Tag 2364 – Die Markgräfin.

Heute waren wir beim Lewes Castle, wo eigentlich ein Kinder-Flintstone-Event sein sollte, aber irgendwie dann doch nicht war. Es war da trotzdem sehr schön.

Suchbild mit Herrn Rabe und Pippi.
Blümels!

Lewes Castle ist eine mittelalterliche Burg aus (lokaltypischem) Feuerstein. Liebevoll bewahrt und eigentlich für Kinder auch sehr interessant gestaltet, unter anderem durch Verkleidungsmöglichkeiten. Dazu gibt es Informationstafeln zu mittelalterlichen Adelsscharmützeln. Michel fand trotzdem alles scheiße, Burg, Ort, Sonne, Wärme, Allergie (vielleicht müssen wir noch mal nach neuen Kreuzallergien auf irgendwelche Pollen schauen lassen) und Erkältung. Woozaa, bestimmt nur eine Phase (haha).

Wegen Ausflug und Nachbarn, die ungestört essen wollen (und der Schwägerin, die gern ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn behalten will) blieb eine knappe halbe Stunde, um mich für einen Bogen zu entscheiden. Mit viel Durchringung durfte erst Herr Rabe und dann die Schwägerin was dazu sagen, und es wurde:

Die Markgräfin.

Die Müsing-Bögen wollte ich so gerne mögen und die haben auch durchaus Qualitäten (Herr Rabe beschrieb den C5 als klar(er) und die Bogenwechsel als weich(er) und überaus angenehm zu spielen sind sie durch das geringere Gewicht wirklich) aber der Marquise ist einfach insgesamt runder und voller. DISCLAIMER: Für mich. Mit meiner Spielweise, auf meinem Instrument, mit den Saiten, die da jetzt gerade drauf sind. Ich komme mit dem Marquise besser klar, weil er ist wie ein Holzbogen. Ich könnte mich an die Müsing-Bögen sicher auch gewöhnen, aber wenn ich nicht muss, muss ich ja nicht, ne? Müsing C5 (ein wirklich toller Bogen, nur eben nicht für mich) und C4 (ebenso, wenn auch tatsächlich ein deutlicher Unterschied zum C5 besteht, nicht in der Handhabung, aber im Klang) gehen zurück. Ebenfalls zurück geht doch der Coda Bow Luma. Der ist zwar wunderbar in der Handhabung, macht aber ein Nebengeräusch, was mich schnell nervt, ist mir bei kurzen, knackigen Noten zu weich in der Ansprache und klingt auch nicht so gut sobald man mit dem Ohr mehr als 15 cm von der Quelle weg ist, sagt das Publikum (N=2). Und für einfach so weil er mir sympathisch ist, ist er dann doch zu teuer, obwohl ich das ernsthaft erwägt hatte, ihn auch zu behalten. Es braucht auch niemand (der kein*e professionelle*r Musiker*In ist) drei Bögen. Alle probierten Bögen waren übrigens einfacher zu handhaben, als mein vermutlich billiger Holzbogen, obwohl ich den ja sehr gewöhnt bin. Ich hege die leise Hoffnung, dass der unbeabsichtigt hüpfende Bogen (beim Abstrich leicht oberhalb der Mitte, wenn ich mich nicht voll drauf konzentriere, das zu kontrollieren, was dann Schludrigkeiten an anderen Stellen mit sich bringt) der Vergangenheit angehört.

Und damit schließen wir das Kapitel Bogensuche ab.

Abends gab es noch einen eskalierenden Streit mit Michel und eine neue Episode in der Erfolgsserie „Frau Rabe verblutet durch die Nase“, aber beides ging gut aus, puh. Nervig ist es trotzdem beides.

Ein Gedanke zu “Tag 2364 – Die Markgräfin.

  1. Friederike schreibt:

    Ach wie schade, wenn etwas schön ist, und irgendwer hat immer was zu meckern! Ich hoffe mit Ihnen, dass es tatsächlich nur einen Phase ist.
    Viel Spaß beim Spielen mit dem neuen Bogen!

    Gefällt 1 Person

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