Tag 1443 – Cool, aber…

Die Arbeit ist cool, aber jetzt grad, ohne Kollegen, bei einer Klimaanlage, die das Haus irgendwie innerlich feucht macht (fragen Sie nicht, wie das sein kann, aber an meinen Wasserflaschen lief heute das Kondenswasser runter bis Pfützen auf dem Schreibtisch standen) und mit Arbeitsaufgaben, die mühselig sind und deren Ergebnis ich nach deren Urlaub bitte meinen Kollegen präsentieren soll… naja. Ich wär lieber Eis essen.

Der Sommer ist gar nicht cool, aber ich hocke halt in meinem feuchten Büro und wäre lieber Eis essen.

Der Garten ist cool, aber dauernd muss irgendwas gegossen oder beschnitten oder von Getier befreit werden, wenn ich lieber Eis essen würde.

Die Schnecken sind cool, aber what the heck lebt da schon wieder als Untermieter im Terrarium?

(Ich dachte erst an Lebensmittelmotten, aber das wären die dämlichsten Motten der Welt, jedenfalls sind 9 von 9 Mehlpackungen, 3 von 3 Müsli- und Haferflockenpackungen, alle Kerne, Nüsse, getrockneten Früchte, Reis, Nudeln, Bohnen, Kakao, Schokolade, Kokosflocken, vegane Pseudogulaschwürfel und auch der Biomüll komplett Motten- und Larvenfrei. Ich hab auch die komplette Seite vom folkehelseinstitutt zum Thema Motten durch, ohne wirklich weitergekommen zu sein. Die Erwachsenen Tiere sind zu groß, um einfach ins Terrarium zu kommen, aber wo kommen Sie denn her??? Irgs jedenfalls, morgen mal neue Erde und neue Farne kaufen und alles tauschen. Habe ich behauptet, Schnecken würden quasi nichts kosten? Ich nehme alles zurück.)

Ich esse jetzt ein Eis. Ohne aber.

Tag 1442 – Peak seriös.

Also meine Arbeit ist grad etwa so:

Computer

Computer

Computer

Wasser

Computer

Wasser

Computer

Klo

Computer

Mittagspause mit meinen beiden allerältesten Kollegen, Gespräche über Bärtierchen, Oper und Enkelkinder

Computer

Wasser

Gähn

Kaffee

Klo

Computer

Computer

Wasser

Computer

Computer

Klo

Nach Hause.

(Gibt spannenderes.)

Am Computer bastele ich an einem Report und nebenher an Übersichten, die mir hoffentlich in Zukunft das Reportschreiben erleichtern und außerdem was für die Gleichbehandlung tun. Jetzt grad hab ich die Zeit, ich hoffe sie ist klug investiert.

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Ansonsten: Haare.

Im Hintergrund das Werk.

Tag 1440 – Noch nicht bereit.

Morgen also wieder zur Arbeit. Ok, nur eine Woche und ok, es ist fast niemand da, also kann ich im Prinzip machen, was ich will, aber… trotzdem.

Heute wegen unbefriedigendem 1. Versuch (lila-Silber etwa 1:5, Ergebnis: stellenweise weiterhin gelblich) meine Haare noch mal getönt (lila-Silber 1:1) und… hui. Jetzt sind sie halt lila. Mal gucken, wie und wie schnell sich das so rauswäscht, so akut ist das lila-Silber-Verhältnis jedenfalls noch optimierbar. Wie gesagt, es ist niemand da, es wird also im Werk kaum wer bemerken, die zwei die da sind sind allerdings beide unter den allerältesten Semestern, ich hoffe die kriegen keinen Herzstillstand. Interessant jedenfalls bei der Experimentiererei: die nicht-blondierten Haare nehmen die Farbe natürlich kaum an, werden aber sehr schön kalt-dunkelsilbern durch die 1:1-Mischung. Wie gesagt. Mal schauen, wie es sich rauswäscht.

