Tag 3148 – Die Einzige.

Tjaja bei der Arbeit scheinen sich nicht so ganz alle so reinzuhängen, wie ich, jedenfalls reiße ich mir den H… auf um ein Dokument zum signieren lassen zu verschicken, weil es ja soooooo eilt, und die, dies signieren müssen, lassen es einfach mal ne Weile liegen. In Zukunft reiße ich mir dann halt den H… nicht mehr so weit auf, ne?

Mein Impf-Arm juckt immer noch, aber das Ei wird langsam kleiner.

Gestern habe ich mir ein gebrauchtes Terrarium angeschaut. Das werde ich wohl kaufen und dann da eine Trennwand einbauen, damit zwei Baby-Pythons je ihre deutlich verkleinerte Seite bewohnen können, damit sie SOWOHL ein richtiges(TM) Terrarium ALS AUCH die Imitation eines verlassenen Nagerbaus/Termitenhügels haben. Und warm sollte das auch werden, da wohnte früher eine Bartagame drin. Einen Teil des Zubehörs brauchen wir deshalb eigentlich nicht so dringend, UV-Leuchte ist zum Beispiel eigentlich unnötig für nachtaktive Schlangen, aber schadet auch nicht, solange die Schlangen dem Licht aus dem Weg gehen können, weil eben keine große kahle Fläche im Terrarium ist. Man muss ja, habe ich gehört, auch nicht jedes Licht anmachen, bloß weil es vorhanden ist. Zum Schlafen legen die wohl, laut Züchter, eh einfach den Körper über die Augen, wenn es ihnen zu hell ist. Ein Temperaturgradient müsste mit etwas sparsamerem Einsatz von Heiztechnik auch in zwei halben Terrarien darzustellen sein. Kleine Schlangen brauchen ja auch noch keine enorm großen „Hot Spots“.

Immer wenn ich Bartagame schreibe oder höre, denke ich an meine Cousine (oder war’s mein Cousin?), die das vor vielen Jahren „Batergame“ schrieb, was mein Kopf damals wie heute wie „Bättergäim“ ausspricht. Das sind folgerichtig alles kleine Bättergäims, diese Mini-Dinos. In meinem Kopf jedenfalls.

Tag 3092 – Der erste Tag in 2024.

Nun, da ist er rum, und so ganz persönlich war er auf jeden Fall besser als der letzte Tag von 2023. Er bestand aus Ausschlafen (immerhin zum 2,5. mal in diesem Urlaub), einem guten Frühstück, einigem Gepröddel im Haushalt, während Herr Rabe alle Kinder wegfuhr, damit sie bei ihren respektiven Besties übernachten können, Geige, sehr gutem Abendessen zu zweit, dem Rest vom Exit-Adventskalender mit Herrn Rabe (vor Weihnachten einfach nicht geschafft) und den letzten zwei Folgen der ersten Staffel Good Omens, ebenfalls mit Herrn Rabe. Draußen liegen Winterwonderlandmäßige Mengen Schnee, was von drinnen sehr hübsch anzusehen ist. Herr Rabe hat viel Schnee geschippt, der Schnee ist also weniger schön für ihn. Hier drinnen ist nach dem Haushaltsgepröddel ein Zustand hergestellt, den ich überwiegend wohnlich finde.

Außerdem hat keiner irgendwen angeschrien, 2024 rockt voll.

Ich würde gerne Bilanz ziehen über das Jahr, muss da aber erst ein bisschen Abstand zu gewinnen. Gute Vorsätze habe ich auch eigentlich keine, alles(TM) fühlt sich eh schon nach Dauerbaustelle an, außerdem brauche ich nicht noch weitere Dinge, deren nicht-schaffen ich mir bei jeder Gelegenheit vorwerfen kann. Lose vorgenommen habe ich mir, mehr Komplimente zu machen.

Tag 3067 und 3068 – Neu.

Ugh, die App sieht anders aus als vor dem letzten Update. Warum auch Sachen einfach mal so lassen, wie sie sind, solange sie so zufriedenstellend funktionieren.

Nicht neu: Michel hat wieder Fieber, ich weiß nicht, wie er das schafft, andererseits geht in der Schule zur Zeit alles rum, was rumgehen kann. An Arbeitsplätzen ja auch.

