Tag 962 – Familie Langsam feiert Ostern.

Vielleicht liegt es an dem geplatzten Urlaub, aber ich genieße grad die Langsamkeit und Planlosigkeit in vollen Zügen. Wir schlafen morgens lange, dann stehen die Kinder auf und machen Quatsch, wenn wir Glück haben, ohne Sauerei und nicht in unserem Bett. Wir essen gut und viel, ich mache sehr sporadisch mein Sportprogramm weiter (das ärgert mich dann immer kurz, aber dann esse ich stattdessen und ach, es ist ja absehbar, die Ferien sind ja schon wieder fast vorbei), wir gehen spazieren, Pippi hat gestern das erste mal das Laufrad ausprobiert, Michel ist das erste mal echt fies vom Fahrrad gefallen, wir Erwachsenen kleben also Pflaster und schwatzen müde Kinderbeine zum Spielplatz/nach Hause/zum Café… es könnte schon echt alles viel schlimmer sein. Ich ignoriere auch alle Bewerbungen bis Dienstag, dann geht’s damit auf Priorität 1 weiter, aber bis dahin ist Pause angesagt. Einfach durchschnaufen und die Familie genießen. Michel, der schon so groß ist und langsam, ganz langsam, tatsächlich Lesen lernt. Einfach so, weil er das gerne können will. Da fragt er nach, wie Sachen geschrieben werden (und kommt dann mit Zetteln, auf denen zum Beispiel steht, was er essen möchte, von rechts nach links geschrieben „da war sonst kein Platz“ und auf Norwegisch mit Schreiben-nach-Gehör-Fehlern, ich sag’s mal so: da scheitert selbst mein wohlwollendes Mutterhirn daran, das zu entschlüsseln) und versucht, aus den Buchstabenfolgen auch Wörter zu bilden, was bei ganz kurzen Wörtern auch schon ganz gut geht. Pippi ist eine kleine Rübennase, stur und unfassbar niedlich gleichermaßen. Macht Quatsch, sobald man nicht hinguckt, wenn man dann freundlich drum bittet, den Quatsch zu lassen, kommt ein ebenso freundliches „Nein!“ zurück. Und dann macht sie wieder Kaffeekränzchen mit ihren Teddybären und ich hachze so vor mich hin. Herr Rabe liest unermüdlich vor und bemalt (von mir ausgeblasene) Ostereier, die die Kinder dann beim Spielen zermanschen, obwohl wir drülfzig mal gesagt haben, sie sollen nicht mit den Ostereiern spielen. Heute hat sich Herr Rabe bei den Kindern zum Held gemacht, weil er eine Nintendo Switch gekauft hat, mit Mario Kart! Michel war dann „der grüne T-Rex“ (Yoshi) und gewann einen Pokal, oder wie Pippi sagte: „Yeah! Tasse!“. Doch, schon schön so.

Mir war sogar fast komplett egal, dass der Hefezopf, den ich heute gebacken habe, vermutlich keinen Schönheitswettbewerb gewinnt.

Aber vielleicht einen Größenrekord?

Morgen werden wir dann frisch gekochte Eier färben, die Kinder werden Schokolade und kleine Geschenke im Wohnzimmer suchen, wir werden den zweifelsohne leckeren Zopf essen und abends noch viel leckerer kochen, zwischendurch spazieren gehen, Laufrad fahren, Pflaster auf Knie kleben und uns gern haben.

Hachz!

6 Gedanken zu “Tag 962 – Familie Langsam feiert Ostern.

  1. virtuellesgluecksbuero schreibt:

    Yess! Das klingt doch dermaßen entspannt, dass frau schon beim Lesen in Feietagsstimnung kommt. Und der Osterzopf sieht aus, als wär er aus einem Nintendospiel entwichen. Super Mario Bowser, oder so. Aber in lecker. Frohe Ostern!

    Gefällt 1 Person

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