Tag 1183 – Der Räumverein.

Vor etwa zwei Wochen bekamen wir in unserer Straße hier alle einen (elektronischen) hochoffiziellen Brief von der Kommune. Darin stand, dass ab dem Winter 2018/2019 wir als Eigentümer für jegliche Straßeninstandhaltung zuständig sind, zum Beispiel Beleuchtung, Dings, Bums, Tralala und Räumen im Winter.

Am nächsten Tag schneite es übrigens.

Jedenfalls alle so: waaaahhhhhhhh! Panik! Hier wird NIE MEHR geräumt und jeder muss demnächst immer selbst den Laternenmast hochklettern und ne neue Birne reindrehen und den Meter Straße vorm Haus asfaltieren.

In der Nachbarschafts-Facebookgruppe ging es ein paar Tage lang hoch her, nachdem aber jeder einmal „aber das können die doch nicht machen! Direkt vorm Winter!“ geschrieben hatte, flaute es auch schnell wieder ab.

Man muss dazu sagen: in der ganzen Straße wohnen 21 Parteien. 21. Quasi unüberschaubar viele.

Jedenfalls war recht schnell halbwegs sicher beschlossen, dass wir eine Art Verein gründen müssen, der dann den Räum-Mann beauftragt. Jemand klärte mit der Kommune ab, dass die den Räumdienst nicht kündigen, bis wir soweit sind ihn wieder zu beauftragen, weil November halt auch etwas spät ist, um nach einem anderen Räum-Menschen zu suchen. Es wurde gesagt, dass wir für die Gründung dieses Vereins ein Treffen brauchen.

Dann kam Grillenzirpen.

Bis heute Nachmittag. Denn um 17:30 Uhr las ich plötzlich in der Facebookgruppe eine neue Nachricht: „Findet das Treffen heute um 19:00 Uhr statt?“

Überraschender Weise (für mich) war die Antwort ja.

Also ging ich um 18:58 Uhr los Richtung Hausnummer 6. Schönes Haus, etwas seltsame Leute drin. Nachbarn halt. Sucht man sich nicht aus. Außer mir waren noch 7 andere Parteien gekommen, was die eine Nachbarin mit „vermutlich haben sie es nicht rechtzeitig mitbekommen“ kommentierte. No shit, Sherlock, irgendeinen Kommentar in einen Thread mit 46 Antworten schreiben ist halt keine offizielle Einladung. Nun saß ich da also, Die Neue, zwischen den Nachbarn und versuchte irgendwie zu folgen, das Gespräch drehte sich mehrmals im Kreis um die Sachen, die eh schon klar waren (nein, wir brauchen keine Angst vorm Wintereinbruch haben, ja, wir müssen uns jetzt irgendwie organisieren) und mit neun von 21 Parteien kann man ja auch keinen Verein gründen in dem alle anderen dann halt mitmachen müssen, ob sie wollen oder nicht. Zumindest fand ich das und die anderen nickten dazu zustimmend. Deshalb werden wir nächste Woche Donnerstag um 19:30 (weil dann bei den meisten Leuten mit kleinen Kindern diese im Bett liegen, hahahahahahaha) ein neues Treffen haben, es wird aber dieses Mal eine schriftliche Einladung geben.

Das hat über eine Stunde gedauert. Eine Stunde. Herrje. Das wird noch lustig hier.

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Auto-Lobhudelei: heute endlich mit dem Einsortieren von (Näh-)Kram im Arbeitszimmer angefangen.

Tag 1164 – Alles so hübsch bunt!

Wir wollen unsere Wand streichen. Wir haben deutlich mehr als eine Wand im Haus, ja, aber wir fangen mal klein an und streichen eine Wand, nämlich rund um die Wohnzimmertür. Na gut, und um die Küchentür auch noch, und dann vielleicht den Schornstein in einer Kontrastfarbe und… nee. Erstmal die eine Wand. Da soll mein kleiner lila Schrank stehen und wir haben eine Uhr gekauft, die ausreichend lange Zeiger hat um den Raum darüber sinnvoll auszufüllen (das war gar nicht so einfach!). Die Uhr haben wir, weil die Farbe in der wir streichen wollen dunkel sein soll, in Silber gekauft und nicht in Schwarz. Die Herausforderungen bei der Farbwahl sind:

