Tag 3596 – Räum, räum, räum.

Es wird, es wird. Mit der Hilfe von einem Freund, allen Kindern und leichter Panik wird es langsam hier. Es muss ja auch nur gut aussehen, es muss ja nicht gut sein. Noch nicht.

Ich werde auch nie mehr so Hausanzeigen normal lesen können. Ich werde in Zukunft immer denken, ja, auch da wohnen Leute, die kein Klopapier besitzen. Keine Zahnbürsten. Keine Haarbürsten. Keinerlei persönliche Gegenstände wie Fotos. Keine Telefonliste am Kühlschrank, im für 20 Paar Schuhe dimensionierten Regal stehen 2 paar Schuhe, an der Garderobe hängt eine (1) Jacke. Dafür stehen überall Blumen rum. Blumen im Bad, auf dem Couchtisch, im Flur, in Kinderzimmern. Kinderzimmer generell: hier ein hübscher Teddy, da ein Puppenhaus, vielleicht ein paar Bücher. Diese Kinder haben keine sichtbaren Hobbys mit dazugehörendem Kram. Der Tisch ist gedeckt, alle Tische sind gedeckt, als würde man eine Kompanie zum Essen erwarten, all die Freunde, die man dann ständig zum Essen einlädt, und die essen dann an drei verschiedenen Tischen? Aber in der Küche kann man gar nicht kochen, weil wesentliche Utensilien fehlen. Ok, vielleicht liegt irgendwo hübsches, buntes Gemüse auf einem Brettchen, mit einem einzigen Messer. In einer Schale liegen unmotiviert Äpfel oder Erdbeeren oder Zimtschnecken, daneben noch mehr Blumen und vielleicht ein Weinglas? Warum nicht. Handtücher liegen ordentlich gefaltet… auf der Waschmaschine. Wo sonst. Leben wie im Katalog, nur schlimmer.

Ich habe Lust, den Prozess zu trollen, und zum Beispiel dafür zu sorgen, dass auf jedem Bild die selbe Blume zu sehen ist. So richtig Katalog wird das hier eh nicht, es ist ja zum Beispiel überall Lego und die Bücher, die zum dekorieren bleiben durften, sind auch zu 90% irgendwelche Nerd-Literatur.

Vielleicht kauft ja eine nerdy Familie das Haus. Das wäre schön.

Tag 3594 – Alles.

Meine Güte, hier ist was los.

Aufgestanden, nach Hamar gegurkt, Schranktüren (gebraucht) gekauft. Mehrere in der Küche sind ziemlich hin.

Dann geräumt und geräumt und geräumt, Sachen weggefahren, weiter geräumt. Wir sind jetzt so… 1/3 weiter gekommen. Nicht weit genug.

In einem Anfall von Panik doch noch das Outfit für den Curtain Call fertig genäht. Das werde ich festkleben müssen und ich kann es auch literally nirgendwo anders anziehen, aber es ist ein komplett rückenfreier Traum, der auch vornerum extrem freizügig ist, in blauen Pailletten. Fotos eventuell morgen, wenn dafür Zeit ist.

Tag 3592 und 3593 – Wahhhh!

Erst mal, gute Nachricht: das Kostüm ist fertig und nun auch erprobt funktional. Ich muss nur noch Troddeln an Pasties befestigen, das dürfte maximal 2 Minuten dauern.

Das andere ist sicher auch eine gute Nachricht. Gestern war hier eine Maklerin und jetzt geht alles ganz schnell. Ganz ganz schnell. Montag werden Fotos vom Haus gemacht, Donnerstag kommt wer und begutachtet das Haus von oben bis unten (das ist Pflicht, wenn man verkaufen will). Dann wird die Annonse publiziert und dann hoffentlich schnell verkauft. Aber OH GOTT es ist so viel zu tun bis Montag. Und ich hab doch keine Zeit, ich hab doch diese Show am Freitag! Ahhhhhhh!

