Heute war Wizards Unite Community day und weil ich klug bin, habe ich da ohne Community dran teilgenommen. Das war schön. 20.000 Punkte in 1 Stunde. Und allein sein. Ein bisschen gehen, ein Kaffee allein, für Pippi noch ein extra Geburtstagsgeschenk gekauft. Allein. Ganz allein. Ich sag Ihnen, nach drei Wochen quasi konstant unter Leuten ist das wie ein Wellnessurlaub für meine absolut ausgelutschten Introvert-Batterien. Weil das so super war, hab ich direkt noch drei Stunden Unkraut jäten drangehängt. Ein Traum. Als Bonus sieht das Beet wieder ordentlich aus (ich muss mal wieder Fotos machen, auch die Sonnenblumen blühen schon, und die Kapuzinerkresse), ich habe drei kleine Spinnen erschreckt, aber leben lassen und mich sehr über den Lavendel gefreut, der da noch von der Vorbesitzerin steht und der von allerlei summendem Getier sehr viel frequentiert wird. Er blüht nämlich jetzt. Weiß. Er riecht aber wie Lavendel, also isses wohl Lavendel. Hach, Hach. So wunderbar, ein Tag unter Blumen und mit einem sinnlosen Handyspiel.
Monat: Juli 2019
Tag 1438 – Ferientag 15.
Wie ich mal die Nerven verlor.
Wie ich mal Gegenstand des „was stimmt mit Leuten nicht???“-Memes wurde.
Wie ich jetzt fürchte, dass mich eine Blumenverkäuferin beim norwegischen Jugendamt anzeigt.
Wie ich mal eine Zugfahrt von Lillehammer nach Eidsvoll niemanden ansah, damit niemand auf die Idee käme, mich auf mein Dauerweinen anzusprechen.
Wie ich mal einen echt beschissenen Tag hatte.
Hrmpf.
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Liebe Blumenverkäuferin.
Du hast mich heute mein Kind anschreien hören. Du hast gehört, wie ich sie angebrüllt habe, laut, wirklich laut, wie sie schrie, wie ich unartikuliert Aaarrgghhhhlllllllaaaaaaaaa oder so brüllte, noch viel lauter, wie ich die Tür meines Autos zuballerte, dass es schepperte. Du hast nichts davon gesehen, denn dein Blumenladen ist hinter einer Hecke. Vermutlich hast du gedacht, ich würde mein Kind verprügeln, anders kann ich mir nicht erklären, dass du dich bemüßigt fühltest, deinen Laden zu verlassen und meinen Mann zur Rede zu stellen. Das was folgte, war ein Musterstück übergriffigen Verhaltens. Das sei doch ein Kind, sagtest du zu ihm. Das dürfe man so nicht behandeln. Während dieses Kind sich im strömenden Regen schreiend auf dem Parkplatz wälzte. Ohne Schuhe. Ikke lov! Sagten sie. Da platzte mir der eh schon nicht mehr vorhandene Kragen und ich stieg wutschnaubend wieder aus dem Auto aus. Ohne Schuhe stand ich vor Ihnen und hörte mir an, was Sie zu sagen hatten. Das ist ein Kind. Das darf man nicht anschreien. Das geht Sie nichts an, Sie kennen die Situation hier nicht, sagte ich. Sie wussten vermutlich auch nicht, dass zuvor schon zwei so Superpädagoginnen wie Sie interveniert hatten. Eine hatte ganz mutig über die Straße gerufen. Eine gefragt, ob ich mein Kind grad angebrüllt hätte. Nein! Nie! Das Kind schreit ja auch nicht! Hört man ja. Sie sagten, Sie hätten ihr halbes Leben als Krankenpflegerin gearbeitet. Und als Sozialarbeiterin. Ich müsse mich beruhigen. Ich sei sehr emotional. Ja! Schrie ich. Ja. Ich bin emotional, ich bin wütend und traurig, Mütter werden das. Das müssen Sie besser kontrollieren, sagten Sie. Sie seien Krankenpflegerin gewesen, sie wüssten das. Sie wollten mich nur warnen. Vor Kindern darf man nicht so emotional sein. Ich habe Gefühle, schrie ich und mir liefen die Wuttränen runter, ich habe Gefühle und das dürfen die Kinder sehen! Da müssen Sie dran arbeiten sagten Sie. Ich bin ein Mensch, nicht perfekt! Schrie ich. Ich brauche nicht perfekt sein, sagten Sie, nur eben nicht so emotional, vor den Kindern. Sehen Sie, sagten Sie, Sie sind sehr wütend! Eine Blumenverkäuferin auf einem Parkplatz erklärt mir, wie ich meine Gefühle äußern darf und wie vor allem nicht. Liebe Blumenverkäuferin: Sie wissen nichts. Sie haben keine Ahnung von meinem Leben, wissen nichts über mich, meine Kinder, die Beziehung zu meinen Kindern. Sie wissen nicht, dass sowas etwa alle zwei Jahre vorkommt weil ich meistens recht beherrscht bin und mein Nervenkostüm nicht eh schon zerschlissen. Sie haben keine Ahnung, dass meine Nacht scheiße war, weil dieses liebreizende Kind, dass das Memo „Gefühle darf man nicht zeigen!