Tag 1408 – Auch wieder nur Piep.

Heutiger Grund: bei den Kindern eingeschlafen. Da zwei Stunden komatös gepennt bis Herr Rabe nach Hause kam. Ist wohl nötig grad (Zyklus und so).

Heute auch 10. Hochzeitstag, Prööt, alles Liebe, Dings. Wir feiern am Freitag und überschwängliche Liebeserklärungen folgen dann mit frisch gepeeltem Körper und nach einem teuren Glas von irgendwas. Ich lieb dich :*

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Möchte nicht so müde sein. Morgen mache ich (g)hjemmekontor, vielleicht hilft das ein wenig. (Kontor = Büro; hjemme = zu Hause; gjemme = verstecken [das g und das h sind beide stumm, es hört sich also komplett gleich an.])

Tag 1402 – Nicht so schlau.

Huch, so spät schon!

So geht es mir gerade jeden Tag und jeden Morgen dann auch, wenn der Wecker klingelt: huch, schon Aufstehzeit. Mag nicht. Noch fünf Minuten. Nochmal fünf Minuten. Oh, jetzt wird’s echt Zeit. Oh, ich renne schon wieder zum Bus.

Lerneffekt? Nope. Jeden Abend wieder: huch, so spät schon, zackig ins Bett, duschen* noch, dann bloggen, hups, alle guten Blogideen sind wie weggeblasen, naja, nicht so schlimm, ist ja auch schon spät. Klug. Nicht.

Ich schiebe folgende Gründe vor:

  • Es ist einfach immer hell, man kann auch um zehn noch ohne elektrisches Licht Stoffe zuschneiden, Melamin, dings.
  • Die Kinder kommen (s.o.) abends auch schlecht ins Bett und kaum zur Ruhe, bis ich aus dem Kinderzimmer raus bin ist es also auch meist schon halb neun und bei aller Liebe, ich will schon gern noch was von meinem Abend haben bevor ich mich selbst ins Bett schicke
  • Schlechte Jobhygiene (nicht nur bei mir) führt dazu, dass ich oft abends noch Mails bekomme, lese und beantworte (nur interne Inspektoratssachen und nur kurze Dinge, die sich am Handy erledigen lassen)
  • Wenig Sport macht körperliche Unruhe (und auch Zipperlein aber das ist ein anderes Thema)
  • Kinder schlafen gern auf mir und ich deshalb ultra schlecht (das als vorgeschobener Grund warum ich nicht aus dem Bett raus komme)

Aber letztlich… ich komme halt abends nicht ins Bett und morgens da nicht raus weil mein Biorhythmus was ganz anderes will. Es scheitert also an meiner inneren Uhr und dass meine Willenskraft das mit zunehmendem Schlafdefizit unter der Woche irgendwann nur noch gerade so ausgleichen kann. Mich retten also meine Willenskraft und ein großes Talent und viel Übung im Sprinten zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wunderbar. Wenn ich groß bin lerne ich auch was aus dieser Erkenntnis, ich weiß nur noch nicht, was genau.

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*abends duschen spart morgens 10 Minuten und ich schmiere kein Haarzeug ins Kissen. Deshalb versuche ich mir das grad anzugewöhnen.

Tag 1388 – Faultiertag.

Wir haben heute eigentlich fast gar nix gemacht. Das war super. Ein bisschen ungeplant, aber das Wetter war mies und mit Rotze-Pippi ins Schwimmbad wär sicher keine gute Idee gewesen, also gab es stattdessen Mittagsschlaf für Pippi und Herrn Rabe, Nachmittagsschläfchen für mich, ein wenig ausgehaltene Langeweile für Michel und ganz viel Ruhe für alle. Gut, am Ende des Tages gingen die Kinder ein wenig die Wände hoch, aber ich hoffe wirklich, dass es für Pippis Erkältung was gebracht hat, die schleppt sie ja nun auch schon wieder zwei Wochen mit sich rum. Was sie nicht davon abhält, mit großer Energie Grenzen zu testen, leider. Huff. Heute hatten wir wieder ein „Gespräch“, das darin endete, dass ich fragte „Hast du verstanden, was du nicht machen sollst?“ – „Den Föhn schmeißen.“ – „Warum hast du denn den Föhn geschmissen?“ – „Ich war sauer. Ich wollte dass du mir Socken holst und du hast nein gesagt.“ – „Ja, du warst sauer. Aber du darfst dann nicht immer Sachen schmeißen. Die können kaputt gehen und du kannst dir weh tun.“ – „Ja. … kannst du mir Socken holen?“ Gespräch mit Gänsefüßchen, weil sie halt erst was schmeißt und dann heult, wenn wir dann auch lauter werden. Das heißt, man muss, bevor man überhaupt mit ihr reden kann, abwarten bis der Zorn verraucht ist und gegebenenfalls trösten, dabei versuchen, auch selbst runterzukommen, weil mit dem Föhn schmeißen, ich meine, hakt’s??? Und überhaupt. Erziehung von dickköpfigen kleinen Rübennasen kriegt von mir lieb gemeinte 3/10 Punkten, macht einfach gar keinen Spaß und ist furchtbar viel Arbeit.

