Tag 2940 – Kein zurück.

Also erst mal ein kleiner Disclaimer: ich spreche hier nur von meiner eigenen, sehr begrenzten Erfahrung. Es gibt sicher noch viel viel mehr Dinge, von denen man nicht mehr so einfach loskommt, wenn man damit ein Mal angefangen hat.

Im Wesentlichen sind es drei Dinge, die ich vor relativ kurzer Zeit angefangen habe, und die jetzt (leider?) ein Teil meines Lebens sind.

Das erste sind Barfußschuhe. Ich finde nach nur nem halben Jahr die meisten anderen Schuhe sehr bis furchtbar unbequem, vor allem, wenn sie nicht breit genug sind. Für meine Füße sind selbst manche Barfußschuhe zu schmal, in einer Marke habe ich deshalb die extra breiten. Bonus für super flexibles Obermaterial. Die dünne Sohle ist für mich nicht ausschlaggebend, wenn auch nett, weil die Füße beim Gehen eigentlich nie kalt werden. Außerdem habe ich in manchen anderen Schuhen das Problem, dass mir Teile des Fußes einschlafen, das passiert aber nicht, wenn die Füße einfach machen können, was sie wollen und sollen. Nach anfänglichen Plantarsehnenüberforderungssymptomen kann ich sagen: so wenig Aua in den Füßen hatte ich schon lange nicht mehr. Ewig. Also so… seit mehr als 20 Jahren. Außerdem kann ich in den Schuhen jederzeit mit den Zehen wackeln, also stimmen. Das bin aber nur ich.

Das nächste, was ich mir sehr schnell angewöhnt habe, ist schlafen mit Ohrenstöpseln. Herr Rabe schnarcht seit ein paar Monaten regelmäßig, davor schnarchte er nur bei Erkältung und dergleichen und wer tut das dann nicht, aber jetzt ist es ein anderes Kaliber des Schnarchens. Eines, das mich vom Schlafen abhält. Ich hatte also die Wahl zwischen Mord und Ohropax und wählte Letzteres. Ich schrieb schon mal hier, dass die Lufthansa Ohrenstöpsel die besten sind, aber eben schwer zu bekommen. Ich testete mich durch diverse Alternativen, vom Klassiker zu 3M Industriestöpseln zu extra Schlafstöpseln von Flare. Aber bis auf Lufthansa saßen die alle immer nur in einem Ohr gut, aus dem anderen fielen sie raus. In einem Anfall von Kaufrausch kaufte ich auch mal Musik-Ohrstöpsel mit Filter, die in einen Lamellen-Konus eingesetzt werden. Seither weiß ich: mein linkes Ohr ist halt nur Größe S, rechts ist aber Größe M. Aus dem kleineren Ohr drücken sich die One Size Fits All Schaumstoffstöpsel deshalb einfach selbst raus. Und dann entdeckte ich Silikon-Ohrenstöpsel und wurde erweckt. Die sind nämlich wie Wachs-Ohtenstöpsel formbar, nur ohne das Schmierige vom Wachs. Ich benutze die ca. einen Monat lang, danach sind sie so dreckig, dass ich sie nicht mehr in mein Ohr prömmeln möchte. Jetzt kann ich nicht mehr gut ohne schlafen, es ist wirklich angenehm, Geräusche aller Art einfach auszublenden.

Das dritte Ding ist auch ein Schlafding – nämlich eine Schlafmaske. Ich kann die normalerweise nicht tragen, weil die mir aus anatomischen Gründen auf den Augapfel drücken, was dazu führt, dass ich nach dem Aufwachen sehr lange nicht richtig sehen kann. Dann hatte ich eine, die aussah, wie ein BH für Teddybären, mit leicht vorgeformten Cups. Aber auch die lag noch zu eng an. Da erinnerte ich mich an die „Influencer-Maske“ mit extra tiefen Cups für die Augen. Das Symbol der Marke ist ein Rochen, wenn Sie das googeln möchte. Und oh Boy, ich möchte nicht mehr ohne dieses Ding schlafen. Wenn Sie sich gefragt haben, wie man in einem Ferienhaus mit Wänden aus Papier trotz um halb sieben wacher Kinder und nichts verdunkelnder Lamellengardine vorm Fenster noch bis halb zehn (oder länger, hust…) weiterschlafen kann: Silikonohrstöpsel und die Rochen-Maske. Chef‘s kiss!

