Tag 2001 – Spazieren gehen. (Wooozaaa.)

Ich hab heute wenig wirklich sinnvolles getan, aber dafür war ich zwei mal eine knappe Stunde draußen unterwegs. Vormittags ging ich zur neuen Vertretung meiner Hausärztin (aus Gründen hier ein kleines Augenrollen einfügen), nachmittags ging ich einkaufen. Vormittags bekam ich so sogar richtiges Sonnenlicht ab. Auch wenn das ja furchtbar „weit weg“ ist, tut es gut. Und bei der klirrenden Kälte über die weißen Wege laufen tut auch gut. In meinen dicken Schneesachen bin ich zwar nicht so schnell wie sonst, aber was sollst. Licht und Luft. Hach.

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Großes Kopfschütteln über den deutschen „Lockdown“. Warum ist das so unfassbar schwer in Deutschland, Homeoffice da, wo es möglich ist, auch anzuordnen, also die Arbeitgeber*Innen zu verpflichten, das möglich zu machen? Das funktioniert hier zum Beispiel ja auch und ich sag es mal ganz vorsichtig: zur Zeit stehen wir im Vergleich relativ gut da…

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Auch Kopfschütteln über das Impfgemotze, hüben wie drüben. „Man“ hätte eigene Verträge mit den Lieferanten machen müssen, „man“ hätte viel mehr bestellen müssen, „man“ müsste jetzt viel schneller und so weiter. Ich frag mich, wie groß der Aufschrei wäre, hätte zum Beispiel Norwegen mit irgendeinem Lieferanten nen Vertrag gemacht und 10 Millionen Dosen bestellt und dann kommt das Zeug nicht durch die Zulassung und die Kohle für 10 Millionen Dosen ist weg. Oder, der Lieferant auf den man gesetzt hat, kann halt erst in Q2 2022 liefern, und man hat ja 10 Millionen Dosen bestellt, soll man also ernsthaft doch noch was anderes einkaufen, um *jetzt* mit dem Impfen anfangen zu können. So schnell ist die europäische Solidarität dahin, wenn’s um „wer kriegt wieviele Dosen“ geht, ist sich jeder plötzlich wieder selbst der nächste.

Und da hab ich noch nicht mal was dazu gesagt, wie lange sich diese Impfkampagne hinziehen wird und dass man nicht wirklich groß lockern kann, bevor genug geimpft sind, um eine gewisse Herdenimmunität zu haben. Da ist es wahrlich wumpe, ob man in den ersten paar Tagen 20.000 oder 50.000 Dosen verimpft. Das Personal fällt ja auch nicht von den Bäumen, ich kann mir auch vorstellen, das große Teile des Personals, das dafür qualifiziert wäre, zur Zeit damit beschäftigt ist, kranke Menschen zu versorgen.

Als wäre irgendwas, irgendwo, jemals an Tag 1 perfekt rund angelaufen. In ner Krise, in der alles am besten gestern aus dem Hut gezaubert werden muss, kann man das dann natürlich erst recht erwarten.

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So, rant over, ich gehe morgen wohl doch noch ein paar mehr Stunden spazieren, sonst rege ich mich ja nur auf. Ganz offensichtlich.

3 Gedanken zu “Tag 2001 – Spazieren gehen. (Wooozaaa.)

  1. Sunni schreibt:

    Menschen! In der Krise zeigt sich der Charakter. Bei manchen ja schon vorher, so im ganz normalen Leben, aber Krise…Da laufen sie auf zu Höchstform, egal ob das berühmte Klopapier, Mehl oder Impfen.
    Da hilft echt nur : Raus, Wald, Schnee, Luft…“Aber ich darf nur 15 km vom Wohnort…“ „Ja, verdammt, da gibt es genug Luft, und Wege, und Wald oder nen See oder was auch immer.“…“Aber ich kenne da eine so gute Stelle zum Laufen/Rodeln/Skifahren….“….“Dann such dir, verdammt nochmal eine , die näher ist, oder lauf zu Fuß… Es gibt überall genug Möglichkeiten, die hat 50 Jahre kein Mensch betreten Es ist ja so, als wäre ganz Deutschland 2019 täglich 30 km gewandert, skigelaufen, gerodelt, gejoggt….“. Menschen!

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  2. virtuellesgluecksbuero schreibt:

    Nun, an Corona gibt es wirklich genug zum Aufregen. Am Schlimmsten ist für mich das Verhalten der Leute und die Politik. So viele Spielarten der Dämlichkeit waren selten vereint.
    Sich aufzuregen ist unser gutes Recht aber ich bleibe dabei zu Hause, setze Maske auf und versuche generell, soweit es mir möglich ist mein Hirn zu gebrauchen um die Seuche nicht zu kriegen.
    Es ist nämlich meine Gesundheit, mein Leben, das ich in die Waagschale werfe, wenn ich versuche, durch das nächste Schlupfloch zu kriechen, das die Regeln bieten.
    Das ist ein Privileg, denn ich muss nicht täglich als Kassierer/in ins Geschäft, als Pfleger/in ins Altenheim oder gar auf die Intensivstation.
    Bleiben sie gesund, Frau Rabe und überhaupt alle, die das lesen!
    💚

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