Tag 2365 – Pärchenkackscheiß.

Wir hatten heute ein paar Stunden Kinderfrei, nämlich zwischen Schwimmen gehen (King Alfred Leisure Center… war jetzt eher so naja. Zum Thema „aber man duscht doch überall vorm Schwimmen nackt mit Duschgel und Haare waschen!!!“ [was ja in Skandinavien eiserne Regel inklusive Erwähnung in Kinderbüchern ist] – nicht bei König Alfred. Da gibts Gemeinschaftsduschen [und ein paar wenige Kabinen] und die Duschen sind kalt [Techniker ist informiert!], was nicht grad zum gründlichen Duschen animiert und es gingen auch einfach alle trocken ins Wasser. Bei König Alfred soll man halt Sport treiben, Punkt. Rutsche ist auch kaputt, Sprungturm gibts nicht. Aber dafür ist es relativ günstig) und Bettzeit. Wir gingen in Brighton eine ausgiebige Runde bummeln, das haben wir schon ewig nicht gemacht. Schaufenster gucken, auch mal wo rein gehen, und wenn uns was wirklich toll gefallen *und* es das in unserer jeweiligen Größe gegeben hätte (looking at you, gelbe Schuhe und blaues Kleid) *und* das dann auch noch gepasst hätte (looking at you, türkise Stiefeletten) wären wir durchaus in Kauflaune gewesen. Leider trafen die drei Punkte bei nichts zu. Rote Schuhe für Herrn Rabe haben wir auch nicht gefunden. Tjanun. Im Anschluss an die Bummelrunde gingen wir noch essen, nach zwei vergeblichen Anläufen („Tisch für zwei? Ja, kein Problem, in 45 Minuten ist was frei für euch!“) wurde es Thai und war sehr lecker. Es ist ja durchaus einfach auch mal schön, irgendwo hin gehen zu können, wo keine Pommes auf der Karte stehen. Insgesamt waren diese paar Stunden sehr schön, meine Schultern hängen jetzt wieder ein paar cm tiefer und ich merke auch, dass ich viel weniger Geräuschempfindlich bin, wenn ich nicht noch für die Emotionen zwei weiterer Menschen zuständig bin. Außerdem kann man mit Herrn Rabe sehr gut bummeln und shoppen.

Danach fuhren wir mit dem Bus zur Schwägerin und hatten das sehr zweifelhafte Vergnügen, den Bus mit einer Horde Teenager mit Hormonstau auf dem Weg zu irgendwelchen sozialen Abendaktivitäten zu teilen. Einige dieser Teenager waren deutsch und ich war zwischenzeitlich kurz davor, einem jungen Mann sowas wie „Das sag ich deiner Mama!“ zu sagen, nachdem er sich wiederholt sehr respektlos über Frauen geäußert hatte. Grundgütiger. Waren wir auch so? (Ich fürchte es.) Werden unsere Kinder auch so? (Ich fürchte es, werde aber mein bestes tun, damit sie es nicht werden.)

Ich möchte bissig anmerken, dass die Teenager vermutlich einfach gar nicht wussten, wie man sich benimmt, weil im Bus keine Schilder waren, auf denen stand „Please don‘t call anyone a MILF“. Engländer scheinen ein inniges Verhältnis zu Schildern zu pflegen, überall sind Schilder, was man soll und was man alles nicht darf. Immer höflich, aber bestimmt. Aber das waren ja eben gar keine englischen Teenager.

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