“ irgendwie auch nicht gekriegt hat und immer noch kreischend auf dem Parkplatz liegt, am Anfang meiner Nacht einen Albtraum hatte und fortan auf mir lag. Ja, auf mir. Auf meinem Kopf. Ja. Das Kind ist fast vier. Das wissen Sie nicht. Sie wissen nicht, dass es grad neue Schuhe bekommen hat, in rosa, obwohl ich das blöd finde, und einen Regenanzug, in rosa, und es nun, direkt vorm Laden und im strömenden Regen, beides nicht mehr anziehen will. Weil es halt nicht will. Wie es mit seiner Totalverweigerung, sich ins Auto zu setzen, den Bruder zum Heulen gebracht hat, der gerne in den Freizeitpark möchte, wo sein Freund schon ist, aber wir mussten ja erst Regenkleidung in rosa kaufen, das wissen Sie nicht. Sie wissen nicht, wie ich vor den Kindern mal eine Verhaltenstherapie machen wollte, um meine Wutausbrüche unter Kontrolle zu kriegen, und mir wegen Nicht-Dringlichkeit im Endeffekt eine Absage erteilt wurde. Mehr als ein Jahr hätte ich auf einen Platz warten müssen – weil einfach viel mehr Leute mit größeren Problemen als alle 10 Jahre eine kaputte Schranktür auch so eine Therapie machen möchten. Sie wissen nicht, dass Aaarrrghl schreien und eine Tür knallen immer noch eine Million mal besser ist als der Impuls, den ich hatte, als das liebreizende Kind, das nicht merken darf, dass hier grad Mamas Geduldsfaden sowas von zu Ende ist, seinen Vater ins Gesicht schlug und kniff. Der Impuls, der da war, den ich damit umgelenkt habe, dass ich gebrüllt (noch nicht mal das Kind an!) und dem Dichtungsgummi meiner Autotür Gewalt angetan habe. Sie wissen auch nicht, dass ich anschließend zwei Stunden lang geweint habe, weil Sie mich als vollständig unzulängliche Mutter hingestellt haben mit ihrer bescheuerten Forderung, Eltern müssten ihre Gefühle unterdrücken. Sie wissen nicht, dass ich mich mit meiner Tochter wieder vertragen habe, wie jedes Mal, wenn ihr dicker Kopf und meine kurze Zündschnur aneinander geraten. Weil man sich streiten kann, auch doll, aber auch wieder vertragen und dass Streit nichts damit zu tun hat, dass man sich lieb hat. Vielleicht haben Sie das ja nie gelernt und deshalb macht Ihnen lauter Streit Angst, wer weiß. Wenn es so ist, tut es mir aufrichtig leid für Sie. Sie wissen nicht, dass meine Tochter und ich nach Hause fuhren, sie erst auf meinem Schoß einschlief und wir uns dann auf dem Weg darüber unterhielten, dass ihre neuen Schuhe ja doch ganz schön seien und mir meiner Tochter eine Blume pflückte. Sie wissen all das nicht. Und deshalb bleibe ich auch dabei, was ich Ihnen ganz und gar emotional als letztes an den Kopf warf: lernen Sie, als Erwachsene, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Erwachsener einzumischen. Verdammt noch mal.
Tag 1437 – Ferientag 14.
Koller. Gut dass wir heute aus Trondheim wieder abgereist sind. Obwohl da die zwei Tage Sommer diesen Jahres anstehen.
Jetzt müssen wir nur noch entscheiden, ob wir übers Herz bringen, den Mitreisenden zu sagen, dass ein Freizeitpark im Regen ohne Regenkleidung noch scheißererer ist als in brennender Sonne. Und wenn ja, wer das machen muss. Und was wir machen, wenn die Kinder trotzdem unbedingt wollen werden.
Hrmpf.

