Tag 375 – Schneckenupdate. 

Wir haben heute die Schnecken wieder abgeholt von ihrer Kurzurlaubsbetreuung. Es ist ihnen gut ergangen und gefühlt sind sie in den fünf Tagen um jeweils einen Zentimeter gewachsen. 


Inzwischen haben wir über die Schnecken einiges gelernt. 

  • Sie mögen gerne Salat, Kartoffeln, Gurke und Aubergine
  • Sie mögen nicht so gerne Zucchini, Möhren und Champignons
  • Eine Schnecke (Baby-Schnecke) frisst von allem am liebsten die Schale, die anderen lieber das Fleisch
  • Wenn sie aufgeregt sind, stapeln sie sich gerne
  • Zum Kacken verknoten sie sich sehr lustig, das hat aber wohl den Sinn, dass der Haufen so kompakt bleibt und sie den nicht ewig hinter sich herschleifen
  • Sie hängen ihre Kackhaufen gerne an die Terrarienwände und -Decke
  • Manchmal fressen sie Erde
  • Sie putzen manchmal den Rand vom Haus
  • Einsprühen ist echt essenziell

Zum letzten Punkt gibt es eine unrühmliche Geschichte. Das Terrarium ist ja recht groß und die Schnecken hielten sich eh immer nur in einer Hälfte auf (da wo das Futter ist, Schnecken sind scheinbar recht faul), also hörten wir irgendwann damit auf, die andere Hälfte einzusprühen. Ein, zwei Wochen später beschlich mich das Gefühl, dass ich nicht nur immer nur drei Schnecken gleichzeitig sah: Papa-Schnecke (die Große, war schon von Anfang an größer) und zwei weitere, sondern dass es immer die gleichen drei Schnecken waren. Wieder ein paar Tage später schritt ich zur Tat und malte mit Nagellack (Essie forever yummy) und einem Zahnstocher einen Punkt auf die Häuser der drei sichtbaren Schnecken. Zwei Tage warteten wir ab, sahen aber immer nur Schnecken mit Punkt. Dann gruben wir das Terrarium um. Das heißt nein, erst diskutierten wir kurz, ob ich eventuell eine Schnecke beim Futter-entsorgen mit weggeworfen haben könnte, entschieden uns dann aber für ’sehr unwahrscheinlich‘. Beim zweiten Mal buddeln fanden wir die vierte Schnecke in der trockenen Ecke. Da hatte sie sich in die Erde gegraben und auch schon eingekapselt, also ihr Haus mit einem Kalkdeckel verschlossen, um sich vorm Austrocknen zu schützen. Außerdem war sie nicht weiter gewachsen und nun ein ganzes Stück kleiner als die anderen beiden „kleinen“. Wir tauften sie also Baby-Schnecke, setzten sie auf ein großes, saftiges Stück Gurke, sprühten nochmal alles gründlich ein und hielten die Daumen. Kurz drauf kam Baby-Schnecke mitsamt ihrem Deckel aus dem Haus, guckte kurz entrüstet und machte sich dann über die Gurke her. 

Seither graben wir Baby-Schnecke täglich einmal aus und setzen sie direkt aufs frische Futter. Und wir sprühen alles immer wirklich gut ein. Wir Rabenschneckeneltern. 

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