Ha, eins ist doch passiert: Herr Rabe hat unser kleines Lagerräumchen aufgeräumt. Das war nötig, aber wie nötig es wirklich war sieht man eigentlich erst jetzt, man kann sich nämlich plötzlich zu zweit darin aufhalten und noch umdrehen, Hammer. Note an uns: wir haben Eierfarben und sie sind bei der Osterdeko. Im bod.

Tag 1384 – Ein bisschen von allem.

Gestern. Wir waren babysitten, alle zusammen, bei MM in Oslo, denn A. (w) wollte gerne 21 km rennen und A. (m) wandert momentan auf dem Machu Pichu. MM und Pippi sind ja bestevenner und deshalb war das ganze wirklich tiefenentspannt. Die Mädels bespaßten sich gegenseitig, ich redete und alberte viel mit Michel. Der braucht das grad, er klebt dauernd an mir und ich musste irgendwann wirklich sehr deutlich werden, dass ich nicht! Angeleckt! Werden! Will! Ich verstehe es ja, es ist alles viel, erst Mama ne Woche weg, dann Papa ne Woche weg, zwischendurch Feiertage und dann kommt noch das Hort-Ding dazu…

… ich habe heute den normalen Hort zu nach den Sommerferien gekündigt und den Sport-Hort für 5 Tage/Woche gebucht. Michel findet das blöd, weil er dann seine Freunde nicht mehr im Hort sieht. Ich verstehe das sehr gut und habe versprochen, öfter Nachmittagsbesuche und am Wochenende mit den beiden Freunden auszumachen. Ich habe Michel das gestern noch mal erklärt, dass ich den normalen Hort einfach nicht gut finde, dass er auch im Sport-Hort Freunde finden wird und dass es leider ein bisschen zu teuer ist, dauerhaft beide Horte zu haben. Er war wenig begeistert, hat sich aber darauf eingelassen, es zu probieren. Puh. PUH! Die Diskussion dann heute mit Herrn Rabe fortgesetzt, der gern hätte, dass sämtliche Transport-Optionen schon durchgesprochen und festgelegt wären, Michel soll ja dann ab Sommer mit den beiden Nachbarmädels eine zur-Schule-gebracht-werden-Gemeinschaft bilden und wir haben dann in 2 von 6 Wochen vermutlich 4 Kinder zu verteilen, das wird kuschelig im Auto und der 2. Erwachsene passt da definitiv nicht mit rein, aber es wird irgendwie gehen, es geht immer alles wenn’s muss. Außerdem ziehen die Nachbarn ja eh vermutlich im Winter um. Dann sind es 2/4 Wochen, aber auch nur 3 Kinder.

Im Garten wächst und gedeiht alles, das macht sehr viel Freude. Ich habe heute ein noch recht kleines Radieschen gegessen und Kräuter geerntet und ich hab so viel Pfefferminze, dass es für ein paar Monate täglichen Tee reichen müsste. Immer wieder faszinierend. Nur Gurki ist eine Sorgenpflanze.

Europa hat gewählt, viel grün, viel braun aber auch. Ach, ach. Wer wählt denn solche ekelhaften Figuren, frage ich mich immer, naja, Sachsen zum Beispiel, aber auch Frankreich. Ach, ach, ach. Darf ich nicht so viel drüber nachdenken, das lähmt mich und dann will ich wieder in einen Bunker im Wald ziehen und da meine Kinder vorm Klimawandel und Nazis beschützen.

Ich wäre echt gern mal wieder abends früher müde und dafür morgens nicht wie erschlagen. Die nächste Woche hat nur 3 Arbeitstage und dann 4 freie Tage ohne große Pläne, das wird bestimmt schön. Vielleicht kann ich etwas Schlaf nachholen. Jetzt aber erst mal dringend Licht aus.

Tag 1382 – Geschafft!!!

Uff.

Die Woche ist geschafft. Geschafft! Alle haben ausreichend Nahrung zu sich genommen, sind bekleidet mit einigermaßen sauberen Sachen und mit geputzten Zähnen morgens aus dem Haus gegangen, waren alle zu ihren Kernzeiten (bis auf Pippi und mich am Dienstag) bei ihren Tagesbeschäftigungen anwesend und haben sich nur selten gegenseitig angeschrien. Minimalziel erreicht, nächstes mal arbeiten wir dann am Ausbau dieser, nennen wir es optimistisch „soliden Grundleistung“.

Herr Rabe ist jedenfalls wieder da und nicht nur hab ich jetzt wieder wen zum Drag Race gucken, nein, der Sohn hat auch neue items zum Angeben:

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Putting some conference swag to use 😎

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und Herr Rabe hat 8 (!) neue T-Shirts sowie echt fancy anderen Kram. Es gibt Kinderbücher „A Children’s Guide to Kubernetes“, wo die kleine Giraffe App Phippy neue Freunde und ein Zuhause endlich zu Kubernetes findet und da musste ich so lachen, dass ich immernoch nicht verstanden habe, was Kubernetes jetzt genau ist. Ich muss mal dafür sorgen, dass wir auf Konferenzen und Meetings fahren, wo es „A Children’s Guide to the Centralised Procedure“ oder „A Children’s Guide to Inspections of Pharmaceutical Manufacturers“ gibt. Da ist bestimmt ein Markt!

Nun schon wieder seit ewig im Kinderbett weil Pippi erkältet ist und schlecht schläft. Ich möchte doch auch schlafen. Meh.