Ich wollte früh ins Bett gehen, bin dann aber in ein Wikipedia-Loch gefallen. Hoppla.
Ich wollte früh ins Bett gehen, weil ich müde bin und Kopfschmerzen habe und dadurch auch Laune habe und überhaupt.
Es war einfach ein langer Tag und dezent doof noch dazu. Teilweise auch gut.
Vielleicht bin ich auch nur wieder mal frustriert, dass mein Tag nur 24 Stunden hat, von denen ich 1/3 eigentlich schlafen sollte, um klar zu kommen, maximal 1/3 arbeiten sollte und in den Rest soll irgendwie der Rest des Lebens passen, aber es ist so viel zu tun. Was mache ich am Ende? Wikipedia lesen. Spitze. So sinnvoll.
Gestern bin ich abends auf dem Sofa vom Schlaf übermannt worden. Tjanun.
Es gab aber auch nichts spannendes zu erzählen, außer, das ist natürlich sehr spannend: es hat geregnet. Den ganzen Tag! Das ist eine Meldung wert, das war nämlich, leider wirklich nicht übertrieben, das erste mal seit März, dass es geregnet hat. Vor lauter Schreck ist gleich der Rosmarin (Versuch Nummer 275) im Garten eingegangen und der Rest der Natur ist förmlich explodiert. Zack, Frühling, alles grün. Nur doof, dass der Korps gestern seine finale Marschübung hatte, ich bekam 3 (Herr Rabe marschiert als Begleitelter mit) sehr nasse Raben zurück, die erst mal in der Badewanne auftauen mussten.
In einem Land, in dem der komplette Strom aus Wasserkraft kommt, weiß man Regen gleich ganz anders zu schätzen.
Heute war auch nicht so ganz viel, um ehrlich zu sein. Ich arbeite so vor mich hin, ziemlich unproduktiv aber es saufen halt auch alle die billigen Desinfektionsmittel da, was soll man machen. Die Arbeitszeit fühlt sich ziemlich verschwendet an, oder wie man auf norwegisch sagt: weggeworfen.
Abends habe ich versucht, Pippi die Bräune aus dem Gesicht zu waschen, weil ich dachte, es sei Dreck. Sie hat einen sehr deutlichen Abdruck von ihrer Brille, das passiert mir ja tatsächlich einfach nie, deshalb dachte ich halt, das Braune muss Staub oder Dreck sein. Hoppla. Aber Pippi sieht natürlich auch mit einem weißen Balken auf der Nase ganz bezaubernd aus. Michel hat wieder Sommersprossen auf der Nase und den Wangen bekommen und sieht damit auch ganz hinreißend aus, wie immer. Ich muss neue Sonnencreme kaufen, die Restbestände habe ich alle aus Gründen wie „voller Sand“ entsorgt. Und meine ist leer, aber die kriege ich auch nicht im Supermarkt, die muss ich bestellen oder es wagen, in eine Parfümerie zu gehen. Da ich aber schon die letzten Male im Zug gern Leuten an die Gurgel gegangen wäre, weil sie zu penetrant nach Parfüm rochen, läuft es wohl auf bestellen raus. Ich frage mich, warum mir das jetzt so extrem auffällt? Ich war immer schon geruchsempfindlich, aber doch nicht so? Bei meinem letzten physischen Maskarakauf wollte ich am liebsten rückwärts den Laden wieder verlassen, weil ugggghhhh Parfüm. Werde ich seltsam mit den Jahren? Also noch seltsamer als eh schon? Ist es die Entwöhnung durch Pandemie? Egal was: ich wünsche mir von der Menschheit generell einen sparsameren Umgang mit Düften aller Art.
Ich hab mir irgendwie den Nacken verlegen und kann nur mäßig gut nach links schauen. Morgens wachte ich außerdem oder deshalb mit Migräne auf und hatte dann den Rest des Tages Kreislauf. Herr Rabe musste Pippi zum Kindergeburtstag fahren und hat den Rest des Tages zum Reifenwechsel genutzt. Wir müssen neue Reifen kaufen, für den Tesla, tschüss Geld.
