Tag 760 – Kuschlige Kinder. So schön. 

Spoiler: nicht. Jedenfalls nicht immer. Nicht jetzt gerade. Nicht, wenn man nach mal wieder mehreren Nächten auf der äußersten Bettkante beim Ins-Bett-Bringen in Michels Bett mit eingeschlafen ist und da auch nach zwei Stunden nur raus ist, weil es zu warm und viel zu eng war. Und dann – die Zeit reichte genau für eineDusche – steht das Kind da schon wieder und muss aufs Klo. Und will danach natürlich wieder kuscheln. Dann denkt man, es ist eingeschlafen und will sich davon stehlen, aber nein, man kommt nicht mal bis ins eigene Bett, bevor man vom Kind verfolgt wird, das ja „nicht allein sein will“ und „jemanden zum kuscheln“ braucht. Und ich kriege echt zu viel, nicht mal im eigenen Bett in Ruhe einschlafen darf ich, ich schätze nämlich „alleine sein“ in meinem Bett ganz außerordentlich und mit einem mehr als aufdringlichen fast Fünfjährigen wrestlen kuscheln ist jetzt eher nicht erholsam. (Passender weise fängt er genau in diesem Moment auch noch an, mit den Zähnen zu knirschen und ich warte nur darauf, dass ich mich in sein Bett legen kann, das ist ja jetzt frei.)

Tag 376 – Pssssst!

Ich glaube, sie schläft endlich. 

Pippi und das Einschlafen. Ein Spaß, sage ich Ihnen! Heute lief es mal wieder so, dass sie zwar hundemüde war (nur 40 Minuten Mittagsschlaf im Kindergarten, da klappt das nämlich auch eher so mäßig mit dem Schlafen) und auch begeistert zum Einschlafstillen andockte, dann aber nicht richtig einschlief. Wenn ich merkte, dass sie nur noch nuckelt, dockte ich sie ab, sie regte sich auf, ich seufzte und wir stillten weiter. Ca. Drölfzig Mal ging das so, mehr als eine Stunde. Irgendwann reichte es mir und ich zog mich an und erklärte ihr, dass ich das nicht will, dieses Dauergenuckel. So hatte ich das gestern auch gemacht und nach kurzem Protest schlief sie gestern dann einfach so ein, ohne Brust, nur mit Kuscheln*. Heute nicht. Sie brüllte und brüllte, schmiss sich in der Gegend rum und brüllte. Gefühlt ewig, in echt wahrscheinlich eher 10 Minuten versuchte ich sie zu beruhigen, aber sie wollte nichts, nur Brust. 

Irgendwann kam ich auf die brillante** Idee, einen Schnuller zu holen. Und siehe da: sie nuckelte am Schnuller, kuschelte sich an mich, schloss die Augen und…

… machte sie wieder auf, weil ihr eingefallen war, dass sie den Schnuller ja noch gar nicht untersucht hatte. Also wurde der Schnuller erstmal von allen Seiten beäugt, ich erklärte ihr dass das ein Schnuller sei, ein Dings, extra zum Nuckeln, fast so gut wie Brust, nur halt keins meiner Körperteile. Sie steckte ihn in den Mund, ließ ihn rausploppen, steckte ihn wieder rein, drehte ihn hin und her, stand auf, warf den Schnuller aus dem Bett, wollte ihn wieder haben, bekam ihn wieder, setzte sich auf meinen Brustkorb, spielte mit dem Schnuller und irgendwann, begleitet von meinem Gesumme und locker mit dem Kopf an meine Nase gelehnt, schlief sie endlich ein. 

Mit dem Schnuller in der Hand. Nach fast zwei Stunden. 

* und dann schlief sie IM BEISTELLBETT DURCH! Ich war so irritiert, dass mein Unterbewusstsein mich um fünf weckte um zu gucken, ob sie noch lebt. 

** Menschen mit Kindern, die immer schon Schnuller nahmen, lachen jetzt. Aber wir haben ja bei Pippi eh schon alles versucht und die Schnuller eben schon gedanklich fast eingemottet. 

Tag 319 – Vielleicht ein kleiner Fortschritt. 

Wochenende mit müden Kindern, also alle drei, irgendwie. Dafür schlief Pippi gestern immerhin zwei mal zwei Stunden im Beistellbett, und heute schläft sie da auch schon seit halb neun, mit einer Unterbrechung wegen durchgeschwitzt, als ich gerade Tanken war. Entsprechend sitze ich jetzt mit Bier auf dem Sofa und höre Fußball und kann mein Glück kaum fassen. 