Tag 2939 – Endlich.

Heute (und gestern) sind alle Raben in Tätigkeiten aufgegangen, auf die sie sich schon lange gefreut hatten. Oder – naja, gefreut und gefreut. Ähm.

Pippi hat ihre Freundinnen wieder und hat weder gestern noch wird sie heute zu Hause schlafen.

Michel hat seinen Freund wieder und sein eigenes Reich, seine Kakteen, seine Chilipflanzen und seinen Computer.

Herr Rabe hat gestern das Auto gesaugt und heute den Rasen gemäht.

Ich habe heute Finanzkram erledigt und die Fenster geputzt. Abends habe ich gebadet – mit Schaum! Hurra.

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Außerdem kann ich berichten, dass Blaubeermarmelade überaus gut färbt. Unsere Nachbarn haben uns zwei Kilo Blaubeeren geschenkt, weil sie viel zu viele gesammelt hatten und ich habe die heute zu Marmelade verarbeitet. Leider platzte das erste Glas, der Boden fiel einfach raus und dann war halt überall Marmelade. Immerhin keine Scherben, sondern zwei sauber getrennte Teile – Zylinder samt Deckel und Boden des Glases. Trotzdem einfach eine furchtbare Sauerei und nach fünf Minuten schon nicht mehr rückstandslos von weißen Küchenfronten und Plastik (Spülmaschine) zu entfernen. Auch Haut sieht nach übermäßigem Blaubeerkontakt etwas ungesund aus und das hält sich wirklich hartnäckig. Machen Sie das also lieber nicht nach. Und spülen Sie die Gläser immer heiß aus, das hatte ich zwar auch gemacht, aber wer weiß wie viele geplatzt wären, hätte ich es gelassen.

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Es gibt ja Dinge, da gibt es kein Zurück mehr, wenn man einmal damit angefangen hat. Also nicht nur Drogen und ähnlich lebenszerstörende Dinge, sondern auch total harmlose. Das ist ein Teaser für morgen. Hähä.

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Ein Teaser für bald: ich brauche ein neues Parfum. Das, was ich täglich benutze, ist scheinbar aus dem Programm genommen worden und bald leer. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass es für jemanden, der an Parfümerien immer sehr schnell und mit angehaltener Luft vorbeigeht, nicht ganz trivial ist, einfach ein anderes Parfum zu kaufen. Aber ich habe einen Plan, den ich noch in meinem Urlaub in die Tat umsetzen möchte. (Kein Parfum ist keine Lösung, leider, aus Gründen.)

Tag 2931 und 2932 – Dänemark Tag 16 und 17.

