Tag 264 – Es ist wirklich schrecklich

Ich muss morgen wieder arbeiten. Ich dachte vor ca. einem Jahr, dass das kein Problem für mich sein würde, dass ich mich sicher sogar auf die Arbeit freuen würde, wenn das Baby 9 Monate alt ist. Das war ganz falsch und ich freue mich gar nicht. Mein Baby. Das ist doch noch so klein! Grade mal einen Zahn hat es, wenn man das, was heute im Laufe des Tages zum Vorschein gekommen ist, schon Zahn nennen will. Und überhaupt, so klein! Ich habe meine Gefühle diesbezüglich überhaupt nicht im Griff. Es ist schrecklich. Ich will nicht da hin, ich will bei meinem kleinen Baby bleiben!  Ich kann nicht mal vernünftig da drüber schreiben, alles ist bloß Emotion und Wäh und Widerstand. Jetzt in diesem Moment versuche ich die Emotionen mit Kakao mit Schüsschen glattzubügeln, damit ich wenigstens schlafen kann. 

Gestern buk ich Muffins zur Ablenkung, und da ich heute hörte, dass meine liebe Freundin C. Schwangerschaftsdiabetes hat und keinen Zucker mehr essen darf, schreibe ich hier mal das Rezept auf. Die sind nämlich eigentlich für Pippi gewesen*, deshalb ohne (zugesetzten) Zucker. Pippi mag sie nicht, aber Herr Rabe und ich finden sie sehr lecker!

Muffins mit Haferlocken und Banane (6-8 Stück)

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen**

  • Eine (kleine) Tasse Vollkorn-Weizenmehl,
  • Eine halbe Tasse Haferflocken
  • Ein halber Teelöffel Zimt
  • Ein Teelöffel Backpulver
  • Ein halber Teelöffel Natron

Das zusammenmischen. 

  • Ein kleines Ei (für doppelte Menge stand da*** 1-2)
  • Einen Schluck Öl (1/16 Tasse, wenn Sies genau wissen wollen)
  • Eine Prise Salz
  • Eine durchgemanschte, reife Banane
  • Eine halbe Tasse Milch

Das auch zusammenmischen (die Banane soll richtig schön klein werden) und dann in die Mehlmischung rühren. Eventuell mit Milch auf eine passable Konsistenz verdünnen. Muffinblech mit Förmchen ausstatten, Teig rein (Achtung, geht gut auf, nicht allzu voll machen!), 20 Minuten backen, fertig. 

Natürlich nicht wirklich zuckerfrei, die Banane bringt ja schon einiges an Zucker mit. Aber nah dran. 

*falls Sie jetzt schreien wollen, dass Babys keinen Zimt/kein Vollkorn/keine Milch dürfen: andere Länder, andere Sitten (Zimt), mein Kind, meine Regeln (Vollkorn, Milch), gell?

**wie ich das immer hasse, wenn dann da steht „im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen backen“

***ist ein altes Rezept, das ich mal von meinem Opa bekommen hab. Wo das her ist, fragen Sie mich nicht. Tippe auf Dr. Oetker.

8 Gedanken zu “Tag 264 – Es ist wirklich schrecklich

  1. kathrinrabenmutter schreibt:

    Ach nee. Jetzt „schon“ arbeiten? Echt blöd, würde mir auch so schwer fallen 😕
    Wie ist das bei euch mit Elternzeit und Elterngeld eigentlich geregelt?