Hier ein lustiges Bildchen von Unterwegs.
Tag 1436 – Ferientag 13.
Nix zu erzählen. Ich besitze jetzt ein paar gelbe Sandalen. Also – ich besitze Sandalen und werde deshalb wohl ein, zwei unbequeme Paare weggeben. Ich versuche, keine Schuhe mehr zu sammeln, ob das klappt, ist fraglich, aber ich bin bemüht.
Ansonsten besitzt Michel keine weiteren Pokémon-Karten, was, verbunden damit dass sein Freund, den wir hier in Trondheim besuchen, heute eine dicke Box mit (dann in Anbetracht der Größe der Box gar nicht mal so vielen) Karten bekam, heute zu einem Wut-Traurigkeits-Heul-Anfall allererster Güte führte. Frage mich zwar auch, ob der Kauf für das Kumpel-Kind dann echt unbedingt heute sein musste, aber tja, offenbar schon.
Ich habe heute fast einen Fawkes befreit, da gingen 2 Strong Extimulo Potions und 1 Dawdle Draught bei drauf und dann ist das Scheißvieh doch verschwunden und da hab ich auch geflucht, sogar laut. Aber geweint hab ich nicht. (Vielleicht wenn mein Kumpel den grad neben mir gekriegt hätte, dann schon.)
Ab morgen wieder ein bisschen Sommer. Wir fahren gen Süden um da am Freitag in einen Freizeitpark zu gehen. Ich hoffe auf wenigstens einen Tag ohne Bildschirmzeit-Gebettel. (Minecraft wird bei uns erst mal nicht einziehen. Oder jedenfalls nicht so, wie Michels Freund das spielt. De-fi-ni-tiv nicht. Und wie froh ich immer wieder bin, dass wir kaum Gedudel-Spielzeug besitzen, ne? Sehr froh. No Gedudel-Spielzeug in da Rabenhouse.)
Tag 1435 – Ferientag 12.
Mit Norwegern auf einen (kleinen, wirklich) Berg steigen ist ja immer wieder lustig.
Eckdaten: Tour hoch dauert ca. 30 Minuten, 45 wenn man kurze Kinderbeine berücksichtigt. Runter dann nur noch 20 und eine extra Dosis Adrenalin, weil sich fünf Kinder wild jauchzend den Berg hinunterstürzen und der Kopf immer viel schneller als die Beine zu sein scheint. Der Untergrund ist felsig-steinig-uneben. Nass an manchen Stellen. Mit nem Kinderwagen kommt man nicht hoch, aber geübter Wanderer muss man wirklich auch nicht sein. Das Wetter ist trocken aber bewölkt, etwa 14 Grad, wenig Wind.
Was ich für diese Tour anziehe: Jeans, Softshelljacke über ganz normalem Shirt, was ich den ganzen Tag anhabe, und Turnschuhe.
Was ich den Kindern für diese Tour anziehe: Jogginghosen, Fleecejacken über wasauchimmerShirtKleidPulli und Gummistiefel Turnschuhe, weil die Gummistiefel zu Hause geblieben sind.
Was ich einpacke: eine Rolle Kekse als „oben gibt’s Kekse!“-Bestechungsmittel und eine Flasche Wasser.
Was meine Norwegische Freundin M. anzieht: Funktionsunterwäsche, Tourhose (das gibt’s in Deutschland gar nicht als Begriff, glaube ich. So ne Funktions-Wanderhose), Funktionsjacke, Trekkingschuhe.
Was meine norwegische Freundin J. ihren Kindern anzieht: Wollmützen und -handschuhe, Funktionskleidung, Gummistiefel
Was meine norwegischen Freundinnen M. und J. einpacken: Kaffee in Thermoskannen, Apfelschnitze, belegte Brötchen, geschälte Möhren, Wasser und eine Rolle Bestechungskekse.
Ich werte nicht, ich beobachte nur. *hüstel*
Am Ende hatten jedenfalls alle nasse Füße, wir haben eine Runde Socken, Hosen und Jacken (je Baumwoll- und Funktions-) gewaschen, weil alle mal im Matsch gelandet sind, es wurden Kekse gegessen und Brötchen wieder mit nach Hause geschleppt und es war wirklich ein toller Ausflug.