Gestern waren wir mit fast allen – manche von uns brauchen ab und an mal Pause vom Rest und wir waren bisher im Urlaub nicht so ganz flink darin, darauf Rücksicht zu nehmen – in einem Fischerei- und Seefahrtsmuseum im Nachbarort (Esbjerg). Das war zwar recht klein, aber sehr fein. Man konnte sehr viele lokale Fische und anderes Getier aus dem Meer angucken, auch mal versuchen, eine Scholle zu streicheln, seine Größe mit der verschiedener großer Meeresbewohner vergleichen (ich bin so groß wie ein ausgewachsener Katzenhai) und wenn es nicht geregnet hätte wie aus Kübeln, hätten wir sicher auch noch die Robben angeschaut. Außer lebendem Getier gab es noch eine Ausstellung über mystische Meerbewohner wie Meerjungfrauen, Riesenkraken und Seeschlangen und auf welchen Grundlagen vermutlich diese Mythen fußen. In einem anderen Raum war eine Ausstellung über die letzte Generation der lokalen Fischer, die noch tatsächlich mit Kuttern zum Lebensunterhalt aufs Meer fuhren. Knittrige Gesichter, die viele Geschichten zu erzählen hatten. Außerdem war eine weitere große historische Ausstellung draußen, zum Beispiel eine Werft aus den 50ern und mehrere Boote, sowie (etwas gruselig und ich war auch aus Gründen nicht drin) ein originaler Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Der Draußenausstellung war ein Spielplatz vorgelagert, wo wir leider mit K2 und Pippi hängen blieben. Naja, hoppla. Der Spielplatz war aber echt schön, als es dann endlich etwas trockener wurde.

Tumore, äh, Hüpfbälle aus alten Bojen.

Also falls Sie mal einen halben Regentag in Esbjerg überbrücken müssen: das Fischerei- und Seefahrtsmuseum ist wirklich schön und liebevoll gemacht.

Heute waren wir dann, ebenfalls mit fast allen (aber in anderer Konstellation) noch mal im Schwimmbad schwimmen. Dieses Mal nutzte ich auch die Bahn so richtig und schwamm eine halbe Stunde lang Bahnen. Dabei stellte ich fest, dass ich gar nicht mal mehr sonderlich fit bin, was schwimmen angeht, und werde, falls er eintritt, schlimmen Muskelkater verdient haben, weil ich es mir natürlich nicht durchgehen lassen konnte, mich nicht total auszupowern als wäre ich noch beim DLRG. Nur die Technik sitzt noch so halbwegs zufriedenstellend. Hrmpf. Aber die Kinder hatten wieder sehr viel Spaß und wollten gar nicht gehen. Verständlich.

Jetzt ruft aber wieder das Bett sehr sehr laut. Schwimmen macht müde.

Tag 2922 und 2923 – Dänemark Tag 7 und 8.

Huch, schon ne ganze Woche rum!

Wir haben es immer noch ferienmäßig gut, spielen viel (gestern bis so spät, dass bloggen einfach nicht mehr drin war), chillen, bauen Lego und kommen nach und nach im Ferienmodus an. Für mich heißt das, dass ich zum Beispiel mal spontan Lust auf Eis kriege und dann abends mit Herrn Rabe halt noch nen Spaziergang zum Supermarkt mache (weil um 17 Uhr die Eisdielen schließen).

Leider ist Michel seit gestern krank und liegt eigentlich nur im Bett. Fieber, Kopfschmerzen, laufende Nase. Das Bettzeug haben wir schon x mal gewaschen, wegen heftigem Nasenbluten. Er betreibt scheinbar Aderlass über die Nase. Heute geht es schon besser, aber noch nicht gut. Immerhin hat er aber wieder gegessen.

Die Mädels kriegt man nur selten zu Gesicht, die spielen die ganze Zeit irgendwas mystisches und versuchen, uns Erwachsenen Zutrittsverbot zur oberen Etage zu geben. Herr Igelbert hat sie trotzdem heute mal zum Aufräumen gezwungen, denn sie hatten sehr fleißig gebastelt – aber ohne die übrig gebliebenen Mount Everests aus Papierschnipseln zu entsorgen. Sehr süß ist, dass Pippi den anderen beiden ihre norwegischen Bücher vorliest. Das übersetzen muss sie noch ein bisschen üben, aber es ist trotzdem SO NIEDLICH!

Hachz.

Tag 2894 – Müde.

Endlich Ferien. Also für die Kinder.

Herr Rabe ist gut in Dänemark angekommen.

Ich fürchte, der Apfelbaum ist hinüber. Das finde ich sehr traurig.

