Als erstes: wir haben leider kein Foto von uns als Ü30-Elfen gemacht. Das ärgert mich, aber ist jetzt nicht zu ändern. Von der Vorstellung darf man auch keine Bilder machen und Backstage auch nicht. Tja. Wir waren absolut bezaubernde Elfen. Selbstverständlich!
Wir haben auch schön getanzt. Pippi hat auch sehr schön getanzt. Sie ist auch ein sehr bezauberndes Ballettmädchen und ein ebenso bezauberndes Showtanz-Mädchen und ich bin eine sehr stolze Mama.
Ich bin aber auch ein klitzekleines bisschen eine traurige Mama, weil wir, wegen meinem Job, Pippi nicht deutlich mehr Tanzen als jetzt ermöglichen können. Es geht jetzt schon kaum. Die anderen Mamas machen das alle anscheinend problemlos. Wir… nicht. Die meisten anderen Mamas arbeiten durchaus auch Vollzeit, wir sind ja hier in Norwegen, aber irgendwie geht das bei denen trotzdem. Vielleicht arbeiten die nur ihre 37,5 Stunden die Woche, haben keine explodierenden Überstundenkonten und fangen um 7 Uhr morgens an oder so. Oder die haben komplett Homeoffice. Oder Oma und Opa wohnen nebenan und fahren eben auch zwei mal die Woche. Oder sie wohnen direkt neben der Ballettschule. Wie auch immer – Pippi würde gerne und ich denke nur uff. Wir schaffen das nicht. Und bitte jetzt nicht Herrn Rabe fertig machen, der macht, was diese ganze Fahrerei angeht, schon mehr als 50%. Aber er ist eben auch an seiner Grenze. Und gefühlt würde sich alles lösen, wenn ich einfach nen normalen Job hätte. Einen, wo man nicht wochenweise alles auf dem Partner abladen muss.
Naja, seufz.
liebe Frau Rabe,
ich war auch ein Kind viel arbeitender Eltern und musste zum Teil auf Hobbies verzichten. In der damaligen Situation hat mich das schon gestört, heute kann ich es gut nachvollziehen und sehe auch, wie gut meiner Mutter ihr anspruchsvolles Arbeitsleben getan hat. Sie könnte sich selber bleiben, war gut gefordert, hatte ein für sie schönes und erfüllendes Leben. Insofern ist sie mir heute ein wertvolles Vorbild. (Ich schreibe bewusst von meiner Mutter, da damals klar die Erwartungen war, dass Mütter ihre Karriere zugunsten der Kinderbetreuung einschränken.)
Keine Ahnung, ob ihnen das was nützt, aber ich hatte die Hoffnung, es tut es :)
Vielen Dank fürs Teilhaben lassen, an ihrem Leben.
freundliche Grüsse,
Isa
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