  • Muss zum Schrank passen (fliederfarben)
  • Muss zum Fußboden passen (Eiche halt… so gelblich holzfarben, recht warm.)
  • Muss zu der restlichen Wandfarbe passen (abgetönt hellbeige)
  • Pippi und ich waren also heute im Baumarkt und haben Farbkarten geholt. Wir haben jetzt vier identische rosa Farbkarten und diverse dunkelgrün-petrol-Türkis-dunkelblau-mitternachts-Eismeerblautöne und auf dem Bild sehen die alle ganz ähnlich aus, sind sie aber in Wirklichkeit nicht. Meinen eigentlichen Favoriten aus der Vorrecherche habe ich vergessen oder vielleicht ist er auf dem Beifahrersitz in die Ritze gerutscht, ärgerlich, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Herr Rabe will auch noch mal bei Tageslicht gucken.
  • Ansonsten: der grüne Schrank hat ein paar richtig üble Macken abbekommen und natürlich weiß ich die Farbcodes nach 10 Jahren nicht mehr (ich weiß aber noch, dass das Innenleben nicht weiß ist, sondern quasi ein homöopathisch verdünntes grün des Restes, nur einen Hauch bläulicher). Ich habe also heute einen Splitter abgeprokelt und mit in den Laden genommen und da mit dem Farbfächer abgeglichen. Zuvor hatte ich eine App eines Farbenherstellers geladen, die Farben bestimmen kann und ich muss sagen, die App hat das überraschend gut getroffen, bei der Ladenbeleuchtung bin ich nämlich auch nicht sicher, welche der beiden Farben besser passt. Ich glaube aber 0575-G20Y ist es.
  • Man bedenke: Handykamera nix gut, in echt sah 0575-G20Y einen Tucken besser passend aus, auf den Fotos ist es umgekehrt.
  • Den Splitter bekommt jetzt übrigens der Spediteur zugeschickt, dann soll der auch noch mal schauen. Ich dachte zwar, das sei eine RAL-Farbe, aber da gibt es nur ein Grün, das in die Richtung geht und das passt in den RGB-Farbcodes irgendwie nicht so zu den beiden Farben, die ich hier ermittelt habe. Und ungefähr beim Umrechnen von RAL in RGB verliere ich auch ganz schnell die Lust, es hat schon Gründe, weshalb ich keine Graphikdesignerin geworden bin.
  • Tag 1103 – Ordentlich platt.

    Man verlernt das mit dem Tanzen ja nicht und ich hatte gestern wirklich sehr viel Spaß. Völlig nüchtern, denn ich bin gefahren. Der letzte Zug von Oslo nach Eidsvoll geht nämlich um 0:44 Uhr, das ist für einen Club ja nix. Aber von Ankunft bis Laden schließt habe ich die 2,5 Stunden eigentlich konstant durchgetanzt, mit einer Pinkelpause auf dem Unisex-pro-Kabine-nur-eine-Person-sonst-fliegste-raus-Klo. Hachja. Doch, das war sehr schön. Trotzdem war heute ein recht gammeliger Tag, ich war eben erst um fünf im Bett und außerdem habe ich furchtbaren Muskelkater.

    Die Kinder haben sich weiter mit den Nachbarsmädchen angefreundet, die klingelten einfach an der Tür und dann tobten sie hier zu viert durchs Haus und die Gärten, das freut mich nach fünf Jahren Norwegen mehr als ich gedacht hätte. Ich bin ein Einsiedler geworden hier, der sich beim Klang der Klingel* fast erschreckt und dann fragt, ob sie was bestellt hat, aber es ist ja Sonntag und…? Und dann stehen da zwei Mädels und fragen „Kann Michel zum Spielen rauskommen?“ Hachz. Michel hat die zwei dann übrigens schwer beeindruckt, indem er sich einen Eimer kaltes Wasser übergegossen hat. Wir haben Videos, das wird ein schöner 18. Geburtstag. Besonders schön auch in Kombination mit dem Video von Pippi: während Michel nach dem Gießen herumspringt wie ein Frettchen auf Speed, gackert wie ein Huhn und lautstark kundtut, wie kalt das ist, gießt Pippi einfach und antwortet auf Nachfrage, ob das kalt ist: „Joa.“ Ich habe mich darüber sehr amüsiert.

    Jetzt Bett, morgen müssen wir dem Chipsmann sagen, was Sache ist. Das wird… nicht so schön.

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    *sie klingt sehr schön. Überhaupt finde ich unser Haus nach wie vor sehr sehr schön. Hachz.

    Tag 1086 – Eine Shoppingtour für die Tonne.

    Wir waren heute beim Möbelschweden und dass es den Tisch, den wir gerne als Zweitesstisch für die Küche gehabt hätten, nicht gab war im Endeffekt irgendwie fast noch am Besten. Aber fangen wir vorne an, bzw. zu Hause. Da machten Herr Rabe und ich eine lange, laaaaaange Liste mit Dingen, die wir noch brauchen. Da stand dann von Klobürsten bis Sofa alles drauf. Wir maßen nochmal die Sofaecke aus und die Garderobe auch, da muss ja auch irgendwas hin. Wir schauten nochmal online und im Papierkatalog nach Garderobenlösungen und einigten uns schlussendlich auf eine Elvarli-Lösung. Die wir dann auch komplett per Elvarli-Planer durchplanten und Codes generierten, die man, laut Internet, einfach am Infodesk aufruft und sich die Liste mit Regalen ausdruckt, in denen die Teile liegen. So fanden wir uns recht gut vorbereitet. Und fuhren los, nach Oslo. Wir wohnen ja jetzt quasi zwischen 2 Möbelschweden, aber wir dachten, Oslo wäre eine gute Idee.