Ich muss höchstwahrscheinlich im nächsten halben Jahr NICHT nach China, das finde ich beruhigend.

Nach zu viel Arbeit und zu viel anderem Kram muss ich jetzt aber erst mal schlafen. Ich bin vorhin schon bei Michel im Bett eingeschlafen, habe dann aber, nachdem ich wieder aufgewacht war, noch draußen gegossen (mit der Kanne dürfen wir!) und Wäsche aufgehängt und mich dabei von Mücken fressen lassen. Die sind hier dieses Jahr zum ersten Mal so richtig schlimm, keine Ahnung wieso, es ist ja total trocken. Ein Hoch auf den Mückenstichbritzler, das ist kurz schlimm aber dann meistens direkt weg.

So, Licht aus jetzt, gute Nacht.

Tag 2893 – Dies und das.

War heute das vermutlich letzte mal vor meinem Urlaub im Büro. Seltsam. Habe die Lieblingskollegin gezwungen, mit mir Eis zu essen. Das war schön. (Drehe ansonsten weiter am Rad wegen Korea, aber was soll man machen, es wird ja so oder so passieren und dann irgendwie laufen.)

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Michel ging es heute schon viel besser, er hatte sich ja gestern auch sehr gründlich entladen. Auch das sehr ähnlich wie bei mir.

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Pippi hat am Samstag noch einen Tanzauftritt. Heute war Generalprobe dafür und – die sind ja schon sehr niedlich, diese Kleinen. Der Trainerin gebührt allerdings aller Respekt der Welt, so eine Horde kleiner Mädchen im Blick haben, ist echt nicht ohne und wäre absolut nichts für mich. Pippi freut sich sehr auf die Aufführung und hat mir vor und nach der Probe diverse Knöpfe an die Backe gelabert und dazwischen gesungen.

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Herr Rabe fährt (naja, fliegt) morgen mit seiner Arbeit auf die Färöer-Inseln. Der freut sich darauf auch. Außerdem hat er gestern den zweiten Platz beim Mario Cart-Tournier gewonnen, während ich bei der Arbeit so Sachen bespreche wie „Anträge richtig ablehnen“ und „Was ist eine sinnvolle Bußgeldhöhe“. Mir scheint, einer von uns hat den lustigeren Job.

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Es ist so warm. Ich meckere nicht darüber, aber ich meckere darüber, dass es auch so furchtbar trocken ist und ein paar Pflanzen und der Rasen schon leichte Ermüdungserscheinungen zeigen. Klimawandel, so schön.

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Der Geigenlehrer hat mir ein neues Stück gegeben. Jetzt übe ich das Presto aus der 1. Violinsonate von Bach, das ist gleichzeitig überraschend leicht (man bricht sich dabei gar nicht die Finger, faszinierend) und erwartet schwer (2 Seiten in gleichmäßigen, schnellen Sechzehnteln rauf und runter dudeln und es wie Musik klingen lassen ist nichts für Feiglinge). Es geht einfach immer noch ein bisschen weiter, noch mal 8 Takte, nochmal 4, und nochmal acht und dann, etwas überraschend in dem ganzen Fluss, zwei Schlussakkorde. Ta-Taaaa!

Tag 2882 – Dies und das.

Die Kinder kamen heute beide sehr müde wieder zurück. Vor allem Michel hatte wohl kaum Schlaf und war dementsprechend nicht wirklich genießbar. Aber er hatte gestern eine gute Zeit und ging dann heute um kurz nach sechs ins Bett – und schlief beim Vorlesen schon ein, was in seinem Leben bisher vielleicht drei mal vorgekommen ist.

