Heute Mittag stellte ich fest, dass morgen früh vor sechs Uhr gar kein Zug zum Flughafen fährt. Das ist blöd, weil morgen früh um sechs Uhr (ja, das ist brutal) mein Flug zum Klassentreffen in Bielefeld geht. Und nach meinen letzten Erfahrungen mit der Taxigesellschaft, die Eidsvoll bedient (wo das Taxi einfach nicht und dann erst 45 Minuten später kam), will ich das auch nicht riskieren. Also bin ich jetzt gerade schon unterwegs zum Flughafenhotel, wo ich mir ein paar sehr wenige Stunden Schlaf teuer erkauft habe.
Dieses Klassentreffen wird auf alle möglichen Arten vermutlich ein interessantes Erlebnis. Kam mir vor drei Monaten noch wie eine gute Idee vor, jetzt bin ich nicht so sicher.
Für nächste Woche hängen die Klamotten bereit und es wird schon irgendwie schief gehen, ne? Klassentreffen auch. Bestimmt.
Wegen nächster Woche rennen alle so dermaßen schreiend im Kreis, dass ich inmitten dieses Hühnerhaufens total tiefenentspannt wirke. Jetzt hat eine Kollegin sich auch noch im Urlaub COVID geholt, was natürlich echt ungünstig ist, aber das ist zufällig eine von zweien, die nächste Woche nicht direkt involviert sind in den Wahnsinn (sonst hätte sie diese Woche auch keinen Urlaub bekommen). Ich sehe das pragmatisch und denke, besser diese als nächste Woche und gehe mich morgen impfen lassen, zur Sicherheit und zur Gewissensberuhigung, ich fahre das Wochenende über ja weg.
Was bin ich froh, wenn die nächste Woche rum ist. Ehrlich.
Heute ging eigentlich der Hobbykurs zu Ende, aber ich buche die weiterführenden Kurse bis Ende des Jahres noch. Heute war unglaublich lustig, obwohl/weil es noch mal ein paar Kilometer weiter außerhalb meiner Komfortzone lag. Aber, letztlich, genau was ich mir davon erhofft hatte, nämlich mal was neues machen, das mich so richtig herausfordert in meinem ganzen „das geht nicht, das kann ich nicht, da bin ich nicht der Typ für, da bin ich zu alt für, da bin ich zu verklemmt für, zu verkopft für“ etc pp. Alles Bullshit, alles Ausreden. Und was ich nicht alles kann! Das habe ich in den letzten sechs Wochen festgestellt. Vielleicht erzähle ich irgendwann was ich da mache, vielleicht im Dezember.
Gestern habe ich hauptsächlich gearbeitet und mich durch den Elternabend der 4. Klassen meditiert. Da gab es eigentlich nichts erzählenswertes, Elternabend halt, in Klassen ohne größere Probleme mit irgendwas. Abends habe ich dann aber doch lieber noch 30 Minuten Cardio gemacht, um den Kopf leer zu pumpen.
Heute war ich mal wieder für das neue Hobby shoppen. Man kann die Dinge, die ich da gekauft habe, auch noch anderweitig verwenden, und ich habe auch da Qualität gekauft. Aber was es ist kann ich leider nicht sagen, sonst wissen Sie ja alle sofort, was ich da betreibe. Es war jedenfalls ein gutes Einkaufserlebnis, mit guter Beratung und überraschenden Ergebnissen. Das muss reichen. Und selbst wenn der Kurs/das Hobby mir nicht so viel Freude und lehrreiche Erlebnisse bringen würde, wäre ich jetzt schon um zwei äußerst angenehme Einkaufserlebnisse reicher. Das ist ja auch ein netter Effekt.
Abends haben Michel und ich die Wechselwarmen gefüttert und beide hatten wohl Kohldampf bis unter die nicht vorhandenen Achseln, jedenfalls hatten beide innerhalb von Millisekunden ihre Beute geschnappt. So lobe ich mir das, feini, Schlangis.