    Tja, wäre es eventuell auch gewesen, wären wir früher losgekommen. So waren wir um halb fünf da, zusammen mit halb Oslo. Schon allein die Parkplatzsuche war… unspaßig. Und so schmale Parkplätze. Meh. Als wir die Kinder aus dem Auto holten, fiel auf, dass wir für keines Schuhe dabei hatten. Hupsi. Aber egal, die sollten ja eh ins Småland. Hahaha. Das war natürlich voll, außerdem ist das da eh nur ein Spielraum, mit 1 Stunde (EINER!) Zeitbegrenzung. Ähhhh, ok. Also erstmal Kaffee und Kuchen. Im ultra vollen Restaurant, in dem grad alle Familien zu Abend aßen. Wir standen so lange an, dass nicht viel gefehlt hätte, dass ich Leute gebissen hätte, aus Hangryness und schierem Hunger. Dann suchten wir einen Tisch, was auch nicht einfach war und als wir an einem schon angestanden (!) hatten, quetschte sich blitzschnell ein Mädel, nennen wir sie aus Gründen einfach Cakey McCakeface, auf die Bank und glotzte mich blöd an, als ich überlaut zu den Kindern sagte „Oh, da war jetzt wer schneller, da müssen wir wohl weitersuchen“. Ich weiß dass sowas unfair ist, aber in 10 Jahren steht sie da mit 2 hungrigen Kindern und sucht nen Sitzplatz und dann werd ich da sitzen mit meinem Mittvierzigerarsch und ohne cakey Makeup und dann kommt meine Rache, wenn ich mir in Zeitlupe den Daimkuchen… aber ich schweife ab. Jedenfalls sagten wir etwa 2000 mal „Nimm die dreckigen Füße von der Bank!“ und dann waren wir auch fertig mit Essen. Wir teilten uns auf: ich und die Kinder warteten auf Plätze im Spielraum, Herr Rabe versuchte sich für die Leihwagen zu registrieren. Beides dauerte ca. ewig, war aber schlussendlich erfolgreich.

    Dann: Sofa. Ich versuchte probesitzend, mich am Handy für eine Bezahlkarte zu registrieren, was voll easy ging, bis zu dem Punkt „Wenn Sie die Karte heute schon benutzen wollen, müssen Sie am Desk ihren Ausweis vorzeigen.“. Den hatte ich nicht dabei. Also versuchte Herr Rabe, der immer seinen Ausweis dabei hat, sein Glück. Herr Rabe aber scheiterte an der Signatur per BankID, die App streikte. Naja, dachte ich, vielleicht können wir aus zwei halben Registrierungen eine machen, das müsste ja vielleicht… NEIN! Natürlich nicht. Und ich sag mal so: das kann man mit weniger Überlegenheit kommunizieren, liebe Verkäuferin, und überhaupt ist deine eine Wimper schief.

    Beim hunderttausendsten Versuch ging es dann endlich, außerdem mussten wir das Sofa bestellen. Also zurück zur Wimpernfrau, wieder Nummer ziehen, jaaaa, wollen Sie das denn jetzt mitnehmen oder liefern lassen, aber das dauert zwei Wochen, schauen Sie doch mal ob Sie einen Leihwagen kriegen. Ich dachte ja, Herr Rabe hätte das schon gemacht, aber nein, das ging auch nicht per Handy, weil die App… ok. Und da bin ich dann wütend abgerauscht Richtung TV-Möbel. Mit noch 20 Minuten der Kinderfreizeit auf dem Tacho. Ohne irgendwas überhaupt bisher vollbracht zu haben.

    10 Minuten später war Herr Rabe dann bei mir und fand alles blöd was ich gut fand, aber er hatte ein Auto für 19:30 gebucht. Bis dahin waren es noch eineinhalb Stunden, das sollte ja machbar sein. Aber erstmal Kinder abholen, weil Stunde abgelaufen. Die Kinder hatten die Stunde vor der Glotze verbracht.

