Tag 706 – Nynorskland. 

Heute wird’s etwas fotolastig. Da müssen Sie jetzt durch. Ich mache das (der Übersichtlichkeit halber) mal chronologisch und fange auf unserem Campingplatz von gestern an. 

Überaus hübsch am Fluss gelegen.

Und mit „Naturbad“. Auf dem Rückweg sind wir nochmal eine Nacht hier und die Wettervorhersage sagt, da soll es richtig sonnig sein, dann können wir hier baden.


Heute fuhren wir gegen Mittag recht entspannt los, mit einer Gesamtfahrzeit von dreieinhalb Stunden vor uns. Und tatsächlich waren wir so entspannt, dass wir hier und da einfach Sightseeing machten, statt stumpf geradeaus zum Ziel zu fahren. Das war schlau, so doll ist nämlich der jetzige Campingplatz nicht.

Erstes „Oh, schau mal!“ war ein kleinerer Wasserfall. 

Ein wenig windig war’s…

… und laut auch.

Aber schön.

Andere Seite.


Dann fuhren wir weiter und kurz vor einem laaaangen Tunnel ging es rechts ab zum „Trollstigen“. Und Herr Rabe so „Das ist eins DER norwegischen Sights, komm, da fahren wir jetzt hin!“. Und so waren wir dann „am höchsten Fjordaussichtspunkt Norwegens (von einer Straße aus)“. Das war, äh, hoch. Ja. UPDATE: Herr Rabe sagte grade, das war noch gar nicht der Trollstigen, sondern bloß Dalsnibba. Nicht, dass Sie am Ende herkommen und dann merken, dass Sie für den Trollstigen noch mal 40 km oder so fahren müssen. 

Hui. Da unten ist Geiranger.

Lauter kleine Steinhaufen…

Und Miniblümchen gab’s auch. Beeindruckend: die trotzen nicht nur dem Wind und dem Wetter da oben, sondern auch einer Menge trampelnden Touristen.

„Bleib mal stehen, ich wollte ein Foto von dir machen!“ Sagte ich zu Michel, woraufhin er sich so hinstellte.

Kurz stand ich versehentlich auf diesem Gitter.

Gitter von unten. Hahahahahaha. Ha.

Noch ein bisschen mehr Ausblick.

Und noch mehr.


Dann fuhren wir durch ca. Drölfzigtausend Tunnel. Die waren alle komplett schwarz innendrin und mit so funzeligen Lämpchen ausgestattet. Voll schön für Leute mit latenter Panik in langen Schläuchen unter ABERWITZIG VIELEN TONNEN VON GESTEIN. Aber es ist wider Erwarten nichts über uns eingekracht und so konnten wir noch ein bisschen mehr Aublick fotografieren.

Ausblick mit hübscher Spiegelung.


Gegen sechs (nach einem kurzen Einkauf) kamen wir dann auf unserem heutigen Campingplatz an und… naja. Es ist halt alles auf Nynorsk hier. Bekloppte Norweger. Zwei offizielle Sprachen.

Der Campingplatz hier hat zwar kein so tolles Badebecken, aber immerhin einen großen Spielplatz, auf dem ich auch nur bei der Hälfte einem Viertel der Spielgeräten etwas Angst habe, sie könnten spontan das zeitliche segnen, während eins meiner Kinder damit oder darauf spielt. 

Pippi lässt hüpfen.

Und auch hier wieder: Fluss.

Tag 701 – Wauwia, wahhh!

Wir trafen heute – nach einem sehr ruhigen Morgen mit viel Herumgehänge und Duplo und Büchern und Pinguinlatschen (die Michel vom Midimonsieur übernimmt und so getauft hat) und latent nörgeliger Pippi – Freundin C. mitsamt Familie im Senckenbergmuseum. Und weil der Herr Rabe mir ja aufgetragen hat, viele Fotos zu machen, habe ich… zwei, auf denen nicht meine oder C.s Kinder frontal drauf sind. Tjanun. Es war jedenfalls wirklich super. 

Pinguinlatschen. Der dazugehörige Schnorchel mit Taucherbrille wurde heute Abend schon in der Badewanne ausprobiert.

