Tag 207 – WMDEDGT März ’16

  • 7:00 Zehen Größe 25 kriechen in meine Unterhose
  • 7:30 Michel singt
  • 7:45 Herr Rabe steht mit Michel auf
  • Weiterdösen
  • Frühstück
  • Malen mit Michel (Drachen)
  • Michel ist weinerlich, kann keinen Schnee malen
  • Einkaufsliste machen
  • Alle duschen nach und nach
  • Spielen mit Duplo, Michel ist weinerlich
  • Einkaufen, Michel springt herum und ist überdreht
  • Wieder zu Hause, Michel ist bockig ohne Ende
  • KAFFEEDURST!
  • Aufbruch zum Café
  • Michel bekommt Tobsuchtsanfall 
  • Herr Rabe und Michel bleiben zu Hause
  • Spaziergang in die Altstadt
  • Kaffee
  • Pippi braucht frische Windel
  • Uhhhh, und einen neuen Body (Ihhbah!) 
  • Pippi brüllt wie auf der Streckbank
  • Stillen im Schaufenster des Cafés
  • Pippi danach das Kleid wieder anziehen, im Café, Menschen gucken, Pippi brüllt
  • Rückweg, Nieselregen
  • Wieder zu Hause, Pippi schläft, Michel ist fröhlich
  • Michel guckt Tiba (Geflüchtetes Mädchen aus der Sendung mit der Maus)
  • Die beste Freundin und ich kochen (Heilbutt mit Basilikumpesto und Käsecreme überbacken, dazu Blumenkohl und Salat)
  • Essen (mjammijammijammi), dazu ein halbes Gläschen Weißwein
  • Herr Rabe bringt Michel ins Bett
  • Pippi und ihren Essplatz säubern (ihhhh fühlt sich kalter Blumenkohl eklig an!)
  • Sofa
  • Salzstangen, Pistazien und Cola 
  • Akute Müdigkeitszustände
  • Drei Runden „Einfach genial!“ (Tolles Spiel mit blödem Titel), jeder gewinnt ein Mal
  • Oh f*ck, schon nach 12?
  • Ab ins Bett

Weitere (ausführlichere) WMDEDGTs und was das eigentlich ist finden Sie wie immer bei Frau Brüllen

Tag 206 – Wie besoffen

Von Freundschaft betrunken, geht das? Mein Kopf ist ganz leicht gerade, ich bin quatschig und lache über meine vergeblichen Versuche, Pistazien zu essen und bin allgemein unbeschwert. Dies ist, was ich heute trank:

  • 2 Kaffee
  • 1 L Stilltee
  • 2 große Gläser Wasser
  • 1 kleines Bier, „Clausthaler Juleøl“, alkoholfrei 

Hach ja, die beste Freundin könnte ruhig öfter zu Besuch kommen. 

(Hier übrigens die Taschenhose, die ich Michel gestern genäht habe und die heute stolz zum Kindergarten ausgeführt wurde: 
   
 Ist mir ganz gut gelungen, wie ich finde. Nur etwas zu lang ist sie (absichtlich) und die Kordel ist zu kurz, weil ich nicht bedacht habe, dass da ja noch Knoten reinkommen, damit sie nicht in den Knopflöchern verschwindet. Aber es geht schon noch, ne Schleife zu machen. Halt ne sehr kleine.)

Tag 204 – Da isser. 


 Wegen der krömpeligen Gürtelschlaufen muss ich den jetzt immer mit Gürtel tragen, das macht aber nichts, weil ich grundsätzlich immer einen Gürtel trage. Aber in neue Gürtel könnte man mal investieren.

Michel ist sehr enttäuscht, dass der Stoff jetzt alle ist. Er wollte gerne eine Hose aus dem Stoff haben. Mit Taschen. Nun ja, da seine eine Fleecehose ohnehin bald zu klein ist, habe ich ihm meine Fleecestoffe gezeigt und ihm angeboten, eine Hose zu nähen. Mit Taschen, selbstverständlich. Vorne und hinten auch, wenns sein muss. Natürlich hat er den hässlichen und fusseligen Stoff ausgesucht, aus dem ich Pippi letztens einen Schlafsack genäht habe. Blärgs. Egal, da wird jetzt ne Hose draus, der muss ja auch irgendwie weg. Die Taschen und Bündchen mache ich aber aus einem anderen Stoff, damit es sich auch farblich ein bisschen absetzt. Das wird bestimmt schick. Nun überlege ich noch, ob Kordel oder Gummizug besser ist?