Beweisbild „oben“!
Tag 1434 – Joker! Joker!
Heute so:
- 11 Grad und Regen in Trondheim*, deshalb
- Indoorspielplatz, deshalb
- überdrehte Kinder, die deshalb
- erst supersupersuperspät im Bett waren, deshalb
- Erwachsene, die die Erwachsenenzeit maßgeblich nach 23 Uhr erledigten
Jetzt also Bett, uff.
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*nicht überraschend aber dadurch nicht weniger frustrierend
Tag 1433 – #12von12 nachgereicht.
Wie versprochen vom Auto aus endlich verbloggt.
Was #12von12 ist und viele weitere (viel pünktlichere) Beiträge gibt es wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.
Unser Tag fing entspannt an. Nach vier Tagen Ferienspielen für Michel schliefen wir aus, also Pippi bis… halb sieben. Uff. Die Kinder guckten dann aber ein bisschen allein Mausclips in der App und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee im Bett trinken. Irgendwann fiel mir dann auch mal auf, dass der 12. ist, deshalb ist das 1. Bild erst vom späten Vormittag.

Hier wird sich drüber beschwert, dass es ungerecht sei, dass der große Bruder Socken anhat. #1von12 von #12von12
Jaja, Pippi hat es schwer. Da wir Besuch erwarten (Michels Freund B.) hab ich aber wenig Geduld für das Theater. Ich muss nämlich noch duschen und mich anziehen.

Während unten das Auto mit dem Spielbesuch vorfährt, mache ich noch das Beweisfoto, dass ich immerhin fristgerecht bekleidet bin (geduscht bin ich auch, aber das sieht man ja dem Foto nicht an). #2von12 von #12von12
Spoiler: schminken schaffe ich heute dann nicht mehr. Unter anderem, weil mich Pippi sofort aus dem Haus zieht. Sie will Fahrrad fahren. Auf dem blauen Fahrrad. Ich erinnere mich an Patile und hachze ein bisschen.

… und direkt erstmal dem kleinen Kind Radfahren (mit Pedalen!) beibringen. Weiter keine Socken. Dafür neoprengefütterte Gummistiefel, falls der Winter einbricht. #3von12 von #12von12
Und so laufe ich mit Pippi die Straße rauf und runter. Erst versteht sie nicht, dass sie eine gewisse Geschwindigkeit braucht, um nicht umzufallen, dann kann es ihr nicht schnell genug gehen, am „weniger lenken!“ arbeiten wir noch, aber es geht erstaunlich gut. Ich vertrete weiter überzeugt das Konzept Laufrad und dann gar nicht erst mit Stützrädern anfangen. (Auch weil die Mutter von B. 10 Minuten zuvor noch erzählte, dass sie bei ihm die Stützräder erst mit sechseinhalb abmachen konnten. Ich sehe auch oft Kinder, die in der Praxis dann ewig auf drei Rädern fahren, stark zu einer Seite hängend. So lernt man das Balance halten beim Fahrrad fahren halt sicher nicht.)

