Schwierige Sache, die ärgern mich hier und vielleicht verarschen sie mich auch. Aber jetzt bin ich auch so müde, dass mir die Augen zufallen. Mehr morgen – oder am Wochenende.
Monat: Mai 2024
Tag 3240 – Bloß nicht hinsetzen.
Es ist 19 Uhr. Ich bin sehr gut hier angekommen, der Flug war problemlos, die Passkontrolle war problemlos. Gut, es gab einen Zwischenfall als wir alle am Gepäckband standen und darauf warteten, dass das Koffer ausspuckt, es gab nämlich einen Feueralarm und das war brutal laut und mit Lichtblitzen. Und natürlich überall, es gab keinen Ort, wo kein Feueralarm war. (Nimm das, Brandschutzschulung der Uni Bielefeld 2004 „Wenn’s brennt, geht erst mal irgendwo hin wo‘s nicht brennt.“) Selbst mit AirPods auf Noise Cancelling war es kaum zu ertragen, so laut war es. Gehen konnten wir aber auch nicht, wurde uns über die Lautsprecher gesagt. Es war am Ende falscher Alarm, aber da 10 Minuten im schrillen Alarm mit Lichtblitzen sitzen, war unschön. Danach ging es immerhin problemlos weiter, ich bekam sofort ein Taxi und war exakt 12 Stunden, nachdem ich zu Hause aufgebrochen war, im Hotel.
Ich habe wieder das gleiche Zimmer wie 2022, das ist etwas kurios. Also auch das Zimmer. Die Klimaanlage darf hier auch nur tagsüber rumlärmen, heute Nacht wird die eiskalt ausgestöpselt.
Ich habe dann ausgepackt, einen Spaziergang zum Supermarkt gemacht, Wasser gekauft, geduscht und mich sogar geschminkt, um meinem Körper zu signalisieren: es ist noch nicht Bettzeit. Es ist TAG! Ich warte auf die deutschen Inspektoren, damit wir Essen gehen können, aber so langsam wird es hart, mich wach zu halten. Das Bett sieht verlockend aus und wäre ich nicht auch furchtbar hungrig, könnte das hier übel ausgehen. Ich will ja auch nicht morgen früh um 4 Uhr senkrecht im Bett stehen.
Die deutschen Inspektoren sind jetzt wohl gerade eingetrudelt, kriegen es gleich mit hungriger und müder Frau Rabe zu tun, naja naja, das werden sie wohl überleben.

Tag 3239 – Auf gepackten Koffern.
Den Tag über gearbeitet (halbherzig, es ist seltsam im Homeoffice wenn niemand anderes arbeitet) und ein bisschen mit dem Lieblingskollegen gechattet. Weil er direkt aus dem Urlaub in den Streik getreten ist, kommunizieren wir einfach weiter über Facebook Messenger. Mit der Teamleiterin kann ich ja über Teams kommunizieren, mit einigen anderen Kolleginnen schreibe ich SMS und mit einer WhatsApp. Es ist trotzdem komisch.
Danach habe ich gepackt. Zwei Hosen hängen noch im Bad, weil die Hosenbünde noch nicht ganz trocken sind. Bis auf Badezimmersachen, Ladegeräte etc. ist aber alles im Koffer. Und etwas extra im Kabinenkoffer, ich bin ja paranoid und habe alles für den ersten Inspektionstag im Handgepäck, für den Fall der Fälle. Ich hatte sogar (reichlich) Platz für das Reisekissen. Dieses Mal habe ich auch an einen Sonnenhut gedacht. Yeah. Morgen kann es recht entspannt losgehen, denke ich.
Packen beinhaltete das Verräumen von gefühlten 5 Tonnen gewaschener Wäsche, aber das ist jetzt auch endlich erledigt. Außerdem musste ich ein bisschen bügeln. Jetzt sind zwei Wäschekörbe frei und müssen nicht mehr vor dem Kleiderschrank rumstehen, schade, dass ich davon nichts habe.