Überhaupt gestern das mit dem Schlafen, das war ja so ne Sache. Ich fuhr gestern mit Michel zu IKEA, um den Matratzenkauf für sein neues Bett vorzuziehen. Unsere aufblasbare  Gästematratze ist nämlich im Eimer (die Kackdinger, echt mal, das ist schon die dritte!) und wir wollten A. samt Baby nicht einfach aufs Sofa verweisen. Bei IKEA war Family-Tag und die Hölle los. Es war schrecklich. Echt. Michel findet das Småland auch einfach gruselig und dann gab es noch an jeder Ecke Gedöns zum Probieren und Quatsch zum Gewinnen und und und. Furcht-bar. Jedenfalls, zurück zum Thema, kaufte ich eine Matratze und Laken und ein Pee-sheet und eine zusätzliche Bettdecke und ein zusätzliches Kissen. Denn, so dachten wir, Michel kann ja, wenn er nachts angetrottet kommt, im Beistellbett schlafen, der passt da ja noch ganz gut rein und Pippi schläft da ja eh nicht drin. 

Einmal probierte ich es gestern noch. Die letzten Abende war Pippi immer aufgewacht, sobald ich mich rührte. Nicht so gestern: ich stillte sie im Beistellbett, sie schlief ein, ich stand auf UND SIE SCHLIEF WEITER! Der Hammer. Irgendwann wurde sie wieder wach, ich quetschte mich noch mal zu ihr, sie nuckelte und schlief wieder ein. Ich stand auf UND SIE SCHLIEF IMMER NOCH WEITER! Wie geil* das ist in der Position einzuschlafen, die man selbst bevorzugt, merkt man ja auch erst, wenn man seit über einem Jahr (in den letzten Schwangerschaftsmonaten schläft man ja auch nicht mehr irgendwie, sondern eher wie ein an Land gespülter Wal) in suboptimalen Stellungen geschlafen hat. 

Jedenfalls konnte ich dann ca. zwei Stunden so schlafen, dann war Pippi wach und ich holte sie rüber und sie schlief wieder ein. Dann kam irgendwann Michel und ich bugsierte ihn ins Beistellbett. Pippi machte sich sehr breit, aber immerhin waren wir nur zu dritt im Bett, das geht schon. Gegen acht wurde Michel wach und wollte kuscheln, Pippi lag eh inzwischen quer in unserem Bett, also quetschte ich mich zu Michel. In das 70 x 140 cm Kinderbett, jaja. Michel wurde das recht fix zu eng (Überraschung) und er weckte Herrn Rabe um aufzustehen. Ich checkte die Lage im großen Bett: Pippi belegte es sozusagen im Alleingang. Ich blieb einfach im Kinderbett liegen. So schliefen Pippi und ich weiter: bis zehn. So schön. Zehn. Hach. (Natürlich haben wir nicht durchgeschlafen. Pippi wacht nach wie vor ca. alle zwei Stunden auf, nuckelt kurz und schläft dann weiter. Ich bin jedes Mal kurz mit wach. Ohne Scheiß*: es ist ein Wunder, dass ich noch lebe. Hätte mir das vor den Kindern wer gesagt, dass es so übel werden würde, ich hätte geschworen, das nicht zu überleben. Aber Tadaaa: irgendwie geht’s doch.)

Also so war das gestern. Mal sehen, ob es heute wieder Reise nach Jerusalem mit Bettplätzen veranstaltet wird. Bis jetzt sieht es ganz gut aus. 

*Ja, es gibt schönere Wörter. Ist mir egal. 

Tag 187 – Nachts

Hier so gestern Abend/letzte Nacht

22:00 Ich möchte ins Bett. Ich bin müde und mir tun alle möglichen Körperteile weh. Pipi schläft auf mir. Ich warte auf Herrn Rabe. 

22:45 Herr Rabe kommt nach einer passiv-aggressiven SMS von mir und bezieht das Bett. Dann nimmt er mir Pippi ab. 

23:01 Ich liege im Bett. Mit zwei warmen Körnerkissen und warmen Puschen. Mir tut mein Bauch weh, mein Rücken, meine Beine. Werde ich krank oder was? Fieber hab ich keines. Außerdem hab ich Sodbrennen. Dagegen trinke ich ein Glas Milch. Naja, einfach mal schlafen. Wird schon. 