Wegen Nacken hatte ich befürchtet, nicht Geige spielen zu können, ging dann aber doch (nach den ersten 2 Minuten) und ich habe festgestellt, dass mein vierter (kleiner) Finger entweder gewachsen ist oder gar nicht mal so kurz ist, wie ich dachte. Im Gegenteil, ich greife den gerne zu hoch, wer hätte das gedacht. Ich mache zum Aufwärmen gerne eine Fingerübung, die die Balance in der linken Hand fördern soll (Dounis Fundamentals) und da kann ich inzwischen fast immer den vierten Finger rund aufsetzen, das hielt ich bisher aufgrund meiner Anatomie nicht für möglich. Wahrscheinlich ist meine Technik einfach scheiße nicht besonders gut und so fundamentale Übungen helfen tatsächlich. Ich probiere außerdem eine andere Bogenhaltung aus, nämlich mit dem Daumen vor dem Frosch statt darin. So kann ich den Daumen runder lassen, die Hand ist entspannter und ich kann das Gewicht besser steuern. Nachteil: wenn meine Geigenlehrerin von früher das wüsste, gäbe das Ärger. (Man kann die Unterschiede hier sehen.)
Weiterhin habe ich nach der Butterkatastrophe (die gestern noch weiter ging, weil, wie ich leider erst merkte, als ich morgens Brötchen aufbacken wollte und den Backofen vorheizte, unter den Backstein ebenfalls Butter gelaufen war) einen neuen Versuch gestartet, den Tipp des Pharmazeuten meines Vertrauens befolgend mit mehr Eigelb. Und diesmal wurde der Kuchen so wie er sein soll.
Kladdkaka as if it’s 2008.
Fähnchen wegen Geburtstag. Obwohl der 8. Mai ja auch ein Flaggentag ist, nämlich der „Befreiungstag“, das Ende des 2. Weltkrieges und das Ende der Besetzung Norwegens. Als gebürtige Deutsche flaggen wir allerdings nicht, das fühlt sich falsch an. (Wir flaggen ja eh nicht so oft, weil wir die Flaggenallergie nicht abgeschüttelt kriegen.) (Beim nochmaligen Lesen merke ich, dass man das falsch verstehen kann: ich würde das Ende des 2. Weltkrieges auch feiern, fühle aber immer noch eine, wie ich finde, berechtigte, Scham, dass „mein“ Land, meine Heimat, meine Vorfahren, das überhaupt erst alles losgetreten und zu verantworten haben. Ohne Deutschland gäbe es den „Befreiungstag“ nicht und eine Welt, in der solche Tage nicht nötig sind, wäre eine bessere.)
Ach so, am Rande: unser Muttertag ist im Februar, insofern war hier heute nix mit Muttertag. Ich lege darauf allerdings auch keinen Wert, weder im Mai noch sonstwann.
So, jetzt Augen zu. Es ist schon fast wieder Montag. Ächz.
Es gäbe einiges zu erzählen, aber wir sind in erster Linie alle verschnupft und dementsprechend müde. Mir fallen hier die Augen zu, während ich drauf warte, dass Michel einschläft, dem aber obendrein die Augen jucken.
Morgen fahren wir für eine gute Woche nach England, die Schwägerin besuchen. Wir sind teilweise deswegen schon sehr aufgeregt. Andere Teile sind tiefenentspannt, wie immer also.
Gestern war ich zu spät im Bett zum Schreiben.
Ansonsten beschäftigen mich grad Dinge, über die ich nicht schreiben kann oder eher möchte (klar kann ich). Aber es sind andere Leute involviert, oder ich würde meine Kinder beschämen oder Ähnliches, all das möchte ich nicht im Internet breittreten.
Krieg ist auch immer noch und ich hoffe wirklich, dass der Kriegsverbrecher und alle seine Kriegsverbrecherkumpels, Kriegsverbrecherhandlanger, Kriegsverbrechen Ausführende und diese ganze Propagandamaschine gleich mit sehr bald ganz achtsam aus dem Fenster fällt, ganz zufällig versteht sich, tragischer Unfall und so weiter. Es ist so abstoßend furchtbar, dass mir dazu die Worte fehlen und ich Nachrichten nach wie vor nur wohldosiert aufnehmen kann, bevor ich wieder irgendwas belangloses über irgendwelche Sportlerfamilien lesen muss um die Angst zu verscheuchen.