Leider wurden wir dann um fünf schon fast aus dem Museum gekehrt und Pippi baute auch immer mehr ab. Die schlief dann sich verdächtig heiß anfühlend beim Essen auf meinem Schoß ein, kippte nach einem zweistündigen Nickerchen einen Becher Milch auf die Couch* und jetzt sitze ich hier schon geraume Zeit neben dem sich weiterhin verdächtig heiß anfühlenden Kind und es kann nicht einschlafen. Weggehen darf ich aber auch nicht. Aber das trübt meine total entspannte Grundstimmung jetzt auch nicht, genauso wenig wie Arbeitsemails mit „Äh, das muss Frau Rabe machen, aber die ist nicht da, schlümmschlümmschlümm…“-Inhalt. 

Doch, genau richtig gewesen, herzukommen. Auch wenn es sich vor ner Woche noch komplett bekloppt und vollständig unmöglich anfühlte. 

*Auch noch mit Ansage, aber nicht von ihr. 

Tag 700 – Internetliebe. 

Dieses Internet, es ist ganz großartig! Leider komme ich während ich mich mit Internetmenschen in echt unterhalte kaum dazu, irgendwas in dieses Internet zu schreiben. Und abends dann, ach, da will ich dann auch den Tag nicht mehr so zerreden, sondern einfach in meiner Glückseligkeitsstimmung einschlafen. 

Aber das ist eigentlich gar nicht leider, sondern sehr, sehr toll.

Während ihre Twitter-/Blog-Muttis Kaffee tranken und tratschten und kurz mal aufs Handy schauten, mussten sich die Kinder so beschäftigen. Mit Lesen.


P.S.: die tollsten Bilder kann ich Ihnen leider nicht zeigen, weil so viele Kinder drauf sind, die nicht meine sind. Stellen Sie sich einfach folgendes vor:

  • Viele Nutellaverschmierte, glückliche Kindergesichter
  • Sonnenblumen
  • Ein Lastenfahrrad mit vielen Kindern drin
  • Viele sehr dreckige Spielplatzkinder
  • Viele schlafende Autokinder

Tag 699 – Alles ganz wunderbar.

Also, falls Sie mal vor der Frage stehen, ob Sie mal ein paar Hundert Kilometer durch die Gegend fliegen wollen, noch dazu mit Kindern im Schlepptau, um Leute zu treffen, die Sie noch nie zuvor in echt getroffen haben und nur aus diesem Internet kennen: machen Sie das mal ruhig. Es könnte ganz wunderbar werden, die Kinder könnten ein Herz und eine Seele mit den besuchten Kindern sein, vielleicht gehen Sie sogar bei Affenhitze in ein Strand-Fluss-Freibad und sehen das große Kind für die Dauer des Aufenthalts fast nie mehr und das kleine Kind ist so unglaublich niedlich, dass Sie’s die ganze Zeit knutschen wollen. Vielleicht stecken Sie abends dann die vier Sonnencreme- und Sandpanierten Kinder alle in die Wanne, wo die eine Überschwemmung anrichten und nur mit geballter Niedlichkeit damit durchkommen. Vielleicht gibt es danach Nudeln für alle mit Soße für Manche und Sekt für Die Auserwählten. Vielleicht sitzen Sie, wenn Sie es geschafft haben, die müden Kinder ins Bett zu verfrachten, abends noch lange auf dem Balkon, trinken Sekt und reden mit der „Internetbekanntschaft“ so wie das, was Sie eben sind: Freunde, die sich zu selten sehen. 

Tag 648 – Sonnenstrandtag. 

Heute war Sommer. Morgen sollen wieder nur 13 Grad sein und abends soll’s auch regnen, aber heute, heute waren 20 Grad und strahlender Sonnenschein und hachjahachja, da ist auch Trondheim dann echt schön. Vor allem am Wasser. Also schleppten wir die Kinder und die Sonnencreme und den Grill nach Korsvika und ließen es uns gut gehen. 


Steine ins Wasser schmeißen kann Pippi stundenlang. Mit hochgezogener Augenbraue. 



Ja, da schwimmt jemand. War aber wohl sehr kalt. 


Michel so: Ich muss pullern! Ich: dann geh doch da hin. Michel: Ich will nicht, dass mich wer sieht! Ich: dann geh an den Felsen. Michel: *geht auf den Felsen*

Und Pippi, die Klettermaus, musste dann natürlich auch auf den Felsen. 

Ach ja. Ein wirklich wunderbarer Nachmittag. 

Tag 641 – Deilig!

