Tag 1128 – Kleines Update.

Vorgestern habe ich die Schnecke aus ihrem Haus gepult. Im Internet hatte ich mir diverse Seiten angesehen auf der Suche nach Tipps und war dabei über einen Satz gestolpert: „Dass eine Schnecke tot ist, erkennen Sie sofort am durchdringend fischigen Aas-Geruch.“ Ich sag mal so: ja. Börgs. Igitt. Bah. Pfui.

Also die Schnecke war tatsächlich sehr tot. Ich habe sie schlussendlich einfach (draußen) wieder aufgetaut und dann sehr viel Salz ins Haus auf den Körper geschüttet. So hab ich sie dann (Draußen!) liegen lassen und zweimal (Draußen!!!) das Salz gewechselt, danach hatte sich der Teil, den ich sehen konnte, weit genug vom Haus gelöst, dass ich mit meiner Pinzette mehr anrichten konnte als sie kaputt zu bohren. Es war dann doch noch überraschend schwer, aber ich habe es geschafft, den Körper feste zu packen (DRAUSSEN!!!) und dann herauszudrehen. Mein Magen wollte zwar teilweise davonrennen aber ich war stärker. Und auch das letzte Stück… Gedärm oder so hab ich komplett rausbekommen. Dann habe ich (OHNE DURCHS HAUS ZU GEHEN) den Körper in den Biomüll geworden, ganz schnell zugeknotet und alles in der entsprechenden Tonne entsorgt. Einen Topf mit Wasser hatte ich schon bereitgestellt, da warf ich Haus und Pinzette rein. Ich kochte alles zwei mal 5 Minuten bei volle Möhre saugender Dunstabzugshaube (halt leider drinnen) ab. Danach roch alles ganz leicht nach gekochtem Eiweiß, aber kein Vergleich mehr zu vorher. Das Haus habe ich dann draußen getrocknet und heute mit Öl eingerieben und jetzt liegt es erstmal auf dem Kamin und wartet drauf, dass mir Deko-Inspiration kommt.

Herrje, das war echt eklig.

Den anderen Schnecken geht es aber gut. Bis jetzt auch kein neuer Erdmückenbefall. Vielleicht hilft ja das Küchentuch, das ich um die Box gelegt hab, doch.

Auch ein Update: die Orchidee blüht wieder! Es waren am Abfallen der Blüten Wollläuse schuld, weshalb ich die kompletten Blütenstiele einfach abgeschnitten habe. Dann habe ich die Orchidee inzwischen vier oder fünf mal mit einem Gießmittel gegen saugende Schädlinge behandelt. Orchideen nehmen ja immer nur so Minimengen Flüssigkeit über die Wurzeln auf, da erschien mir „häufig hilft viel“ am sichersten. Die Orchidee hat das erstaunlich gut mitgemacht, während eine Calanchoe leider an dem Gießmittel eingegangen ist.