Tag 960 – Geplatzte Träume.

Bei beiden Schwangerschaften hab ich bis nach der 12. Woche gewartet, es Leuten zu erzählen (Ausnahme beide Male: meine jeweiligen Chefs, wegen Chemikalien/schwer heben), weil ich mit dem betroffenen Schweigen, was ich nach einer Fehlgeburt erwarten würde, nicht umgehen könnte und erst recht nicht mit Mitleid. Ich mag nicht bemitleidet werden. Das lässt mich mich schwach fühlen. (Jajaja, da „könnte man jetzt mal genauer hinschauen“, will ich aber nicht und das hier ist ja auch keine Gruppentherapie, nicht wahr?). Also bitte kein Mitleid, wenn ich jetzt sage: ich hatte mich auf eine echte Traumstelle beworben, war da sogar in die erste (Telefon-)Interviewrunde gekommen und heute haben sie abgesagt. Das tut weh, weil Traumstelle, das tut extra weh, weil mir wieder aufgegangen ist, dass es genau das ist, was ich will, und eben nichts anderes und jetzt ist es *puff* einfach geplatzt*. Solche Stellen kommen auch echt nicht oft in meinen Radarbereich. Klar, ich mache weiter, jaja, ich gebe nicht auf (vielleicht doch, aber noch nicht sofort) aber heute war Fluchen und Selbstmitleid angesagt. Warum erzähle ich Ihnen das, wenn ich doch eh kein Köpfchengetätschel haben will? Weiß ich doch auch nicht.

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Auto-Lobhudelei: am Telefon noch die Fassung gewahrt.

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* ach ja und extra bitter: beim Nachschauen im Bewerbungsportal der Firma sah ich am Montag schon, dass ich für 2 andere Stellen auf die ich mich dort beworben hatte, auch nicht mehr in Frage komme, aber auch keine Absage bekommen habe. Sowas kann ich ja eh gut haben. Meine Güte, HR-Leute: you had one job.

7 Gedanken zu “Tag 960 – Geplatzte Träume.

  1. Caramelia schreibt:

    Liebe Frau Rabe!
    Natürlich wäre es super gewesen, wenn direkt die erste Traumstelle geklappt hätte … Aber bei Ihrer Kompetenz und Erfahrung bin ich absolut sicher, dass sich wieder eine Traumstelle auftun wird! Ich glaube an Sie!
    Und zum Thema keine Absage: als ich mich nach Abschluss des Gerichtsjahres (ja, oh Gott, Jurist, heute würde ich anders entscheiden) bei etlichen Kanzleien beworben habe, hatten genau 2 den Anstand, mir abzusagen. Von anderen habe ich auf Nachfrage teilweise Antworten Richtung „Wir haben uns gedacht, wenn wir uns nicht melden, werden sie schon merken, dass wir Sie nicht wollen“ bekommen – was ich unglaublich unhöflich und für diese Kanzleien als dequalifizierend empfand.

    Wenn also jemand nicht einmal genug Manieren und Unternehmenskultur und Organisation aufweist, um abzusagen, dann ist das vielleicht eh nicht der gewünschte Traumjob?

    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sich bald ein toller Job für Sie auftut und bis dahin wünsche ich Ihnen die Möglichkeit sich ein bisschen zu erholen und eventuell ein bisschen zu entspannen, das würde Ihnen sicher gut tun. Alles wird gut, SIE sind gut und ganz viele Leute glauben an Sie.
    Beste Grüße aus Österreich, von einer bisher stillen Leserin

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