Ich wollte so viel. Dann schlief ich mit Pippi auf dem Sofa ein und das war sehr sehr schön.
Müde
Tag 261 – The making of Wartepflanzen
Eigentlich wollte ich eine Zusammenfassung von unserem Urlaub schreiben. Aber jetzt ist es schon so spät und ich bin schon fast beim Stillen mit eingeschlafen und mein Handy hat in den pissgelb-Modus gewechselt (soll die Augen schonen durch geringeren Blauanteil, ich hab das mal von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr eingestellt. In zwei Monaten ist es hier zwar wieder durchgängig hell draußen, aber wenigstens das Handy schont dann meine Augen). Deshalb verschiebe ich das mal.
Dafür kann ich berichten, dass
- Michel heute ohne Gemecker oder Weinen und mit Spaß und Hopsen in den Kindergarten gegangen ist
- Wir ohne Meckern oder Diskussion unseren Kinderwagen repariert bekommen haben (ein Druckknopf war ab), sogar mit einem Lächeln und kostenlos
- Herr Rabe einen freundlichen Tipp bekommen hat, wie er sein Ladekabel (an dem *hust* Pippi gelutscht hat) wieder hinbekommt
- Michel echt so super Laufrad fährt, dass wir ihm bald ein richtiges Fahrrad „mit Padilen“ besorgen werden
- Wir Blumenerde besorgt haben und viele viele Wartepflanzen* eingepflanzt haben und ich sogar die zwei Pflanzen umgetopft habe, die selbiges auch schon seit nem halben Jahr nötig hatten
- Wir drölfzig Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet und GEFALTET UND VERRÄUMT haben (hier frenetischen Applaus einfügen)
- Wir morgen eine potentielle neue Babysitterin kennen lernen werden
Jetzt ab ins Bett.
*Minigurken (Michels), Bielefelder Siggi Stockrosen, Silbertaler, Basilikum und Chili (Herr Rabe ist ambitioniert)
Tag 231 – Abgekommen. Korfu Tag 1
Alter, um 2:45 Uhr aufstehen. Geht sogar halbwegs, vor allem wenn man vor lauter „Oh nein, noch nicht geschafft!“ und „Da müssen wir UNBEDINGT morgen früh noch dran denken!“ nicht einschlafen kann und im Grunde eigentlich gar nicht geschlafen hat. Man ist dann aber am nächsten Abend sehr müde. Zum Umfallen müde. Also ich jedenfalls bin jetzt grade so platt, dass mir mein Handy beim Tippen schon aus den Fingern zu rutschen droht. Aber nun gut, wir sind angekommen, es hat alles geklappt, die Vermieter sind sehr nett, das Wetter ist feucht und diesig, aber immerhin bei 17 Grad und nicht bei 3, also ein Fortschritt. Morgen mehr. Jetzt nur noch schlafen.
Ach ja, Vergessenes bisher: Michels grünes Auto, Pippis Schwimmwindel (aka stramm sitzende Badehose, sodass „Groß“ nicht gleich durchs Wasser treibt), die Knoblauchpresse, Ersatzwickelunterlagen.
Tag 217 – Müüüüde!
Wir haben Pippis nicht genutztes Beisteillbett gegen die größere Variante eingetauscht. Es sieht aus als wolle sie sie nicht benutzen. (Hier mein hilfloses Schluchzen vorstellen.)
Mal im Ernst: dieses Familienbett, das klingt so schön. Das klingt nach „ich kann sooo viel besser schlafen, wenn ich alle meine Babys ganz nah bei mir hab“. I call bullshit on that. Ich hab die letzten Nächte wieder ultra bescheiden geschlafen. Pippi mag gerne dauernuckeln, ich krieg schon davon zuviel, dann knetet sie aber auch gerne an meinen Brüsten herum oder grabbelt nach meiner Nase und mir kann doch keine weismachen, dass sie dabei „ganz schnell wieder einschläft“. Als Sahnehäubchen noch den hustenden und zähneknirschenden und sich breit machenden und rumwälzenden Michel oben drauf, ich, eingekeilt und bewegungsunfähig zwischen den Kindern, bekomme Schmerzen überall, in meinem Ohr piept es, Herr Rabe schnauft UND ICH RASTE INNERLICH AUS UND SCHREIE IN MEINEM KOPF ALLE AN UND ZIEHE ALLEINE NACH ALASKA aber natürlich bin ich leise und ziehe noch nicht mal nicht aufs Sofa um, denn ich will ja keinen wecken. Tagsüber ist mir dann die ganze Zeit zum Heulen. Weil ich eine Kackmama bin und es ja „so“ gewollt hab (nein, natürlich nicht, niemand denkt sich „ach, ich schlafe so gut, ich krieg mal ein Baby, damit das anders wird!“) und „man“ „soll“ „sowas“ nicht mal denken. Ja, wenn ichs aufschreibe klingt es für mich auch komplett albern, aber morgens um sieben, wenn der Wecker am Handy klingelt und ich nur mit äußerster Willenskraft mein Handy nicht gegen die Wand schmeiße, zerhacke und verbrenne, fühlt es sich anders an.