Quasi den ganzen Tag* in der Sonne** gesessen, Waffeln gegessen, geschnackt und das Wochenende genossen, während die Kinder sich im Garten unsere Freundin austobten. Ich frage mich ja schon***, wie es sein kann, dass zwei Dinge zeitlich exakt zusammentreffen: a) ein Wegziehen aus Trondheim ist, wenn auch vielleicht noch nicht ganz in Sicht, so doch als Sache an sich zumindest beschlossen und b) ich freunde mich mit Trondheim an. 

* mit einem kleinen Abstecher ins Büro, um ein Schnittmuster auszudrucken und einmal gaaaaaanz kurz nach den Zellen zu gucken 
** Kein Sonnenbrand, keine Allergie. Ich möchte die Coop-Billig-Eigenmarke und insbesondere die Sensitiv-Sonnencreme**** an dieser Stelle lobend erwähnen!
*** eigentlich nicht. Es wundert mich noch nicht mal, Hobbypsychologin, die ich bin.


**** mit Hormonen*****! Muhahahaha!!!


***** (möglicherweise eventuell unter bestimmten Bedingungen hormonähnlich wirksamen Bestandteilen)

Tag 616 – Das Ende des Zettels.

Mehrere Dinge waren heute dringend nötig und wurden umgehend erledigt.

1. War Herr Rabe heute Morgen beim Bäcker (mein Schwiegervater kann auch passiv aggressiv und aß dann halt Pumpernickel zum Frühstück, obwohl ihm Herr Rabe auch Körnerbrötchen gekauft hatte). Ich liebe den Herrn Rabe wirklich sehr, nicht nur weil er mir Kartoffelbrötchen kauft.

2. Habe ich dem direkt kaputt gegangenen Shaun das Schaf-Kuscheltier, das Michel gestern von meiner Mutter bekam, leicht wutschnaubend das Loch am Rücken geflickt. Heute Nachmittag riss ihm Michel dann versehentlich einen Arm aus, die Beine sind auch schon ganz lose. Das regt mich so dermaßen auf, nicht, dass Michel wild mit Kuscheltieren spielt, sondern dass bei meiner Mutter das Schenken so eindeutig über Masse statt Klasse definiert wird.

3. Haben wir heute nur Freunde besucht und ein bisschen Gedöns gekauft (UNSER LIEBLINGSLADEN HAT ZUHUHUUUU, WÄÄÄÄHHHHHH!!!). Freunde besuchen ist so toll. Danach drehen die Kinder auch gar nicht so am Rad wie nach Familienbesuchen (wo sie ja auch die einzigen kleinen Kinder sind). Genau genommen schlief Pippi wie ausgeknockt auf der fünfminütigen Autofahrt zum Opa ein und Michel war auch schon recht langsam, musste aber sein neues Spielzeug natürlich noch ausprobieren (s.u.). Mit den einen Freunden saßen wir einfach herum und tranken Kaffee und unterhielten uns und spielten mit dem Spielzeug der in der KiTa befindlichen Tochter, mit den anderen Freunden saßen wir auch und tranken Kaffee und aßen Kuchen und schnackten und deren Kinder und unsere Kinder spielten zum Teil ganz alleine (!!!) und meist sehr niedlich. Michel und M. (So alt wie Michel, meine Freundin A. Und ich bemitleideten bestärkten uns damals ausdauernd gegenseitig wegen unserer anstrengenden dauerstillenden fordernden Babys) spielten ziemlich wild und als wären sie nie getrennt gewesen, M. Bekam sogar noch die Fingernägel in der gleichen Farbe wie Michel lackiert (Watermelon. Mag ich auch sehr. A. Auch). Pippi und T. (Etwas jünger als Pippi) schoben eine Puppe im Puppenbuggy herum, nannten sie ‚Baby‘ und schlugen sich nur selten übten sich in gegenseitiger Rücksichtnahme. Und dann waren wir noch alle auf dem Spielplatz bis wir nass waren.

4. Haben wir Michels Geldzettel in ein TipToi-Starterkit investiert. Das wäre bei Amazon billiger gewesen, aber, ach. So wars einfacher. (Und bei der Gelegenheit haben wir noch Ohraufkleber für Michel gekauft, er will nämlich gerne Ohrringe haben, aber Löcher gibts hier definitiv nicht bevor sie 18 10 sind. Es gab Soy Luna, Trolls und Frozen. Michel trug sehr stolz den Rest des Tages Elsa und Anna an seinen Ohrläppchen herum. Passend zum Nagellack – rechts Essie’s Watermelon, links hellblau-perlmutt-schimmernd von Orly. Und vielleicht ärgere ich mich jetzt ein bisschen, dass ich neulich eine halbe Tube Wimpernkleber weggeworfen habe, weil meine Turniertanztage ja doch schon länger her sind und ich in meinem Alltag keine Verwendung für künstliche Wimpern sehe. Aber so Ohraufkleber hätte man damit sicher gut wieder aufkleben können.)