Heute hatte ich immerhin wieder mal sehr großes Glück und bekam einen kompletten Ballsaal beim Übehotel, statt meinem gebuchten Kabuff mit Klavier. Und, naja, was macht eine mit einem unerwarteten großen Raum zwei Tage vor nem Auftritt? Genau. Üben. Die Bühne wird anders sein und das heißt, ich muss die Choreo anpassen und dazu hatte ich bisher ÜBERHAUPT KEINE Zeit. Wirklich gar nicht. Minus 500 Zeit. Also habe ich heute halt eine halbe Stunde von meiner Übezeit abgezwackt und bin das ein paar mal durchgegangen. Wird schon werden. Eigentlich wollte ich morgen alles mögliche üben, von Make-Up bis Choreo, das wird wohl nicht passieren WEIL AM MONTAG HIER EIN FOTOGRAF KOMMT. Zum Anziehen nach der Show habe ich auch nichts. Tjanun.

Lieber Gott, lass mich einfach die nächsten Wochen irgendwie überleben.

Tag 3583 – Auf geht’s.

Heute Früh habe ich eine kurze Tour nach Oslo gemacht.

Eigentlich wollte ich dann noch bei einer anderen Adresse weitere Kartons holen, das habe ich dann aber abgesagt, weil das Auto voll war. Ich hatte unterschätzt, wie viel Platz leere Umzugskartons dann doch brauchen.

Dann habe ich noch ein paar Kisten gepackt und wir haben auch die erste Ladung ins „Lager“ gefahren. Ein Freund von uns leiht uns einen Teil seiner Garage aus. Da kommt alles hin, das verhindert, dass unser Haus aussieht wie aus dem Katalog.

Außerdem haben wir Michel mit Gartenarbeit beauftragt, gegen aufgebessertes Taschengeld jätet der jetzt fleißig Unkraut und wir haben auch Pläne für das Kärchern der Terrasse etc. Da kann er dann an der frischen Luft nützliche Dinge tun, für die wir keine Zeit haben, das ist für alle ein Gewinn.

Zu allem Überfluss fahre ich morgen in die Schweiz zu einem Kurs. Mir rennt auch Kostümtechnisch leider die Zeit davon und ich verfluche Paillettenstoff inbrünstig, überall sind Pailletten und das Korsett sah vorher schöner aus. Hrmpf.

Tag 3581 – JA.

Wir haben heute Aussicht gekauft. Tatsächlich haben wir das „einfach mal so“ gemacht. Am 15.07. kriegen wir die Schlüssel. Es ist sehr verrückt.

Wir haben nicht mal den kompletten, aufgerufenen Preis bezahlt. Dank der Bankfrau, muss man sagen, und der Maklerin, weil ich wahrscheinlich direkt den aufgerufenen Preis angeboten hätte und dann hätte es keine Verhandlung gegeben. So haben wir uns mit den Verkäufern halt auf was in der Mitte zwischen dem, was wir zuerst angeboten hatten, und dem aufgerufenen Preis geeinigt. (Als würde man irgendwie ein besonders schönes Huhn auf dem Markt kaufen.)

Und wie das dann in Norwegen so ist, am Ende akzeptiert man Gebote per SMS.

Man muss dazu sagen, dass wir uns natürlich ganz am Anfang ein mal ausgewiesen haben (per BankID, also elektronisch) und auch den Namen und die Telefonnummer unserer Bankberaterin angeben mussten, damit die Maklerin verifizieren kann, dass wir uns das auch leisten können. Aber ja, ganz am Ende kauft man ein Haus dadurch, dass man eine SMS mit Ja beantwortet.

Ich schätze mal, man verkauft Häuser auch so. Wir werden das dann demnächst verifizieren. Aus einer reinen Übersprungshandlung heraus habe ich auch direkt ein paar zu-verschenken-Kartons bei Finn besorgt und rituell die erste Kiste gepackt. Ich habe auch ein Foto davon gemacht, aber war wohl zu fahrig, das ist etwa so scharf, als hätte ich das aus einer fahrenden Achterbahn geschossen.

Meine Güte, was für ein Tag.

