Tag 2634 – Weiterhin ein Schaf.

Eigentlich wollte ich heute meine Haare schneiden lassen. Ich bin ja, was das angeht, erstens geizig und zweitens resigniert. Nach unzähligen Versuchen, nach Friseur*Innenbesuchen nicht flott oder pfiffig auszusehen, oder versehentlich orangenes kupferfarbenes Haar zu haben, und dafür auch noch sehr viel Geld zu lassen, gehe ich zum 15-Minuten-Friseur. Da hat man wenigstens keine Angst vor dem Rasierer, ich kann sagen „an den Seiten 9 mm“ und die machen das und ich ärgere mich nicht hinterher, dass der Kerl neben mir zwar 10 Minuten länger da saß, aber 150 Kronen weniger bezahlt hat, qua Hoden.

Leider war ich einen Tacken zu spät dran und dann hatten die keine Termine mehr in der App. Man muss da ja online Schlange stehen. Erst standen 2 Personen vor mir und da war die Schlange schon „gesperrt“, keine weiteren Termine zu vergeben. Es stellten sich allerdings noch drei weitere Personen in die eigentlich gesperrte Schlange und jetzt bin ich nicht nur weiterhin sehr wollig auf dem Kopf, sondern auch noch sauer auf die Kette und ihr beknacktes Schlangensystem.

Eigentlich wollte ich auch einen neuen Handybumper haben, weil sich meiner in Auflösung befindet und mich das kolossal nervt. Aber der eine Laden räumt grad um und hatte nur die original Apple-Hüllen für 579 Kronen (knapp 60€) das Stück, und in dem anderen Laden fand ich alles hässlich. Alles braun oder schwarz oder in künstlicher Schlangen- oder Krokodilslederoptik. Selbst im Schuhladen fand ich absolut gar nichts, was mir gefallen hätte. Ich habe bereits schwarze Halbstiefel (2 Paar sogar, eins gefüttert, eins nicht), wieviele Paare schwarzer Halbstiefel soll sich die Dame von heute denn bitte in den Schrank stellen? Das gesamte Sortiment war schwarz, abgesehen lediglich von Wander- und Sportschuhen, aber auch da sind die Farben so gedeckt, dass man sich problemlos in irgendeinem Moor verstecken könnte, man würde einfach eins mit der Umgebung werden.

Am Ende kehrte ich mit der phänomenalen Ausbeute eines Päckchens Spülmaschinensalz von meinem 30-km-pro-Weg-Ausflug zurück. Immerhin Spülmaschinensalz. Das gab es hier bis vor kurzem einfach gar nicht. Viele Norweger*Innen sind sehr ratlos und ignorieren es demzufolge hartnäckig, wenn das Salzlämpchen an der Spülmaschine blinkt. Man muss aber dazu sagen, dass das Wasser bei uns unglaublich weich ist.

Bei uns blinkt jetzt nichts mehr und die Handyhülle hab ich im Internet bestellt, wie so ein Millennial. Ha. Auf dich, Einzelhandel,

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