Tag 141 – Bielefeld Tag 18 – Grünkohl

Bielefeld ist für mich:

  • der Ort, wo ich aus dem Rückenmark navigiere
  • der Ort, wo ich mich nicht entscheiden kann, welche leckeren Sachen ich zuerst essen will
  • Pömpel und Pölter
  • Grünkohl mit Kassler und Mettenden essen vom allerbesten Restaurant der Welt und es zum Mitnehmen haben dürfen
  • Die Teller in die Küche zurückbringen und der Koch ruft „Ey Leute, R. ist da! Kennt ihr die noch?“
  • Die Chefin sagt zu mir: „Haste gesehen, J. und F. (Ex-Nachbarn) sitzen an der Theke.“
  • Zwanzig Minuten aus einem Restaurant auf die Straße gucken und drei bis siebzehn bekannte Gesichter gehen vorbei
  • Der Ort, wo ich die Nummer des Lieblings-Pizzadienstes auch nach 2 Jahren noch auswendig kann (und die von der Frisörin und die vom Frauenarzt)
  • In ein Café kommen und vom Chef immernoch ignoriert werden, weil der mich vor 12 Jahren mal voll mies per Mail rausgeschmissen hat und ich ihm damals gesagt hab, wie kacke und unreif ich das finde (ich war 18, er war 30, aber ich war so wütend, dass mir die nötigen Eier gewachsen sind)
  • Mich mit der Ex-Kollegin treffen und sofort in alte, gemeinsame Idiome zurückfallen (Schnubbeldibupp? Das Wort hab ich mindestens 2 Jahre nicht benutzt…)
  • Dabei daran denken, dass die Firma ohne uns (sie ist zur Zeit in Elternzeit) irgendwie kaum vorstellbar ist
  • Wissen, wo welche Brötchen am Besten sind (und wer das anders sieht)
  • Bahn und Horten und Treffen anner Uhr

Ach Liebefeld, ich mag dich.