Jesus fährt mich ins Hotel, auch das ist ereignislos. Ich checke ein und bin kurz empört: ich habe nicht das gleiche Zimmer wie bei den letzten beiden Malen! Ist aber nicht so schlimm, das Zimmer ist eigentlich schöner, nicht so dunkel und es hat auch keinen Teppich, und die Klimaanlage ist neuer und nicht ganz so laut. Es ist inzwischen viertel nach vier.
Sehr amerikanisch.
Ich packe aus und versuche weiterhin alles, meine Kopfschmerzen loszuwerden. Eine Migränetablette ist schon drin, jetzt habe ich noch von jeder Sorte eine, das finde ich für eine voraussichtlich ereignisreiche Woche ein bisschen wenig. Auf dem Weg, etwas zum Essen zu finden, gehe ich deshalb erstmal den Supermarkt inspizieren.
Es ist Halloween! Ein Teil der Pharmacy-Abteilung.
Es gibt keine rezeptfreien Triptane, also kaufe ich irgendwas mit „Migräne“ im Titel, in dem alles mögliche mit Koffein kombiniert ist (bevor Sie jetzt Angst um meine Leber bekommen: in Deutschland gibt es das selbe Zeug, nur in doppelter Dosierung, rezeptfrei in der Apotheke). Und eine Dose Melatonin. Und eine Bodylotion, weil im Hotel nur ein winziges Fläschchen ist. Die Bodylotion (Walgreens Eigenmarke) entpuppt sich als Glücksgriff, die ist wirklich gut. Gut, dass die, typisch USA, ein riesiger Pott ist, da hab ich noch ne Weile was von.
Inzwischen ist es sechs und ich habe echt Hunger. Ich finde einen Laden namens Let‘s Noodle mit guten Bewertungen. Dort angekommen bin ich leicht irritiert, weil alle Bedienungen und generell alle sichtbaren Angestellten aussehen, als seien sie maximal 14 Jahre alt. Also ungelogen und nicht übertrieben. Ich überlege immer noch, ob das so eine Art Schulprojekt gewesen sein könnte. Aber die Nudeln sind gut.
Auf dem Rückweg gehe ich noch mal in den Supermarkt und kaufe Müsliriegel und Wasser. Wieder im Hotel angekommen schreiben die deutschen Inspektoren, dass sie in einer Stunde ca. da sind. Trotz Koffein-Kombipräparat merkt mein Körper aber, dass es eigentlich zwei Uhr nachts ist. Nach einer kleinen Bügelrunde (selbst die am besten eingepackten Blusen haben nach dem Auspacken Kofferfalten) falle ich ins Bett und schlafe…
… bis viertel vor vier. Juhu. Ab fünf kann man in den Fitnessraum, ab halb sieben gibt es Frühstück. Jetzt kommen die Müsliriegel und das Wasser zum Einsatz. So mache ich mir in der Mikrowelle Wasser heiß und habe, dank mitgebrachten Instant-Capuccinotütchen, immerhin Kaffee. Und viel Zeit, ein Sportprogramm auszusuchen. Die Wahl fällt auf Heavy Lifting. Spoiler: ich werde das bereuen.
Außerdem probiere ich aus, ob man in den USA mit nem norwegischen Pass und dreieinhalb Klicks sich Triptane verschreiben lassen und ans Hotel liefern lassen kann. Antwort: ja. Es ist wild.
Um zehn vor sechs ist das Sportprogramm durch, ich gehe duschen und ziehe mich an. Schminke mich und bin um kurz vor sieben beim Frühstück. Da treffe ich auch die deutschen Inspektoren. Den einen kannte ich ja schon, den anderen nur vom Bildschirm. Beide sind nett. Der „neue“ ist eher still. Gar nicht wie der andere.
Wir fahren zur Site und davon darf ich ja nichts erzählen. Es ist alles sehr viel besser als beim letzten Mal. Sie haben offenbar auch ein bisschen Angst vor uns (naja, letztes Mal lief auch echt nicht so gut für die). Das schadet ja nicht. Zeitmanagement klappt dieses Mal besser und wir sind eigentlich an allen Tagen zwischen fünf und halb sechs wieder draußen. Dann gehen wir essen und dann falle ich auch direkt wieder ins Koma. Am nächsten Morgen dann das gleiche Spiel, ich bin total früh wach, mache Sport, trinke Tütencappucino und esse Müsliriegel. So vergehen die Tage bis Freitag Nachmittag.
