Tag 900 – In nur 900 Tagen zu okayer Haut.

Endlich.

Endlich schaffe ich es, diesen Artikel zu schreiben. Und endlich ist meine Haut auch echt ok, um ehrlich zu sein, besser als sie je war. Hurra! Es hat ja auch bloß ewig gedauert. Aber weil ich über all die Probleme mit meiner Haut ja schon geschrieben hab, will ich Ihnen natürlich auch das jetzt gute und funktionierende Regime nicht vorenthalten. Ich sags mal vorweg: Es ist deutlich mehr als Wasser und Melkfett involviert, es ist gar nicht mal teuer, dafür kriegt man das meiste nicht mal eben im Drogeriemarkt und weil ich viel von The Ordinary benutze, dauert es auch ein bisschen. Wenn Sie jetzt raus sind, tjanun. Für mich passt es eben so, hier gibt es ja eh keine Drogeriemärkte.

Fangen wir mit morgens an:

(Hoppla, Krümel.)

Für mich die allerbeste Reinigung, vor allem zum Abschminken, aber auch morgens beim Waschen: Reinigungsöl. Ich habe ja Mischhaut, in der T-Zone sehr sehr fettig, um den Mund, am Kinn und an den Nasenflügeln aber auch zu trockenen Stellen neigend. Das Reinigungsöl nimmt überschüssiges Fett (und Dreck aller Art) weg, die Haut fühlt sich aber hinterher nicht trocken und spannend an, wie ich es bei absolut jedem anderen Reiniger hatte. Morgens zwei Spritzer auf die Hand, verteilen, ins Gesicht, rubbelrubbel (nur mit der Hand), mit Wasser abwaschen, abtrocknen, fertig. Ach so, und wenn Sie jetzt sagen: möööp, ich hab fettige Haut und da noch Öl: ich hab auch fettige Haut und yeah, Öl. Dieses.

Dann kommt, was tatsächlich endlich meine Poren auf der und um die Nase und auf der Stirn verkleinert hat: Niacinamide 10% + Zinc 1% von The Ordinary. Eigentlich ist das gegen Pickelausbrüche, auch die verhindert es zuverlässig. Das klebt ein bisschen und ist eine wässrige Formulierung, geht also prima direkt nach dem Reinigen. Die Pipetten sind schlecht zu dosieren, mein geschultes Auge tippt auf ca. 0,5 mL (ca. 2 cm in der Pipette) Zeug, das ich mir morgens hauptsächlich da verteile, wo ich eben große Poren habe und zu Pickeln neige. Ich massiere das ein, bis es sich trocken anfühlt und lasse es dann noch ein bisschen einziehen, ungefähr so lange wie ich zum Haare föhnen brauche, vielleicht drei Minuten also.

Der nächste Schritt ist Hyaluronsäure 2% + Vitamin B5. Dieses Zeug ist der Hammer. Es klebt wie Sau, zieht richtig Fäden und ist auch wieder eine wässrige Formulierung. Das ist ein Bestseller von The Ordinary und ich weiß jetzt auch warum: Obwohl es sich im ersten Moment nach nix anfühlt, versorgt es die Haut den ganzen Tag über mit Feuchtigkeit. Damit habe ich meine trockenen Stellen endlich in den Griff bekommen. Davon nehme ich nicht viel, vielleicht 1 cm in der Pipette, und verteile es unter den Augen, um meinen Mund und auf der Stirn. Wenn man zu viel nimmt, rollt es sich später ab und krümelt rum, da ist also nichts mit viel hilft viel. Das massiere ich auch ein bisschen ein und lasse es dann wieder kurz einwirken, etwa so lange wie es dauert, meine Zähne zu putzen. Also auch so drei Minuten.

Als nächster Schritt, den finden Viele vermutlich übertrieben, aber für meine Haut einfach angenehm und eine gute Grundlage für getönte Tagescreme oder auch Make-Up: Natural moisturizing factors + HA creme. Endlich eine Creme, die ich nicht den ganzen Tag als Fettfilm auf der Haut schwimmen habe. Weil meine Haut ja nach den zwei Vitaminlösungen schon recht gut versorgt ist, brauche ich nur ganz wenig, vielleicht ne erbsengroße Portion, die ich ohne zu doll zu rubbeln überall verteile. Die Creme zieht ziemlich schnell ein und meist gebe ich ihr dann noch Gelegenheit, sich richtig zu setzen, während ich Kaffee mache.

