Tag 2075 – Samstagsdinge.

Es gibt angeblich kein Bier auf Hawaii, es gibt ganz sicher aber kein Roggenmehl in Eidsvoll. Was ist da los, backen schon wieder alle Bananenbrot?

Lange geschlafen, kurz zufällig beide Kinder gleichzeitig aus dem Haus gehabt, etwas Geige gespielt, lange spazieren gegangen, lange gekneipt.

Sehr schön war’s, so insgesamt.

Jetzt Bett.

Tag 2053 – Gechillt.

Ich hatte heute theoretisch frei, praktisch habe ich ca. 2,5 Stunden gearbeitet, aber war als „hat frei“ eingetragen, was der Produktivität in diesen 2,5 Stunden wesentlich Vorschub geleistet hat. Endlich eine monströse Kuh vom Eis geschafft, die da schon seit… 6 Wochen stand. Hupsi.

(Nur noch drei weitere Kühe.)

Nachmittags war ich mit den Kindern einkaufen, eigentlich wollten wir nur Michels Brille „fixen“ lassen, Optiker 1 hatte aber das notwendige Gerät (=Klebepads für den Nasenbügel) nicht da und schickte uns zu Optiker 2. Dort waren wir dann, außerdem in der Apotheke und Essen einkaufen. Der Ausflug war, dank einer kleineren Rübennase, die unbedingt mitwollte, nicht so gechillt, man könnte auch sagen, ziemlich anstrengend.

Abends war dann aber wieder gechillt, dank online-Spieleabend mit online-Freunden und Freundinnen. Sehr schön, sehr entspannt und entspannend.

Insgesamt ein okayer Tag. Richtig frei haben wäre auch mal wieder nett.

Tag 2031 – Müde (wie immer).

Und nix zu erzählen, auch wie immer. Ich hab gemerkt, ich hatte auch 2017 schon nix zu erzählen. An manchen Tagen jedenfalls. An anderen habe ich halbe Romane geschrieben. Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, ich war ja auch da schon immer müde.

Morgen Issas einzige Meeting der Woche, auf das ich mich uneingeschränkt freue – das Kaffeepausenmeeting. Ich las (in einer Printzeitschrift, wie so 2005) was über Homeoffice und gerade das soziale leidet eben doch, wenn man einfach in die Situation geworfen wird. Ich hoffe trotzdem, dass mein Arbeitgeber ein „guter“ Post-Pandemischer Arbeitgeber wird und Hybridoffice einführt, mit mindestens (!) einem festen Homeofficetag pro Woche, gerne auch mehr, und Büroarbeit halt für die Dinge und Meetings nutzen, die sich weniger gut im Homeoffice machen lassen. Ich nehme da durchaus gedrückte Daumen.

(Trotzdem muss ich mich wohl nächste Woche zusammen reißen, um niemandem um den Hals zu fallen, wenn ich einen Tag im Büro bin.)

Morgen gehen wir alle schwimmen. Gestern fiel nämlich Herr Rabes und Michels Schwimmen aus Gründen ins Wasser. Da hatte sich Pippi aber schon Schwimmen am Freitag mit mir erbettelt. Nun wird das eben ein Familienausflug. Mal gucken, ob wir lange warten müssen um in das Besucherzahlbeschränkte Bad zu dürfen.

Tag 2006 – Wochenende Zack rum.

Wo ist der Tag hin? Ich hab doch noch gar nix großartiges gemacht, ein bisschen gearbeitet, auf dem Bauernhof Eier* und Kartoffeln geholt, gekocht. Meerschweinchen sauber gemacht.

Michel ist manchmal halt doch eine riesige Quatschnase. Heute bat er Herrn Rabe darum, einen Witz zu erzählen (erst bat er mich, aber ich kann keine Witze erzählen). Auf den irre lustigen Witz („Wie macht ein 2 kg schwerer Spatz auf dem Baum?“ „?“ *tiefe Stimme* „Püüp.“) spielte Michel dann auf seinem Handy mit der Garage Band-App „Badumm – Tsssss!“. Ich lag fast auf dem Boden vor lachen, das wertet unseren Humor noch mal um 2000% auf, wenn nach unseren seltsamen Witzen ein „Badumm – Tsssss!“ folgt.

Missverständnisse in unserem Haushalt: wenn Herr Rabe sagt „die Steckrübe schäle ich jetzt und dann tue ich sie in die Brühe?“ sage ich „ja, aber du musst sie schon erst kleinschneiden!“ und je nach Tagesform ist Herr Rabe dann belustigt oder beleidigt, dass ich ihm zutraue, eine Steckrübe im Ganzen kochen zu wollen. Heute eher belustigt, vor allem als er begriff, dass ich das ganz ernst gemeint hatte. Er hat das ja aber auch so gesagt!

Generell merke ich, trotz grad erst Urlaub gehabt, wie meine Energie (vermutlich pandemiebedingt) nicht auf der Höhe ist. Dann kann ich schlecht Ungesagtes richtig interpretieren oder auch falsch Interpretiertes unkorrigiert lassen. Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima ist das eine Bitte um Social Media Ärger, weshalb ich mich da versuche, fern zu halten. Leider habe ich auch viele Sozialkontakte über Gruppen in Social Media. Hmm.

Die Nerven liegen global halt blank und was wäre auch anderes zu erwarten angesichts von absolut allem.

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*die Hühner haben ihre Winterpause beendet und wir können jetzt wieder Eier beim Bauernhof holen.

Tag 2003 – Piep.

Bei Michel im Bett eingeschlafen und dort bis Mitternacht gepennt. Gedöst. Wie auch immer.

Ein okayer erster Arbeitstag nach dem Urlaub, würd ich sagen. Eine Sache ist kompliziert und ich hab Angst, dass meine Fragen an meine Kolleg*Innen dumm sind, aber ich komme nicht weiter, lost in Ausnahmendjungel. Ansonsten viel E-Mail-Sichtung und Arbeitsplanung, und ein paar Meetings.