Aus Gründen hatte ich heute über weite Strecken einen ordentlichen Scheißtag. Ich möchte bitte verpflichtende Kommunikationskurse für alle, Lektion 1: andere Menschen haben Gefühle, drauf rumtrampeln ist nicht ok.
Die Wechselwarmen machen weiter ihr Ding, Monty ist mal hier mal da, Greg sitzt unter der Kokosnuss und – ich schätze mal – verdaut. Greg hatte zwei Tage bevor wir die beiden geholt haben eine fette Maus und man sah Sonntag die Beule noch. Börps.
Weil Fragen kamen: man darf nicht mehr mit Lebendfutter füttern. Das ist im Tierschutzgesetzt (hüben wie drüben, kann auch eine EU-Regelung sein?) verboten. Das ist auch für die Schlangen so wesentlich sicherer, denn ein totes Futtertier wehrt sich nicht. Da diese hier aus Aufzucht kommen, kennen die auch nichts anderes, vor denen ist noch nie ne Maus weggelaufen. Aus Aufzucht vor allem deshalb, weil wir so die entsprechenden Papiere bekommen haben, dass die nicht illegal importiert sind. Man kauft dann, entsprechend der Größe, tiefgefrorene Futtertiere, die man zur Fütterung auftaut und ein bisschen warm macht, halt so Mäusewarm. Die Schlange „erlegt“ das dann, wenn man es ihr vor die Nase hält, „würgt“ es auch und frisst es dann hoffentlich ohne Tamtam auf. Königspythons können wohl schwierig mit Futter sein. Dafür macht das aber auch nicht viel, wenn die mal eine oder auch vier Mahlzeiten überspringen.
Zum Namen: Monty und R sind Wortspiele die mit „Python“ zusammenhängen. (R ist eine mathematische Programmiersprache, Python ist eine andere mathematische Programmiersprache.) Pudding, weil Vanillepudding und es generell gut ist, wenn man Tiere wie Essen nennt. Es hat auch einen Heimat-Klang, für uns aus Puddingtown.
Bei der Arbeit haben wir heute einen Ausflug gemacht, der Lieblingskollege, die Lieblingskollegin und ich. Wir waren bei einer Fabrik, die ihre Produktionslokale erweitern wollen, und die unsere Meinung dazu hören wollten, bevor sie was dummes tun und dann nicht mehr zurück können. Wir mögen das und kommen dann auch, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Und dann gucken wir uns bunte PowerPoint-Präsentationen an, und heute, und das war mal was Neues: auf den Boden geklebte Linien und diverse Pappkartons, die Maschinen und dergleichen repräsentieren sollten. So konnten wir von den Räumlichkeiten einen etwas räumlicheren Eindruck bekommen. Es war an alles gedacht, sogar an Stühle.
Achtung, unter dem „Stuhl“bild gibt es ein Bild von einem langen, wechselwarmen Tier ohne Beine.
Heute morgen hatten wir einen Vorfall von „neues Haustier mit kleinem Gehirn erkundet sein neues Zuhause“. Genau genommen haben wir das seither durchgehend, dazu später.
Schön auf die nicht mehr benötigte, aber fest verbaute Wandhalterung geklettert.
Es ist Blödsinn, das Tieren so zuzuschreiben, das weiß ich aber hen sah ein bisschen schuldbewusst aus, als ich hen heute Morgen so vorfand. Ich war auch erst nicht sicher, ob hen da ohne Hilfe wieder runter kommt, aber irgendwann war hen wieder auf dem Boden, ob der Vorgang elegant und/oder kontrolliert war, kann ich nicht beurteilen, da war ich nicht bei.
Danach wollte Monty direkt zu Greg rüber, da ist ein kleiner Raum um die Leuchtstoffröhre rum in der Trennwand ausgespart, eben wegen der Leuchtstoffröhre. Der Plan schien aber recht fix wieder verworfen worden zu sein, und ich fuhr halbwegs beruhigt und kopfschüttelnd zur Arbeit.