Aber: wir haben demnächst ein richtiges Gästezimmer. Ein reines Gästezimmer, in dem niemand zusätzlich noch arbeiten muss, und es wird auch eine Tür haben. Zusätzlich zu dem Gästezimmer werden wir ein Homeoffice haben, das ebenfalls eine Tür hat, zwei Wohnzimmer und ein zusätzliches Nerd-Zimmer, wo alles von drülf Musikinstrumenten bis Sportzeug drin sein kann. Wir werden jede Menge Lagerräume haben, jede Menge Schränke und eine Küche, die ich nicht ständig renovieren will. Ok, Omafliesen an der Rückwand in der Küche. Aber die kann man ja zum Beispiel lackieren. Und es sind immerhin Fliesen, keine Strukturtapete. Haben Sie schon mal versucht, Tomatensauße von Strukturtapete zu waschen, ohne auch gleich die Farbe abzuwaschen? Ich schon. Wir werden außerdem eine Garage haben UND eine Werkstatt (im Keller) UND einen Schuppen, UND so ein lustiges Gartenhäuschen, in dem ich nicht war, das über dem Haus thront.

Und direkt hinterm Haus fängt der Wald an. Der, in dem ich im Herbst immer Pilze sammele.

Nur den Holunder werde ich sehr vermissen. Und den Rhabarber. Vielleicht auch andere Teile des Gartens. Aber Holunder und Rhabarber kann man ja auch neu einpflanzen, das wächst ja schnell.

Tag 3579 und 3580 – Wie soll man denn so schlafen?

Gestern war Inspektion, Inspektion und Inspektion. Nichts spannendes.

Heute war auch Inspektion und am Ende saß ich da sehr auf heißen Kohlen, weil ich nach Hause wollte. Der Lieblingskollege hatte aber jede Menge Zeit und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ich hatte ihm gesagt, dass wir zu einer „Visning“ wollten, aber das hatte er wohl vergessen. Eine visning ist eine Hausbesichtigung. Man macht das ja hier völlig anders als in Deutschland und guckt das Haus nur ein Mal für maximal eine Stunde an. Am nächsten Tag kann man dann darauf bieten. Heute musste Herr Rabe dann eben schon mal vor fahren und ich kam dann kurz vor knapp noch dazu. Der Lieblingskollege hatte mich dort hin gefahren (das ist nicht weit von hier, keine fünf Minuten mit dem Auto) und den letzten Weg den Berg hoch habe ich dann zu Fuß zurückgelegt. Der Berg ist auch das einzige, was mich etwas abschreckt. Weil das da ECHT steil ist. So, dass ich Angst habe, dass zwei von zwei Autos da im Winter nicht hoch kommen. Dagegen ist der Weg, auf dem ich mich im Januar fest gefahren habe, ein kleiner Hügel. Aber wenn man auf einem Berg ist, hat man Aussicht.

Ich sage es mal so: ich habe das jetzt alles sehr genau ausgerechnet, was wir uns leisten können. Sehr, sehr genau. Auch mit der Bank abgeklärt. (Im Dezember hier auf diesem Kanal dann die große Überraschung, dass man im Winter den Weg nicht hoch kommt, bleiben Sie dran!)

Tag 3575 und 3576 – Keine Bilder.

Gestern hatten die Kinder ein Korps-Treffen in einem Militärlager, da sind sie mit mehreren anderen Korpsen rummarschiert und haben ihre Märsche und andere Stücke gespielt und das war für die Kinder sehr schön. Es gab eine Medaille nachher, die an die Uniform zu den anderen Medaillen gepinnt wird. Ich stand derweil in dem Militärlager im Kiosk und habe Kaffee und Boller verkauft, was das Zeug hielt. Das war auch ganz gut, weil ich dann nicht so viel Zeit hatte, mich zwischen den ganzen Panzern und Waffen und olivgrünen Uniformen super unwohl zu fühlen. Ich mag diesen ganzen Militärkram echt überhaupt nicht, aber der hat 1. in Norwegen einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland und 2. jährt sich für die Norweger dieses Jahr die Befreiung ihres Landes zum 80. mal. Das ist hier ein Anlass zum feierlichen Gedenken. Generell wird ja am 8. Mai auch von vielen geflaggt, aber dieses Jahr gibt es eben einiges „Extra“, wie Korps-Treffen in Militärlagern.

