Tag 2320 – Es werde Licht.

Uff, Ende November in Norwegen, es gibt schöneres. Es ist kalt, aber schneit nicht, es ist nass, und vor allem ist es dunkel. Da hilft auch alles künstlich zugeführte Vitamin D nichts. Noch vier Wochen, dann wird es wieder heller.

Strom, immer so ein Thema. Jetzt verrät mir die App, dass bei uns Beleuchtung, was so ziemlich das einzige Thema ist, an dem wir noch, ohne erstmal was zu investieren, Strom sparen können, im Schnitt 3% unseres monatlichen Stromverbrauchs ausmacht. Tja, hmm. Vielleicht kann ich dann aufhören, mich ständig zu ärgern, dass die Kinder immer überall Festbeleuchtung machen und anlassen. Großverbraucher, nicht überraschend: Heizung, Warmwasser, Autos. Alles nichts, bei dem man in der Menge wirklich sparen kann. Kalt duschen kommt nicht in die Tüte, im Kalten sitzen auch nicht, die Autos tanken nun mal Strom. Letztere laden wir bereits nachts, wenn der Strom am billigsten ist. An unserem Stromverbrauch 2019-2021 sieht man aber sehr schön zwei Dinge: wann wir Carona bekommen haben (Verbrauchssprung), wann wir den Durchlauferhitzer bekommen haben (kleine Einsparung) und dass Cardos den Kohl nicht fett macht, im Gegenteil, dadurch dass wir ein bisschen weniger Carona laden müssen, sparen wir Strom. Es ist halt schon auch ein Unterschied ob ein Auto mehr oder weniger Strom pro 100 km verbraucht. Wir haben nahezu die beiden Verbrauchsextreme vor der Haustür stehen, obwohl Cardos ja schon älter ist und modernere E-Autos in seiner Größe sicherlich noch effizienter sind. Jedenfalls, ich schweife ab, was ich eigentlich sagen wollte: wir haben dieses Jahr einen geringeren Verbrauch als letztes Jahr zur gleichen Zeit (war es da kälter?), die Rechnung ist aber doppelt so hoch und mehr. Es ist frustrierend. (Gleichzeitig bin ich froh, dass wir das jeden Monat direkt merken und nicht irgendwann eine Jahresendabrechnung mit einer ganz bösen Überraschung kommt.)

Gesundheitlich geht es eindeutig bergauf. Herr Rabe war auf den Beinen und hat unter anderem Post von der Post geholt und Kleinigkeiten eingekauft, ich war auf den Beinen und habe mich darauf sogar lange genug halten können, um Geige zu spielen. Danach habe ich aus Gründen „how to play chords on violin“ gegoogelt und festgestellt, dass ich das intuitiv richtig mache, nur noch zu langsam bin. Wie immer zu langsam.

Was die Kinder angeht habe ich nur eine Anekdote von Michel zu teilen. Ich glaube nämlich langsam, dass er ohne uns im Grunde besser schläft, als wenn wir ewig neben ihm sitzen bleiben. Weil er, solange wir da sitzen, einen so leichten Schlaf hat, dass er SOFORT, wenn wir irgendwann aufstehen (egal, wann das ist), senkrecht im Bett sitzt und fragt, was wir wollen. Heute sogar ganz eindeutig im Schlaf, denn auf meine Antwort „runter zu Papa, soll ich die Tür auflassen, damit du uns hören kannst?“ kam nur unzusammenhängendes Gestammel zurück, und kaum lag er wieder, schnarchte er. Wenn ich aber irgendwann genervt aufgebe und er allein, mit Musik an, Nachtlicht und offener Tür einschläft (wenn auch unter Protest und manchmal leider auch Heulen und Zähneklappern), schläft er meistens die ersten Stunden wie ein Stein und manchmal sogar im eigenen Bett die ganze Nacht durch. Aber dass diese Erkenntnis von allein kommt, oder irgendeine magische Hirnreife eintritt und mein Baby seinen Schnuller selbst an den Weihnachtsmann schicken will (hoppla, falsches Alter), darauf warten wir bei Michel vielleicht einfach vergebens. Was ok ist, so ist er halt, er braucht da mehr Vorgaben und Regeln als manch ein anderes Kind. Vielleicht führen wir demnächst mal eine neue Regel ein, die in die Richtung geht, dass wir vorlesen, noch x Minuten kuscheln und dann seine Einschlafmusik anmachen und gehen. Ich glaube, das würde uns allen gut tun. Ich glaube aber auch, dass Michel von der Idee nicht begeistert sein wird, weil sich in seinem Kopf schon sehr festgesetzt hat, dass er alleine nicht einschlafen kann.

7 Gedanken zu “Tag 2320 – Es werde Licht.

  1. Vielleicht könnt ihr ja auch mit ihm ausmachen, dass ihr VOR der Tür wartet, bis er eingeschlafen ist. Beim Kind hat ja erstaunlicherweise ganz gut geholfen, dass ich ein zeitlang nach Vorlesen und Kuscheln dringend auf Toilette musste.

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  2. Sarah schreibt:

    Das habt ihr ja sicher alles schon durch, daher ist das hört nur als bestätigender Erfahrungsbericht zu verstehen: Einschlafbegleitung wird immer noch gerne genommen hier mit fast 9 (den Kampf drum habe ich mit Ankunft der Kleinen, inzwischen 2, aufgegeben, beide werden zusammen ins Bett gebracht), aber seit ca einem Jahr dürfen wir raus gehen, wenn wir versprechen, nach 10 Minuten wieder zu kommen. Machen wir auch, aber dann ist die Große tatsächlich zu 90 Prozent bereits eingeschlafen, schneller als beim dabei sein. Es ist faszinierend.

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  3. Ilsa schreibt:

    Interessante Beobachtung mit dem Schlafverhalten. Mir ging bezüglich Einschlafbegleitung auch schon öfter durch den Kopf, dass das auch kontraproduktiv sein könnte und den Kindern gar keine Sicherheit gibt, sondern nur die Erfahrung: wenn ich einschlafe, dann geht Mama/Papa weg, ich sollte also besser nicht einschlafen.
    Ich wünsche Ihnen eine gute Alternative für ruhigen Schlaf und Ihnen allen gute Besserung!
    Liebe Grüße von Ilsa

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