    Zurück in der TV-Möbel-Abteilung. Michel will, dass wir ihm Zahlen malen, Herr Rabe und ich versuchen uns auf irgendwas zu einigen, Pippi sitzt auf dem Boden und malt in ihr Aktivitätsheft. Ich zeige Herrn Rabe den Unterschied zwischen Blau und Türkis, Michel nölt und Pippi… ist weg. Hinterm Regal? Nein. Hinter dem Regal? Nein. PIPPI! Brülle ich in meiner besten Mama-Stimme, der ganze Stock hat’s gehört, da bin ich sicher. Aber sie kommt nicht. Sie ist weg. Herr Rabe sucht zwischen sämtlichen TV-Möbeln aber PIPPI IST WEG! Panik steigt in mir auf. Kalte, ekelhafte Angst. Mama, mal mir eine 2. JETZT NICHT MICHEL, PIPPI IST WEG! Wir müssen sie suchen. Aber was soll ich dann machen? DU KOMMST MIT! Am Kragen mein eines verbliebenes Kind packend suche ich das zweite, beim vierten Mal rufen schnappt meine Stimme über und hinter der dritten Ecke fange ich haltlos und panisch an zu schluchzen. Ich kann auch kein Norwegisch mehr und stammele herum und merke, dass mein Atem aus dem Takt gerät und ich hyperventilire. Irgendwer holt einen Mitarbeiter, ich weiß nicht mehr was dann war, plötzlich sagen Leute, da hinten ist das Kind und ich renne da hin (Michel schleifend) und Pippi kommt aus der nächsten Abteilung und guckt ganz verdattert, dass Mama so hysterisch ist. Vor lauter Schreck weint sie dann auch und ich kann kaum mein Handy halten um Herrn Rabe anzurufen, dass sie da ist.

    Zehn Minuten später bestellen wir bei dem Mitarbeiter, der geholt wurde, ein TV-Möbel und das Sofa (zu der Wimpernfrau gehe ich nicht mehr zurück).

    Die Kinder drehen frei und wir versuchen so gut es geht Zeug auszusuchen. Tisch, Stühle, Kinderschreibtisch, Gästebett, dies, das. Unser toller Elvarli-Code funktioniert natürlich nicht, es gibt auch keinen Planer und generell scheint niemand daran interessiert, dieses System zu verkaufen. DANN NICHT. Wir haben ja keine Zeit. Es ist immernoch sehr sehr voll und ich habe schon lange keine Lust mehr. Wir gehen im Stechschritt durch die Markthalle und sammeln Kleinkram. Die Mülleimer haben wir in der Küchenabteilung wohl verpasst. Ebenso die Kellerregale. DANN NICHT. Um sieben sind wir im Lager. Besser gesagt: in Lager Nummer eins, denn dieses Möbelhaus hat drei! Lager. Das am Ausstellungshaus selbst, eins über die Straße (in dem man gesondert bezahlen muss) und die Warenausgabe in fünf Minuten Autofahrtentfernung. Suuuuper.

    Um zehn nach acht haben wir alles aus Lager 1 zusammengesammelt, der erste Wagen ist schon mal voll, es soll sich ja lohnen mit dem Mietwagen.

    Um viertel vor acht (!!!) hat es Herr Rabe durch die Kasse geschafft. Er geht direkt zum Servicedesk, das Auto „verlängern“. Wenigstens geht das problemlos, allerdings müssen wir natürlich wieder anstehen.

    Wir holen das Mietauto, es hat eine Macke. Telefonieren. Warten. Um viertel nach acht sind wir an Lager 2. Pippi plumpst vom Wagen und hat eine Beule. Beide Kinder sind inzwischen so drauf, dass ich sie aussetzen möchte (ja, zwei Stunden nach der Pippi-Weg-Panik), sie hauen sich, stehen im Weg, machen nicht mit.

    Der Tisch ist ausverkauft. DANN NICHT! Um viertel vor neun sind wir endlich aus Lager 2 raus, mit einem weiteren komplett vollen Wagen mit großen Paketen.

    Noch zur Warenausgabe, das Sofa abholen. Den Zettel brauche ich dafür, die Quittung kannst du ja schon mal einstecken. Das Sofa soll 2,5 Kubikmeter Platz brauchen. Ich baue auf Herrn Rabes Tetriskünste. Bei der Warenausgabe steht schon vorne, dass es heute längere Wartezeiten gibt. Unser Sofa, vor 45 Minuten bezahlt, ist noch nicht mal in Bearbeitung.

    Nach 20 Minuten Warterei springt es auf Abholbereit. Und wieder zurück zu in Bearbeitung. WTF?

    Nach weiteren 10 Minuten Warterei (3 Pakete, sorry, wie lang kann das dauern, wenn es schon in Bearbeitung ist?) gebe ich auf. Ich fahre mit den Kindern schon mal los nach Hause. Es ist zwanzig vor zehn und die Kinder kippen sonst bald aus den Latschen oder zünden aus Quatschigkeit die Bude an.

    Zehn Minuten später. Mein Telefon klingelt. Die brauchen die Quittung. Du musst zurückkommen.

    Es kommt keine Ausfahrt. Reicht es, wenn ich dir ein Bild schicke? Nein, die müssen die stempeln. SERIOUSLY DANN TACKERT DIE DRECKSBESCHISSENE QUITTUNG AN DEN VERKACKTEN LIEFERSCHEIN IHR KACKWÜRSTE!