Abends brachte ich beide Rübennasen ins Bett und beide beschwerten sich, dass es viel zu warm sei und es unmöglich zu schlafen und dann schlief Pippi nach 5 Minuten und Michel nach 15 trotzdem. Es ist tatsächlich relativ warm, aber ich glaube die Kinder reagieren eher darauf, dass es recht feucht ist. Laut Hygrometer in der Küche sind fast 60% Luftfeuchtigkeit, da kann man Pythons halten aber wir Raben sind das gar nicht mehr gewohnt, wir hatten jetzt monatelang furztrockene Luft im Haus (20 bis maximal 40%). Aber bei immer mal wieder Gewittern und ansonsten wegen warm gekippten Fenstern (unsere Fenster kippen nach unten auf, das macht so viel mehr Sinn in Anbetracht von Wetter als das deutsche Standard-Kippfenster) haben wir hier drin halt Termitenbauähnliche Bedingungen und Kinder, die sich wegen der Hitze (22 Grad) beschweren.
Ich werd die drei anderen Raben vermissen. Aber ist ja auch nur 8 Tage.
Tag 3238 – Dies und das.
War im Büro, dort waren nur absurd wenige Menschen, die meisten streiken ja. Die, die nicht streiken, haben super kritische Funktionen oder sind der Direktor. Oder gehen eh bald in Rente oder sind nicht in einer Gewerkschaft, das sind aber die wenigsten. Draußen waren Kolleg*innen mit Westen und streikten so herum. Es war mir etwas unangenehm, mich da durchzumogeln und normal arbeiten zu gehen. Allerdings taten mir die streikenden Kolleg*Innen auch aufrichtig sehr leid, als wir vom trockenen, kuscheligen Büro aus einem massiven Gewitter mit Wolkenbruch und Hagel zuschauen konnten. In Oslo ist ja dann auch immer sofort ein Problem, dass das Wasser nicht ablaufen kann. Folgerichtig standen die bis zu den Knöcheln im Wasser. Genau, was man sich dann obendrein noch wünscht.
Ansonsten: ich habe freudig feststellen dürfen, dass knappe eineinhalb Jahre Geigenunterricht sich tatsächlich auszahlen. Und wahrscheinlich auch nahezu tägliches Üben. Ein Stück, das ich vor zwei Jahren ziemlich schwer fand, ist… ok. Machbar, gib mir ein paar Wochen und ich krieg die 6 Seiten ansprechend hin. Ein schneller, unaufgeräumter Durchlauf um Fingersätze zu überlegen hörte sich tatsächlich schon echt ok an, ich spiele inzwischen sehr sauber (noch sauberer als vorher und das war nie mein größtes Problem) und mit einem guten, robusten Ton. Ich war selbst überrascht.
Morgen muss ich packen. Und zur Apotheke. Und aufräumen. Und arbeiten. Wahhh!
Tag 3237 – Es regnet.
Es war jetzt drei Wochen lang Sommer, nahezu so Sommer wie es hier eben Sommer wird, und perfektes Wetter für so Leute wie mich, die es nicht zu warm mögen, aber auch nicht frieren wollen. Den Garten haben wir leider trotzdem ein bisschen vernachlässigt, weil einfach immer was war. Heute war aber Regen ab nachmittags angesagt und deshalb haben wir heute ein bisschen reingehauen. Herr Rabe hat die Hecke gepflegt (tote und halbtote Zweige rausgeschnitten und insgesamt ein bisschen ausgedünnt, weil die so dicht gesetzt ist, dass sie nicht vernünftig wächst) und ich habe eine sehr, sehr volle, große Ikea-Tüte voll unerwünschter Pflanzen aus dem Blumenbeet entfernt. Teilweise mit Pippis Hilfe, die sehr gründlich alle Pflanzen der Gattung Weiß-nicht-was-das-ist-aber-es-gehört-hier-nicht-hin rausgezogen hat. Jetzt haben die erwünschten Pflanzen wieder Licht, Nährstoffe und Platz zum Wachsen. Also, außer dass der Holunder so ein Monstrum von Busch geworden ist, dass man im Beet jetzt eher Schatten liebende Pflanzen haben sollte.