Müdes High Five, ich bin in dieser einen Sache(TM) jetzt up to date, es warten davon erst mal keine neuen To-Dos auf mich. Dafür ging heute der komplette Arbeitstag drauf. Dafür kann ich jetzt wieder rituell eine To-Do-Liste zerknüllen, die fertig abgehakt ist. Hallelujah.
Morgen scheuche ich dann die 24 anderen Kühe vom Eis, aber es ist schon ganz nett, wenigstens in der einen Sache(TM) mal kurz den Kopf über Wasser zu haben.
Außerdem über die Post geärgert, aber dazu vielleicht wann anders mal mehr.
Der Tag war eigentlich erst ganz ok, wurde dann scheiße wegen vielem, ich war deshalb nicht beim Ballett und jetzt liege ich mit Migräne im Bett. Toll.
Alljährlich muss ich kurz mal meckern über die immer noch nicht abgeschaffte Uhrzeitumstellung. Dieses Jahr hatte ich auch wieder versäumt, die Aufstehzeit allmählich nach früher zu verschieben, also hatte ich mir heute „einfach“ einen Wecker auf 8 Uhr gestellt, damit ich heute Abend trotzdem halbwegs ok ins Bett komme. Mein Plan war auch, dann die Kinder zu wecken. Naja, die Kinder waren schon wach, ich hörte sie rödeln, als der Wecker klingelte. Ich hingegen dachte „was zum… es ist Wochenende, Herrschaftszeiten!“ und stellte den Wecker 1 h weiter. Döste noch die Stunde weiter, daddelte etwas am Handy und quälte mich um halb zehn aus dem Bett. Also eigentlich halb neun, an einem Sonntag, an dem nichts ansteht. Das ist doof, ich möchte das nicht.
So, bis in einem Jahr, wenn es wieder heißt „Wer hat an der effing Uhr gedreht, hatte die EU nicht irgendwie vor, den Kack abzuschaffen, warum passiert da nichts, HMMMMM?“
Neues Gemecker: Steuererklärung. Ja eigentlich in Norwegen super einfach. Außer man hat Konten im Ausland, Rentenversicherungsverträge im Ausland, einen Kindergarten, dessen Buchhaltungsbüro aufgrund Konkurs des Kindergartens kurz vor Weihnachten hingeschmissen hat (und der deshalb nicht zu Neujahr automatisch die Betreuungskosten gemeldet hat) und einen Sport-Hort, der aus unbekannten Gründen nicht automatisch an die Behörde gemeldet hat. Dann muss man ziemlich viele Belege zusammensuchen. Besonderer Spaß, wenn man im Vorjahr mittendrin die Bank gewechselt hat und dementsprechend Belege in drei Banken (ausländische mitgerechnet) und einem e-mail-Fach liegen. Immerhin ist das meiste eh elektronisch, außer dem Kram von der Rentenversicherung, die mögen Papier und mögen auch, das ins Ausland zu schicken.
Einziger Pluspunkt: ich habe festgestellt, dass ich bei der Bank in Deutschland offenbar inzwischen als Steuerausländerin geführt werde, steht zumindest so auf einer Bescheinigung. Dann hat das also geklappt, gut. Ich war etwas in Zweifel, weil mir wenige Tage nach Hochladen der norwegischen Bescheinigung, dass ich wirklich hier lebe und ganz viele* Steuern zahle, ein Brief ins Haus flatterte, in dem ich in scharfem Behördenton dazu aufgefordert wurde, eben jene Bescheinigung hochzuladen, aber zackig.
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*naja naja, eigentlich nicht, ich beschwere mich nicht. In Deutschland zahlte ich anteilig deutlich mehr von meinem Gehalt (Umsatzsteuer nicht mit einbezogen, das ist mir jetzt zu kompliziert).