Der Lieblingskollege und die Lieblingskollegin riefen aus China an. Erstens war die Verbindung grausig, als führe man die ganze Zeit durch einen Tunnel. Wirklich seit vielen Jahren keine so schlechte Verbindung mehr gehabt. Es erforderte von meiner Seite viel Willenskraft, nicht einfach aufzulegen und das Gespräch per SMS (as if it’s 2003, nicht neu) weiterzuführen. Zweitens berichten sie, dass in China sehr viele verrotzte und herumhustende Menschen unterwegs sind und dabei gar nicht mal unbedingt Mundbinde tragen. Das ist neu oder zumindest unerwartet. Drittens frage ich mich, wann sie wohl ankommen und sehr lieb zu mir sind, weil irgendwer den Report, zumindest die Deficiencies, noch vor Weihnachten, in der Praxis vor Ende nächster Woche, qualitätssichern muss und ich eine von zwei Personen bin, die dafür in Frage kommt. Die andere ist unter einem Haufen Arbeit begraben. Nicht neu, vor Weihnachten ist immer schlimm.

Das war’s, mehr Neues und weniger Neues ist nicht passiert.

Tag 3012 und 3013 – Freitag der 13.

Wegen meiner Trotteligkeit habe ich Tag 3000 verpasst. So ärgerlich, ey. Ich bin aber schon bei Ende Juli mit dem Korrigieren angekommen. Das mache ich immer mal so nebenbei, das braucht keine Gehirnzellen sondern eigentlich nur Daumen.

Michel ist das Wochenende über weg. Mit seinem besten Freund auf der, Sie ahnen es, Hütte. Alle unsere Kinder waren jetzt also vor uns Erwachsenen auf Hüttentour. Ungerecht. Aber das wichtigste ist, dass sich Michel das überhaupt zutraut und das mitmacht und sicher eine gute Zeit hat. Trotzdem komisch mit nur einem Kind, genau wie letztes Wochenende.

Ich war gestern und heute im Büro. Gestern, weil ich nachmittags Geigenunterricht hatte. (War echt gut, ich kam um Bach herum, spielte aber dafür ca. hundert mal die ersten 4 Ds von Chanson triste [Tchaikovsky] bis der Lehrer einigermaßen zufrieden war.) Heute, weil ich mitten am Tag in die Philharmonie ging, da gab es ein Mittagskonzert mit Janine Jansen, Sibelius Violinkonzert und danach noch Sibelius Symphonie Nr. 5. Es war ganz wunderbar, Janine Jansen ist eine tolle Performerin, die alle Stimmungen in diesem recht vielschichtigen Stück hervorragend rüberbringt, ohne zu routiniert dabei zu wirken. Und Symphonie Nr. 5 ist immer toll. Ich hatte ja mal erwähnt, dass mich Sibelius immer irgendwie an Zugvögel erinnert. Heute las ich im Programmheft, dass die 5. Symphonie das sogenannte Schwanenthema hat, zu dem Sibelius angeblich inspiriert wurde, als er von einem See abhebende Schwäne sah. Ich sag mal so, 1. lag ich mit Gänsen gar nicht so weit daneben und 2. was für ein krasser Komponist muss man sein, damit eine random Person 100 Jahre später an große, fliegende Vögel denkt, wenn sie die Musik hört.

Jedenfalls war das super. Über den Rest des Tages breiten wir gnädig den Mantel des Schweigens. Es ist halt auch schon wieder kurz vor Zyklusanfang, dieses Mal mal wieder mit plötzlichem und anlasslosen Nasenbluten. Hoffentlich bald vorbei, der Zyklus.

Freitag der 13.-mäßig ist gar nicht passiert. Langweilig. Ich hab noch nicht mal ne Katze gesehen, geschweige denn eine schwarze in der Nähe von Leitern.

Tag 2940 – Kein zurück.

Also erst mal ein kleiner Disclaimer: ich spreche hier nur von meiner eigenen, sehr begrenzten Erfahrung. Es gibt sicher noch viel viel mehr Dinge, von denen man nicht mehr so einfach loskommt, wenn man damit ein Mal angefangen hat.

Im Wesentlichen sind es drei Dinge, die ich vor relativ kurzer Zeit angefangen habe, und die jetzt (leider?) ein Teil meines Lebens sind.

Das erste sind Barfußschuhe. Ich finde nach nur nem halben Jahr die meisten anderen Schuhe sehr bis furchtbar unbequem, vor allem, wenn sie nicht breit genug sind. Für meine Füße sind selbst manche Barfußschuhe zu schmal, in einer Marke habe ich deshalb die extra breiten. Bonus für super flexibles Obermaterial. Die dünne Sohle ist für mich nicht ausschlaggebend, wenn auch nett, weil die Füße beim Gehen eigentlich nie kalt werden. Außerdem habe ich in manchen anderen Schuhen das Problem, dass mir Teile des Fußes einschlafen, das passiert aber nicht, wenn die Füße einfach machen können, was sie wollen und sollen. Nach anfänglichen Plantarsehnenüberforderungssymptomen kann ich sagen: so wenig Aua in den Füßen hatte ich schon lange nicht mehr. Ewig. Also so… seit mehr als 20 Jahren. Außerdem kann ich in den Schuhen jederzeit mit den Zehen wackeln, also stimmen. Das bin aber nur ich.

