Tag 2070 – Alles brennt.

Jahui. What a dayyyyyyy.

1. Das IT-Projekt ist… nicht so cool, genau genommen ist es richtig kacke bisher und heute bin ich deshalb einigermaßen ausgeflippt. Nicht nur einigermaßen. Ich hab geheult deshalb. There, I said it. Nach dem Heulen musste ich 5 km spazieren rennen und mich dabei von einem verzweifelten Mann anschreien lassen*. Danach ging es halbwegs und ich konnte ein reinigendes Gespräch mit meinen Chefinnen führen ohne wen anzuschreien oder in Tränen auszubrechen.

2. Diese Nebenwirkungsgeschichte beschäftigt uns hier ja nun schon seit Freitag, eskaliert aber bekanntermaßen vollständig. Nein, ich weiß da auch nicht mehr als die Allgemeinheit, aber wenn ich noch ein Mal irgendwo Thrombose höre ohne dass niedrige Blutplättchenzahl dazu gesagt wird, muss ich schreien.

3. Es hat an unserem Dachfenster reingeregnet. Jupp, an dem neuen Fenster. Genau genommen hat es reingetaut, nicht -geregnet, aber letztlich ist mir egal, wie es genau entstanden ist, ich will keine Pfützen unterm Fenster haben. Heute waren deshalb die Vögel wieder da, die das Fenster ja auch schon reinverbrochen hatten und jetzt sollte es dicht sein, denn: „Masse tejp, alt bra“ (Viel Tape, alles gut). NA DANN.

4. Ab Mitternacht ist hier alles zu, was zu sein kann, außer Schulen und Kindergärten. In ganz Viken und Oslo. In Teilen von Oslo sind auch Teile der Schulen zu, nämlich alles ab Klasse 5 aufwärts. Das betrifft 2,1 Millionen Einwohner*Innen, also 36% der Gesamtbevölkerung, die, das rechnete ich mal aus, auf 6% der Fläche Norwegens leben. Total überraschend haben die dicht besiedelten Regionen dank britischer Mutante große Probleme, die Pandemie unter Kontrolle zu behalten. Genau genommen scheitern wir. Und nachdem die Krankenhauseinlieferungen seit einer Woche steil nach oben gehen und die ersten Osloer Krankenhäuser sich füllen, wird nun bis Ostern die Notbremse gezogen. 363 Tage nach dem 1. Lockdown. Im Gegensatz zum 12. März 2020 nehme ich es heute aber mit einem verzweifelt-resignierten Kopfschütteln zur Kenntnis. Ich warte da nämlich schon seit 6 Wochen drauf. (Mein Test vom Samstag war übrigens negativ.)

5. Eine Sache war schön, in all dem Scheiß, aber da denke ich noch drauf rum, wie ich das mal verblogge.

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*Linkin Park hören

Tag 2068 – Bröckel.

What a day. Praktisch wenig gemacht. Brav zum Test gegangen, obwohl die Halsschmerzen natürlich heute morgen weg waren. Dort lange gewartet, weil jetzt eine andere Grundschule unseres Kaffes getestet werden muss. Der Test selbst ging dann schneller als das Händedesinfektionsmittel trocknen konnte. Wird nicht mein Hobby, muss ich sagen, aber ich hatte schon Zervixabstriche, die wesentlich unangenehmer und blutiger waren.

Danach innerhalb von einem Telefonat und einem schockierten Hören norwegischer Nachrichten die Stimmung von faul und wochenendlich auf ACH DU HEILIGE SCHEISSE katapultiert. Merke: wenn man Kollegen in den Nachrichten sieht, ist das selten gut, wenn es nicht so sonderlich medienfeste Kollegen sind, schon mal gar nicht.

Hoffen wir mal, dass Montag nicht alles bei der Arbeit brennt. Jetzt grad sieht es so aus, als sei das Potential dafür, zumindest aber für ein erneutes Covid-19-Kommunikationsdisaster, groß.