Die Meute versorgt sich mit Erlaubnis. Sind ja Ferien. Yolo. #4von12 von #12von12
Die Kinder spielen dann aber irgendwann doch alle (!) recht friedlich miteinander und ich halte die Stimmung mit gelegentlichen Eisgaben oben. Michel will, dass wir seinen neuen Kindersitz auspacken, weil er den Karton zum Spielen haben will.

In einem anderen Universum (also außerhalb meiner Twitterbubble) ist #pinkorblue gar kein Schimpfwort sondern ein Werbeslogan. #5von12 von #12von12
Pippi möchte im Planschbecken baden, also lasse ich es ein. Die Jungs stehen sofort mit hochgekrempelten Hosen auch drin, also suche ich Badehosen für alle und überlasse die Kinder dann größtenteils sich und dem Gartenschlauch, während ich telefoniere. Ich habe wunderbare Kindheitserinnerungen an Herumspringen im Rasensprenger, Planschbecken und Wasserrutschen, die eigentlich nur eine nasse Plastikplane waren, auf die man sich mit Schwung draufwarf. Es sind 27 Grad im Schatten. Solange ich kann, möchte ich meinen Kindern solcherlei Quatsch in den Sommerferien ermöglichen. Lediglich als Michel mit dem Wasserschlauch gezielt ein Loch in den Rasen strahlt, schreite ich ein. Ansonsten höre ich dem Gequietsche der Kinder zu und genieße die Sommerferien aus Elternperspektive.

Während ich telefonierte, verwandelte sich der Karton irgendwie in Pappmaché. #6von12 von #12von12
Nun ja. Der Pappkarton war halt auch in die Wasserschlacht integriert worden. Hier schon das Bild, nachdem ich die Kinder angewiesen hatte, die Matsche einzusammeln, bevor sie auf der Terrasse festtrocknet.
Dann eine ganze Weile keine Bilder. Ohne Bild: wie die Kinder ihr Spiel auf den Stellplatz neben dem Carport verlagern und den Pappmatsch gegen Blumenerde. Wie ich das entdecke und wirklich ärgerlich werde. Wie drei sehr dreckige Kinder ins Bad marschieren um sich zu waschen, dabei pechschwarze Fußspuren und schlussendlich ein großflächig braunes Waschbecken hinterlassend. Wie Michel duschen geht, sich anzieht und dann mit seinem Kumpel abdampft, als dieser abgeholt wird. Wie ich die Terrasse vom Pappmatsch befreie, dann den Stellplatz von Erde (eventuell fielen da so Sätze wie „wenn Papa das sieht, den trifft der Schlag!“) dann Pippi von Erde und dann das untere Bad von Erde. Alles in 40 Minuten. Wie ich Pippi einen Schlafanzug anziehe, weil halt, und wir einkaufen, sie im Schlafi und barfuß. Wie ich viel zu viel kaufe, weil ich Hunger habe (eine Scheibe Brot war dann doch kein ausreichendes Essen, so für nen Dreiviertel Tag). Wie wir zu Hause Herrn Rabe treffen, der keinen Schlag bekommen hat, den einsammeln und zu B. fahren um dort zu grillen. Es ist so schön da und die alle drei so nett und toll. Wir sind uns einig: dass es uns ausgerechnet ins beschauliche Eidsvoll verschlagen hat, ist ein totaler Glückstreffer.

Zwischendurch hätte es soooo viele Fotogelegenheiten gegeben, aber aus Gründen ist das hier #7von12 von #12von12. Wir sind bei Freunden und grillen gleich, die Kinder haben die Kombination „Rasensprenger und Trampolin“ perfektioniert.

Die restlichen Bilder werden vielleicht etwas albern. #8von12 von #12von12

„Hast du einen Ofenhandschuh?“ „Najaaaaaa…“
#9von12 von #12von12

Aussicht 😍 (nicht unsere). #10von12 von #12von12
Ob es jetzt das Bier oder die Euphorie war, weiß ich nicht, jedenfalls gibt’s noch ein 10von12:

Wenn den Bauern der blütenlose Getreideanbau peinlich ist und sie deshalb einen „Hummelacker“ anlegen 😍. #10von12 von #12von12
Die Kinder hopsten bis spät abends auf dem Trampolin, machten Seifenblasen (wie niedlich Michel und sein Freund sind. Alles muss cool sein und Fußball und Ninjas und Superhelden, aber mit Seifenblasen sind sie sofort wieder zu begeistern wie Kleinkinder) und spielten dann auch noch mit Lego.