Trotz wenig Schlaf haben wir die Kinder gezwungen, den zugesagten Korpsspieltermin wahrzunehmen. Die „Kleinen“, also Aspiranten und Junioren, spielten bei der Saisoneröffnung des Bygdetunet, des örtlichen Freilichtmuseums. Das machten die prima, inklusive Marschieren. Sie haben noch den niedlich-Faktor, das war bei einem Stück ganz gut so, aber ich sag’s mal so: Farin hat am Freitag auch ne komplette Strophe in der falschen Stimmung gespielt. Passiert. Wir Eltern mussten übrigens mit, um den Kindern Notenständer und Pippi ihre Trommel hinterherzuschleppen. Aber das ist alles noch wesentlich besser, als sich jedes Wochenende mit Fußball um die Ohren zu schlagen.

Apropos Ohren: um meine ein wenig zu reinigen, ging ich zu einem Kammermusik-Konzert hier im Ort. Es gibt hier nämlich eine kleine Gruppe professioneller Musiker, die sich semi-regelmäßig für Kammermusik zusammentun. Ich wollte da schon länger mal hin, aber es kam immer was dazwischen. Dieses Mal aber nicht. Das Konzert war in der Kirche und auf dem Programm stand „Brahms+“. Die Musiker sind ein Hornist, ein Pianist und ein Violinist. Das klingt vielleicht wie eine seltsame Kombination, ist es aber, entsprechend arrangiert, gar nicht. Außerdem sind die drei einfach richtig gut, da ist fast* alles einfach schön. Zum Abschluss spielten sie das Horntrio von Brahms und bescherten mir damit gehörige Gänsehaut. Da werde ich auf jeden Fall wieder hingehen und auch Leute zwingen, mitzugehen, für die Qualität der Musik war das Publikum nämlich peinlich spärlich anwesend.

Ansonsten haben wir heute die davon sehr schockierten Schweinchen wieder zu Draußenschweinchen gemacht. Das hätten wir auch schon ein paar Wochen machen können, aber einer von uns war ja an den Wochenenden immer unterwegs und alleine kann man den Käfig nicht versetzen. Die Schweinchen waren wie erwähnt not amused, ich glaube, die mögen auch keine Veränderung. Bisher haben sie einen sehr kleinen Teil des Geheges neu erkundet und sich dann ins Häuschen zurückgezogen und mich sogar als ich mit Gemüse kam, nur skeptisch aus dem Haus angeguckt, ohne rauszukommen. Ich kann es ja verstehen, draußen ist alles anders, Geräusche, Gerüche, Untergrund, und es sind kleine, ständig in der Angst, gefressen zu werden, lebende Klopse auf Beinen. Aber erfahrungsgemäß werden sie sich dran gewöhnen und spätestens in ein paar Tagen immer quiekend am Gitter hängen, wenn die Nachbarn vorbei gehen, die werfen nämlich gern mal ein Salatblatt oder zwei aus deren Garten zu den Schweinchen rein. Das dürfen sie auch, sie haben gefragt, nicht dass Sie jetzt denken, Norweger würden sowas einfach ungefragt machen. Um Himmels Willen, das würde denen nicht einfallen! Es wurde ordentlich gefragt und jetzt freuen sich die Schweinchen über Salat und die Nachbarn über quiekende Schweinchen.

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*ok, das erste Stück war nicht mein Fall. „Appell Interstellaire“ (glaube ich) von Olivier Messiaen. Sehr, äh, modern.

Tag 2878 und 2879 – Wohl müde.

Es ist diese Zeit des Monats, in der ich echt nicht gute Laune habe. Generell ist die Zeit des Jahres, in der ich nochmal sechs Wochen mit mehr als Vollgas durchklotze und deshalb ständig müde bin. Immerhin muss ich nicht, wie Herr Rabe, mehrere Nächte in Folge erfolglos Dinge migrieren. Es könnte also schlimmer sein.

Ich muss nach dem Sommer wirklich dringend Ämter loswerden. Zu viele Töpfe zum drin Rühren ruinieren die Nerven der Köchin, oder so. Aber bald ist ja Wahl, dann kann sich irgend eine Person, die weiter oben auf der Liste steht, in die Ausschusssitzungen setzen.

