Tag 546 – Follow-Ups. 

Follow-Up 1: die Putzhilfe war heute da. Sie hat noch nicht geputzt, sondern wir haben erstmal nur geredet und uns auf die Modalitäten geeinigt. Ab nächster Woche wird sie Montags früh kommen, wir lassen sie dann rein, wenn wir zum Kindergarten aufbrechen, was den Vorteil hat, dass wir ihr keinen unserer schlecht funktionierenden Haustürschlüssel geben müssen (von außen abschließen kann man ja eh nicht, wenn sie geht kann sie also einfach hinter sich zuziehen). Überhaupt war sie sehr nett und eins meiner To-Dos ist jetzt, herauszufinden, wie man eine Haushaltshilfe in Norwegen legal beschäftigt. 

Follow-Up 2: Projekt ‚Entspannen‘ läuft. Wenn auch auf den ersten Blick unkonventionell: ich räume auf und putze. Nicht viel, aber ein bisschen. Heute habe ich Staub gewischt im Schlafzimmer, das haben wir seit Ewigkeiten nicht gemacht und entsprechend nötig war es. Auch Ausmisten und Aufräumen ist nötig, und ich stelle fest, wie viel besser es mir geht wenn es um mich rum einigermaßen ordentlich ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt nicht mehr beim Anblick wirklich jeder Ecke in der Wohnung mich heulend zusammenrollen möchte, weil so viel zu tun wäre, dass ich komplett überfordert bin. Ich habe mir vorgenommen, mich schrittchenweise durch die Wohnung zu arbeiten, heute Kram auf den Dachboden bringen, morgen Zeug zum Verschenken/Verkaufen ins Internet stellen, übermorgen vielleicht mal im Wohnzimmer staubwischen. So bleibt auch noch Zeit für

Follow-Up 3: Spazieren gehen. Heute ging ich von zu Hause aus durch Svartlamoen (das alternative Viertel, da wohnen auch Trondheims Drogis, deshalb hat die Ecke totaaaaaaal hohe Kriminalitätsraten, also geringfügig über null) an der Dahls-Brauerei lang durchs Industriegebiet um den Ladehammer herum (da hab ich mich kurz verlaufen, mit einem Mal war ich irgendwie doch oben auf dem Felsen…) nach Korsvika. In strahlendem Sonnenschein. Das war echt schön. 


Leider war der Weg sehr vereist und dafür hatte ich die falschen Schuhe an, sonst wäre ich noch weiter in Richtubg Ringvebukta gegangen. Ich dachte nämlich, ich könnte ja mit dem Spazierengehen auch meinen Füßen etwas Gutes tun und Schuhe mit Einlagen tragen. Die haben aber leider kein ordentliches Profil. Tjanun. So saß ich einfach ein bisschen in Korsvika auf dem Felsen (merke: morgen unbedingt eine Sitzmatte mitnehmen) und genoss die Aussicht und die Sonne. Es gibt schon schlimmeres. 


Überhaupt muss ich echt mal sagen, wie froh ich bin, dass der Arzt erstmal nur von Essen, Schlafen und Spazieren gehen sprach und nicht gleich mit SSRIs um sich geworfen hat. Sehr froh bin ich da. Sehr, sehr froh. 

Ein Gedanke zu “Tag 546 – Follow-Ups. 

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