Ebenfalls heute: zum ersten Mal von Herrn Rabe die Haare schneiden lassen. Nur im Nacken/um die Ohren/am Hinterkopf, aber das macht er schon sehr gut, bestimmt könnte er obendrauf auch, aber das hat jetzt eine gute Länge für eine Megan Rapinoe inspirierte Frisur hinzubekommen. Ich feiere diese Frau sehr und wenn sie die noch nicht kennen, Googlen sie die ruhig mal. Morgen mache ich mal im Tageslicht Fotos von Farbe und Schnitt.

Apropos morgen: Morgen ist Pippis Geburtstag. Sie wird das hier von uns bekommen:

Finde ich das schön? Nein. Habe ich ihr das gekauft? Ja. Warum? Sie wird ausrasten vor Freude. Das ist alles was zählt: diesem kleinen, eigensinnigen, wunderbaren Mädchen den Wunsch nach einem riesigen Glitzer-Einhorn erfüllen.

Jetzt ganz schnell schlafen. Morgen klingelt der Wecker wieder viel zu früh.

Tag 1439 – Batterien laden.

Heute war Wizards Unite Community day und weil ich klug bin, habe ich da ohne Community dran teilgenommen. Das war schön. 20.000 Punkte in 1 Stunde. Und allein sein. Ein bisschen gehen, ein Kaffee allein, für Pippi noch ein extra Geburtstagsgeschenk gekauft. Allein. Ganz allein. Ich sag Ihnen, nach drei Wochen quasi konstant unter Leuten ist das wie ein Wellnessurlaub für meine absolut ausgelutschten Introvert-Batterien. Weil das so super war, hab ich direkt noch drei Stunden Unkraut jäten drangehängt. Ein Traum. Als Bonus sieht das Beet wieder ordentlich aus (ich muss mal wieder Fotos machen, auch die Sonnenblumen blühen schon, und die Kapuzinerkresse), ich habe drei kleine Spinnen erschreckt, aber leben lassen und mich sehr über den Lavendel gefreut, der da noch von der Vorbesitzerin steht und der von allerlei summendem Getier sehr viel frequentiert wird. Er blüht nämlich jetzt. Weiß. Er riecht aber wie Lavendel, also isses wohl Lavendel. Hach, Hach. So wunderbar, ein Tag unter Blumen und mit einem sinnlosen Handyspiel.

Tag 1437 – Ferientag 14.

Koller. Gut dass wir heute aus Trondheim wieder abgereist sind. Obwohl da die zwei Tage Sommer diesen Jahres anstehen.

Jetzt müssen wir nur noch entscheiden, ob wir übers Herz bringen, den Mitreisenden zu sagen, dass ein Freizeitpark im Regen ohne Regenkleidung noch scheißererer ist als in brennender Sonne. Und wenn ja, wer das machen muss. Und was wir machen, wenn die Kinder trotzdem unbedingt wollen werden.

Hrmpf.

Hier ein lustiges Bildchen von Unterwegs.

Tag 1436 – Ferientag 13.

Nix zu erzählen. Ich besitze jetzt ein paar gelbe Sandalen. Also – ich besitze Sandalen und werde deshalb wohl ein, zwei unbequeme Paare weggeben. Ich versuche, keine Schuhe mehr zu sammeln, ob das klappt, ist fraglich, aber ich bin bemüht.

Ansonsten besitzt Michel keine weiteren Pokémon-Karten, was, verbunden damit dass sein Freund, den wir hier in Trondheim besuchen, heute eine dicke Box mit (dann in Anbetracht der Größe der Box gar nicht mal so vielen) Karten bekam, heute zu einem Wut-Traurigkeits-Heul-Anfall allererster Güte führte. Frage mich zwar auch, ob der Kauf für das Kumpel-Kind dann echt unbedingt heute sein musste, aber tja, offenbar schon.