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    • Uhhhh, die Antwort fällt etwas länger aus.
      Also die Familie kann sich aussuchen, ob sie insgesamt 49 Wochen lang 100% vom Nettolohn möchte, oder 59 Wochen lang 80%. Von dem Zeitraum sind auf jeden Fall 3 Wochen vor dem ET und 8 Wochen nach der Geburt von der Mutter zu nehmen. Weiterhin muss der/die Partner*In 10 Wochen nehmen, die verfallen sonst. Ist man Alleinerziehend, kann man sich die 10 Wochen übertragen lassen. Für Mehrlingsgeburten gibts längeren Mutterschutz (ich glaube 12 Wochen nach Geburt und 6 Wochen vor ET), die Gesamtdauer von 49 oder 59 Wochen ändert sich dadurch aber nicht.
      Also alles außer den 11 Wochen für Mutti und 10 Wochen für den/die Partner*In kann sich die Familie aufteilen, wie sie will. Nur gleichzeitig kann man nicht machen. Man kann aber zum Beispiel auch Teilzeit-Elternzeit nehmen und dafür länger. Und bis das Kind 10 ist, hat man als Elter gesetzlichen Anspruch auf Teilzeitarbeit („soweit betrieblich machbar“, hallo Schlupfloch 😉 ) und/oder unbezahlte Elternzeit, während derer man nicht gekündigt werden darf.
      Ist das Kind vor dem 01.09. geboren, gilt ein gesetzlicher Kitaplatzanspruch ab dem 01.08. des Folgejahres. Das klappt auch fast immer und wird von fast allen Eltern so wahrgenommen, also mit ca. 1 kommen fast alle Kinder hier in den Kindergarten.

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  2. Ach man, ich kann das so nachfühlen! 😦 Ich muss nach inzwischen schon 4 Monaten noch immer regelmäßig im Büro mit den Tränen kämpfen. Wenigstens nicht mehr täglich… Aber zumindest bei mir ist es so, dass ich die Zeit, die ich zu Hause habe, seitdem viel intensiver genieße. Selbst, wenn der kleine miese Laune hat und mir ins Ohr brüllt denke ich dann immer „Besser er als irgendwelche Kunden!“ und freue mich… 🙂

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  3. Freundin C. schreibt:

    Danke für das Rezept, wird die Woche noch probiert! So ne Banane ist übrigens vollkommen ok, ich produziere ja noch Insulin, nur nicht genug um „normal“ weiter essen zu können.
    Was ist denn mit dem Arbeitsstart nun anders als beim 1. Kind? Damals waren wir doch Beide ganz froh, dass uns der Alltag wieder was anderes als Windeln, Brei und Geschrei bot. Habe das Ziel nach nem halben Jahr aktiv nach Stellen zu suchen. Papa will nämlich auch.

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    • Klar will Papa hier auch. Und es sei ihm ja auch gegönnt. Wenn ich alle Emotionen wegnehme, bin ich sicher, es ist richtig so. Aber diesmal kann ich das irgendwie nicht. Anderes Baby, andere Bindung, ich stille noch, mein Job ist nur mäßig cool und wenig Besserung in Sicht, alles Sachen, die beim ersten Kind anders waren. Ich komme mir auch ganz verrückt vor mit meinem Gluckengehabe. *Haarerauf*. Heute hab ich sogar zu einer schwangeren Kollegin gesagt, die Geburt würde sicher total „empowering“ sein und ein „miracle“. Ja. So hat sie auch geguckt. Und ich auch. WAS IST BLOSS MIT MIR GESCHEHEN?
      Das mit der Banane hab ich mir auch schon gedacht. Meine andere Freundin mit GD durfte auch noch Obst essen.

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    • Zimt: enthält, wenn er billig ist, viel Cumarin, das möglicherweise krebserregend und (ziemlich sicher, in „größeren“ Mengen, wobei die nicht sooo groß sind (15 kg Kind darf 6 Zimtsterne/Tag, fand ich irgendwo)) leberschädigend ist.
      Milch: viele verzichten auf Kuhmilch im 1. Lebensjahr, weil irgendwelche Proteine darin von der Babyniere noch nicht so gut abgebaut werden können. (Diese Empfehlung ist jünger als Michel 😬, da hieß es nicht im 1. HALBEN Jahr.) Wir geben Milch nicht als Getränk, aber verarbeitet und in Maßen schon ab und an. Pippi steht halt auch voll auf Joghurt.
      Vollkorn ist anfangs einfach schwer verdaulich. Zu große Körner können Babys natürlich auch noch nicht kauen. Allerdings übt der Darm ja auch, es kommt also ein bisschen drauf an, wie viel das Baby schon davon isst, ob es das verträgt. Einfach die Eltern fragen, würd ich sagen, wie dies damit halten. Damit ist man immer auf der sicheren Seite.

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