    Herr Rabe wartet vor der Warenausgabe auf mich. Ich glaube, er hat Angst, dass ich sonst wem ernstlich Gewalt antue. Immerhin sind beide Kinder eingeschlafen, aber in komischen Positionen, das geht so nicht, mal anders… hups, Michel wieder wach.

    Ich werde die ganze Rückfahrt zugeschwallt. Zwischendurch bekomme ich eine Nachricht, dass Herr Rabe das ganze Auto umpacken musste, jetzt aber unterwegs ist.

    Um viertel vor elf bin ich mit den Kindern zu Hause. Pippi wird wach und muss aufs Klo, ich ziehe ihr auch direkt den Schlafanzug an und lege sie dann in ihr Bett. Michel hat Hunger und ich auch und deshalb mache ich uns ein Spiegelei, für mich mit Brot und Käse und Ketchup, für Michel auf seinen Wunsch hin einfach so.

    Herr Rabe kommt. Ich mache ihm auch noch ein Spiegelei auf Brot, er trägt rein was er kann. Also das meiste. Ich gebe ihm sein Ei und es fällt ihm runter, auf die Dotterseite natürlich. Ich putze Dotter von der Türschwelle.

    Wir tragen das Sofa rein. Es ist wirklich schwer und unhandlich. Dann holen wir Pippi aus dem Bett, ich hole Michel das iPad, damit er mal Ruhe gibt, ich spüle noch einen ganz plötzlich dahingefallenen Nasenbluten-Fleck vom Pflaster und dann geht es wieder los: das Auto zurückbringen.

    Der iPad-Akkuist leer.

    Als der Akku voll genug ist, bin ich froh drum, erwachsenenmusik hören zu können.

    Halb eins. Ich sammle Herrn Rabe ein. Er möchte fahren, soll mir recht sein, ich bin sooooo müde.

    Viertel nach eins. Endlich zu Hause. Beide Kinder wach. Aber jetzt schlafen alle.

    Tag 1084 – Fertig.

    In diesen Sekunden trägt Herr Rabe den Staubsauger und den Wischeimer aus der Wohnung. Ich bin vor 10 Minuten von der letzten Mülltour zurückgekehrt, vor gut zwei Stunden ist der LKW mit unserem Hab und Gut drin verschwunden (das war eine spannende Sache, die ich morgen mit mehr Ruhe vom Auto aus ausführlicher erzählen kann), vor gut einer Stunde habe ich die Schnecken hoffentlich umzugssicher verpackt, wir plumpsen jetzt gleich unter die Dusche und dann ins Bett. Morgen um neun Wohnungsübergabe an den Mietmakler und dann auf zu neuen Ufern!

    (In einem wohlgeordneten Haushalt taucht auch das letzte Teil aus dem Holzmemory wieder auf. Unter der Waschmaschine.)

    Tag 1083 – Ferientag +1. Countdown.

    Dinge fallen auf Norwegisch ja an ihren Platz. Ich mag den Ausdruck, weil es sich manchmal halt echt so anfühlt, wenn sich die Knoten lösen und dann alles ineinander greift und fluppt. So war es heute. Während ich auf dem Rückweg von der Entsorgungsstation einigermaßen grummelig ob des unfassbar unfreundlichen Mannes bei Fretex war (das ist die Heilsarmee, ich erwarte ja nicht ewige Dankbarkeit für ein paar Kleider- und Spielzeugspenden, aber in jeder normalen menschlichen Interaktion erwarte ich ein „Hallo“ und „Tschüss“ und ein erwidertes Dankeschön wär auch ganz nett. Und vor allem wenn eine bezaubernde Dreijährige freudestrahlend Spielzeug um Spielzeug über den Tresen schiebt, dann kann man mal kurz lächeln. Ganz kurz wenigstens.), rief mich Michels neue Schule an. Da sind nämlich jetzt die Ferien für die Administration vorbei und meine vier Anrufe und ebensoviele Mails wurden bemerkt. Wie schön! Und siehe da, Michel kriegt ab Montag nächster Woche einen SFO-Platz, also Randstundenbetreuung/Hort/Ferienbetreuung. Vollzeit. Hurra. Bisschen spannend wird noch, wie wir mit einem Auto das logistische Rätsel lösen, wie Michel im SFO und zeitgleich Pippi im Kindergarten in 30 km Entfernung (nur mit Auto erreichbar) eingewöhnt wird, während ich arbeite (nur mit Auto erreichbar, nochmal 10 Minuten von Pippis Kindergarten). Hahaha. Äh. Vielleicht müssen wir für Montag ein Auto mieten, ich bringe es jedenfalls nicht übers Herz, den morgenmuffeligen Michel um sieben an der Schule rauszusetzen und „tschöhö, schönen ersten Tag!“ zu rufen. Wenigstens ein halbes Stündchen dabei bleiben, fände ich schon gut, irgendwie. Nun gut, davon mal abgesehen, Hurra, Hortplatz!