Hier erst ein Bild vom blühenden Schnittlauch, dann ein Käfer mit sehr langen Fühlern.


Und am Nachmittag regnete es dann auch tatsächlich. Also eigentlich gewitterte es, mit Blitz, Donner, sehr viel sehr plötzlichem Wind, und sogar ein bisschen Hagel (aber harmlosem, nicht Pflanzen schreddernder). Das mag ich ja sehr, so ein Sommergewitter. Hach.
Es soll auch nicht wesentlich kühler werden in den nächsten Tagen. Nur mal etwas mehr (als… gar nicht) regnen. Das ist schon ganz ok so.
Tag 3236 – Yeah!
Ich muss nächste Woche nicht streiken. Ich habe eine Ausnahme bekommen. Der Weg dahin war etwas holprig und involvierte auch heute noch einige Nachrichten und einiges Durchhängen. Aber am Ende des Tages kam dann die Nachricht. Jetzt ist die HR-Dame – man muss ihr lassen, dass sie sehr wohl am Wochenende arbeitet, wenn ihre halbe Organisation streikt – aber noch ein bisschen panisch, weil die Ausnahme für die nächste Woche gilt statt für den Zeitraum der Inspektion. Das ist mir allerdings grad recht wurscht um ehrlich zu sein. Denn begonnene Dienstreisen ins Ausland dürfen wie geplant beendet werden. Ich schätze, das Direktorat will nur wissen, ob sie mir die IT-Zugänge Montag und Dienstag sperren müssen oder nicht.
Mit der Nachricht zeitgleich bekam ich eine nahezu explosive Migräne. Das war so anstrengend alles die letzten Tage.
Ansonsten habe ich heute nicht viel geschafft. So in der Schwebe sein bekommt mir gar nicht. Das einzige was ich gemacht habe, war nach Råholt zu fahren mit dem Vorsatz, einen neuen Sommerblazer und „Chub Rub Shorts“ zu kaufen. Einen neuen Blazer habe ich nicht, es sind grad grausliche Oversized-Schnitte in, und das finde ich wirklich furchtbar, nicht nur an mir, sondern unabhängig von der Person, die drin steckt. Warum will man aussehen, wie ein Kind, das sich als Erwachsene verkleidet hat? Aber ich habe mehrere Shorts gekauft. Das deutsche Wort will mir ums Verrecken nicht einfallen, den ganzen Tag schon nicht. Hier heißen sie „Biker“, so eng anliegende Hosen bis ca. eine Handbreit überm Knie. Die die ich gekauft habe sind aus Unterhosenstoff und High Waist und sollen eben verhindern, dass ich mir – RADLERHOSEN! So heißen die. Ja. – sollen verhindern, dass ich mir einen Wolf an den Oberschenkeln laufe, wenn ich im Sommer Kleider trage. Also wunde Stellen, wo die Oberschenkel aneinander reiben. Eine von diesen Radlerhosen hatte ich seither auch an und bin sehr zufrieden. Auch damit, dass ich nicht weit über das doppelte für „Bauch weg“ als Zusatzfunktion ausgegeben habe.
Tag 3235 – Fast alles schlimm.
Der Muskelkater ist höllisch. Alles tut weh, vor allem die Beine, komplett. Au. Aua aua aua jaul.
Der zweite Teil des Kurses war gut. Ich habe viel Lob bekommen. Das war gut.