23:20 Ich kann nicht schlafen. Pippi wird wach und ich höre sie kraweelen, während Herr Rabe sie fertig macht. 

23:25 Pippi wird mir zum Stillen gereicht. 

23:45 Pippi ist längst satt, will aber nicht aufhören zu nuckeln. Herr Rabe kommt ins Bett und rückt sehr nah an mich ran. Ich möchte alleine sein. Mit tut weiterhin alles mögliche weh. 

00:30 Mir reichts. Ich bitte Herrn Rabe, Plätze zu tauschen, weil Pippi mich mit dem Dauergenuckel wahnsinnig macht. 

00:45 Ich versuche immer noch, einzuschlafen. Mir ist latent schlecht und mein Bauch grummelt ganz furchtbar. Vielleicht Magen-Darm? Ich muss aufstoßen und kriege Kotzegeschmack in den Mund. Das mit dem Einschlafen wird so nichts. 

01:30 Pippi wird schreiend wach. Ich war grade eingedöst. Ich wälze mich wieder zu ihr, sie nuckelt und schläft ein. 

02:00 Michel kommt ins Bett gekrochen. Ich bin noch wach. Pippi nuckelt. 

02:30 Ich wache auf von „Oh Mann, Scheiße!“. Herr Rabe zerrt Michel aus dem Bett und legt ein Handtuch auf die Stelle, wo eben noch Michel lag. Dann geht er Michel umziehen. Ich merke, dass Pippi immer noch nuckelt. Ich docke sie ab und ziehe mein Shirt runter. Es klappt, Pippi schläft weiter. 

02:59 Pippi murcht rum und ich versuche sie auf meinen Bauch zu legen, damit sie weiter schläft. Klappt nicht. Andere Seite, nuckeln. 

04:11 Seitenwechsel. Jetzt liegt (und nuckelt) Pippi wieder auf der Seite, auf der auch Michel liegt. Das heißt, ich passe  zusätzlich noch unterbewusst auf, dass Michel sich nicht auf Pippi legt. Michel hat seine Raupe mitgebracht, die kitzelt mir an der Nase. 

04:49 Michel knirscht extrem mit den Zähnen. Ich kann nicht mehr auf der Seite liegen, so tut mir die Hüfte auch noch weh. Ich versuche mich auf den Rücken zu drehen.

05:13 Mein Arm ist eingeschlafen, davon werde ich wach. Ich nehme ihn runter, habe aber kaum Gefühl und erwische Pippi ein bisschen an der Schulter. Sie wird wach. Seitenwechsel mit taubem Arm. 

05:30 Michel knirscht wieder mit den Zähnen. Ich habe das dringende Bedürfnis, alles anzuzünden, vor allem das Drecks-Familienbett. 

06:10 Pippi murcht schon wieder rum. Wenigstens schläft sie nach Seitenwechsel und kurzem Nuckeln direkt wieder ein. Ich ziehe mein Shirt runter und schlafe innerhalb von drei Nanosekunden wie ein Stein. 

08:28 Michel schreiflüstert: „Paaaapaaaaa! Koooommmm! Aufsteeeeeen! Æ will Frühstück macheeeeen!“ Mir tut immer noch alles weh und ich würde nahezu alles dafür tun, mich auf den Bauch legen zu können, aber da liegt Pippi und macht sich breit. Auf der anderen Seite liege ich schon mit dem Hintern im nie genutzten Beistellbett. 

08:36 Michel hatte Erfolg. Die beiden stehen auf. Meine Augen möchten sich nicht öffnen. 

08:39 Pippi ist wach und brabbelt vor sich hin. Sie tritt mich gegen die Blase. Das konnte sie immer schon gut… Ich muss pinkeln. Ok, schnell aufs Klo, Pippi bei Herrn Rabe abliefern, dann kann ich mich noch ein bisschen hinlegen. Auf den Bauch. 

08:41 Ich nehme eine Ibuprofen. Offensichtlich werde ich krank oder bin es schon. Während ich sie runterspüle, registriere ich, wie Herr Rabe das Bett abzieht. Ich könnte heulen. Da wollte ich doch wieder hin! Er meints ja nicht böse. Ich gehe wortlos aufs Sofa und lege mich da hin, rolle mich ganz eng zusammen und decke mich zu. Dann höre ich der Familie beim Frühstück machen zu. Und beim frühstücken auch. Mir ist schlecht. Alles tut weh. Irgendwann wirkt die Ibuprofen. Michel kommt und bringt mir einen Bären. Dann kommt er kuscheln. Das wirkt noch besser als die Ibuprofen. Trotzdem wird es ein Sofatag. Hoffentlich wird diese Nacht besser. 