Pippi, Herr Rabe und ich waren heute im Schwimmbad, das war schön. Aber auch sehr voll, irgendwie war der ganze Ort da.
Von da ging es für mich direkt zu einem Konzert in der örtlichen Kirche, wo einer der vielleicht 30 Zuschauer überraschender Weise mein Geigenlehrer war. Der kennt wohl den Pianisten. Es wurden die Goldberg-Variationen von Bach gespielt und das war sehr schön. Was nicht so schön war, war, dass zwei Elternpaare gedacht hatten, das sei doch ideal, um dort Kinder im Alter von 3-4 Jahren mit hin zu nehmen. War es nicht. Ganz und gar nicht, die Kinder benahmen sich halt wie Kinder es bei barocker Klaviermusik gemeinhin so tun und stiegen nicht nur Bildlich gesprochen über die Kirchenbänke. Fand ich jetzt eher so nicht so schön. Meine Kinder wären exakt genau so gewesen und deshalb haben wir sowas auch einfach nicht gemacht, als sie so klein waren. Selbst bei Hochzeiten etc. muss man ja drauf vorbereitet sein, dass man irgendwann mit den Kindern raus gehen muss, bevor die aus lauter Langeweile anfangen, sich die Kerzen in die Nase zu stecken oder ähnliches.
Abends habe ich meine noch leicht Rest-bläulichen Haare blondiert und dann wieder lila getönt, das hat beides auch nur so mittel geklappt. Also das Blondieren hat schon geklappt, ich war nur nicht drauf vorbereitet, dass die Haare danach grün sind. Dann habe ich obendrein noch geschafft, einen grünen Fleck in den Haaren zu lassen, als ich sie getönt habe und jetzt sitze ich hier im Bad mit ner zweiten Runde Tönung in den Haaren, damit ich nicht morgen mit lila Haaren und einem grünen Fleck zur Arbeit gehen muss.
Die Wasserprobe aus dem Aquarium ist immer noch nicht gut, die höchstens 18 Jahre alte Verkäuferin im Bastelladen hatte noch nie was von Moosgummi gehört (und sie hatten dann auch keins), ich habe seit dem Mittag furchtbare Kopfschmerzen und Michel hat Bester-Freund-Kummer.
Gestern und heute waren nur zwei wirklich erzählenswerte Dinge. Gestern bin ich, im Anschluss an die Arbeit, zum Zirkeltraining gegangen. „Hausfrauengymnastik“ nennen die das, das ist aber ein grober Euphemismus. Ich war da vor ein paar Wochen mal zufällig reingestolpert, aber da hatte ich bereits einen Plan(TM) und der war, mein Video durchzuturnen und dann musste ich das machen. Pläne ändern ist, je nach Tagesform, halt echt schwer. Gestern ging ich zur Arbeit mit dem Plan, danach zum Zirkeltraining zu gehen, also machte ich das und zog es auch durch. Alle Stationen, auch die komischen (Skiergometer???). Ich bin inzwischen wieder ganz gut trainiert und muss mich da echt nicht verstecken, aber war hinterher trotzdem ziemlich platt. Der Muskelkater kommt mit Verzögerung, was wohl heißt, dass er direkt aus der Hölle anreist. Heute habe ich dann auch lieber nur ein ganz bisschen ganz seichtes Yoga gemacht, um meine Muskeln auszustrecken ohne sie schon wieder zu belasten.