Ich habe heute fast einen Fawkes befreit, da gingen 2 Strong Extimulo Potions und 1 Dawdle Draught bei drauf und dann ist das Scheißvieh doch verschwunden und da hab ich auch geflucht, sogar laut. Aber geweint hab ich nicht. (Vielleicht wenn mein Kumpel den grad neben mir gekriegt hätte, dann schon.)

Ab morgen wieder ein bisschen Sommer. Wir fahren gen Süden um da am Freitag in einen Freizeitpark zu gehen. Ich hoffe auf wenigstens einen Tag ohne Bildschirmzeit-Gebettel. (Minecraft wird bei uns erst mal nicht einziehen. Oder jedenfalls nicht so, wie Michels Freund das spielt. De-fi-ni-tiv nicht. Und wie froh ich immer wieder bin, dass wir kaum Gedudel-Spielzeug besitzen, ne? Sehr froh. No Gedudel-Spielzeug in da Rabenhouse.)

Tag 1435 – Ferientag 12.

Mit Norwegern auf einen (kleinen, wirklich) Berg steigen ist ja immer wieder lustig.

Eckdaten: Tour hoch dauert ca. 30 Minuten, 45 wenn man kurze Kinderbeine berücksichtigt. Runter dann nur noch 20 und eine extra Dosis Adrenalin, weil sich fünf Kinder wild jauchzend den Berg hinunterstürzen und der Kopf immer viel schneller als die Beine zu sein scheint. Der Untergrund ist felsig-steinig-uneben. Nass an manchen Stellen. Mit nem Kinderwagen kommt man nicht hoch, aber geübter Wanderer muss man wirklich auch nicht sein. Das Wetter ist trocken aber bewölkt, etwa 14 Grad, wenig Wind.

Was ich für diese Tour anziehe: Jeans, Softshelljacke über ganz normalem Shirt, was ich den ganzen Tag anhabe, und Turnschuhe.

Was ich den Kindern für diese Tour anziehe: Jogginghosen, Fleecejacken über wasauchimmerShirtKleidPulli und Gummistiefel Turnschuhe, weil die Gummistiefel zu Hause geblieben sind.

Was ich einpacke: eine Rolle Kekse als „oben gibt’s Kekse!“-Bestechungsmittel und eine Flasche Wasser.

Was meine Norwegische Freundin M. anzieht: Funktionsunterwäsche, Tourhose (das gibt’s in Deutschland gar nicht als Begriff, glaube ich. So ne Funktions-Wanderhose), Funktionsjacke, Trekkingschuhe.

Was meine norwegische Freundin J. ihren Kindern anzieht: Wollmützen und -handschuhe, Funktionskleidung, Gummistiefel

Was meine norwegischen Freundinnen M. und J. einpacken: Kaffee in Thermoskannen, Apfelschnitze, belegte Brötchen, geschälte Möhren, Wasser und eine Rolle Bestechungskekse.

Ich werte nicht, ich beobachte nur. *hüstel*

Am Ende hatten jedenfalls alle nasse Füße, wir haben eine Runde Socken, Hosen und Jacken (je Baumwoll- und Funktions-) gewaschen, weil alle mal im Matsch gelandet sind, es wurden Kekse gegessen und Brötchen wieder mit nach Hause geschleppt und es war wirklich ein toller Ausflug.

Beweisbild „oben“!

Tag 1432 – Unzufrieden wegen Aufschieberei.

Hier heute super Sommertag und irgendwie hab ich nichts gebacken bekommen sondern nur ziellos rumgerödelt und Zeit verplempert. Nicht mal den 12von12 von gestern hab ich gemacht. Und morgen fahren wir früh nach Trondheim (immerhin hab ich da Zeit für eben 12von12), gefühlt ist aber nix fertig, ich kriege die Krise. Michel ist aufgeregt und turnt hier noch rum, das macht es nicht besser.