Tja. Nachmittags schickte mir Herr Rabe ein Video, wie Monty sich, auf Greg’s Seite, in (!) das Lüftungsloch gequetscht hat. Ganz oben in der Ecke des Terrariums, auf beiden Seiten, ist eine ovale Aussparung in der Wand und von außen ist da ein Lüftungsgitter. Der Terrariumsvorbesitzer hat dazu auch noch Treibholzstücke in diese Ecke geklebt, sodass man da auch garantiert keine Hand reinbekommt, und eine da chillende Schlange einfach chillen lassen muss. Da oben scheint es sehr gemütlich zu sein, Monty kam zwar immer mal wieder runter, aber klettert auch immer wieder da hoch. Greg hat das ein Mal versucht und hing dann etwas ratlos vom Baumstamm herunter, kam scheinbar nicht wieder runter und verzog sich, nachdem hen ein Holzstück als Leiter dargeboten worden war, lieber wieder in die Kokosnusshöhle.
Wir haben also eine Trennwand, die zumindest eine Schlange an nichts hindert (Monty wurde dabei beobachtet: hen geht oben drüber. Da sind so 15 mm Platz gelassen, bewusst, wegen der Luftzirkulation) und mindestens eine kletterwütige Schlange, die auf das Lüftungsloch steht. Das werden wir wohl noch verbessern müssen, Monty kann auch gerne einen Kletterbaum haben, solange hen auf hens Seite bleibt. Ich mache mir nicht viel Sorgen um Rivalität und auch nicht um Fortpflanzung, sie sind ja noch recht klein und da sollte beides noch kein Thema sein (vor allem, wenn es tatsächlich beides Weibchen sind) aber aus Prinzip hätte ich schon gern gewusst, dass es möglich ist, eine Schlange davon abzuhalten, irgendwo hinzugehen, wo sie nicht hin soll. Wenn sie Futter kriegen, müssen sie eh getrennt werden, das ist zwar noch nicht akut aber das Problem kommt ja sehr bald auf uns zu.
Das nächste Haustier wird ein Delphin, Rabe, Tintenfisch oder Schwein, irgendwas, das nicht so doof ist jedenfalls.
Das war ein schöner Geburtstag. Es gab Kuchen (den ich mir selber gebacken habe, nach diesem Rezept: https://rabensalat.blog/2016/03/11/tag-213-vergessenes-nachgereicht/, wie jedes Jahr, aber jetzt neu auch mit Holundergelee aus Holunderbeeren vom eigenen Strauch), Geschenke (unter anderem das Zweitparfüm, das ich mir wegen kein Alltagsduft, eigentlich echt teuer und niemand braucht zwei Parfüms im Sommer nicht gekauft habe), Geige, Sport, sehr leckeres Essen bei dem neuen und wirklich gut besuchten indischen Restaurant, das hier im Kaff aufgemacht hat und liebe Kinder. Ich hatte mir von Pippi liebe Kinder gewünscht, das meinte sie aber, kann man nicht verschenken. Also habe ich mir liebe Kinder mit Schleife drum gewünscht, aber das zweifelte sie an, dass es das gibt. Tja. Schleife drum hatten sie jedenfalls beide heute nicht.
Michel und ich haben außerdem einen Ausflug unternommen und jetzt wohnen hier Greg und Monty R Pudding. Für diejenigen, die keine Ohnbeiner sehen wollen: das Kuchenfoto kommt zuerst, aber auch nur eins. Danach zwei kleine Königspythons.
Hurra for meg! Greg Diabolo – MichelsMonty R Pudding – meins
Nachdem ich letzte Woche ja noch angezweifelt hatte, dass die wirklich auf die Lampen klettern können, haben wir so Gitter besorgt. Das sieht nicht ganz so schön aus, erfüllt aber seinen Zweck. Und das allererste, was Greg macht, war, sich zwischen das Gitter und die Seitenwand zu klemmen und ausgiebig die Decke des Terrariums zu erkunden. Wir haben die Lampe und das Gitter daraufhin noch mal versetzt, damit hen das nicht macht. Hen? Tja, also vor drei Wochen meinte der Züchter noch, es seien beides Männchen. Heute meinte er, es sind doch beides Weibchen. Wahrscheinlich jedenfalls. Vielleicht auch nicht. Sieht von außen halt erst mal alles gleich aus. Aber ist ja eigentlich auch egal, wir wollen ja nicht züchten und zusammen wohnen sollen sie auch nicht.
Eins der ersten Dinge, die Monty machte, war, sich – statt in eins der liebevoll besorgten/gebastelten und aufgebauten Verstecke in den verschiedenen Temperaturzonen des Terrariums – unter hens Wasserschale zu legen. Haustiere sind auch irgendwie alle gleich.