Danach war etwas Stress. In zwei Stunden wurde mich selbst Umziehen und Schminken, Kinder zum Umziehen und Pippi zum Duschen nötigen, Michel zu seinem Kumpel fahren, Einkaufen und Pippi zum Packen ihrer Übernachtungssachen anhalten gequetscht. Am Ende vergaß ich leider ausgerechnet die Tiefkühltüte auszuräumen, die stand noch im Flur, als Herr Rabe und ich um Mitternacht wieder nach Hause kamen.

Herrn Rabe traf ich nämlich in Oslo, wo wir zum Burlesque-Karaoke gingen. Um 18:30, weil halt. Es war sehr sehr lustig und wir haben sogar gesungen, auf der Bühne, das arme Publikum. Aber wir hatten Spaß, das ist ja das wichtigste. Außerdem waren es wieder tolle Performances und ich Fangirle ab jetzt dann eine Dragqueen (Salty), die auch Draglesque macht. Was. Für. Eine. Show.

Weil das so früh angefangen hatte, war es aber auch früh vorbei, also hatte ich uns beim Inder noch schnell einen Tisch zu 21 Uhr reserviert. Der Pepper’n Gror, sehr zu empfehlen! Inzwischen war dann auch klar, dass Michel bei seinem Kumpel übernachten wollte, wir hatten also keine Kinderverantwortung. Das war mal wieder sehr schön. Lange Gespräche mit Herrn Rabe über alles mögliche, hach. Bei einem Spaziergang vom Bahnhof nach Hause (weil wir beide Bier getrunken hatten) setzten wir das fort. Es war wirklich ein schöner Abend.

Heute haben wir dann eine Joggingtour zum Bahnhof gemacht, um die Autos abzuholen. Spontan noch ein Haus besichtigt, das wirklich direkt am Bahnhof liegt (im Schlendertempo 5 Minuten zu Fuß). Schön groß, schöner Garten, ein Keller und eine richtige Waschküche, die Küche ist niedlich (und hat eine Echtholzarbeitsplatte, genau wie ich sie haben will), sehr viele Einbauschränke in bereits abgebeiztem Echtholz, im Keller ist eine Sauna und eine Garage gibt es auch. Es gibt aber auch keinerlei Ventilation, überall Stofffasertapeten aus den 90ern, 2 winzige Bäder, davon eins renovierungsbedürftig (inklusive Fußboden rausreißen), im Waschkeller muss ebenfalls der Boden aufgerissen und eine vernünftige Membran verlegt werden und der Abwasserablauf saniert werden und zur Drainage rund ums Haus und eventueller Feuchtigkeit im Keller sagt der Sachverständige in seinem Report „die Drainage, so vorhanden, ist entweder beschädigt oder hat ihr Lebensalter erreicht, jedenfalls scheint sie nicht zu funktionieren“. Also das Haus an sich ist wirklich schön, es gibt mir so richtige „Oma-Haus“-Vibes, aber ich schätze locker eine extra Million Kronen muss man da rein investieren, damit man sich sicher sein kann, dass einem nicht irgendwann das Fundament wegrottet. Ob ich das will… zweifelhaft. Aber am Donnerstag gucken wir vielleicht noch ein Haus an, das wo ganz anders liegt, aber einen wesentlich besseren Standard hat. Wir werden sehen. Eigentlich will ich ja auch gar nicht umziehen (auf keinen Fall, eigentlich), aber mehr Platz haben wäre schon echt schön.

Danach habe ich angefangen, etwas aus Paillettenstoff zu machen und das mache ich auch so schnell nicht wieder. ÜBERALL sind jetzt Pailletten. Der Staubsauger weint auch schon.

Nur Bilder habe ich das ganze Wochenende nicht gemacht.

Tag 3271 – Ausflug in die Hauptstadt.

Heute haben die Kinder und ich einen Ausflug nach Oslo gemacht, noch mal das gute Wetter nutzen, bevor es morgen aus Eimern schütten soll. Ich möchte das nicht, ich möchte weiter 22 Grad und Sonnenschein, aber mich fragt ja keiner. Pippi war sogar im Oslofjord baden, nach viel Gebettel. Wenn es so doll regnet, soll man danach immer nicht im Oslofjord baden gehen, weil dann so viel Dreck aus der Stadt ins Wasser gespült wurde. Heute haben wir daher Eis gekauft und am Wasser gesessen.

