Tag 1241 – #WmDedgT im Januar ‘19.

Hups, den ganzen Tag nicht dran gedacht, dass ja der 5. ist, sonst hätte ich früher mit dem Schreiben angefangen. Denn an jedem 5. möchte Frau Brüllen von uns wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Gut, dann mache ich das mal im Schnelldurchlauf.

Pippi ist um halb acht wach, aber ich grunze nur. Sie schläft noch ein bisschen weiter und dann steht Herr Rabe mit ihr auf. Gefühlte dreißig Sekunden später steht sie wieder neben dem Bett und brüllt „Michel, Mama, ganz viele Geschenke unter dem Weihnabaum!!!“. Michel steht also auch auf und ich nicht. Ich döse bis zehn, da ist das Frühstück fertig. Müde bin ich trotzdem. Geschenke kamen von meiner Schwägerin, die gestern spät abends mit meinem Schwiegervater hier angekommen ist. Michel hat ein Laserschwert und Pippi ein „Pinzessekleid“, komplett mit Heiligenschein und Feenstab. Und Schwimmflügel. Sie ist entzückt.

Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Frau Wunnibar und wir machen ab, dass sie im Februar hierher kommen, da freue ich mich schon sehr drauf. Und bin ein bisschen aufgeregt.

Es ist dann auch schon höchste Zeit, mich fertig zu machen, zu Fuß gehen schaffe ich schon nicht mehr. Herr Rabe fährt mich zur Friseurin. Wieder lasse ich mir von der Lehrling die Haare schneiden, die aber in der Vorweihnachtszeit sehr viel geübt hat und heute wesentlich mutiger und schneller ist. Ergebnis ok. So richtig weiß ich das erst morgen, denn sie hat wieder alles über eine Rundbürste geföhnt, das habe ich das letzte Mal irgendwann in den 90ern gemacht.

Herr Rabe und die Kinder und der Besuch wollen auch noch in den Ort kommen, wir machen ab, dass ich im Café auf sie warte. Ich warte im Endeffekt ziemlich lange, mache derweil Bankdinge, bespreche per Gruppen-SMS und neu erstelltem geteilten Kalender die Halbjahresplanung mit dem Wikinger-Babysitter, mache einen neuen Termin mit der Putzhilfe ab, dödele im Internet herum, trinke einen kompletten Kaffee, besetze einen größeren Tisch und dann endlich kommen die anderen.

Michel ist total überdreht und hört nicht auf, mit dem Laserschwert herumzufuchteln.

Wir gehen zu Fuß nach Hause. Pippi ist klein und hat kurze Beine und braucht unheimlich lange. Ich erfriere derweil fast. Immerhin singt sie beim Gehen sehr niedlich. Michel schmilzt sämtlichen Schnee und die halbe Brücke mit seinem Laserschwert.

Zu Hause mache ich den Essensplan für die Woche und dann den Einkaufszettel und Herr Rabe bricht zum Einkaufen auf. Ich bastele (mit dem Mann geteilte, elektronische) Erinnerungen, damit wir abends schon das Essen für den nächsten Tag vorbereiten können, wenn möglich. Solcherlei Dinge werden hier in Zukunft Routine werden müssen, wenn wir weiter warmes Abendbrot essen wollen.

Es klingelt und der Spediteur steht vor der Tür. Er liefert endlich unsere Bücher. Es ist ein bisschen wie Weihnachten, abgesehen davon, dass ich erstmal panisch meine Bank anrufen und die Möglichkeit zur Auslandsüberweisung aktivieren muss, damit ich den Spediteur direkt bezahlen kann. Ich quittiere den Erhalt unserer Bücher und der Spediteur und ich geben uns noch mal die Hand, er entschuldigt sich für das Chaos und dann ist dieses Kapitel endlich abgeschlossen.

Herr Rabe braucht ziemlich lange. Ich habe schon ziemlichen Hunger und fange mit dem Kochen an, soweit möglich. Leider ist das nicht sehr weit und beschränkt sich auf Zwiebeln schneiden und Nudelwasser aufsetzen (und dann herunterschalten, damit nicht sämtliches Wasser verkocht).

Herr Rabe braucht wirklich sehr lange. Ich google den Einkaufsservice, von dem mir Instagram neulich Werbung gezeigt hat. Sie arbeiten mit der Supermarktkette, zu der wir auch immer gehen, zusammen und liefern in unserer Region kostenlos. Bingo. Ab nächster Woche bestellen wir da. Ich hätte auch einen gewissen Obulus dafür bezahlt, da bin ich ja ganz neu gewordener Großbonze, denn schon allein nicht ewig auf Herrn Rabe warten zu müssen mit Kindern im Schlepptau den Wocheneinkauf erledigen zu müssen wäre mir einiges wert. Aber so ist es natürlich noch besser.

Als Herr Rabe endlich kommt, muss ich mir Mühe geben, ihn nicht anzufallen vor Hunger. In Windeseile koche ich Nudeln mit Lachs-Tomatensauce.

Wir essen. Michel isst ein paar Nudeln mit Ketchup und mag auch die Quarkspeise, die Herr Rabe zum Nachtisch gemacht hat, nicht. Pippi isst zwei große Portionen Nudeln mit reichlich Soße und nimmt vom Nachtisch noch zwei mal nach. Kein Wunder, dass ihr sowohl Hosen als auch Pulliärmel grad alle über Nacht zu kurz werden.

Nach dem Essen müssen die Kinder ins Bett. Während Pippi sich von ihrer Tante ins Bett bringen lässt, besteht Michel drauf, von mir ins Bett gebracht zu werden, weil er aus seinem (norwegischen) Buch vorgelesen haben will. Ich lese vor, danach kuscheln wir und ich döse ein. Michel dann wohl auch irgendwann. Vorher hatte ich noch Herrn Rabe gebeten, Bolognesesauce für morgen zu kochen, von der „Welches Rezept denn?“-SMS werde ich wach. Ich lese den Artikel, über dem ich eingeschlafen war, zu Ende und gehe dann runter. Herr Rabe hat schon Gemüse geschnippelt und ist sehr genervt, weil total platt. Wir ranzen uns ein wenig an und dann koche ich die Bolognese, während er in der Küche herumrödelt und scheinbar hat er genug dampf abgelassen, jedenfalls ist sein Ton jetzt wieder freundlicher. Er bietet dem Besuch Wein an und so sitzen wir noch eine ganze Weile zusammen und trinken Wein, während die Bolognese köchelt und Herr Rabe die Preise checkt, die für Häuser in unserer unmittelbaren Umgebung grad aufgerufen werden. Wir haben jedenfalls definitiv nicht zu viel bezahlt, ist die sehr beruhigende Erkenntnis.

Dann Bloggen und feststellen, dass der 5. ist.

Gleich Bett und morgen vom Wecker geweckt werden, damit wir nicht allzu spät los kommen, wir wollen nämlich nach Oslo und ins Wikingerschiffhaus und ins Kon-Tiki-Museum. Oder ins Fram-Museum, mal sehen. Michel wird den Tag mit seinem Kumpel B. verbringen, denn der hatte wegen Schlitten fahren angefragt und Schlitten fahren mit Kumpel ist mit sechs halt viel cooler als Schiffe angucken mit Opa. So große Kinder hab ich schon, hach, hach.

2 Gedanken zu “Tag 1241 – #WmDedgT im Januar ‘19.

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