Wasserspielplatz. Die Kinder stehen total drauf, sowas gibt’s in Trondheim nicht (dafür haben wir Fjord, Seen und einen Fluss, hat Bielefeld ja alles nicht).

Natürlich habe ich, als liebende Mutter, vorher überprüft, ob man da einen Kopfhörer dran anschließen kann.

Tag 612 – Die supersten. 

Meine Kinder sind die allerbesten. So. Warum?

Pippi hört meinem Opa andächtig beim Mundharmonika spielen zu, am Ende klatscht sie, ruft „Yeah!“ und fordert mehr. 

Michel ist der Held des Osterfeuers, hilft den Großen dabei, Holz und Zeug aufs Feuer zu schichten und nickt jedes Lob einfach cool ab. 

Pippi will die ganze Zeit das Auto meines Onkels angucken. Sie sagt dazu abwechselnd „Dino“ (warum auch immer*) oder „Porsche“. „Porsche. Gucken. Komm!“ (Ich habe ihr daraufhin beigebracht, Tesla zu sagen, weil halt. Und auch „Tesla“ klingt aus ihrem Mund unglaublich niedlich.)

Michel erzählt allen und jedem von Dinotrux. Auf Norwegisch. Aber von der Begeisterung kann man sich nur mitreißen lassen. 

Mein Opa hat Michel einen Geldschein zugesteckt. Michel (bargeldlos aufwachsendes Norwegerkind) kam daraufhin an und sagte „Uropa hat mir so einen Zettel gegeben. Weil der nett zu mir ist.“ (Ich hab den Zettel vorerst konfisziert, mit Feuer daneben war mir das zu heikel.)

Michel hat gestern ein Paar Sandalen bekommen, für den Sommer. Er wird sie nie wieder ausziehen. Mit den Sandalen an kann man auch prima in der feuchten Wiese Kopsterbolter (Purzelbaum) üben. 

Und erst das Geschnaufe nachts…

* möööööglicherweise guckt sie bei Michel zu viel Dinotrux mit. 

Tag 610 – #12von12 im April ’17

Hurra, es ist der 12. und das heißt, wir machen alle fleißig 12 Bilder von unserem Tag und verlinken uns beim Kännchen-Blog!

#1von12 von #12von12 Ich frage mich ja, wie man Milch nicht traditionell herstellen kann. Nicht in Kühen? Wird die Milch aus dem Euter rausgebeamt?


Als erstes eine Frühstücksimpression. Es wird mir dann noch erklärt, dass ‚traditionell hergestellt‘ mit der Pasteurisierungsart zusammenhängt, diese Milch ist dementsprechend nicht „extra lange haltbar“ vor lauter Tradition. Mir egal, mir schmeckt diese Milch nämlich einfach gut. Trotz dämlichem Traditionsbeweihräuchere. 

#2von12 von #12von12 K2 hat sich zum Lesen ins Bett gelegt und irgendwann fresse ich die wirklich auf.


Irgendwann musste ich das Lesen beenden, denn wir hatten ja einen Familien-Friseurtermin. Bei der allerbesten Friseurin der Welt, von der ich sogar Nagellackentferner schnorren konnte. Bei der ganzen Familie kam ganz schön was runter, sogar bei mir, obwohl ich einen Teil meines Haares spontan etwas wachsen lassen möchte. 

#3von12 von #12von12 Familie Rabe ist geschoren.


Am Nachmittag wollten wir uns dann mit sehr guten Freunden treffen. Leider fühlte sich Herr Rabe nicht so recht wohl und blieb lieber daheim, also brach ich mit den zwei Rübennasen alleine auf. Mehr Kuchen für uns!

#4von12 von #12von12 Drei Personen essen Kuchen für 6.

#5von12 von #12von12 Kurzer Moment des Friedens.

Michel und die Tochter unserer Freunde spielen mit den Magnetlabyrinthen. Das war schon sehr putzig. Man sieht auch ein bisschen, dass auch Michel nicht komplett kurz geschnitten wurde, sondern oben etwas länger belassen wurde. Unser Kompromiss zwischen „meine Güte, das ist doch keine Frisur!“ und „aber die Löckchen 😍“.