Am Donnerstag bekomme ich zum Abendessen eine Pizza, die so enorm ist, dass ich nach einem Drittel bereits kapituliere. Totale Verschwendung, ich kann die ja nicht mal mitnehmen.
Freitag Abend fahren die deutschen Inspektoren schon mal nach New York, das war mir aber zu teuer. Ich gehe stattdessen mit mir allein sehr lecker indisch essen – nur um festzustellen, dass deren Applepay-Terminal nicht geht und ich natürlich keine physische Karte dabei habe UND keine meiner Kreditkartennummern aus dem Kopf weiß. Handy hilft auch nicht. Was hilft: der sehr nette Restaurantbesitzer, der mich einfach ziehen lässt, unter dem Versprechen, ihn vom Hotel aus anzurufen und meine Kreditkartennummer durchzugeben. Telefonisch. Auch das: Wild. Ich habe seither bestimmt 26 mal geguckt, ob auch wirklich keine komischen Abbuchungen auf meiner Karte sind. Aber nein. Hat alles geklappt.
Hier mache ich erst mal Schluss, aufgrund der Uhrzeit und der Wirkung der amerikanischenMelatonintablette.
Alles hat gut geklappt, war aber wie ich gedacht hatte: ich kam in den Blog nicht rein. Morgen werde ich mich dann mal hinsetzen und alles aufschreiben. Ereignisreich war es jedenfalls. Jetzt freue ich mich aber erst mal aufs eigene Bett mit nur einem Kissen pro Person drin. Ich habe auch schon sehr genossen, normales Klopapier mit mehr als 0,7 Lagen zur Verfügung zu haben, dass ich Wasser aus der Leitung einfach trinken kann ohne an Schwimmbad denken zu müssen und eine selbst gekochte Mahlzeit. Mac and Cheese, damit der Übergang nicht allzu hart wird.
Letzte Nacht im Flugzeug habe ich, wenn es hoch kommt, drei Stunden geschlafen. Entsprechend zerschossen war ich heute den Tag über. Ausserdem overpeopled bis über beide Ohren. Eigentlich habe ich nur rumgehangen und gedöst. Ich hoffe, dass mich die importierte Melatonindosis dann gleich mal schlafen lässt, obwohl es ja grad mal 19 Uhr ist.
Es gäbe einiges zu erzählen, aber. Mir geht es nicht so gut, es ist zu viel zu tun und zu wenig wird zu wenig fertig. Alles dauert zu lange, alles nervt mich und weil Dinge dauern, werden andere Dinge einfach gar nicht gemacht, wichtige Dinge, wie Putzen (ja, Bäder und Küche müsste man meiner Meinung nach wöchentlich putzen, passiert hier aber grad nicht. Nicht mal jede zweite Woche. Und alles, was geputzt wird und dabei das Verwenden von Putzmitteln beinhaltet, muss irgendwie ich machen). Sport kommt zu kurz, Geige auch, dabei hätte ich da was zu erzählen, ich mache mir da auch mit mehr oder weniger viel Gewalt Zeit für frei, aber dann kommt das schlechte Gewissen eben wegen was anderem.
Heute haben wir vier Stunden im Garten gerodet und unsere neuen Pflanzen eingepflanzt. Ich habe sehr viel totes „Wein“gestrüpp entfernt, wir haben ein paar Bäumchen gefällt (also eigentlich nur so auf Hüfthöhe abgeschnitten, weil weiter unten kommt man nicht ohne weiteres ran, sie stehen an unserer hauseigenen Klippe und da rumkraxeln ist ein bisschen gefährlich), ein paar weitere Büsche beschnitten, entdeckt, dass wir an der hauseigenen Klippe auch Hagebutte stehen haben und gelernt, wie fies dornig Hagebutte ist. Hagebutte – lecker, aber gefährlich.
Danach haben wir noch schnell meine Freitag besorgten Pflanzen eingepflanzt, bevor es zu kalt wird. Internet sagt, das geht bis Oktober schon noch. Wir werden es sehen. Die Pflanzen waren bereits stark reduziert. Jedenfalls steht jetzt an der von anderem Zeugs befreiten Klippe ein Fliederbäumchen (noch schnell, bevor der hier verboten wird, weil der ja eine hier fremde Art ist…), an der Garagenwand, wo ich die Rankhilfe von totem Gestrüpp befreit habe, wächst hoffentlich ab nächstem Jahr Clematis und neben dem Haus, quasi vor Michels Zimmerfenster, ist Holunder eingezogen. Wenn wir da noch eine Fichte entfernen, hat der Holunder fast immer volle Sonne. Aber das hat noch Zeit, das können wir bei Gelegenheit mit irgendwelchen Bekannten, die ne Kettensäge haben, machen. Wir haben nämlich mehrere so Fichten, Tannen und Birken, die deutlich zu groß sind, um sie mit ner kleinen Handsäge zu fällen. Bis auf eine kleine Tanne vorm Küchenfenster, die kann vielleicht unser Weihnachtsbaum werden.
