Tag 729 – Nachdenklich. 

Ich muss aufhören, so viel über alles nachzudenken. Das macht mich ganz rappelig. Und helfen tut es auch nicht. Aber es steht so viel an, oder ist im Gange, das schon alles einzeln dafür sorgen könnte, dass ich schreiend im Kreis laufe, in der Summe ist es… so viel, dass ich es nicht mal über mich bringe, es hier aufzulisten, das macht es ja nur noch realer. 

Also versuche ich mich abzulenken, vertrödele Zeit mit Quatsch Twitter, bis es Zeit ist, das Licht auszumachen, lese dann noch so lange, bis mir wirklich die Augen zufallen und dann schlafe ich wie ein Stein. Würde ich jedenfalls gerne, in echt kriecht mir natürlich die bekymring schon wieder besonders nachts den Nacken hoch. Aber immerhin kriege ich es tagsüber hin, meine Blase der Realitätsverweigerung halbwegs stabil zu halten. Das klingt vielleicht komisch, aber das brauche ich tatsächlich, sonst sitze ich wieder wie ein Kaninchen vor der Schlange und kriege gar nix mehr hin. Hoffentlich schaffe ich es, bis zur Dissabgabe und JobsucheUmzugKitaplatzsucheOhGottWieSollIchDieDisputatiosfeierBezahlen in *mieeeeeeeep*, die To-Dos nur in handlichen Häppchen zu mir durchdringen zu lassen. Den tiden, den sorgen. („Die Zeit, die Sorge.“)