Auf die super gut gepflegte Haut, die sich jetzt auch schön anfühlt und so aussieht, kommt jetzt meistens Paula’s Choice super light daily wrinkle defense SPF 30. Die Bewertungen auf der Paula’s Choice Seite sind voller „wuäääh, was eine furchtbare Farbe“, aber mir passt die durch viele rosa und leicht aschige Untertöne sehr gut. Die deckt nur sehr wenig ab, aber eben ein bisschen und vor allem hat sie einen Lichtschutzfaktor, der immerhin für die paar Minuten reicht, die ich mich üblicherweise in der Sonne aufhalte. Im Sommer und wenn ich länger draußen bin muss ein höherer LSF her, der dann auch in anderen Mengen aufgetragen wird, aber für den Alltag reicht mir diese Creme. Und im Gegensatz zu den flüssigeren Formulierungen von Paula’s Choice, die nur chemische Filter enthalten, mattiert diese hier sogar meine fettige Haut und (was mir wichtiger ist) läuft mir nicht irgendwann in die Augen und lässt diese laufen. (The Ordinary kündigt schon seit Monaten NMF-Creme mit Lichtschutzfaktor an, da bin ich sehr gespannt drauf. Der Preisunterschied zu Paula’s Choice ist ja doch erheblich).

So, und dann laufe ich den ganzen Tag damit rum, und abends wasche ich mich wieder und der Spaß geht von Vorne los, mit Modifikationen:

Abends nehme ich mehr Reinigungsöl. Das ganze Schminkzeug muss ja runter. Vier Pumphiebe mindestens (so ne Flasche reicht bei mir trotzdem ca. 3 Monate und die kostet unter drei Euro. Und man kann absolut alles damit entfernen: Pflasterreste von Haut, Lippenstiftflecken aus Kleidung, Buntstift aus Badezimmerfugen…), gut einrubbeln und noch besser abwaschen. Abtrocknen und dann kommt, inzwischen täglich (das habe ich gaaaaanz langsam nach meiner katastrophalen Haut nach Weihnachten wieder eingeschlichen) die Glycolsäure. Das ist ein, wenn auch verhältnismäßig sanftes, chemisches Peeling. Auch wieder gegen Pickel und für kleinere Poren, außerdem soll die Haut dadurch mehr strahlen, naja, ich bin ja jetzt eh nicht so die Strahlefrau. Ich habe ja lange BHA (Beta Hydroxyl Acid) probiert und meine Haut kam damit nicht gut klar, jetzt also AHA (Alpha Hydroxyl Acid) und siehe da: es tut was es soll (für ein reineres Hautbild sorgen) und nicht, was es nicht soll (mein Haut wegätzen). Ich mache das auf einen Wattepad und rubbel mir dann Nase, Stirn und Kinn ab, und dann einmal ganz fix durch den Rest vom Gesicht. Das lasse ich jetzt so lange seine saure Wirkung entfalten, wie ich brauche um mich aus- und meinen Schlafanzug anzuziehen.

Es folgt wieder Hyaluronic Acid 2% + B5, genau wie morgens, nur dass ich jetzt etwas länger warte (also eher fünf Minuten als drei, aber definitiv keine zehn), bevor mein neuer Liebling und Nachtcremeersatz auf die Haut kommt: Reines Squalan. Es ist so toll. Ohne Scheiß. Ich habe das Squalan auch in der Granactive Retinoid 2%-Formulierung, die ich jetzt bald wieder ganz vorsichtig einschleichen werde, um das Regime komplett zu machen und hab lange gewartet, bis es bei The Ordinary wieder vorrätig war. Jetzt hab ich es endlich und es ist echt besser als jede Nachtcreme. Es fühlt sich einfach toll auf der Haut an, schon beim Auftragen aber vor allem am nächsten Tag: die Haut ist ganz samtig und weich. Und weil das Zeug flüssiger als flüssig ist, braucht man quasi nichts. Mit vier Tropfen (Wange, Wange, Kinn, Stirn) komme ich dicke durch mein ganzes Gesicht. Ich bin, wegen der Hyaluronsäure vorher, vorsichtig beim Einmassieren, sonst rubbelt sich die Hyaluronsäureformulierung wieder ab. Aber weil ich meistens auch gern schnell ins Bett will, mache ich auch keine Gesichtsöl-Zeremonie draus, drauf, verteilen, bisschen einklopfen (um die Augen und den Mund rum), fertig. Ab in die Heia.

(Jajaja, und demnächst ist Frühling, meine Haut wieder anders, dann ist Sommer und es braucht mehr Sonnenschutz und alles, weiß ich ja. Aber ich bin so froh, dass es jetzt endlich so für mich funktioniert!)

2 Gedanken zu “Tag 900 – In nur 900 Tagen zu okayer Haut.

  1. Sarah schreibt:

    Danke für Diesen Blogbeitrag, Du solltest Beauty Influencerin werden :D! Das Balea Gesichtsöl ist echt super, ich hatte schon mal eins von BodyShop, da hab ich aber eher Pickel von bekommen… Ich benutze schon länger Ordinary Produkte, Hyaluron und auch Niancamide. Nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe, hab ich mir auch noch den Toner, Squalan und die NMF Creme gekauft und bin echt begeistert! Mit BHA von Paula kam ich auch nicht klar, aber AHA ist bis jetzt super.
    Vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen :)

    Gefällt 1 Person

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