    Wenig später rief dann auch endlich (!!!) die Umzugsfirma an und eröffnete mir, dass sie morgen spätnachmittags/abends schon zum einladen kämen. Das ist uns im Grunde nur recht, das beschleunigt nämlich unsere Abreise am Mittwoch früh. Allerdings packen wir jetzt einigermaßen hektisch. Tjanun. Morgen übernachten wir dann bei unseren Freunden, die überraschend heute schon aus dem Urlaub zurückgekommen sind. Es fügt sich eben alles.

    Und dann hat noch die Putzhilfe Rücken, wir müssen also selbst putzen, was jetzt nicht wirklich zu unseren liebsten Hobbys gehört, aber immerhin sind wir so wesentlich flexibler, was das „wann“ und „wie“ angeht. Ich kann nach jedem leer geräumten Schrank diesen einmal durchwischen und am Ende bleiben hoffentlich nur noch das Badezimmer und die Fußböden, das ist ja gut noch morgen Abend schaffbar.

    Was sich noch gefügt hat: heute wurde unser neuer Kühlschrank geliefert und zwar direkt ins neue Haus. Die Vorbesitzerin hatte sich bereiterklärt den anzunehmen, dann verzögerte sich aber alles und am Ende wies ich die Post an, das Ding einfach unter das Carport zu stellen. Zähneknirschend, aber in der Hoffnung, dass niemand mal eben ein riesiges und sauschweres Paket wegschleppen würde. Aber man weiß ja nie. Um so froher war ich, als mir die Vorbesitzerin abends schrieb, ihr Lebensgefährte sei nochmal da gewesen und hätte mit seinem Sohn den Kühlschrank ins Haus geräumt. Uff. Und: wir haben jetzt ein Haus und da ist ein Kühlschrank drin. Gnihihi.

    Morgen um diese Zeit ist alles schon verladen. Und übermorgen um diese Zeit ist alles schon wieder ausgeladen.

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    Auto-Lobhudelei: nur kurz dem inneren „WAAAHHHHHHHHH!!!“ nachgegeben und recht schnell in den Fleißbienchen-Modus umgeschaltet.

    Tag 1078 – Ferientag 14. Vom Schönreden.

    Also Umziehen, ne? Umziehen ist total schön. Doch. Dochdoch. Man hat hinterher ein schönes, neues Zuhause. Man kann Geld ausgeben für Möbel, Geräte, Deckenlampen und Kellerregale* und Geld ausgeben macht bekanntlich glücklich. Außerdem ist Umziehen die ultimative Möglichkeit, endlich mal gründlich auszumisten. Aus drei überquellenden Kisten Kuscheltiere zwei machen, die noch zugehen. Heimlich drei bis sieben gehamsterte Q-Tips-Kartons des Sohnes entsorgen. Die Zeiten der Tischunterlage, des Töpfchens und des Babyphons sind hier vorbei und von den Steckpuzzles behalten wir die zwei alten und die anderen vier dürfen auch mal weiterziehen. Ein altes Handy zur Reserve** reicht auch, die anderen zwei kommen weg und die Verpackungen braucht auch echt keiner mehr. Im Kühlschrank gibt es auch so ein paar Leichen, der Ghee ist inzwischen ranzig, die Currypaste ist so scharf, dass wir sie eh nie benutzen und dann sind da noch fünf Tuben verschiedener Salben, die eh ihr Shelflife hinter sich haben und ihren letzten Gang zur Apotheke antreten dürfen. Was irgendwie damit zusammenhängt, ist: Umziehen heißt auch, mal wieder gründlich Ordnung zu schaffen. Alle Holzbauklötze aus der Duplokiste fischen. Drölfzig Puzzles auseinandersortieren. Jutebeutel, dm-Taschen und Ikeataschen voneinander trennen. Die hundertundeine Kramboxen auflösen und die Inhalte in eine einheitliche Ordnung überführen, das ist besonders schön, weil ich diese Kramboxen ja eh hasse wie die Pest. Dochdoch. Schön. So umziehen. Kann ich voll empfehlen, vor allem über 400 oder mehr Kilometer, das ist ganz toll, weil man da dann auch echt drei mal überlegt, ob man die hässliche Vase echt nochmal ein- und wieder auspackt, um sie weitere 5 Jahre nicht zu benutzen.

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    Auto-Lobhudelei: das Kinderspielzeug nicht einfach in Brand gesteckt, weil es SO VIEL ist und die Kinder es eh nur rumwerfen.

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    * Wir werden gar keinen Keller haben, aber Lagerräume.