Um ehrlich zu sein, freue ich mich wie ein kleines Kind, ich hab darauf quasi über 25 Jahre gewartet. Hihi. Ein gutes Geschenk von mir an mich.
Ich hoffe, Sie hatten alle einen gelungenen Frauenkampftag!
Hier so: wenig kämpferisches Homeoffice, und auch ansonsten ist nicht wirklich was spannendes passiert. Halt so ein Tag.
Das Interessanteste ist vielleicht noch, dass ich beim Bauern Eier geholt habe und sehr deutlich ist, dass manche von den Hühnern langsam recht alt sind. Da sind Eier dabei, die einer kompletten Malzeit entsprechen, rein von der Größe her. Aber wenn ich mich richtig erinnere, sind die neuen Legehennen meist kurz nach Ostern soweit – und dann gibt es erstmal wieder sehr kleine Eier. Und beim Bauern Hühnersuppe auf dem Teller.
Ich bin wieder zu Hause. Es war eigentlich ganz schön, und von mir während wir dort waren total unterschätzt, mal drei Tage lang keinen Schnee zu sehen. Hier liegt er immer noch, in immer dreckiger werdenden Haufen an der Straße und weiterhin weiß in den Gärten und auf den Feldern. Ich kann ihn nicht mehr sehen, um ehrlich zu sein, in keiner Form. Es soll jetzt bitte Frühling sein.
Auf dem Weg, am Flughafen in Oslo, habe ich mir spontan die Haare schneiden lassen. Endlich! Das letzte Mal war vor Weihnachten, aber aus Gründen habe ich das dann immer weiter rausgeschoben, und sah jetzt am Ende wirklich aus wie ein Schaf. Es war so schlimm und meine Prokrastination diesbezüglich so mich selbst nervend, dass ich letztes Wochenende ernsthaft in Erwägung gezogen habe, meine Haare einfach wieder auf 9-12 mm runter zu rasieren. Der Drop-In-Friseur am Flughafen war sehr nett, für meinen Geschmack ein bisschen sehr gesprächig, aber hat mir in den 15 Minuten einen top Haarschnitt verpasst. Zu Hause musste ich aber dann erst mal die ganzen Härchen wegduschen. Zu dem Friseur würde ich wieder gehen, es ist ja nicht so als hätte ich nicht auch eine smalltalkende Friseurkundin in meinem Persönlichkeits-Repertoire. Nach drei Tagen Inspektion muss ich die am wenigsten aufgesetzte Persönlichkeit eh erst wieder ausgraben. Und bei jemandem, der Haare schneidet ist ja das Resultat das Wichtigste.
Nachdem ich die Kinder ins Bett bugsiert hatte (beide, weil Herr Rabe Bandprobe hat), habe ich Geige gespielt, das war sehr schön. Jetzt freue ich mich auf schlafen im eigenen Bett und ohne laute Ventilation (die ich nicht abstellen konnte, genau wie die Kollegin, die sich auch bei mir darüber beklagte. Wenigstens bin ich nicht alleine etwas seltsam).
Bin sehr im Inspektionstunnel. Gestern ging es eigentlich, aber heute war übel. Rieche außerdem nach Fischfutter. Auch das ist übel. Müde müde, gute Nacht!
Herr Rabe hat das mit dem Gebastel nicht hinbekommen und irgendwann hingeschmissen und ich habe dann den Züchter informiert, dass wir auch heute nicht kommen. Das klingt jetzt, als wäre das easy peasy gewesen, war es nicht. Es werden jetzt also noch mal Dinge geliefert, umgebaut und dann irgendwann…
Dieses Projekt hat mich bereits sehr viel mehr Nerven gekostet als mir lieb ist. Und, sein wir ehrlich, auch mehr als ich mir leisten kann.
Wenigstens eine gute Geigenstunde gehabt. Ich hab da die letzten zwei Wochen viel rein gesteckt und es hat sich gelohnt. Wenigstens an einer Stelle lohnt es sich also. Manchmal. In Teilen. Ich wünschte echt, ich könnte in der Stunde zeigen, was ich kann, und wäre nicht nach wie vor ein nervöses Wrack.