Der Rest des Arbeitstages war direkt aus der Hölle, ich weiß immer noch nicht, ob ich ab Montag und dann eventuell nur bis Mittwoch streiken muss oder gar nicht oder komplett oder oder oder. Am Wochenende wird nicht verhandelt, ich nehme auch an, dass die Trulla von HR, die mir eine Entscheidung des zentralen Streikkomitees über meinen Antrag auf Ausnahme weiterleiten müsste, am Wochenende nicht arbeitet. Meine eigentliche Chefin hat passender Weise auch heute und Montag Urlaub und sieht offensichtlich gar keinen Grund, den abzublasen, bloß weil in ihrer Gruppe alle ausflippen, weil die komplette Gruppe streiken muss. Sie auch. Und ihre Chefin auch. Erst mal Urlaub machen, ja, kann man machen. Es hilft mir also vermutlich nicht, wenn das zentrale Streikkomitee am Wochenende durcharbeitet, um die Anträge zu bearbeiten. Weil keiner versteht, dass ich ein beschissenes Wochenende haben werde, wenn ich so in der Luft hänge. Oder vielleicht ist es ihnen auch egal. Hauptsache man selbst hat Wochenende. Work-Life-Balance, so wichtig. Und wie ich dann Bescheid bekomme, ist auch überaus fraglich. Es werden nämlich alle unsere IT-Systeme abgestellt und wir müssen spätestens Montag auch unseren PC abgeben. Eine Mail an meine Jobmail wird also einfach mal gar nichts helfen, die werde ich nicht lesen können.
Diese Situation, plus dass niemand konkrete Fragen mit konkreten Aussagen beantwortet, plus dass niemand versteht, dass nicht alle bei so einer ungeklärten Situation denken, juchu, so spannend, ich lasse mich einfach überraschen! hat bei mir bisher zwei mal 30 Minuten auf dem Klo bei der Arbeit heulen ausgelöst, plus im Kopierraum vor Leuten in Tränen ausbrechen, weil eine aus der „Wow so spannend, oder???“-Fraktion meinte, mich ansprechen zu müssen, plus den dringenden Wunsch, Menschen zu schütteln und auch mehrere echt wütende tatsächlich verschickte Mails. Soviel zum Thema „der Streik soll sich nicht negativ auf euch als Arbeitnehmer auswirken! Wir wollen nur die Arbeitgeber treffen!“ tbh mein Arbeitgeber scheißt auf mich, und von der Arbeitnehmerorganisation fühle ich mich jetzt auch nicht grad toll behandelt heute. Die Arbeit wird im Zweifel nur aufgeschoben und der ganze Rotz fällt uns brutal hinterher auf die Füße. Delegiert auf das niedrigste Niveau, weil das bei uns halt so ist. Diese ganze Streik-Sache ist ein neurotypisches Fest, für das ich komplett ungeeignet bin. Es fehlen echt nur noch die Trillerpfeifen und ich springe in Warnweste vor die T-Bane. (Mache ich natürlich nicht. Aber ich kriege sicher den nächsten Meltdown.)
Tag 3234 – Dreieinhalb Dinge.
Der Kurs war gut! Hurra! Alles überlebt. Kann mir da auf die Schulter klopfen, finde ich.
Vor dem Kurs jedoch totale Schreckensnachricht: ab Montag muss ich eventuell streiken. Ich kann dann nicht in die USA auf die Inspektion, es sei denn, ich bekomme eine Ausnahmegenehmigung meiner Gewerkschaft. Die ist beantragt (hoffe ich), das muss die Direktion höchstpersönlich beantragen. Ich hatte ja heute keine Zeit, mich um irgendwas zu kümmern, ich war vier Stunden damit beschäftigt, Leuten zu erklären, wie sie ihren (sehr wichtigen) Job machen sollen. Ich verstehe denn Sinn von Streik, ehrlich, ich streike auch gerne Montag und Dienstag, aber ab Mittwoch… halt nicht. Und wenn, muss ich bitte irgendwas schriftlich haben. Ich schreibe da dann nicht Dienstag Abend ne SMS (weil das Direktorat mir wohl auch meinen PC abnehmen wird) „Surprise, ich komme übrigens morgen nicht, ich streike! Beste Grüße, viel Spaß in USA-Land!“. Diese ganze Streiksache macht mich ehrlich gesagt komplett irre. Nicht zu wissen, was passieren wird, alles kann sich innerhalb von 5 Minuten ändern… Ich will nur noch schreiend und Haare raufend im Kreis rennen.