Das nächste, was ich mir sehr schnell angewöhnt habe, ist schlafen mit Ohrenstöpseln. Herr Rabe schnarcht seit ein paar Monaten regelmäßig, davor schnarchte er nur bei Erkältung und dergleichen und wer tut das dann nicht, aber jetzt ist es ein anderes Kaliber des Schnarchens. Eines, das mich vom Schlafen abhält. Ich hatte also die Wahl zwischen Mord und Ohropax und wählte Letzteres. Ich schrieb schon mal hier, dass die Lufthansa Ohrenstöpsel die besten sind, aber eben schwer zu bekommen. Ich testete mich durch diverse Alternativen, vom Klassiker zu 3M Industriestöpseln zu extra Schlafstöpseln von Flare. Aber bis auf Lufthansa saßen die alle immer nur in einem Ohr gut, aus dem anderen fielen sie raus. In einem Anfall von Kaufrausch kaufte ich auch mal Musik-Ohrstöpsel mit Filter, die in einen Lamellen-Konus eingesetzt werden. Seither weiß ich: mein linkes Ohr ist halt nur Größe S, rechts ist aber Größe M. Aus dem kleineren Ohr drücken sich die One Size Fits All Schaumstoffstöpsel deshalb einfach selbst raus. Und dann entdeckte ich Silikon-Ohrenstöpsel und wurde erweckt. Die sind nämlich wie Wachs-Ohtenstöpsel formbar, nur ohne das Schmierige vom Wachs. Ich benutze die ca. einen Monat lang, danach sind sie so dreckig, dass ich sie nicht mehr in mein Ohr prömmeln möchte. Jetzt kann ich nicht mehr gut ohne schlafen, es ist wirklich angenehm, Geräusche aller Art einfach auszublenden.

Das dritte Ding ist auch ein Schlafding – nämlich eine Schlafmaske. Ich kann die normalerweise nicht tragen, weil die mir aus anatomischen Gründen auf den Augapfel drücken, was dazu führt, dass ich nach dem Aufwachen sehr lange nicht richtig sehen kann. Dann hatte ich eine, die aussah, wie ein BH für Teddybären, mit leicht vorgeformten Cups. Aber auch die lag noch zu eng an. Da erinnerte ich mich an die „Influencer-Maske“ mit extra tiefen Cups für die Augen. Das Symbol der Marke ist ein Rochen, wenn Sie das googeln möchte. Und oh Boy, ich möchte nicht mehr ohne dieses Ding schlafen. Wenn Sie sich gefragt haben, wie man in einem Ferienhaus mit Wänden aus Papier trotz um halb sieben wacher Kinder und nichts verdunkelnder Lamellengardine vorm Fenster noch bis halb zehn (oder länger, hust…) weiterschlafen kann: Silikonohrstöpsel und die Rochen-Maske. Chef‘s kiss!

Tag 2939 – Endlich.

Heute (und gestern) sind alle Raben in Tätigkeiten aufgegangen, auf die sie sich schon lange gefreut hatten. Oder – naja, gefreut und gefreut. Ähm.

Pippi hat ihre Freundinnen wieder und hat weder gestern noch wird sie heute zu Hause schlafen.

Michel hat seinen Freund wieder und sein eigenes Reich, seine Kakteen, seine Chilipflanzen und seinen Computer.

Herr Rabe hat gestern das Auto gesaugt und heute den Rasen gemäht.

Ich habe heute Finanzkram erledigt und die Fenster geputzt. Abends habe ich gebadet – mit Schaum! Hurra.

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Außerdem kann ich berichten, dass Blaubeermarmelade überaus gut färbt. Unsere Nachbarn haben uns zwei Kilo Blaubeeren geschenkt, weil sie viel zu viele gesammelt hatten und ich habe die heute zu Marmelade verarbeitet. Leider platzte das erste Glas, der Boden fiel einfach raus und dann war halt überall Marmelade. Immerhin keine Scherben, sondern zwei sauber getrennte Teile – Zylinder samt Deckel und Boden des Glases. Trotzdem einfach eine furchtbare Sauerei und nach fünf Minuten schon nicht mehr rückstandslos von weißen Küchenfronten und Plastik (Spülmaschine) zu entfernen. Auch Haut sieht nach übermäßigem Blaubeerkontakt etwas ungesund aus und das hält sich wirklich hartnäckig. Machen Sie das also lieber nicht nach. Und spülen Sie die Gläser immer heiß aus, das hatte ich zwar auch gemacht, aber wer weiß wie viele geplatzt wären, hätte ich es gelassen.

