Tag 352 – Der Dinosaurier. 

Michel hat von seiner Tante ein Dinosaurierei geschenkt bekommen. Und das war super. Michel steht ja eh ziemlich auf Dinosaurier (und Drachen, Dukkeldile, Haie, Zrebras, Ellifanten und eigentlich alles, was jemals auf der Erde rumgekreucht ist) und dann so ein Ei zum selbst ausbrüten – der Hammer. 

Ich habe das grade mal gegoogelt, es gibt die in Deutschland auch, wir hatten glaube ich eines von dieser Marke. Die Tante kaufte das Ei in Canada (?), die Verpackung ist schon weg, so einfach ist das also nicht mehr nachzuvollziehen. Aber die Größe und die Zeitangaben passen. 

Das funktioniert nämlich so: das Dinosaurierei wird in eine große Schale mit Wasser gelegt. Der Dino drinnen (man weiß nicht, was schlüpft, also extra spannend!) quillt dann auf, gleichzeitig löst sich die Schale etwas auf, kriegt irgendwann Risse und nach zwei Tagen „schlüpft“ der Dinosaurier, also er ist dann weit genug aufgequollen und die Schale instabil genug geworden, dass die Schale bricht. Von der Chemieseite hab ich da keine Ahnung, ich sag mal so: irgendwas mit Polymeren. Klingt schlau. 

Danach muss der Dino noch ein bis zwei Tage in frischem Wasser liegen bleiben. (Dabei wuchs Michels Stegosaurus nochmal ganz ordentlich.) Und fertig ist der selbst ausgebrütete Dino! Etwas glibschig bleibt er, und er schrumpft auch wieder, aber nur sehr langsam und das ist bestimmt durch neues Einlegen in Wasser zu beheben. 


Und jetzt zum Erfahrungsbericht: voll super. Michel war natürlich Mega aufgeregt und klebte förmlich an der Dinoei-Schüssel. „Da! Da so Risse sind, kumma, Mama! Da!“. Als dann am zweiten Morgen der Dino endlich geschlüpft war, war er komplett aus dem Häuschen. Sein eigener Baby-Dino. Von der Tante ordentlich angeheizt („Du bist jetzt ein Dinosaurier-Papa, da musst du guuuuut auf dein Baby aufpassen…“) fühle er sich direkt total verantwortlich und als wir dann zum Zelten fuhren und den Dino in seiner Schüssel zurückließen, müssten wir uns im Auto die Geschichten anhören, wie traurig der Dinosaurier jetzt ist, weil er alleine ist und er (also Michel) nicht da ist und der Dinosaurier doch auch in den Zoo gehen und Tiger angucken und im Zelt schlafen will. 

Umso größer die Freude, als wir nach Hause kamen und der Dino riesig groß geworden war! Erstmal wurde er abgetrocknet, im Handtuch rumgetragen und dann wurde ihm die Welt gezeigt. Also, unsere kleine Wohnungs-Welt, aber immerhin. Auch die (Selbst-)Gespräche (Michel quasselt momentan von früh bis spät, Herrn Rabe und mir fallen langsam die Ohren ab) handelten erstmal nur noch vom Dinosaurier. Der Dino wurde gefüttert und umsorgt. Mit ins Bett genommen. Es war wirklich total niedlich. (Und vor allem hält er das auch aus. Fühlt sich jetzt an, wie ein großes, leicht wabbeliges Gummitier.)

Langer Rede kurzer Sinn: Dinoeier sind super. Wenn sie mal einem Kind in der Dinophase eine Freude machen wollen: Dinoeier. 

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