Apropos Geige: ich ackere mich stoisch durch die Flesch Tonleitern, nicht alle Übungen, aber wenigstens die Tonleitern und die Arpeggios plus ein bisschen was. Ich mache das nicht ganz so wie Flesch das wollte, nämlich jeden Tag eine andere Tonart, sondern eher so 4-5 Tage und dann wechsele ich, wenn ich so halbwegs komfortabel mit der aktuellen Tonart bin. Es sind viele Tonarten und auf viele habe ich eigentlich keine Lust, weil sie unbequem sind, also habe ich mir ein System überlegt und steigere die Anzahl Vorzeichen immer um 1 und alterniere zwischen Kreuzen und bs und Moll und Dur. Jetzt bin ich bei b Moll (5 bs), als Nächstes wäre also Fis Dur (6 Kreuze) und dann… muss ich eigentlich wechseln, damit ich alle Tonarten mitbekomme, also… H Dur (5 Kreuze) und dann f Moll… ja, und wenn ich dann bei C Dur/a Moll wieder wechsele, passt es. Schön. Abwechslung mit System.
Wir haben Donnerstag ein gebrauchtes Terrarium gekauft. Ha! Nimm das, nicht warm werdende Plastikkiste! Das gute am gebrauchten Terrarium: es hatte schon alles mögliche drin, unter anderem eine fest eingegossene, mehrere Zentimeter dicke Schicht Sand auf dem Boden (ist sauschwer, aber dafür speichert es Wärme super gut, wie halt in der Wüste) und Isolation an den Wänden – von innen, und darauf noch mal Bauschaum. Es waren auch schon Leuchten verbaut, aber nur auf einer Seite und da wir ja zwei Schlangen bekommen, die aber nicht zusammen wohnen können, und die ja auch noch Babies sind und gar nicht so viel Platz haben wollen, hat Herr Rabe heute eine Trennwand in der Mitte eingebaut und dann muss natürlich auch auf beiden Seiten eine Wärmelampe sein. Ich habe also eine weitere Wärmelampe gekauft und erst hinterher drüber nachgedacht, dass die Birne allein wenig bringt und dann also noch eine Fassung mit Schirm gekauft. Keramikfassungen sind sehr teuer, weiß ich jetzt. Dann war ich voll froh, weil wir endlich ein Terrarium haben, wo zwei Schlangen jeweils einen Temperaturgradienten von 32 auf ca. 27 Grad haben, mit Lufttemperatur >26 Grad, so wie es sein soll, habs dem Züchter geschickt und… Möp. Herr Rabe wird wohl morgen noch extra Schutzkörbe für die Lampen aus dem Rest vom Meerschweindraht basteln (der hat 1×1 cm Öffnungen, da passen die Schlangen, trotz Babystatus, nicht durch), damit sich die Schlangen nicht *auf den Lampenschirm legen und verbrennen*. Schlangen sind sehr doof und machen sowas. Und ja, ich habe nachgefragt: die kommen da hoch. Falls Sie Angst vor Schlangen haben, können Sie jetzt also gleichzeitig beruhigt und beunruhigt sein, dass die zwar erstaunlich gut fliegen klettern können, aber strunzdoof sind und sich an einer heißen Lampe verbrennen, weil sie sich da gemütlich dran kuscheln.
Nicht so wie Menschen. Die sind auch nicht schlau und verbrennen sich zum Beispiel übel die Finger, weil ihnen Kleber direkt aus der Heißklebepistole auf die Finger tropft und sie dann auch noch alles verschmieren, damit die anderen Finger auch was davon haben. Aber die merken das wenigstens sofort.
Was sie aber erst später merken, ist, dass sie das Thermostatkabel versehentlich vorm Ankleben durch die Lampenhalterung getüddelt haben und deshalb eine Versetzung der Lampe an einen mit einem Schutzkorb kompatibleren Ort nicht so ohne Weiteres möglich ist. Dann muss das gründlich unter Einsatz der Haut auf mehreren Fingern angeklebte Kabel doch wieder losgefriemelt werden.
Zwischenstand vom Zeitpunkt als ich noch total stolz war:
Aus Gründen wird diese Lampe heißer als die andere. Deshalb hat sie den Korb bekommen, bis für die andere Lampe der Korb ankommt, im Laden heute gab es den Korb nämlich nicht. Jetzt brauchen wir aber ja den Korb auch nicht, sondern stattdessen den Megakorb. Gnarf.