Ansonsten habe ich für Pippi und mich sehr viel Geld im Ballettladen gelassen und am späten Nachmittag haben wir Herrn Rabe getroffen und waren dann noch Sushi essen. Michel wurde einfach mitgeschleift, damit der nicht nur zu Hause rumpupst, und eigentlich fand er das auch gut, aber Oslo ist ihm schon zu voll mit Menschen. „Eidsvoll ist gut“, sagt er, „da kann man überall hingehen und da sind keine Leute und kein Lärm.“

Wer hätte gedacht, dass sich unser Wohnort noch mal für ein sensorisch empfindliches Kind als Glückstreffer rausstellt? Wo wir doch nur hier gelandet sind, weil Oslo viel zu teuer ist, man von hier aber gut nach Oslo (und zu einer gewissen Chipsfabrik) pendeln kann. Und es hier nett ist, aber nett ist es ja anderswo auch.

Jetzt haben Michel und ich wieder ein paar Sommersprossen mehr. Für das Kackwetter morgen habe ich allerlei Putzmittel aufgestockt, da die Putzfirma sich einfach gar nicht mehr bei uns meldet. Sehr professionell, Applaus. Seufz.

Tag 3132 – Warm!

… im Bad. In beiden Badezimmern ist es warm. Nicht Sauna-warm, sondern halt so gemütliche Badezimmerwärme. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die letzen ca. 3 Wochen war das obere Bad kalt. Das Thermostat der Fußbodenheizung hatte schon öfter mal rumgesponnen und war dabei erstaunlich vielseitig. Zum Beispiel hat es mal eine Phase gehabt, wo es im 10-Sekunden-Takt an und aus ging, jedes Mal mit einem lauten Klacken, direkt vor unserer Schlafzimmertür. In einer anderen Phase hat es immer volle Pulle gemacht, egal welche Temperatur am Thermostat eingestellt war (und dann hatten wir tatsächlich Saunawärme im Bad, zu Zeiten wo die Kilowattstunde Strom etwa eine halbe Niere kostete). Vor ca. drei Wochen eben hat es dann einfach ganz den Geist aufgegeben und dann wurde es gar nicht mehr warm im Bad. Das ist bei grad so um die null Grad draußen noch tolerierbar, bei -18 aber wirklich gar nicht mehr. Da sind dann nämlich auch ganz schnell die Wände kalt und die Kälte kriecht immer weiter ins Haus. Herr Rabe rief den Elektriker an, die Firma sagte, sie melden sich und dann passierte knappe zwei Wochen lang nichts. Als ich irgendwann einigermaßen Wutschnaubend und trotzdem frierend mit meinem Hautpflege-Kram ins untere Bad umzog, rief Herr Rabe die Elektrikerfirma noch mal an. Oh hupsi, Bad, ja, das hatten sie nicht richtig notiert und dann war es als nicht dringlich eingestuft worden. Sobald sie die Thermostate haben (Plural, weil die ja alle gleich alt sind und dann alle auf einen Schlag getauscht werden konnten), kommt jemand. Kaltes Bad ist inakzeptabel, keine Frage. Und dann ging es ganz fix und heute war direkt jemand da. Jetzt ist es im oberen Bad wieder warm und wir können die Fußbodenheizungen jetzt – genau wie die anderen Heizkörper, deren Thermostate/Steuerelemente Herr Rabe neulich gegen modernere ausgetauscht hat – per App steuern und so fancy Kram machen wie Nachtabsenkung. Jaha! Fühle mich direkt wie eine Technologie-Vorreiterin.

(Ja, das ist ein bisschen traurig, dass ich mich darüber begeistere, dass unsere Heizung im Schlafzimmer jetzt nachts nicht mehr 20 Grad macht, selbst wenn ich nicht manuell daran ein Rädchen drehe, bevor ich ins Bett gehe.)