Tag 116 -300 mL Milch auf ein Babyvollbad

Heute nur sehr kurz, weil das Baby ins Bett möchte. Beziehungsweise wissen wir das nicht so genau, das Baby ist seit ein paar Tagen total angepisst dauernd und von allem, ob das jetzt von der Erkältung kommt weiß der Himmel, aber die macht es sicher nicht besser. Super nervig ist allerdings, dass es 1. keinen Bock auf Stillen hat und oft erst nach Jahrmarktartigem Unterhaltungsprogramm trinken mag (und dann aber auch fix wieder brüllt und sich wegbiegt und so) oder eben im Halbschlaf, was aber auch schwierig ist wegen 2. nicht einschlafen kann. Einschlafstillen ist ja eh so ein Mythos an den das Baby nicht glaubt und im Moment (also seit ein paar Tagen eben) müssen wir für jedes Einschlafen das Baby herumschleppen oder auf dem Pezziball hüpfen bis wirs am Kopf kriegen. Das mag nachmittags um drei noch ganz ok sein, nachts um eins ist es das dann nicht mehr. Zumal das Baby auch bis es endlich schläft meckert, sich die Finger zu weit in den Hals schiebt, würgt, hustet, röchelt, kneift und kratzt. Deswegen probieren wir heute mal ein alternatives Einschlafprogramm: Früh mit Baby ins Bett und dann da bleiben, damit es nicht durchs „Wir Großen gehen dann jetzt auch mal ins Bett“ nochmal so aufdreht.

Ach so, ja, Baden in Muttermilch hat ganz gut geklappt, wenigstens gab’s nicht die ganze Zeit Gebrüll. Danach wollte das Kind auch mit Milch baden, ich hab es ein bisschen verarscht um Konflikte zu vermeiden habe ich Kuhmilch in den Muttermilchbeutel gefüllt und die durfte es dann in sein Badewasser kippen. Merke: Wenn man mit Milch im Wasser badet, wird die Haut nicht so schrumpelig wie sonst. Das heißt, das Kind kommt überhaupt gar nicht mehr aus der Wanne raus. Nienieniemals.

Tag 71 – Stimmungsschwankungen

Heute morgen hatte ich keine Lust aufzustehen, es war so gemütlich im Bett mit den zwei Kuschelkindern, also las ich ein bisschen im Internet herum. Das Handylicht weckte allerdings das Kind. Das wiederum wollte aber mitnichten aufstehen, sondern kuschelte sich ganz nah an mich und murmelte „Mama kuscheln!“. Und so kuschelten wir und erzählten uns was und hatten uns lieb. Das war ganz wunderbar.

Als ich das Kind dann heute Abend bettfertig machen wollte, fing es schon bei „Komm, wir gehen ins Bad!“ an, einen Wutausbruch allererster Güte hinzulegen. Ganz zu schweigen vom Ausziehen („Nein, nein!!!“), Anziehen („Lass mich los!!! Wäääähhhhhh!“) und Zähneputzen („Neeeeiiiiin! Aua! Aua! Hiiiiilfeeeee!!!“). Das war ganz furchtbar.

Nach dem Vorlesen musste ich dann noch ganz lange neben dem Bett sitzen bleiben und seine Hand halten und singen, bis es eingeschlafen war. Und dann hab ich noch eine Weile das schlafende Kind betrachtet. Das war wieder ganz wunderbar.

Tag 54 – Familienbett auf 1,60m?