Abends online dem Schauspielfreund beim Schauspielen zugesehen. Das war sehr schön und eine gute Gelegenheit, auf andere Gedanken zu kommen. Die machen das jetzt ein Mal im Monat, wenn Sie Impro mögen, schauen Sie da doch ruhig mal rein: https://diestereotypen.de/termine (nächster Termin am 3.4. auch als Kindershow am Nachmittag).

Tag 2066 – Tidelibomm.

Es schneit und schneit und schneit. Südnorwegen versinkt im spontanen Schneechaos, nachdem wir ja irgendwie alle schon sehr auf Frühling gehofft hatten.

Aber wie sagte eine Freundin mal so schön: Tauwetter vor Ende März kann ich nicht ernst nehmen.

Hier ist Frühling halt erst nach Ostern. Irgendwann lerne ich das noch. „Osterglocken“ im Mai, Pünktlich zum 17. Mai hier unten dann auch Tulpen.

Immerhin ist es hell, wir könnten dann die Weihnachtsbeleuchtung echt mal abmachen.

Winter soll jetzt weggehen und Corona mitnehmen.

Halsschmerzen, eigentlich nur ein Halskratzen mit einem leichten Gereiztheitsgefühl in den oberen Bronchien, braucht ja zur Zeit auch wirklich gar niemand. Schon mal gar nicht, wenn der nächste Testtermin erst am Samstag zu bekommen ist, weil morgen die halbe Grundschule erneut getestet werden muss, weil da die britische Variante grassiert. Japp, DIE Grundschule, auf die Michel geht und sämtliche Kinder sämtlicher Nachbarn. Juhu.

Tag 2064 – Wenn das hier alles vorbei ist…

…, sagte Herr Rabe, mache ich einen Friseurkurs.

Braucht er gar nicht mal, finde ich. Er macht das schon sehr gut. Aber wenn er das gerne möchte, halte ich ihn sicher auch nicht davon ab.

… gehe ich vermutlich nicht zu einer*m Friseur*In, weil Herr Rabe inzwischen echt gut Haare schneidet.

… werde ich Menschen umarmen. Ich!

… werde ich vermutlich in Tränen des Glücks ausbrechen, wenn ich wieder irgendwo ganz normal inspizieren kann, mit Flugreise und Hotelübernachtung und Restaurantbesuch.

… überhaupt Restaurantbesuch! Einfach um dort zu sein, nicht selbst zu kochen, ein Glas Wein zum Essen, nette Unterhaltungen. Nicht rein, sich unwohl fühlen, sämtliche Menschen und ihre Maskencompliance kritisch beäugen, wieder raus.

… wird das beklemmende Gefühl, wenn ich größere, enge Menschenansammlungen sehe, hoffentlich schnell wieder verschwinden.

… werde ich Kantinenessen ganz anders zu schätzen wissen…

… genauso wie Pendeln.

(Corona soll jetzt weggehen!)

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Was ganz anderes: zwei komplette Zyklen und null Triptane nehmen müssen. Ich feiere das hart. Eine wundervolle Nebenwirkung. Hach.

Tag 2056 – Abschied.

Ich war heute im Büro, whoop whoop, im richtigen, echten, Infektionshöllengroßraumbüro und saß da mit zwei weiteren Frauen im Meetingraum den ganzen Tag. Das war ein bisschen seltsam und ein bisschen wehmütig war es auch. Meine Kollegin, mit der ich 2019 und Anfang 2020 insgesamt 23 Inspektionen durchgeführt habe, mit der ich auf echt vielen Dienstreisen war, habe ich seit Anfang November nur via Bildschirm gesehen. Es hat mir noch mal vor Augen geführt, wie anders alles geworden ist, was alles ausfällt, wegfällt, anders gelöst wird. Ich möchte so gerne mal wieder das ganze Team treffen, in echt, und in der Mittagspause in der Kantine extra Stühle an einen Tisch holen, damit wir alle da zusammen sitzen können. Gut, nun haben wir jemanden, der krank ist und, so meine Vermutung, auch so richtig flach liegt, wegen Covid-19. Ich hoffe sehr, dass sich die Person sehr bald und gut erholt. Trotzdem – ich würde so langsam einiges geben für den normalen MeetingMarathonMontag IM BÜRO.