Was anderes: wir kriegen morgen Besuch von der besten Freundin und ich bin ein bisschen aufgeregt, habe deshalb heute die Bude geschrubbt (war ohnehin sehr nötig) und bin heute Abend mit Herrn Rabe und Pippi essen gegangen in ein relativ neu eröffnetes Lokal hier um die Ecke. Das letzte Mal als die beste Freundin hier war eskalierte eine allgemeine Frustsituation meinerseits ziemlich und deshalb wollte ich gerne noch mal bewusst einen Abend in Ruhe mit Herrn Rabe haben, damit nicht wieder irgendwelche aufgestauten Ärgerlichkeiten aus mir raussprudeln, wenn mehr Östrogen im Haus ist. Da Pippi aber ja noch nicht bei der Babysitterin bleiben kann, musste sie mit. Ich glaube, es hat ihr ganz gut gefallen, sie durfte bei uns ein bisschen mitessen und fand großen Gefallen am Kürbispüree des Hauptgangs und am Wasserglas von Herrn Rabe. Herr Rabe und ich fanden großen Gefallen an Allem. Schmack-o-fatz, sage ich nur, aber sehen Sie selbst:


Moah, das war soooo lecker! Herr Rabe hatte noch zwei Bier dazu, davon eins zum Nachtisch, wo der Malz über Erlenholz geräuchert wird, das fand ich ganz furchtbar eklig, aber Herr Rabe fand es lecker und darauf kommts ja an. Ich blieb lieber bei meinem Kakao. Und der ganze Spaß hat uns am Ende nur knapp über 100 € gekostet, das ist für norwegische Verhältnisse und die Qualität des Essens und zweieinhalb alkoholische Getränke (mein Bier war „alcohol free, 0.5% vol.“) echt wenig.

Jetzt zu Hause und selig.

Tag 203 – Fertig. Und der Knopf?

Ich habe den Rock fertig. Wegen Fusselei und muss eh nochmal gebügelt werden und spät gibt’s aber erst morgen Fotos. Spät wurde es wegen der dämlichen Nähanleitung. Die ist für die ersten (zum Teil fast trivialen) Schritte suuuuuper ausführlich und zu jedem Pups gibt’s auch noch ein Bildchen dazu. Und dann ist den Schreibern scheinbar die Lust ausgegangen, jedenfalls wirds dann nach hinten hin immer dünner, bis da nur noch so Sachen stehen wie „Den Bund falten, bügeln und annähen.“ Plus ein paar richtig bekloppte Dinger (die Gürtelschlaufen nachträglich annähen??? Wie??? Brauch ich da so ne Hightech-Nähmaschine, bei der ich im Zweifel auch von hinten unten um die Ecke nähen kann?), die mich mal wieder zum Auftrennen gezwungen haben und mich ordentlich schwitzen und fluchen ließen. Eine Kennzeichnung der zu verstärkenden Teile wäre auch nett gewesen, beim nächsten Mal weiß ichs dann, welche Teile Bügelleinen brauchen, dieser Rock ist ja stretchy und muss einfach an der Frau in Form gezuppelt werden. Und wenn ich mich an die Anleitung gehalten hätte, säße ich jetzt doof da und hätte den Knopf noch in der Hand, der wird nämlich in der Anleitung gar nicht erwähnt. Ist aber auf dem Bild mit drauf und steht auch in der Zutatenliste. Gut dass ich ein Schlaupenis bin und mir selber ausgedacht hab, wie ich den Knopf anbringe. Jetzt hab ich auch mal die Knopflochnähfunktion meiner Nähmaschine ausprobiert. Funktioniert. Und ich weiß jetzt, dass Michels Spielzeughammer zum Festkloppen von so Niet-Jeans-Knöpfen taugt. 

Und ja, er passt. Puuuhhhhh.