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Es gibt ja Dinge, da gibt es kein Zurück mehr, wenn man einmal damit angefangen hat. Also nicht nur Drogen und ähnlich lebenszerstörende Dinge, sondern auch total harmlose. Das ist ein Teaser für morgen. Hähä.

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Ein Teaser für bald: ich brauche ein neues Parfum. Das, was ich täglich benutze, ist scheinbar aus dem Programm genommen worden und bald leer. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass es für jemanden, der an Parfümerien immer sehr schnell und mit angehaltener Luft vorbeigeht, nicht ganz trivial ist, einfach ein anderes Parfum zu kaufen. Aber ich habe einen Plan, den ich noch in meinem Urlaub in die Tat umsetzen möchte. (Kein Parfum ist keine Lösung, leider, aus Gründen.)

Tag 2931 und 2932 – Dänemark Tag 16 und 17.

Gestern waren wir mit fast allen – manche von uns brauchen ab und an mal Pause vom Rest und wir waren bisher im Urlaub nicht so ganz flink darin, darauf Rücksicht zu nehmen – in einem Fischerei- und Seefahrtsmuseum im Nachbarort (Esbjerg). Das war zwar recht klein, aber sehr fein. Man konnte sehr viele lokale Fische und anderes Getier aus dem Meer angucken, auch mal versuchen, eine Scholle zu streicheln, seine Größe mit der verschiedener großer Meeresbewohner vergleichen (ich bin so groß wie ein ausgewachsener Katzenhai) und wenn es nicht geregnet hätte wie aus Kübeln, hätten wir sicher auch noch die Robben angeschaut. Außer lebendem Getier gab es noch eine Ausstellung über mystische Meerbewohner wie Meerjungfrauen, Riesenkraken und Seeschlangen und auf welchen Grundlagen vermutlich diese Mythen fußen. In einem anderen Raum war eine Ausstellung über die letzte Generation der lokalen Fischer, die noch tatsächlich mit Kuttern zum Lebensunterhalt aufs Meer fuhren. Knittrige Gesichter, die viele Geschichten zu erzählen hatten. Außerdem war eine weitere große historische Ausstellung draußen, zum Beispiel eine Werft aus den 50ern und mehrere Boote, sowie (etwas gruselig und ich war auch aus Gründen nicht drin) ein originaler Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Der Draußenausstellung war ein Spielplatz vorgelagert, wo wir leider mit K2 und Pippi hängen blieben. Naja, hoppla. Der Spielplatz war aber echt schön, als es dann endlich etwas trockener wurde.

Tumore, äh, Hüpfbälle aus alten Bojen.

Also falls Sie mal einen halben Regentag in Esbjerg überbrücken müssen: das Fischerei- und Seefahrtsmuseum ist wirklich schön und liebevoll gemacht.

Heute waren wir dann, ebenfalls mit fast allen (aber in anderer Konstellation) noch mal im Schwimmbad schwimmen. Dieses Mal nutzte ich auch die Bahn so richtig und schwamm eine halbe Stunde lang Bahnen. Dabei stellte ich fest, dass ich gar nicht mal mehr sonderlich fit bin, was schwimmen angeht, und werde, falls er eintritt, schlimmen Muskelkater verdient haben, weil ich es mir natürlich nicht durchgehen lassen konnte, mich nicht total auszupowern als wäre ich noch beim DLRG. Nur die Technik sitzt noch so halbwegs zufriedenstellend. Hrmpf. Aber die Kinder hatten wieder sehr viel Spaß und wollten gar nicht gehen. Verständlich.

Jetzt ruft aber wieder das Bett sehr sehr laut. Schwimmen macht müde.

Tag 2922 und 2923 – Dänemark Tag 7 und 8.

Huch, schon ne ganze Woche rum!

Wir haben es immer noch ferienmäßig gut, spielen viel (gestern bis so spät, dass bloggen einfach nicht mehr drin war), chillen, bauen Lego und kommen nach und nach im Ferienmodus an. Für mich heißt das, dass ich zum Beispiel mal spontan Lust auf Eis kriege und dann abends mit Herrn Rabe halt noch nen Spaziergang zum Supermarkt mache (weil um 17 Uhr die Eisdielen schließen).