Wenigstens bin ich nicht alleine müde.
Tag 211 – Sooo müde (*Pröööt*)
Eigentlich wollten wir reinfeiern. Stattdessen fallen mir gerade die Augen zu und ich vertippe mich am laufenden Band. Deshalb: Gute Nacht. Morgen ist auch noch ein Tag für Sekt und Kuchen.
Tag 193 – ZZZzzzZZZ
Viel zu früh aufgestanden, Dinge getan, beim Fernsehen eingeschlafen.
Gute Nacht.
Tag 187 – Nachts
Hier so gestern Abend/letzte Nacht
22:00 Ich möchte ins Bett. Ich bin müde und mir tun alle möglichen Körperteile weh. Pipi schläft auf mir. Ich warte auf Herrn Rabe.
22:45 Herr Rabe kommt nach einer passiv-aggressiven SMS von mir und bezieht das Bett. Dann nimmt er mir Pippi ab.
23:01 Ich liege im Bett. Mit zwei warmen Körnerkissen und warmen Puschen. Mir tut mein Bauch weh, mein Rücken, meine Beine. Werde ich krank oder was? Fieber hab ich keines. Außerdem hab ich Sodbrennen. Dagegen trinke ich ein Glas Milch. Naja, einfach mal schlafen. Wird schon.
23:20 Ich kann nicht schlafen. Pippi wird wach und ich höre sie kraweelen, während Herr Rabe sie fertig macht.
23:25 Pippi wird mir zum Stillen gereicht.
23:45 Pippi ist längst satt, will aber nicht aufhören zu nuckeln. Herr Rabe kommt ins Bett und rückt sehr nah an mich ran. Ich möchte alleine sein. Mit tut weiterhin alles mögliche weh.
00:30 Mir reichts. Ich bitte Herrn Rabe, Plätze zu tauschen, weil Pippi mich mit dem Dauergenuckel wahnsinnig macht.
00:45 Ich versuche immer noch, einzuschlafen. Mir ist latent schlecht und mein Bauch grummelt ganz furchtbar. Vielleicht Magen-Darm? Ich muss aufstoßen und kriege Kotzegeschmack in den Mund. Das mit dem Einschlafen wird so nichts.
01:30 Pippi wird schreiend wach. Ich war grade eingedöst. Ich wälze mich wieder zu ihr, sie nuckelt und schläft ein.
02:00 Michel kommt ins Bett gekrochen. Ich bin noch wach. Pippi nuckelt.
02:30 Ich wache auf von „Oh Mann, Scheiße!“. Herr Rabe zerrt Michel aus dem Bett und legt ein Handtuch auf die Stelle, wo eben noch Michel lag. Dann geht er Michel umziehen. Ich merke, dass Pippi immer noch nuckelt. Ich docke sie ab und ziehe mein Shirt runter. Es klappt, Pippi schläft weiter.
02:59 Pippi murcht rum und ich versuche sie auf meinen Bauch zu legen, damit sie weiter schläft. Klappt nicht. Andere Seite, nuckeln.
04:11 Seitenwechsel. Jetzt liegt (und nuckelt) Pippi wieder auf der Seite, auf der auch Michel liegt. Das heißt, ich passe zusätzlich noch unterbewusst auf, dass Michel sich nicht auf Pippi legt. Michel hat seine Raupe mitgebracht, die kitzelt mir an der Nase.
04:49 Michel knirscht extrem mit den Zähnen. Ich kann nicht mehr auf der Seite liegen, so tut mir die Hüfte auch noch weh. Ich versuche mich auf den Rücken zu drehen.
05:13 Mein Arm ist eingeschlafen, davon werde ich wach. Ich nehme ihn runter, habe aber kaum Gefühl und erwische Pippi ein bisschen an der Schulter. Sie wird wach. Seitenwechsel mit taubem Arm.
05:30 Michel knirscht wieder mit den Zähnen. Ich habe das dringende Bedürfnis, alles anzuzünden, vor allem das Drecks-Familienbett.
06:10 Pippi murcht schon wieder rum. Wenigstens schläft sie nach Seitenwechsel und kurzem Nuckeln direkt wieder ein. Ich ziehe mein Shirt runter und schlafe innerhalb von drei Nanosekunden wie ein Stein.