P.S. man sollte ja meinen, ein Produkt für Reptilien sei geeignet für Reptilien. Aber nein.
Tjaja bei der Arbeit scheinen sich nicht so ganz alle so reinzuhängen, wie ich, jedenfalls reiße ich mir den H… auf um ein Dokument zum signieren lassen zu verschicken, weil es ja soooooo eilt, und die, dies signieren müssen, lassen es einfach mal ne Weile liegen. In Zukunft reiße ich mir dann halt den H… nicht mehr so weit auf, ne?
Mein Impf-Arm juckt immer noch, aber das Ei wird langsam kleiner.
Gestern habe ich mir ein gebrauchtes Terrarium angeschaut. Das werde ich wohl kaufen und dann da eine Trennwand einbauen, damit zwei Baby-Pythons je ihre deutlich verkleinerte Seite bewohnen können, damit sie SOWOHL ein richtiges(TM) Terrarium ALS AUCH die Imitation eines verlassenen Nagerbaus/Termitenhügels haben. Und warm sollte das auch werden, da wohnte früher eine Bartagame drin. Einen Teil des Zubehörs brauchen wir deshalb eigentlich nicht so dringend, UV-Leuchte ist zum Beispiel eigentlich unnötig für nachtaktive Schlangen, aber schadet auch nicht, solange die Schlangen dem Licht aus dem Weg gehen können, weil eben keine große kahle Fläche im Terrarium ist. Man muss ja, habe ich gehört, auch nicht jedes Licht anmachen, bloß weil es vorhanden ist. Zum Schlafen legen die wohl, laut Züchter, eh einfach den Körper über die Augen, wenn es ihnen zu hell ist. Ein Temperaturgradient müsste mit etwas sparsamerem Einsatz von Heiztechnik auch in zwei halben Terrarien darzustellen sein. Kleine Schlangen brauchen ja auch noch keine enorm großen „Hot Spots“.
Immer wenn ich Bartagame schreibe oder höre, denke ich an meine Cousine (oder war’s mein Cousin?), die das vor vielen Jahren „Batergame“ schrieb, was mein Kopf damals wie heute wie „Bättergäim“ ausspricht. Das sind folgerichtig alles kleine Bättergäims, diese Mini-Dinos. In meinem Kopf jedenfalls.
Ich muss keine Klage schicken, ich habe heute nen neuen Termin geschickt bekommen und er ist zufällig an einem Tag, an dem ich tatsächlich sogar kann.
Bei der Arbeit habe ich allerdings eine Klage fertig gestellt. Also, eine gegen uns. Wir haben was beschlossen und die, die es betrifft, klagen gegen den Entschluss. Das ist das erste mal, dass mir (und meiner doppelt so lang dabei-en Kollegin auch) das passiert und ich hoffe, dass es so schnell nicht wieder passiert, weil: HALLELUJAH ist das ein Aufriss. Es ist nicht zu fassen. Wir haben Juristinnen im Werk Direktorat, die dabei eigentlich die Zügel in der Hand halten sollen, aber die kommen ja noch nicht mal mit unserem alten Sachbearbeitungssystem klar, wo die ganzen relevanten Dokumente über ca. 5 Akten (der Vorlauf zum Beschluss zieht sich seit 2019 schon) verstreut herumliegen. Man schickt denen ein Aktenzeichen und kriegt ne vorsichtige Anfrage zurück, ob man ihnen die Dokumente bitte direkt schicken könnte. Ist ja auch kein Wunder, die sind ja keine Sachbearbeiterinnen (so wie wir). Darüber hinaus ist der Kläger in seiner Argumentation sehr… chaotisch, kommt von Höcksken auf Stöcksken und so können wir das nicht der Klageinstanz übergeben. Wir haben also im Endeffekt zu zweit Dokumente zusammen gesammelt und zu dritt unsere Antwort auf die Argumente des Klägers formuliert und dann das Dokument x mal umstrukturiert bis sich ein einigermaßen verständliches Bild ergab. Jetzt hat es 14 Seiten, 22 Anlagen und kann morgen hoffentlich (elektronisch) unterschrieben und an die Klageinstanz geschickt werden. Ohne dass bei der Klageinstanz jemand denkt, „die DiMPsene“ (wie sie uns wohl heimlich nennen) saufen Lack. Und dann möchte ich bitte, dass erst mal ne Weile keiner gegen unsere Beschlüsse klagt.