Um auf andere Gedanken zu kommen, und um einen gemachten Plan durchzuziehen, war ich nach dem Kurs beim Ballett und danach noch beim Krafttraining. Es sind wieder Sommerkurse und dieses Mal ist das Ballett deutlich machbarer, da kann ich dann noch Krafttraining dranhängen. Dachte ich. Dann starb ich halb, mein Beckenboden weinte, ich war hinterher in Schweiß gebadet inklusive Body und Hose, aber zufrieden war ich auch. Besonders schön: weil Pippi die Stunde vor mir hat und dann da auf mich wartet, hat sie beim Krafttraining ein bisschen mitgemacht, das war sehr niedlich.

Halbe Sache: innerhalb von 5 Wochen haben jetzt drei Leute mein Norwegisch (gegenüber dritten aber in meiner Anwesenheit) als respektive „sehr, sehr gut mit kaum Akzent“, „exzellent“ und „unglaublich gut“ bezeichnet. Gestern hat eine Norwegerin, die selbst über 10 Jahre in Deutschland gelebt hat und die mit einem Deutschen verheiratet ist, gefragt, wo ich herkomme, sie konnte den Akzent nicht heraushören. Das macht mich schon ein bisschen stolz. Ok, das macht mich sehr stolz. Da ist dann auch nicht so schlimm, wenn mir in vier Stunden Kurs mal „genau“ rausrutscht.
Tag 3233 – Superflink!
Arbeit, Arbeit und am Ende noch socializen mit mir unbekannten Personen, nämlich den anderen Vortragenden von dem Kurs der grad läuft. Arbeit: Meeting mit den deutschen Inspektoren mit denen ich nächste Woche in den USA bin (meine Güte, wie jung die sind!) und dann auch noch Verabschiedung einer Kollegin in den Ruhestand.
Ich bin jetzt echt gar, zu 1000% gar, aber ich war auch den ganzen Tag vorbildlich normal. Zu allem Überfluss (oder weil ich so gar bin, sodass sich mein Gehirn plötzlich an sowas aufhängt?) ist mir auf dem Heimweg eine Ungenauigkeit in der Präsentation eingefallen. Ich werde noch bekloppt.
Aaaaaaber die Aussicht vom Restaurant war wunderbar.





Tag 3232 – Jaauuuul!
Aaaalso, mein Vortrag ist jetzt fertig, sogar schon exportiert nach pdf, damit ich nicht auf dumme doch-noch-mal-schnell Ideen komme.
Ansonsten war der Arbeitstag so lala. Auf dem Hin- und Rückweg im Zug stehen müssen war jetzt auch nicht so eine große Freude.
Michels Lehrerin ist seit dem Vorfall, wegen dem sich die Kinder bei der Rektorin beschwert haben, krank geschrieben. Das tut mir für die Lehrerin natürlich leid, man ist ja nicht aus Spaß krank, aber wir haben einen viel ausgeglicheneren und fröhlicheren Michel zu Hause, das fällt sehr stark auf.
Es sind nur noch knappe fünf Wochen Schule, dann sind Sommerferien. Verrückt, wie schnell das geht. Nach den Ferien wird Pippi auch nicht mehr zum Hort gehen und wir haben dann gar kein Kind mehr in irgendeiner Form von Betreuung, das ist auch einigermaßen verrückt. Die waren neulich noch speckige Babies!
Ich hatte ja nicht so sehr viel Zeit zum Üben in den letzten Wochen, aber mit sehr viel Geduld habe ich die zwei Zeilen mit den Doppelgriffen (ab Takt 19) jetzt bald soweit, dass es sich nicht mehr anhört, als würde man zwei Katzen gleichzeitig quälen. Man muss auch ein bisschen die Augen zudrücken, was das Tempo und insbesondere die Länge der 32stel angeht. Ich hatte mir das nicht so schwer vorgestellt, um ganz ehrlich zu sein. Aber Lagenwechsel und dabei auch noch von 1-3 auf 2-4 und so Faxen… es ist ein Wunder, dass ich noch nicht den Hals meiner Geige zerquetscht habe. Apropos 2-4: Ich wünsche mir einen einen Zentimeter längeren kleinen Finger links, wie lässt sich das realisieren?

So viel Arbeit für 8 Takte. Das mache ich auch nicht noch mal. Im Grunde habe ich jetzt drei Wochen nicht viel anderes geübt.