Tag 561 – Platt. 

Auch heute kam ich klar. 

Wesentlich dazu beigetragen hat wohl, dass ich zu Fuß zur Arbeit und wieder zurück ging, jeweils so etwa 30 Minuten. Danach ist der Kopf schön leer, das ist sowohl für halbwegs konzentriertes Arbeiten als auch für einen entspannten Feierabend hilfreich. 

Das Poster wird langsam. Bei ShareLaTeX gibt es inzwischen unheimlich viele Vorlagen für alles, was man in LaTeX* machen kann (also alles außer Kaffee kochen). So auch mehrere Poster-Vorlagen. Hurra! Nach stundenlanger ein bisschen Bastelei mit den Corporate Farben der Uni (NTNU-blau ist CMYK 100,75,0,5, falls Sie das auch so brennend interessiert, wie mich) hatte ich ein Design, dann bastelte ich die Abbildungen hinein und dann soweit meine Konzentration reichte noch Text dazu. Der Rest (hauptsächlich bei drei Abbildungen das „blablablabla hier muss Text hin blablabla“ durch echten Text ersetzen und die Einleitung noch mal umschreiben, die gefällt mir noch nicht) ist morgen gut machbar. 

Ich merke, dass es nicht so der Knüller ist, 7,5 Stunden lang auf einen Punkt ca. 40 cm vor meinem Gesicht zu starren. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Krampf in den Augenmuskeln. Sehr unangenehm und leider auch Kopfschmerz-induzierend. Außerdem bin ich nach einem kompletten Arbeitstag auch echt platt und möchte eigentlich nur noch ins Bett. Genau das mache ich deshalb jetzt auch: ins Bett gehen. 

*kleine Anekdote zum Thema „Ich lasse mir nicht helfen und schon gar nicht von Herrn Rabe“: nachdem ich meine Bachelorarbeit noch in Word schrieb und deswegen am Tag vor der Abgabe fast einen Nervenzusammenbruch hatte, lag mir Herr Rabe in den Ohren mit LaTeX und dass ich das doch lernen solle. Ich sagte immer „hmmhmmm, jaja…“. Als ich dann, ein Jahr später, in meinem Stockholmer Wohnheimszimmerchen saß und einen Projektbericht schreiben sollte, brachte ich es mir selbst bei. Herrn Rabe erzählte ich nichts davon. Kein Wort. Erst Monate später, bei einem anderen Bericht, ließ ich nebenbei fallen, dass ich noch überlege, ob ich dafür mal eine KOMA-Klasse** ausprobieren solle. Hähä. 

** Schwer zu erklären. Eher für Bücher. Variabler als normale LaTeX-Dokument-Klassen. Aber auch ungleich komplizierter, weil es eben mehr Optionen gibt. Schlussendlich schrieb ich bisher nur meine Masterarbeit und einen 15-seitigen Essay zum wenig erbaulichen Thema „cancer (stem) cell dormancy“ mit KOMA-Klassen. 

Ein Gedanke zu “Tag 561 – Platt. 

  1. Liebe Frau Rabe, LaTeX rocks… ähnliche Probleme wie mit dem Punkt in Word hatte ich mit OpenOffice während meiner Diplomarbeit. Da hat mein Mann (damals noch Freund) mir ebenfalls nahegelegt doch mal LaTeX auszuprobieren. Zum Glück gabs dann für Doktoranden einen Kurs an der Uni. Ja nun, die Diss wird jetzt halt also geTeXt ;). Blöd nur, dass Kaffeekochen damit noch nicht geht ;).
    Schön zu lesen, dass Sie grad klarkommen Freut mich wirklich sehr für Sie.

    Liebe Grüße
    Sandra

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