Als ich ging, stellte ich meine Drinnenschuhe wieder ins Regal zurück. Da stehen sie seit fast einem Jahr fast unbenutzt. Da werden sie auch noch ein halbes Jahr fast unbenutzt stehen, vermute ich. Ich könnte sie mit nach Hause nehmen, aber ich möchte, dass sie da stehen, wie ein Anker oder ein Eselsohr im Buch. Irgendwann geht es hier weiter.

Inzwischen wäre ich sogar wieder für 100% Präsenz nach der Pandemie zu haben. Scheiß auf „flexible Homeofficelösungen“, ich hätte mich am liebsten heute an die hässliche „DNA“-Treppe gekettet.

Aber weil ich reif und erwachsen bin, setzte ich meine FFP2-Mundbinde auf und nahm mal wieder Abschied vom Büro.

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Wie lange noch? Sind wir bald da? Kann man’s schon sehen?

Tag 2055 – Auf, zu, auf, zu, zu, zu, au…zu.

Oslo macht also wieder zu. Ich (und Oslos Einwohner*Innen) bin dessen so müde. Das Krisenmanagement hier ist… naja. Es ist, wenn man die Zahlen betrachtet, ja nicht total unterirdisch (zum Beispiel immer noch besser als Deutschland), aber wie ich schon mal schrieb: das ist ein reines Wunder. Oder vielleicht ist es tatsächlich ein signifikanter Effekt, dass Norweger*Innen Natural Born Abstandhaltende sind. Ein großes Land mit viel Platz und kalten Menschen darin. Am Krisenmanagement kann es jedenfalls nicht liegen, denn erst hat man die britische (und die anderen) Mutante drei Wochen eskalieren lassen, während man überlegte, wie so eine Sequenziermaschine denn wohl funktioniert. Als man das raus hatte, machte man Oslo und dessen nördliche Umgebung panisch für zwei Wochen zu, weil, ohhhhh Mutante, Alarm Alarm. Man wolle „Überblick über die Situation und die Verbreitung der Mutante bekommen“. Nach den 2 Wochen machte man wieder auf, ich kann mir das jetzt, drei Wochen später nur so erklären, dass man den Überblick bekommen hat und der verriet: es ist zu spät. Die Mutante ist überall. Ist jetzt auch egal. *Handtuchwerfgeräusch*. Es war also zwei Wochen lang alles wieder auf, dann eine Woche Winterferien und ab übermorgen ist dann also alles wieder zu, weil, ÜBERRASCHUNG, DIE MUTANTE IST ÜBERALL UND IST ANSTECKENDER, DAS HEISST BEI GLEICHEN MASSNAHMEN MEHR INFEKTIONEN UND R-WERT ÜBER EINS. Entschuldigen Sie das Schreien. Ich fasse es einfach nicht mehr. Die zuständige Behörde sagt „es ist genau wie in Dänemark“ ALS HÄTTE MAN DAS NICHT VERHINDERN KÖNNEN. WEIL MAN DOCH WUSSTE, WIE ES IN DÄNEMARK LIEF!

Meine Güte. Macht doch ein mal richtig zu, so RICHTIG, as in: die Baustellen (auf denen sich permanent die nicht-Homeoffice-machen-könnenden-Bauarbeiter*Innen anstecken) sind jetzt mal 4 Wochen lang egal und es kommt keiner rein oder raus und japp, KEINE EFFING ANGEBOTE FÜR KINDER, aber DANN IST DIE SCHEISSE WEG.

Statt dessen Maßnahmen, härtere Maßnahmen, noch härtere Maßnahmen. Aber halt nur für uns Büroarbeitende. Mehr vom Selben hilft ja bekanntlich immer. Ewiges hin und her und balancieren am Abgrund.