08:28 Michel schreiflüstert: „Paaaapaaaaa! Koooommmm! Aufsteeeeeen! Æ will Frühstück macheeeeen!“ Mir tut immer noch alles weh und ich würde nahezu alles dafür tun, mich auf den Bauch legen zu können, aber da liegt Pippi und macht sich breit. Auf der anderen Seite liege ich schon mit dem Hintern im nie genutzten Beistellbett.
08:36 Michel hatte Erfolg. Die beiden stehen auf. Meine Augen möchten sich nicht öffnen.
08:39 Pippi ist wach und brabbelt vor sich hin. Sie tritt mich gegen die Blase. Das konnte sie immer schon gut… Ich muss pinkeln. Ok, schnell aufs Klo, Pippi bei Herrn Rabe abliefern, dann kann ich mich noch ein bisschen hinlegen. Auf den Bauch.
08:41 Ich nehme eine Ibuprofen. Offensichtlich werde ich krank oder bin es schon. Während ich sie runterspüle, registriere ich, wie Herr Rabe das Bett abzieht. Ich könnte heulen. Da wollte ich doch wieder hin! Er meints ja nicht böse. Ich gehe wortlos aufs Sofa und lege mich da hin, rolle mich ganz eng zusammen und decke mich zu. Dann höre ich der Familie beim Frühstück machen zu. Und beim frühstücken auch. Mir ist schlecht. Alles tut weh. Irgendwann wirkt die Ibuprofen. Michel kommt und bringt mir einen Bären. Dann kommt er kuscheln. Das wirkt noch besser als die Ibuprofen. Trotzdem wird es ein Sofatag. Hoffentlich wird diese Nacht besser.
Tag 168 – Hausarbeit
Ich so heute:
- Spülmaschine ausgeräumt
- 2 Maschinen Wäsche zusammengefaltet
- Den Wäscheständer leergefaltet und die Wäsche weggeräumt
- „Rot“ gewaschen und aufgehängt
- Komplette Wohnung gesaugt
- Komplette Wohnung gewischt
- Essensplan für die nächste Woche gemacht
- Einkaufszettel geschrieben
- (Mit allemann) Einkaufen gewesen
Und ja, das Baby war die ganze Zeit dabei, die meiste Zeit wach, viel in der Trage und insgesamt etwas nörgelig. Ich hab ihm nämlich nicht erlaubt, das schicke Lightning McQueen-Pflaster von meiner Hand abzuknibbeln und es kann trotz extensiver Bemühungen immer noch nicht krabbeln.
Jetzt sind wir beide total alle und Bingen noch ein bisschen Call the Midwife (Frauenkram), bzw das Baby schläft.
Tag 148 – Bielefeld Tag 25 – keine Zeit
Packen: fast fertig, Putzen: fast fertig, Kühlschrank: fast leer, Schlafen: noch nicht mal angefangen. Deshalb: Sie entschuldigen mich.
Tag 143 – Bielefeld Tag 20 – Katertag
Wenn ich gestern gesoffen hätte, könnte ich ja noch verstehen, wieso ich heute so müde, schlecht gelaunt, fahrig und mit leichter Übelkeit den Tag bestreiten durfte. Muss wohl an einer Kombi aus viel zu viel Koffein und zu wenig Schlaf gelegen haben. Ächz. Ich fühl mich heute als wär ich 80.
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Den Onkel/Patenonkel von Herrn Rabe plus Frau besucht. War.
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Rote Beete-Nudeln bei der besten Freundin gegessen. Eins meiner Lieblingsessen. Mjammi. Außer ihr noch da: ihr Freund (nett und witzig und kann gut mit Kindern) und ein Freund von Freund, der gaaaaaaanz viel zu sagen hatte über die Erziehung von Kindern. Er weiß das alles voll gut, weil er selbst hat, ja, genau, Null Kinder. Man könnte es so formulieren: ich habe wie so ein Thesaurus alle mir bekannten Variationen von „Jedem das Seine, ne?“ abgespult und war dann sehr dankbar, als es Essen gab. Ich war auch sehr dankbar, dass das Baby super toll Vorzeigemäßig seine Decke aufgefressen und sich so selbst beschäftigt hat. Und dass das Kind das Baby ganz liebevoll mit einer Nudel gefüttert hat (das Baby fand die Nudel nicht weich genug, hat aber gerne dran rum gelüllert). Nicht ganz so dankbar war ich, dass der Typ dem Kind ungefragt ein Stück Schoki gegeben hat, kurz bevor wir losfahren wollten, woraufhin das Kind nochmal ordentlich aufdrehte und auf Zuckerschock herumsprang wie irre. Mann ey. Danke, du Wurst.
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Ab ins Bett, Schlaf nachholen.
