Tag 1049 – Cliffhanger.

Tja, das war ein ordentlicher Cliffhanger gestern, oder? Also, heute kam ich leider auch nicht zum ausführlichen Bloggen darüber, wie man hier ein Haus kauft, ich war nämlich mit anderen Dingen beschäftigt. Ich habe Zahlen hin und hergeschoben, Kassensturz gemacht, Briefe an Versicherungen geschrieben, mit der Bank telefoniert und einen Besichtigungstermin für das Haus, das ich gestern Nacht quasi aus Versehen fast gekauft hätte, wäre das denn gegangen, ausgemacht. Denn das haben Hauskäufe in Norwegen und Deutschland dann schon gemeinsam: man sollte das Objekt vielleicht doch vorher mal angeschaut haben.

Und heute Abend hatte ich dann auch keine Zeit, denn ich habe mit meiner Familie telefoniert und das ist zeitlich dann alles eskaliert. Auf jeden Fall stehen die Chancen halbwegs gut, dass wir das Eigenkapital zusammengekratzt und -geliehen bekommen. (Ja, ich weiß, dass es nicht ohne Grund illegal ist, Eigenkapital zu leihen. Aber es ist kompliziert und ich habe da sehr viel dran rumgerechnet, so viel Hirn kann man mir schon zutrauen, dass ich das nicht ohne Grund tun würde. Auch wenn ich gestern fast aus Versehen ein Haus gekauft hätte*.)

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Auto-Lobhudelei: ich habe echt jemanden um Geld gebeten. Um viel Geld. Sie glauben gar nicht, wie enorm dieser Schatten war, über den ich da gesprungen bin. Dass ich vielleicht damit den nächsten Familieneklat ausgelöst hab, fühlt sich da fast schon ein wenig verdient an.

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*Fun Fact: das, was ich bieten wollte, wäre ~40.000€ unter dem veranschlagten Preis gewesen. Dafür hätten wir das Eigenkapital sogar schon (mit Hängen und Würgen). Ich wollte ja nur wissen, wie das geht. Und wenn ich das Haus dann echt gekriegt hätte, weil niemand drüber geht und der Verkäufer das Ding so dringend loswerden will, dass er die Kröte schluckt, wäre das ein echtes Schnäppchen gewesen. Vermutlich. Weil: erstmal angucken.