Es ist nicht richtig, die geäußerte Kritik ist unsachlich und faktisch nicht haltbar, weil Äpfel mit Birnen verglichen werden, aber ich kann die Bürgermeister von Molde und Bodø verstehen, wenn sie sagen: es scheint, als gelänge es Oslo nicht, die Infektionen unter Kontrolle zu bekommen. Nicht so wie den tollen Bodøs und Moldes, die zwar viel VIEL weniger dicht besiedelt sind, aber Schwamm drüber. Denn auch von näher dran kann ich nichts anderes mehr erkennen als Unwille zu tatsächlich effizienten Maßnahmen.

Was wäre das für eine Perspektive. 4-6 Wochen Endspurt und dann ist es vorerst gegessen. Stattdessen machen wir halt 4-6 Monate das lustige auf-zu-Spielchen, wie letztes Jahr auch schon das ganze Jahr über.

Entschuldigen Sie den Ausbruch, ich bin einfach sehr pandemüde und pandewütend.

(Ich mag nicht mehr ständig umplanen, es macht mich wahnsinnig.)

Tag 2051 – Vorbereitungen, Nachbereitungen, zu viel Arbeit.

Jaja, nee, keine Ahnung wie die Zeiterfassung drauf kommt, ich schöbe zu viele Überstunden.

Grad fällt alles zwischen Stühle, dabei machen wir gar keine richtigen Inspektionen. Fristen werden gerissen, Arbeit bleibt liegen, und trotzdem Überstunden. Mein Kalender für die nächsten Wochen ist schon wieder so voll, dass ich gar nicht weiß, wie da jemals Inspektionen reingepasst haben.

Ach und hab ich erwähnt, dass ich eine coole Bestimmerinnenrolle für ein Projekt(TM) übernommen hab? Die Rolle ist echt cool, das Projekt(TM) interessant und nützlich und all das, aber heute habe ich die veranschlagte Arbeitsleistung, die von mir in diesem Projekt(TM) erwartet wird, bekommen und sehe nun endgültig schwarz für Inspektionen im nächsten halben Jahr. Alternativ muss eine gewisse Projektleitung ihre Ansprüche etwas justieren. Ich mag meinen Job ja gerade auch, weil ich inspizieren mag. Es gibt auch ein paar Hersteller, die ziemlich weit oben auf der Prioritätenliste stehen, die ich mir ungern „wegnehmen“ lassen möchte. (Mal abgesehen davon, dass das heißen würde, dass sich meine Kollegin in ein anderes Regelwerk einlesen müsste, in dem ich schon recht gut im Thema bin.) Nunja. Es kommt wie es kommt, nicht wahr? Vielleicht kann ich mich auch doch noch klonen.

Nächste Woche ist Selbstinspektion, öfter mal was Neues, im Werk, Hurra Abwechslung. Ich freue mich schon ein bisschen darauf, hier mal wieder rauszukommen. Ich kann die Tage, die ich seit inzwischen fast einem Jahr im Büro war, immernoch an zwei Händen (ok, vielleicht muss ich einen Fuß zur Hilfe nehmen) abzählen. Und die Luft ist raus, muss ich sagen. Und das sogar, obwohl wir „bei der Arbeit“ jetzt auch jemanden haben, die an Covid-19 erkrankt ist. Da kam es aber über Familienmitglieder und sie war seit lange vor der vermuteten Ansteckung nicht im Büro. Trotzdem kacke und wir drücken alle Daumen, dass sie nicht schwer oder lang anhaltend erkrankt.

Selbstinspektion, genau. Muss vorbereitet werden. Mir wurde immer gesagt, dass man irgendwann an den Punkt kommt, wo gründliche Vorbereitung Luxus ist, von gründlicher Nachbereitung NACH der Inspektion mal ganz zu schweigen. Ich hab das immer für schlechtes Zeitmanagement gehalten, muss ich zugeben, aber da ich trotz noch mal dransetzen um halb zehn morgen um neun schlecht vorbereitet zu diesem Meeting erscheinen werde, muss ich wohl einsehen, dass das von mir ziemlich arrogant gedacht war.

Tjaja.