    ** Als würde man das nochmal benutzen.

    Tag 1075 – Ferientag 11. Von Aufgaben.

    Heute habe ich eine To-Do-Liste gemacht. Alles, was bis zum Umzug noch erledigt sein muss. Damit ich das nicht vergesse, schreibe ich einen noch vergessenen Punkt hier hin: Parkticket abgeben. Da kriegen wir nämlich noch mal etwa 300 Kronen zurück. Zu machen am letzten Tag. Oh, und wenn wir wissen, wann die Umzugsleute zum Einladen kommen: die Parkplätze vorher absperren. Und: Versicherung* anrufen, den Fastlege um Überführung aller Journale an die neue Fastlege bitten und die Wände überfeudeln. Aber sonst steht echt alles drauf und im Laufe des einigermaßen entspannten Vormittags habe ich auch schon einiges abgehakt, zum Beispiel haben die Kinder und ich ab 1.8. eine neue Hausärztin** in Eidsvoll und ich weiß, dass das Schulbüro auch heute nicht besetzt ist.

    Es ist natürlich noch einiges zu packen, auch einiges zu verscherbeln, aber morgen werden wir trotzdem den einen Sommertag genießen, der kommen soll, und mit meiner Schwägerin, die gestern kam und bis Donnerstag bleiben wird, auf die Fjord-Insel fahren. Und später werden wir grillen, das Fleisch (To Do: Gefrierschrank leeressen –> in Progress) ist schon mariniert (To Do: Fleisch marinieren –> Check). Vermutlich irgendwo, wo es einen öffentlichen Grill gibt, unserer ist nämlich schon sauber (To Do: Grill Saubermachen –> Check).

    Produktiver wäre ich heute vielleicht gewesen, wenn ich nicht so Zeug twittern würde und mich dann in Diskussionen verwickeln ließe.

    Produktivität am Abend wurde durch Sekt gehemmt, aber da gibt es ja auch schlimmeres.

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    Auto-Lobhudelei: Dem Telefonmarketingmenschen eines Stromanbieters sehr klar meine Meinung gesagt, inklusive „Ich werde Ihnen sagen, warum ich mich gegen ihr Unternehmen entschieden habe“ und „bitte unterbrechen Sie mich nicht, ich sage das nur einmal“, nachdem mir wiederholt ins Wort gefallen wurde. Habe die leise Hoffnung, dass sie ihre Strategie „Teuerst möglichen Vertrag innerhalb von Sekunden an ahnungslose*** Hausfrauen verscherbeln“ überdenken, wenn mehr Leute sehr klar sagen: so geht’s nicht, ihr Lieben.

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    *Die meine Kündigung aller Verträge zum 1.8. gekonnt ignoriert. Würstchen.

    **Da bin ich ja so dermaßen pragmatisch geworden. Hauptsache, wir haben erstmal eine und müssen nicht für jeden Pups zur Legevakt und zweite Bedingung: ist in der Nähe ist auch erfüllt, dann kommt lange nix und dann wärs schön wenn die auch kompetent und nett wär, aber das kriegt man eh erst mit der Zeit raus.

    ***tjaha, da sind sie halt an die Falsche geraten. Würstchen auch die.

    Tag 1071 – Ferientag 9. Von Erleichterung.

    Drei Banken gegeneinander ausgespielt, wie so ein erwachsener Mensch mal wieder. Dabei herausgekommen ist:

    • ein Zinssatz knapp unter dem, was ich für die allerbilligste Bank in so einem Banken-finder gefunden hatte (die allerbilligste Bank war eine der dreien)
    • Eine große, renommierte Bank mit echten Filialen (da flog die allerbilligste Bank)
    • Keine Einrichtungsgebühr
    • Erster Monat abschlagsfrei (wegen der Miete, die wir eventuell bis September weiter zahlen müssen, während leider zeitgleich mein Gehalt erst Mitte September kommt)
    • Super günstige Versicherungen, viel günstiger als das, was unsere bisherige Versicherung uns kostet und angeboten hat* (da flog eine andere große Bank trotz nettem Kontakt und großer Bemühungen um uns raus)

    Ich bin damit sehr zufrieden.