Die Kinder können noch. Die Erwachsenen… 😴 #11von12 von #12von12
Irgendwann bekommen wir sie aber doch noch überredet und wir fahren alle müde gespielt nach Hause.

Selbst die Kinder haben erkannt, dass jetzt Nacht ist. Ab nach Hause und ins Bett. #12von12 von #12von12
So geht ein wunderbarer Tag zu Ende, indem wir schlafende Kinder mit rabenschwarzen Füßen in ihre Betten tragen. Hach, hach.
Tag 1432 – Unzufrieden wegen Aufschieberei.
Hier heute super Sommertag und irgendwie hab ich nichts gebacken bekommen sondern nur ziellos rumgerödelt und Zeit verplempert. Nicht mal den 12von12 von gestern hab ich gemacht. Und morgen fahren wir früh nach Trondheim (immerhin hab ich da Zeit für eben 12von12), gefühlt ist aber nix fertig, ich kriege die Krise. Michel ist aufgeregt und turnt hier noch rum, das macht es nicht besser.
Tag 1431 – Ferientag 10, 12von12-Ankündigung.
Toller Tag aber nun völlig fertig endlich im Bett. Reiche 12von12 morgen nach. Nachti!
Tag 1430 – Ferientag 9.
Pippi und ich waren heute ernten. Auf dem Gemeinschafts-Bauernhof. Es war schon das zweite mal aber beim letzten Mal war Herr Rabe allein mit den Kindern und ich bei meiner Chefin im Garten. Dieses Mal also ich. Michel hatte keine Lust, Herr Rabe arbeitete noch zu Hause, aber Pippi nahm ich mit. Beste Entscheidung, obwohl sie erst nörgelig war und getragen werden wollte. Aber dann machte ich eigentlich nur noch gedankliche Schnappschüsse für mein Erinnerungsbuch:
- Pippi, die sich den Salat direkt vom Feld reinschiebt, mitsamt Erde und sicher der ein oder anderen Raupe dran
- Pippis dreckige, nackte Füße* im Gras zwischen den Gemüsereihen
- Pippi, die freudestrahlend Fäuste voll Zuckerschoten präsentiert
- Pippi und ich, wie wir einträchtig Zuckerschoten direkt auf dem Feld essen
- Pippi, die sich vor einem sich aufplusternden Huhn erschreckt
- Pippi, die mir den frisch geernteten Blumenkohl direkt aus der Hand reißt
- Pippi, im Supermarkt**, ihren Blumenkohl wie Apfel essend
Ach, das war einfach super schön. Wunderbarstes Wetter, alles grünt und wächst und die Bienen summen um die Himbeersträucher, mittendrin dieses Bilderbuchkind*** und ein Lamm kommt angehoppelt und hach. Dieser Hof, dieses ganze Landwirtschaftsding, gibt mir ein Fünkchen Hoffnung, dass wir Landeier zumindest nicht als allererste draufgehen, wenn die Klimakatastrophe eintritt. (Ok, jetzt ist Sommer, im Winter trifft man auch die Bauern selbst im Supermarkt. Wir gehen also „erst“ im ersten Winter drauf. [Nicht drüber nachdenken, nicht drüber nachdenken, nicht drüber nachdenken.])
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*dieses Kind mag keine Schuhe. Und ich zwinge sie auch nicht. Auf dem Bauernhof nicht, wo das schlimmste sein könnte in Brennnesseln oder Schafkacke zu latschen, aber auch nicht in der Stadt. Sie wird entweder lernen, aufzupassen, wo sie hintritt, oder dass Schuhe halt doch einen Zweck erfüllen.
**Knoblauchbaguette wächst halt leider nicht auf dem Feld
***heute halt mal, für ein paar Stunden, aber man muss das ja genießen