Tag 504 – Verlegenheitspost. 

Sofatag. Ja, noch einer und genauso wunderbar wie der gestern. 

Aber mal was anderes: endlich kann ich Ihnen mein Strickprojekt zeigen! Es ist nämlich bei den Empfänger*Innen angekommen. Die sind bestimmt peinlich berührt, wenn ich das hier so raushänge und das will ich nicht, deshalb keine Namen. Aber ich muss mich grade mal ein bisschen selbst loben. Weil, also, Stricken und ich, das ist so ne Sache. Ich erinnere mich noch gut, wie ich dem damals noch kleinen Minimichel für den Kindergarten ‚mal eben‘ eine Hose Stricken wollte. So sechs Monate später war die dann mal fertig, voller Fehler und aus Gründen nannten wir sie auch nur „die hässliche Hose“. Ich glaube, er hatte die zweimal an, weil wirklich alles andere dreckig war. 

Egal, jedenfalls strickte ich nochmal eine Hose in Größe 56, für das Baby von Freunden, die war dann ein Jahr zu spät, pünktlich zu Pippis Geburt fertig. Die war nicht ganz so hässlich. Aber es dauerte immer noch sehr lange. Deshalb wollte ich eigentlich für die angekündigten Babys auf einem Handwerkermarkt kleine, selbgestrickte Dinge kaufen. Und dann gab es keine mehr in ganz klein. Und in totalem Überschwang und Selbstüberschätzung dachte ich, ach egal, strickste eben selbst. Zweifarbig. Handschuhe. Für Minibabys. Super Plan. 

Das allererste Mal mit zwei Farben zu Stricken, ist, ähhhh, spaßig. So viele Fäden (2), so viele Nadeln (3) und so wenige Finger (10). Nur zehn YouTube-Videos später hatte ich den Dreh dann aber raus. Oder so. 

https://twitter.com/i/tfb/v1/quick_promote/ios/798623776086708224

Musterprobe. Mit Fehler und auch (gut, dass ich die Probe gemacht hab) viel zu groß für minikleine Babys.

Gut, dass Babys kleine Hände haben. Ich stricke jetzt nur noch für Babys*. Das geht halbwegs fix, bis man Erfolgserlebnisse hat. 

Strickeldistrick

Der erste ist fertig. Aber falsch, weil am Rand hab ich jeweils ne Reihe vergessen. Hupsi.

Fertig, aber noch etwas schief. Macht nix, dafür gibt’s ja Blocking. Danach sah es echt viel besser aus.


Dann geschah noch ein grandioser Akt der Selbstüberschätzung: „So Kordeln dran wären ja auch gut.“ Aaaahahaha. Das dauerte sehr sehr lange. Und war super fummelig. Wie schnell da mal so ne Nadel rausgeflupscht ist… Kordeln sind doof. 

Aber hübsch. Doch. Selbuvotter heißen die, voll traditionell Norwegisch 🙂


Ach so, übrigens: falls Sie im Besitz dieser Handschuhe sein sollten: die sind aus Alpaka-Seide-Gemisch. Bei 30 Grad waschbar, aber nicht wringen. Und nein, es war nicht halb so schlimm, wie ich es jetzt dargestellt hab. Fast hat es sogar ein bisschen Spaß gemacht 😉

*Also falls ich irgendwann mal mit denen für Herrn Rabe fertig sein sollte. Danach stricke ich echt nur noch für Babys. 

3 Gedanken zu “Tag 504 – Verlegenheitspost. 

  1. Jana schreibt:

    Liebe Frau Rabe,

    bin ich doch in letzter Zeit via Frau Mäusedoktor hier immer öfter hereingestolpert und habe mich festgelesen. Ich werde jetzt, glaube ich, ziemlich regelmäßig hier herein schauen, da ich Ihre Artikel wundervoll finde. Ihnen und Ihrer Familie noch schöne „Jahreswechselfeiertage“.

    Liebe Grüße

    Jana

    Gefällt 1 Person

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