Unten auf dem Sofa sitzt Herr Rabe und bereitet Dinge für die Beerdigung seiner Mutter vor. Er kann nicht, wenn ich neben ihm sitze, sagt er. Die Beerdigung wird für die meisten online stattfinden, weil ja zur Zeit sich niemand auf an irgendeinen Tag geltende Regeln verlassen kann.

Pandemie soll jetzt bitte endlich weg gehen.

Tag 2036 – Eingerostet.

Morgen ist Inspektion. Voraussichtlich nur morgen, vielleicht aber auch Donnerstag. Wir werden sehen. Jedenfalls fühle ich mich schlecht vorbereitet und weiß auch gar nicht so recht, wie das alles noch mal ging. Und zu allem Überfluss ist es noch nicht mal wie immer, sondern mit meiner Chefin zusammen wegen großem Großhandelsanteil und über Teams wegen Pandemie. Aber immerhin im Büro, ich sehe schon kommen, dass mein Rechner dann erst mal eine Million Updates installiert, wenn er „zu Hause“ ist.

Ich muss jetzt aber auch dringend meine Äuglein schließen, sonst bin ich morgen nicht nur eingerostet, sondern auch noch total unausgeschlafen.

Tag 2030 – Es könnte alles sehr viel besser sein.

Es ist ein scheiß mit der Pandemie. Ich mag das Homeoffice nicht, Herr Rabe auch nicht. Dänemark will nen Impfausweis, Norwegen macht meistens was Dänemark macht und freut ihr euch auch schon so drauf, dass Rentner*Innen im Sommer wieder reisen dürfen, während Familien mit Kindern, solange die Eltern unter 45 Jahre alt sind (in Norwegen), weiter extreme homehocking betreiben? Falls wir geimpft werden, dann nämlich vermutlich erst im Herbst. Ganz ehrlich, da muss ich ein bisschen brechen, wenn ich daran denke: seit März machen wir den ganzen Mist brav mit um die Risikogruppen zu schützen und ab März machen wir dann die Cafés wieder auf für die nun geimpften Risikogruppen, wir bedienen ungeimpft in diesen Cafés, dürfen uns aber selbst nicht reinsetzen? Eff Ypsilon. Das wäre ja alles noch verständlich, wenn jede einfach nen Termin machen und ne Impfung kriegen könnte, wenn sie will. Aber so ist es ja nicht, wir warten ja brav in der 5-Millionen-Leute-Schlange bis wir aufgerufen werden. Auch wenn mein Arbeitgeber zum Beispiel ein gewisses Interesse daran haben dürfte, dass ich meinem Job wieder nachgehen kann ohne mich und* andere zu gefährden, kann auch mein Arbeitgeber nicht dafür sorgen, dass ich geimpft werde. Geht einfach nicht, und das ist ja auch gut und richtig so und ich freue mich sehr für die Geimpften in den Pflegeheimen, die in Norwegen ab nächster Woche wieder höchst offiziell umarmt werden dürfen. Ehrlich. Aber Mobilität erhöhen (wer ermöglicht diese Mobilität denn? Flugbegleiter*Innen, Busfahrer*Innen, Fährpersonal…), von allen vermisste Dinge für Gruppen wieder zulassen, die rein zufällig irgendeinen Faktor erfüllen – Alter, bestimmte Krankheiten – finde ich weder klug noch fair noch solidarisch.

Und all dieses Ausgeliefert sein, diese Ohnmacht, macht so müde. Homeoffice macht mürbe. Selbst Herr Rabe beschwert sich schon und der ist echt nicht von der klagenden Sorte. Morgens mit Halsschmerzen aufwachen und als erstes checken, ob der Geruchssinn noch funktioniert, macht eine fertig. Die Nachrichten rauben mir den letzten Nerv.

Da braucht es nur ein paar wild durcheinander redende Kinder und ich muss danach erst mal ein Nickerchen machen, weil ich völlig im Eimer bin.

Corona soll jetzt bitte endlich weg sein. Der Film, der immer noch scheiße ist, hat jetzt auch noch unerträgliche Längen dazu bekommen.

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*aus Gründen bezweifle ich das zur Zeit