Ich ärgere mich immer noch ein bisschen über die Vorbesitzer und die Besitzer vor denen, die hier alles einfach haben wild wuchern lassen. Auf Fotos von 2020 ist der Garten wirklich gepflegt. Jetzt ist hier irgendwas zwischen halb Wald und wilder Wiese, aber nicht die gute Art von wilder Wiese mit Blümchen, die Insekten lieben, sondern die Art von wilder Wiese, wo sich einfach alles ansiedeln durfte, was wollte, inklusive sehr nerviger, sich stark ausbreitender Arten, die alles andere verdrängen. Alle Büsche und Sträucher sind seit Jahren nicht beschnitten worden und davon sind hier viele. Offenbar hat man nicht mal die toten Äste aus dem „Wein“ geschnitten. Oder generell irgendwas beschnitten. Aber dann werden halt Wege unbenutzbar und andere Pflanzen kriegen kein Licht mehr. Insektenfreundlich my ass, wenn sich erst mal überall invasive Arten ausgebreitet haben, mit denen die heimischen Insekten gar nichts anfangen können. Ok. Den „Wein“ finden alle Fluginsekten unwiderstehlich. Der ist ja auch hübsch, jetzt grad, wo das Laub rot wird, auch besonders, und der darf ja auch gerne bleiben. Aber Pflege braucht er trotzdem. Hrmpf.
Ich muss das Licht ausmachen. Der Tag war viel länger als vorgesehen. Und morgen ist ja auch wieder so ein Tag, ja. (Ich möchte nicht. Ich möchte schlafen.)
Das Wochenende ging für den Flohmarkt und die Erholung davon (aka wie erschossen in der Ecke liegen) drauf. Tja.
Ich muss auf das gute fokussieren und deshalb: wir haben eine sehr hübsche Kommode fürs Schlafzimmer erstanden, ich habe endlich einen Saftkocher, und vor meinen niedrigen, aber entzückenden Schminktisch steht jetzt ein alter weißer Klavierhocker mit rosa Kissen, der hat genau die richtige Höhe. Zwei Tische (ein Sofatisch fürs Zweitsofa und ein Puzzletisch für den Hobbyraum) stehen noch auf der Terrasse, dafür müssen wir erst mal Platz schaffen. Aber auf der Terrasse ist es halbwegs trocken.
Auf die neue Woche habe ich allerdings gar keinen Bock jetzt, eigentlich brauche ich erst mal Wochenende.
Gestern habe ich für 230 km geschmeidige 5 Stunden nach Hause gebraucht. Ich stand im Grunde von Drammen bis Kløfta (das sagt ihnen wahrscheinlich nichts, aber future me schon) im Stau. Danach war mit mir nicht mehr so viel los. Den Aufbau des Flohmarkts des Korpses habe ich geschwänzt. Sonst wäre ich auch heute nicht um halb sieben aufgestanden um um acht bei diesem Flohmarkt zu sein. Um 10 Uhr öffnete der seine Türen. Ich habe Bilder und -Rahmen verkauft. Vier Stunden lang. Der Flohmarkt findet in der alten Schule statt, und da ist jetzt auch keine Ventilation mehr. Es war unglaublich warm und stickig in der Turnhalle, und dazu sehr viele Leute und dieser ganze Kram und Chaos. Aber was tut man nicht alles für die Kinder, ne? Es sind auch heute schon Rekordeinkünfte zusammen gekommen. Aber ich muss jetzt dringend schlafen, denn um 12 Uhr muss ich wieder Bilder und -Rahmen verkaufen. Dabei bin ich total erschossen eigentlich. Jaja. Ein bisschen noch. Bald vorbei. Bis nächstes Jahr.
Erste Inspektion nach den Ferien. Aus dem Haus um viertel vor Acht, Mietwagen abholen und dann fast drei Stunden durch die Gegend gurken. Allein vom Auto fahren bin ich hundemüde. Die Inspektion und danach ne Tour in den Fitnessraum taten ihr übriges. Dementsprechend will ich jetzt auch einfach die Augen zu machen.
