Tag 96 – Sprachlos

Was müssen das für Leute sein, die irgendwo hingehen, ganz viele Leute erschießen, sich am Ende selbst in die Luft sprengen und dabei noch ein paar Menschen töten und ersthaft glauben, irgendein Gott fände das gut? Ich kriege die Gedanken heute nicht aus dem Kopf. Ich wickle und bespaße das Baby und denke daran, das auch die Terroristen vermutlich mal fröhliche, rotwangige Wonneproppen waren, die von ihren Eltern auf den Bauch gepupst wurden. Ich spiele mit dem Kind und denke, dass auch die Terroristen mal Kleinkinder waren, die sich draußen beim Spielen eingesaut haben. Die gesungen haben und getanzt. Ob die auch eine Mama hatten, die gesagt hat: „Hier wird nicht Schießen gespielt!“, „Krieg ist kein Spiel!“, „Wir tun uns nicht gegenseitig weh!“? Vielleicht. Und trotzdem tun sie als junge Menschen so was. Töten andere, im Glauben, das würde ihrem Gott nützen oder gefallen. Töten völlig wahllos Leute, die zufällig irgendwo sind. Nehmen Kindern die Eltern, Eltern die Kinder, Menschen die Geschwister und Freunde. Einfach so.

Das macht mich traurig. Wütend. Verständnislos. Sprachlos.

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