Nach Kaffee und Kuchen wollten die Kinder trotz Bielefelder Mistwetters unbedingt noch draußen auf dem Spielplatz spielen. 

#6von12 von #12von12 Awwwww. Geschwisterplüsch. (Ton dazu: „Mamaaaaaa, die macht meinen Tunnel kapuuuuutt!!!1!elf1!“.)

Naja, nach dem Sandkasten kommt das Ausziehen, in diesem Fall am/im Kofferraum des gestern gewaschenen Autos. Seufz. 

#7von12 von #12von12 Gestern gewaschen. #mimimi


Danach waren wir noch schnell was einkaufen und führen dann wieder zum Opa, wo es quasi direkt Abendbrot gab. Uffz. 

Ich fühl mich, als hätte ich nen Marathon hinter mir, dabei ist erst #8von12 von #12von12


Und nach dem Abendessen war eigentlich auch direkt Bettzeit. Gut, dass Pippi das auch gut selbst erkennt und dann schon mal losläuft. Schlecht, dass sie dann im Bad aber erstmal rumalbert und sich nicht umziehen lassen will. 

#9von12 von #12von12 „Mama, Gocka aus. Gocka!!! Mama Gocka!“ Jo. Größe 37-39 passt fast.


Irgendwann obsiege ich aber unter in Aussichtstellung der Flourtablette doch. Nach Eule und ein bisschen rumwühlen (Pippi) und Lachen (Pippi) und Singen (ich) schläft Pippi aber doch recht fix ein. 

Hoch die Hände, Ferien. #10von12 von #12von12

Das Bier schmeckt… interessant. Das Babyphone hat nen Hau (kein Wunder vermutlich, nach drei Jahren Nichtbenutzung) und geht dauernd aus. Naja. Bettzeit wird recht bald auch für die Großen eingeläutet. Wir handeln aus, wer bei welchem Kind schläft. 

Hmmm, welches Kind nehme ich als Schlafpartner? #11von12 von #12von12


Na gut, dieses. #12von12 von #12von12

Ich bekomme, weil Herr Rabe den Schlaf nötiger hat, Pippi. Mit der ich seither auch schon eine Banane gegessen und einen Becher Wasser getrunken habe. Und gekuschelt natürlich. 

Tag 606 – Erste Etappe geschafft. 

Hurra, wir sind in Oslo! Natürlich kamen wir nicht ganz so früh von zu Hause los wie geplant, aber immer noch früh genug. Auch das Fahren war weitgehend problemlos, aber auch unendlich öde. 600 km durch den Wald. Mit 80 km/h. Schnaaaaaaaaaaaarch. Die Kinder verhielten sich altersentsprechend, Michel guckte auf dem iPad heruntergeladene Maus/Elefant/Dinotrux-Folgen bis er viereckige Augen hatte, Pippi schlief erst lange, sah sich dann lange und niedlich laut kommentierend ihre Bücher an und verkrümelte Unmengen Kekse in ihrem Sitz. Dann wurde sie zunehmend ungehalten. Die letzte Dreiviertel Stunde war dann deswegen nicht mehr ganz so schön. 

Was aber sehr schön war, war dann in Oslo direkt bei Freunden anzukommen und mit warmem Essen empfangen zu werden. Noch dazu mit unfassbar niedlichem fast Einjährigem, den wir das letzte Mal als neu geborenes Minibaby gesehen haben. Heute lernte er während wir da waren (!!!) Laufen. Pippi und Michel waren wohl Ansporn genug um mal damit loszulegen. Unsere Kinder hatten auch noch genug Möglichkeit sich nach dem Sitz-Tag noch richtig auszutoben und waren entgegen meiner Befürchtungen nicht überreizt-nervig sondern aktiv und putzig. Und auf dem Weg in die Wohnung, in der wir übernachten (die unserer Freunde, die aber noch im Urlaub sind) schliefen beide sang- und klanglos im Auto ein und ließen sich auch problemlos schlafend ins Bett verfrachten. 

Langsam kommt sogar bei mir Urlaubsstimmung auf! Der Stress lässt nach, das Hachz setzt ein. Hachz. 

(Ach ja: morgen auf dem Boot gibt’s wohl kein oder nur sehr teures W-LAN. Und vielleicht sehr schlechten Mobil-Empfang. Wenn Sie also nichts hören sind wir vielleicht abgesoffen, vermutlich aber nicht.)