Damals. Ich war schwanger mit dem Kind. Und wurde von einer Kollegin gefragt, ob Herr Rabe denn auch was bauen würde für das Baby, denn „Das machen Männer doch so.“ Davon, dass Männer das so machen war ich genauso überrascht wie Herr Rabe, aber da wir schon länger nach einem Beistellbett für unser Bett gesucht hatten und in unserem Preissegment nicht fündig geworden waren, baute Herr Rabe tatsächlich ein wunderhübsches Beistellbettchen, passend zur geschenkten Kokosfaser-Super-Babymatratze. Ich nähte ein paar Spannbettlaken dazu und als das Kind dann geboren war, legten wir es in das Bettchen und es schlief da selig und wenn es Hunger hatte, rollte ich mich zu ihm oder es zu mir und ohne richtig aufzustehen wurde gestillt und dann räumte ich meistens das Baby wieder zurück. Als das Kind zu groß wurde für das kleine Bett, bekamen wir ein Babybett mit Gittern geschenkt, montierten die eine Gitterseite ab und stellten es an unser Bett. Es waren so zwar ca. 10 cm Höhenunterschied zwischen den Matratzen, aber da das Kind zu dem Zeitpunkt eh angefangen hatte, mir nachts hinterherzurobben, fand ich das ganz gut, denn unser Bett war nur 1,40 m breit und mit Kind fand ich das sehr eng. Dann zogen wir nach Norwegen und bekamen ein 1,60 m breites Bett, eine 2,40 m breite Bettdecke und das Kind sein eigenes Zimmer. Da schlief es auch fortan ein, mal mit mehr und mal mit weniger Mühe, irgendwann war es uns zu doof, nachts mehrmals in seinem kalten Zimmer zu stehen bis es wieder eingeschlafen war, also holten wir es zu uns ins Bett wenn es aufwachte. Irgendwann kam es von alleine, wir mussten nur die Türen auflassen. Das war für uns alle so völlig in Ordnung und eigentlich fand ich das kuscheln im Bett auch meistens schön (das Kind schläft manchmal sehr unruhig und so ne kleine Faust die einen mit einem unvermitteltem Schlag ins Gesicht aus dem Tiefschlaf reißt… naja, denken Sie sich den Rest). Auch als ich wieder schwanger war, ging es so weiter, das Kind kam irgendwann des Nachts zu uns getapert, legte sich zwischen uns (den Bauch schirmte ich mit einem Stillkissen gegen eventuelle Tritte ab) und schlief weiter. Wir importierten fürs neue Baby das Beistellbett, das hatte ja schon beim Kind so prima geklappt. Als dann das Baby geboren wurde, mochte ich es die ersten Nächte nicht wirklich von mir weglegen und diesmal ließ ich mir auch nix einreden und genoss einfach die Nähe. Nach ca. einer Woche legten wir das Baby das erste mal ins Beistellbett, in einem der winzigen Schlafsäcke, es sah ganz bezaubernd aus. Leider war das Baby in seinem eigenen Bett sehr unruhig, wühlte herum und fing schnell an zu meckern. Also kam es wieder in unser Bett. Da war es allerdings mit dem Schlafsack viel zu warm, also ohne Schlafsack unter unsere riesige Decke. Wir probierten es immer mal wieder mit dem „eigenen“ Bett, aber das Baby möchte gerne maximalen Körperkontakt mit mir. Manchmal beruhigt es sich nur auf meiner Brust. Das Problem ist nur: ich kann so nicht schlafen. Ich kann mich nicht so bewegen, wie ich gerne möchte, ich verharre in einer Position teils stundenlang, dabei bewege ich mich sonst im Schlaf recht viel. Außerdem bin ich in ständiger Alarmbereitschaft: ist dem Baby zu warm? Zu kalt? Legt sich das Kind gerade aufs Baby? Haut oder tritt das Kind im Schlaf? Und, mein absoluter Albtraum: liegt das Baby unter der Decke* und erstickt? Zusätzlich zu den zwei- bis dreistündlichen Schlafunterbrechungen durch Stillen ist das irgendwann ziemlich belastend, nicht richtig zur Ruhe zu kommen. Zu viert auf 1,60 m ist es zudem wirklich eng und ich habe schonmal vorsorglich Platzangst vor der Zukunft, wenn das Kind sechs Jahre alt ist und immer noch jede Nacht zu uns ins Bett kriecht, wo dann aber ja schon ein Dreijähriges liegt…
Was ich mir wünsche, um die Schlafsituation für mich wieder angenehmer zu gestalten? Dass das Baby bitte bitte in seinem Beistellbett schläft. Und ein größeres Bett. Für die Zukunft.

*Heute morgen kam ich nach dem Kaffee kochen ins Schlafzimmer um den Rest der Familie zu wecken und bekam fast einen Herzinfarkt, weil das Baby unter die Decke gerutscht war. Nix passiert. Aber jetzt wird das mit dem Beistellbettchen nochmal extra forciert!