Die Kinder alternieren zwischen Kotzbrocken und erstaunlich großen und selbständigen Kindern. Wie das halt so ist. Pippi schläft jetzt seit neuestem manchmal alleine ein, „wie ein großes Mädchen“. Damit hängt ganz bestimmt nicht zusammen, dass sie aber ebenfalls manchmal „Ihr habt Michel viel lieber als mich!!!“-Heulanfälle bekommt. Michel kriegt nämlich noch vorgelesen und ich glaube langsam, das werden wir bei ihm auch mit 18 noch tun.

Gestern und heute hatte ich eine Inspektion, die zur Abwechslung mal kein überraschender Albtraum war. Zwischendurch ist sowas ja auch mal ganz nett. Ich wüsste auch nicht, wie ich noch einen weiteren Albtraum-Report schreiben sollte, vor dem Sommer, versteht sich, weil ich ja in drei Wochen schon in Korea bin und in vier Wochen nur noch einen Arbeitstag vor dem Urlaub vor mir habe. Und Jet Lag habe.

Gute Nachrichten gibt es aber auch aus anderer Richtung, nämlich finanziell, unter anderem* kam meine Steuer-Rückerstattung heute.

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*es kam auch was anderes, aber ich weiß nicht, ob ich das hier überhaupt erzählt habe. Die Moral von dieser Geschichte ist aber: leg dich nie mit Inspekteur*Innen an, die können Gesetzestexte lesen und verstehen und dir im Zweifel in feinstem Bürokrat*Innensprech um die Ohren hauen. Das kann dann für dich teuer werden.

Tag 2861 – Nichts spannendes los gewesen.

Heute gibt es hier nicht wirklich was zu erzählen. Ich wachte mit Migräne auf und schlief, nachdem die Tablette wirkte, noch ein paar Stunden weiter, das war nötig. Dafür bin ich jetzt noch wach, naja.

Der Rest vom Tag war wie Sonntage meistens sind. Schweinchen sauber machen, Geige spielen (nur relativ kurz, denn es lief so gut, dass ich aufhören musste, um mein Hochgefühl nicht kaputt zu machen. Üben hilft!), Wäsche, Kochen, Badewanne. Den halben Dschungel, den wir hier drinnen züchten, habe ich auch gegossen, das artet langsam in Arbeit aus. Herr Rabe hat die Reifen an den Autos gewechselt, ich habe den Reifendruck an der Tankstelle kontrolliert und justiert und bin dann dran gescheitert, bei Cardos den Reifendrucksensor zu resetten, weshalb immer noch die Reifendruckkontrollleuchte blinkt. Hrmpf.

Morgen Büro, da habe ich wenig Lust drauf, muss ich sagen. Dafür nur zwei Tage Arbeit und dann eine ganze Woche frei, hehe.

Tag 2833 – Müde Kinder sind müde.

Wer hätte das gedacht! Teils sind sie dann auch unausstehlich. Auch das nichts Neues. Aber sie hatten eine gute Zeit und das ist ja das Wichtigste.

Herr Rabe hat die Nachtwache dazu genutzt, sein bei der IT-Konferenz gewonnenes Riesen-Legoset (ein Lego-Technik-McLaren-Formel 1-Auto) zusammenzubauen. Das hat wohl ganz gut geklappt, aber auch Herr Rabe war heute etwas müde.

Ich habe eine weitere Geigenstunde gehabt. Die war echt ganz gut. Ich hab wieder viel Lob dafür bekommen, wie ich mit den Stücken gearbeitet hab. Hurra!

Ansonsten war Wochenende wie immer. Schweinchen sauber machen, Blumen gießen, bügeln (ärgs…)… sowas halt. Langweilig, aber nötig. Und langweilig ist manchmal ja auch ganz schön.