Das PMDS ist diesen Monat wirklich sehr schlimm. Gestern habe ich es ganz drei Stunden im Büro ausgehalten, dann bin ich wieder nach Hause. Das hing auch damit zusammen, dass mir jemand meinen Stuhl geklaut hatte, und nicht mal nen anderen an meinen Arbeitsplatz gestellt hat. Das hat mich sehr aus der Bahn geworfen.
Abends war ich bei einem vorläufig geheimen Projekt. Geheim, weil ich das erst noch ein bisschen probieren will, und gucken, ob ich dabei bleibe. Nett war es jedenfalls.
Danach kam ich nach Hause zu einer total verzweifelten Pippi, die Rotz und Wasser heulte, wegen Hausaufgaben. Verständlich, es war auch schon spät und wenn man total aufgelöst ist, machen sich Hausaufgaben auch nicht gut. Aber sie wollte unbedingt alle Hausaufgaben gestern Abend machen, obwohl sie bis Donnerstag Abend dafür Zeit hat. Es ist manchmal nicht leicht für sie. Am Ende schlief sie ohne Zähneputzen halb auf mir liegend ein.
Heute Morgen ging das mit den Hausaufgaben aber leider weiter und am Ende musste sie mit dem Fahrrad zur Schule fahren, weil sie den Bus nicht mehr bekommen hätte. Eigentlich finde ich Fahrrad fahren grad nicht so super, weil ihr Helm nicht mehr gut passt und sie auch kein Schloss hat, weil sie es verschlürt hat (und nicht Bescheid gesagt). Unter Androhung, dass, wenn das Fahrrad geklaut wird, sie ein neues vom Sparkonto kaufen muss, fuhr sie dann. Das Fahrrad wurde nicht geklaut und sie war auch noch pünktlich. Aber meine Güte, warum habe ich zwei so sture Kinder bekommen? Niemand hier ist doch stur! (Scherz. Wir Eltern sind beide sehr Meinungsstark.)
Homeoffice heute ging viel besser als Office-office gestern. Vielleicht sollte ich einfach auch auf Laune mehr Rücksicht nehmen.
Insgesamt, ebenfalls aufgrund von Hormonen, müde und antriebslos. Nicht mal Ballett heute hat das großartig geändert. Ich war damit letzte Woche beim Hausarzt und er überweist mich an eine Gynäkologin, also es wird immerhin irgendwas getan. Außerdem hat er allerlei Blutuntersuchungen angeordnet, bei denen aber nur rauskam, dass ich diverse Hormone in diversen Mengen an diesem Tag zu dieser Zeit im Blut hatte. Daraus lässt sich erst mal exakt gar nichts ableiten.
Ich habe keine Lust mehr, irgendwelche Möbel aufzubauen. So, jetzt ist es raus. Ich mag keine Komplement-Schubladen mehr sehen, egal wie einfach die zu montieren sind. Schon mal gar nicht will ich irgendwelche ausziehbaren Schuhregale anschrauben. Ich möchte auch, das ist ganz wichtig, keine Kisten mehr sehen müssen. Ich habe schon angefangen, Kistenfreie Ecken zu schaffen, einfach weil ich sonst in meinem eigenen Zuhause bekloppt werde, wenn in jeder Ecke was steht, das da nicht hin gehört. Eigentlich wäre ich mal reif für einen Abend vorm Fernseher, aber, haha, der Fernseher ist seit sechs Wochen in seinem Karton.
Außer Möbel schrauben habe ich heute mit Pippi einen Ausflug nach Jessheim gemacht, ein (bereits montiertes!) Sideboard abholen und dann ihr einen neuen Rucksack für die Schule besorgen. Jetzt hat sie einen in jugendlichem Dunkelblau und der alte kann eine Runde geschrubbt werden und dann zum Flohmarkt nächste Woche. Da jugendliches Dunkelblau hier etwas ungünstig ist, haben wir direkt noch Reflex besorgt (nachdem ich darauf hingewiesen habe, dass ich auch Reflex an meinem dunkelblauen Rucksack habe) und dabei sind wir zufällig über diverse Dinge fürs Haus gestolpert (so Drahtkörbe für die Dusche zum Aufhängen zum Beispiel) und schwupps, schon wieder ganz viel Geld ausgegeben.
Danach noch den Kühlschrank und den Vorratsschrank gefüllt, Johannisbeersaft filtriert (morgen mache ich Gele) und jetzt ist es aber wirklich Zeit fürs Bett. Sowas von. Ich hoffe, ich träume nicht von Schuhregalen.