Abends haben wir hier Dokumente zusammengesucht, ausgedruckt und ausgefüllt, weil Michel einen neuen Pass braucht, er wird ja jetzt bald 12. Heute sind wir dann, zu dritt, weil beide Elternteile plus Kind vorsprechen müssen, zur Botschaft gefahren. Sehr früh. Die Botschaft hat jetzt eine neue Lösung fürs Reinkommen. Vorne haben sie große Schließfächer für alles außer Dokumenten. Drinnen gibt es noch mal ganz kleine Schließfächer für Wertgegenstände, aber die haben wir nicht benutzt. Wir saßen da dann, ohne Handys, 15 Minuten rum, bis wir mal dran waren. Die Sachbearbeiterin war seeeeehhhhr gesprächig, verständlich, das muss ein furchtbar einsamer Job sein, hinter der Glasscheibe in der Botschaft, alleine. Wir lieferten einen absurden Stapel Papier ab, Fingerabdrücke wurden genommen, bezahlt und das war’s. Jetzt dauert es 10 Wochen, bis der Pass da ist. Das finde ich viel, es hat immerhin auch 2 Monate gedauert, bis wir den Termin hatten. Man muss also eigentlich ca. 5 Monate bevor man den neuen Pass braucht, nen Termin abmachen.Aber jetzt ist der Pass immerhin beantragt, schwamm drüber, nicht aufregen.
[Achtung unter dem nächsten Bild kommt ein Schlangenbild.]
Monty hat sich gehäutet und ist jetzt wieder ganz frisch und turnt auch schon wieder begeistert im Terrarium herum. Die Haut habe ich gestern gefunden, als sie noch ganz frisch und weich war, deshalb konnte ich sie auch problemlos ausbreiten (die werden oft runtergerollt, wie eine Strumpfhose).
Ich hab die ganzen letzten Tage viel zu wenig geschlafen und bin hundemüde.
Hobbykurs heute war gut, wieder weeeeeit außerhalb der Komfortzone und Expositionstherapie, ich werde auch blaue Flecken haben, aber Spaß hat es gemacht.
Es passiert irgendwie hauptsächlich Arbeit, was soll man da Bloggen. Heute echt nur Arbeit, gestern abends immerhin noch Ballett. Das war, obwohl ich wirklich keinerlei Lust hatte und den ganzen Tag schon Kopfschmerzen mit mir rumgeschleppt hatte, wieder super. Ich mag die Vertretungslehrerin, die ist sehr unnorwegisch und macht auch auf Fehler und Unsauberkeiten aufmerksam, die lässt kein Schummeln durchgehen. Und sein wir mal ehrlich – man sieht die eigenen Fehler dann eben doch nicht genauso gut und korrigiert auch nicht so konsequent.
Spät abends habe ich, gestern und auch heute, Geige gespielt. Selbes Thema, der Geigenlehrer hat mir Etüden (arschlangweilige) zum Üben von Artikulation gegeben. Weil mein Bogen gerne mal macht was er will. Vorwiegend will er wischiwaschi rumschrubben oder (seltener) unkontrolliert hopsen. Dass sich alles irgendwie gleich anhört und ich wenig Kontrolle über Akzente habe nervt und bremst mich schon länger. Also muss ich es üben, konsequent, und der Lehrer lässt mir da auch nichts durchgehen. Aber von mindestens der einen Etüde werde ich sicher träumen, das macht nur minimalen Spaß, immer wieder die selbe halbe Seite mit Sechzehnteln zu spielen, nur mit verschiedenen Rhythmen, Stricharten und Akzenten. Als Nebeneffekt einer anderen Etüde voller Akzente lerne ich auch noch Aufstrich-Stakkato, davor habe ich mich bisher auch erfolgreich gedrückt. Von nichts kommt halt nichts.
Muss ins Bett. Der Tag war ereignislos, gestern haben wir (das hatte ich nicht geschrieben) noch einen Shoppingtrip unternommen und das war furchtbar und steckt mir heute noch in den Knochen. Ich habe eigentlich wenig auf die Reihe bekommen heute, außer ein Kleid und zwei Hosen zu ändern (das Kleid hatte ich selbst vermurkst, die Hosen waren mir zu lang) und sämtliche Blumen und Terrarien im Haus zu gießen. Tja.
Morgen wieder ins Werk, oder besser Direktorat. Ich möchte nicht, ich möchte eigentlich lieber schlafen.