Herr Rabe arbeitet, ich prüddele zu Hause rum. Die Terrasse ist jetzt fertig und die Möbel stehen wieder drauf. Die Treppe habe ich heute früh ein zweites Mal geölt und jetzt sieht es schon wesentlich besser aus und das Holz hat das Öl auch etwas weniger schnell aufgesaugt. Beim Baumarkt habe ich mir Farbkarten in 50 Shades of Grey fürs Arbeitszimmer mitgenommen. Entweder habe ich den Verstand verloren, oder ich bin jetzt in dem Alter, wo ich Räume in fröhlichem hellgrau streichen möchte, oder das Aquarienblau hat mich traumatisiert oder alles drei.
Hier ist übrigens das Telefonbänkchen. Ich mag es, und ich weiß, wie sehr ich für die wirklich nicht toll gewordenen gelben Details geschwitzt habe, das ist das Wichtigste.

Gestern habe ich mit Pippi eine neue Brille für sie ausgesucht und Kontaktlinsen zum ausprobieren bestellt. Sie wird nach dem Sommer so viel tanzen, dass Kontaktlinsen schon gut wären, und aus der Brille vom letzten Jahr ist sie tatsächlich rausgewachsen. Groß ist sie geworden. Aber beim Optiker musste ich sie an die Hand nehmen. Hach ja, (knapp) Elfjährige. Tatsächlich erinnere ich mich von Michel daran, dass das auch genau die Phase zwischen „klein“ und „groß“ war.
Danach haben wir schick geshoppt, Kissen und Solarleuchten und eine Wachstuchtischdecke für die Terrasse. Ich habe sogar so Tischtuchbeschwerer zum Dranklipsen (in Zitronen- und Erdbeerform) gekauft. Langsam bin ich meine Oma. (Wobei… die hatten beide am Kaffeetisch draußen richtige Tischdecken aus Stoff. An die von meiner Omi kann ich mich noch gut erinnern, nicht ans Muster, aber an die Textur. So richtig robustes, gewebtes Tuch, wahrscheinlich Leinen, ich mochte es immer sehr, da dran rumzufühlen. Und gleichzeitig barfuß auf den Terrassenplatten mit diesen kleinen, runden Steinchen. Hach!)
Im Übrigen werde ich morgen wieder den netten Mann von Anticimex anrufen, denn meine Wespennestattrappe hat leider nicht geholfen. Genau an der Stelle, wo ich im Frühjahr die riesige Wespe immer habe hinfliegen sehen, gehen jetzt sehr viele Wespen ein und aus. Was ein bisschen faszinierend ist, weil da gar kein Platz so richtig ist, also wenn dann ist das mehr so ein einetagiger Wespen-Bungalow, den die da errichtet haben. Will ich trotzdem nicht einen Meter vom Esstisch entfernt haben.
Ich habe vor zwei Jahren eines unserer Bäder Hellgrau gestrichen. Mein Mann war erst dagegen, findet es jetzt aber auch gut. Der Raum war vorher irgendwie krisselig (unterschiedliche Strukturen, nicht durch uns ausgesuchte Fliesen u. dgl.) und das Grau hat das alles beruhigt auf eine Weise, die das Weiß vorher nicht hinbekam.
Hatte beim Aussuchen auch ein „Ist halt alles Grau“-Problem. Wichtig war mir nur, dass es nicht zu dunkel und vor allem nicht gelblich sein sollte. Letztendlich habe ich mich des Namens wegen für Wolkengrau von Alpina entschieden (ist heller als es klingt, eher so die etwas dunklere Unterseite von Schäfchenwolken).
Kann Hellgrau jedenfalls sehr empfehlen, wenn man zwischendurch mal etwas Ruhe im Kopf möchte.
LikeLike