  • Dazu kommt
    • Sondertilgung bis zu einem gewissen Betrag jederzeit und kostenlos möglich
      Laufzeitänderung/Änderung der Höhe des Abschlags/Änderung des Datums des Geldeinzugs jederzeit und kostenlos online möglich
  • Und ehrlich, nicht nur wegen der Ultra schnellen Bearbeitung mag ich Norwegen ja dann doch manchmal sehr.
  • Heute Nachmittag haben wir also diesen Vertrag unterschrieben und damit zugesichert, dass wir bis nächsten Mittwoch die Anzahlung auf das Konto überweisen werden. Da war das noch… naja, möglich, indem wir die Kinderkonten leerräumen und den Rest des Monats halt von Dosenfisch und den 2,5 kg Weizenvollkornmehl aus dem Vorrat leben. Aber dann trudelte am Nachmittag die Unterstützung seitens der Familie ein. Puh. Die Freude über den absurd hohen Kontostand währte nur kurz, dafür ist das Konto für das Eigenkapital jetzt gefüllt. Wir können auch am 31. noch essen und morgen bestelle ich einen Kühlschrank. Uff. Uff, uff, uff.
  • Als Tagesabschluss waren wir heute Abend dann noch mit meiner Ex-Kollegin N. angeln, denn das hatte sich Michel immer gewünscht, aber sie fährt am Samstag für zwei Wochen nach Grönland und deshalb drängte die Zeit. Wir haben nichts gefangen, aber schön war es trotzdem. Vielleicht auch grade weil wir nichts gefangen haben, denn irgendwas töten und dann ausnehmen und so, hmm, das ist nicht so mein Ding. Mir ist sehr bewusst, dass das passieren muss, bevor man Tiere essen kann, ich bin aber dankbar, dass ich das im Normalfall eben nicht selbst erledigen muss sondern Profis das für mich machen. Aber das nur am Rande, Michel war jedenfalls unheimlich glücklich, dass er ENDLICH angeln war. Außerdem wackelt jetzt sein Zahn schon recht doll. Da kann man schon mal sehr stolz sein, so als Fünfjähriger.
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  • Auto-Lobhudelei: Innerhalb von 40 Stunden einen Hauskredit klargemacht. Ich brauche heute nicht lobhudeln, ich *bin* die fierceste Queen heut.
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  • *die Versicherung hat mir auch eiskalt und ohne Absprache einfach eine zweite Hausratversicherung in mein Online-Portfolio gepackt. Also zusätzlich zu der, die wir schon haben, ohne die alte zu löschen. Das ist jetzt nicht so ganz tolle Kundenbindung, liebe Versicherung.
  • Tag 1070 – Ferientag 8. Vom Telefonieren.

    Dafür dass ich nicht gern telefoniere, mache ich das grad echt viel. Mit Banken, mit dem NAV, mit meiner Mutter, mit der Umzugsfirma, mit der Versicherung. Vor allem die Gespräche mit Banken sind so… hmm. Uff. Uffuffuff. Was ich nämlich bei der ganzen Kreditsache nicht bedacht hatte: die Pfanddokumente (wie auch immer das auf Deutsch heißen würde) müssen am Tag der Übernahme schriftlich beim Ting (äh, Gemeindeverwaltung?) vorliegen, dafür müssen sie bei großen Banken halt erst per Post zur Zentralen Pfanddokumenteabteilung, die macht nen Stempel drauf und dann schickt die es halt weiter an den Ting. Ergo: zwei mal Postlaufzeit. Normalerweise braucht Post hier nicht lange, 2 Tage maximal, aber der Kaufvertrag fürs Haus hat zum Beispiel jetzt eine Woche gebraucht. Es eilt also, es brennt geradezu, gar nicht mal dass das Eigenkapital da ist (da haben wir noch ne Woche Zeit), sondern dass der Kreditvertrag unterschrieben werden muss. Asap, am besten eigentlich vor ner Woche schon. Hoppala.

    Nun ja, morgen könnten wir einen Vertrag unterschreiben, ob wir das tun, hängt davon ab, ob wir bis morgen 14:00 Uhr noch konkrete, bessere Angebote* kriegen und ob diese besseren Angebote von der betreffenden Bank eventuell gematched oder unterboten werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir morgen irgendwas unterzeichnen ist jedenfalls hoch.

    Es bleibt alles spannend hier, etwas zu spannend für meinen Geschmack, aber tjanun. So ist das eben. Die Kinder freuen sich jedenfalls darüber, wenn ich viel telefonieren muss, dann passt nämlich Peppa Pig auf sie auf. Jaja, Asche auf mein Haupt.

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    Auto-Lobhudelei: s.o.

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    *Sie dürfen mir (und auch Herrn Rabe, das klingt hier alles immer so als wäre der total passiv in der Geschichte und: ist er nicht) schon ein bisschen gesunden Menschenverstand zutrauen. Wir haben das alles vorwärts und rückwärts durchgerechnet, wir wissen, dass der reine Zinssatz nicht hundertprozentig aussagekräftig ist, wir wissen, dass es in Deutschland Sondertilgungsrechte gibt und dass das manchmal Trara geben kann, und vor allem: wir wissen, dass vieles in Norwegen anders läuft. Gerade diese Bankgeschichten sind hier anders gelagert. Jetzt eilt es sehr, das ist keine tolle Verhandlungsbasis, wir können nicht in Seelenruhe 20 Banken gegeneinander ausspielen, aber das wollen wir auch gar nicht. Drei reichen.