Leider ist Michel seit gestern krank und liegt eigentlich nur im Bett. Fieber, Kopfschmerzen, laufende Nase. Das Bettzeug haben wir schon x mal gewaschen, wegen heftigem Nasenbluten. Er betreibt scheinbar Aderlass über die Nase. Heute geht es schon besser, aber noch nicht gut. Immerhin hat er aber wieder gegessen.

Die Mädels kriegt man nur selten zu Gesicht, die spielen die ganze Zeit irgendwas mystisches und versuchen, uns Erwachsenen Zutrittsverbot zur oberen Etage zu geben. Herr Igelbert hat sie trotzdem heute mal zum Aufräumen gezwungen, denn sie hatten sehr fleißig gebastelt – aber ohne die übrig gebliebenen Mount Everests aus Papierschnipseln zu entsorgen. Sehr süß ist, dass Pippi den anderen beiden ihre norwegischen Bücher vorliest. Das übersetzen muss sie noch ein bisschen üben, aber es ist trotzdem SO NIEDLICH!

Hachz.

Tag 2894 – Müde.

Endlich Ferien. Also für die Kinder.

Herr Rabe ist gut in Dänemark angekommen.

Ich fürchte, der Apfelbaum ist hinüber. Das finde ich sehr traurig.

Ich muss höchstwahrscheinlich im nächsten halben Jahr NICHT nach China, das finde ich beruhigend.

Nach zu viel Arbeit und zu viel anderem Kram muss ich jetzt aber erst mal schlafen. Ich bin vorhin schon bei Michel im Bett eingeschlafen, habe dann aber, nachdem ich wieder aufgewacht war, noch draußen gegossen (mit der Kanne dürfen wir!) und Wäsche aufgehängt und mich dabei von Mücken fressen lassen. Die sind hier dieses Jahr zum ersten Mal so richtig schlimm, keine Ahnung wieso, es ist ja total trocken. Ein Hoch auf den Mückenstichbritzler, das ist kurz schlimm aber dann meistens direkt weg.

So, Licht aus jetzt, gute Nacht.

Tag 2893 – Dies und das.

War heute das vermutlich letzte mal vor meinem Urlaub im Büro. Seltsam. Habe die Lieblingskollegin gezwungen, mit mir Eis zu essen. Das war schön. (Drehe ansonsten weiter am Rad wegen Korea, aber was soll man machen, es wird ja so oder so passieren und dann irgendwie laufen.)

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Michel ging es heute schon viel besser, er hatte sich ja gestern auch sehr gründlich entladen. Auch das sehr ähnlich wie bei mir.

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Pippi hat am Samstag noch einen Tanzauftritt. Heute war Generalprobe dafür und – die sind ja schon sehr niedlich, diese Kleinen. Der Trainerin gebührt allerdings aller Respekt der Welt, so eine Horde kleiner Mädchen im Blick haben, ist echt nicht ohne und wäre absolut nichts für mich. Pippi freut sich sehr auf die Aufführung und hat mir vor und nach der Probe diverse Knöpfe an die Backe gelabert und dazwischen gesungen.

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Herr Rabe fährt (naja, fliegt) morgen mit seiner Arbeit auf die Färöer-Inseln. Der freut sich darauf auch. Außerdem hat er gestern den zweiten Platz beim Mario Cart-Tournier gewonnen, während ich bei der Arbeit so Sachen bespreche wie „Anträge richtig ablehnen“ und „Was ist eine sinnvolle Bußgeldhöhe“. Mir scheint, einer von uns hat den lustigeren Job.

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Es ist so warm. Ich meckere nicht darüber, aber ich meckere darüber, dass es auch so furchtbar trocken ist und ein paar Pflanzen und der Rasen schon leichte Ermüdungserscheinungen zeigen. Klimawandel, so schön.

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Der Geigenlehrer hat mir ein neues Stück gegeben. Jetzt übe ich das Presto aus der 1. Violinsonate von Bach, das ist gleichzeitig überraschend leicht (man bricht sich dabei gar nicht die Finger, faszinierend) und erwartet schwer (2 Seiten in gleichmäßigen, schnellen Sechzehnteln rauf und runter dudeln und es wie Musik klingen lassen ist nichts für Feiglinge). Es geht einfach immer noch ein bisschen weiter, noch mal 8 Takte, nochmal 4, und nochmal acht und dann, etwas überraschend in dem ganzen Fluss, zwei Schlussakkorde. Ta-Taaaa!