Tag 3110 – Tautröt.

Wir haben die Kinder wieder abgeholt, und wie üblich gab es ein Abholkonzert. Ich finde immer wieder erstaunlich, was man mit knappen eineinhalb Tagen zielgerichteter Musikpädagogik aus einem Haufen halbmotivierter Kinder und Jugendlicher herausholen kann. Es war wirklich gut, was die gemacht haben, und ich glaube alle hatten auch wie immer eine gute Zeit, was ja das wichtigste ist. Zurück bekamen wir zwei müde, aber sehr zufriedene Kinder.

Was nicht so schön war, war das fahren. Es waren da wo die Kinder waren heute 28 Grad mehr als gestern, also grade noch so Minusgrade. Dazu schneite es sehr feucht und dicht und die Straße war so lala geräumt. Auf fest gefahrenem Schnee (der wird hier auch oft noch „aufgerauht“ mit so einem Kratzedings am Räumfahrzeug. Man kann auch einfach ein paar mal mit nem Traktor drübermöllern, das macht auch Struktur in den Schnee) kann man ja noch relativ gut fahren, aber wenn sich das langsam auflöst und mit frischem Schnee so eine lose Masse macht, macht Auto fahren keinen Spaß mehr. So war das heute. Heute Nacht soll es dann regnen, auf all den Schnee. Herr Rabe und ich folgen der Empfehlung und machen Homeoffice, was wir mit den Kindern machen, wissen wir noch nicht. Sport-Hort bittet darum, die Kinder nach der Schule abzuholen, Taxis und Busse werden wohl nicht fahren, es ist Chaos vorausgesagt – aber die Kinder sollen bitteschön antanzen, in einer Kommune, in der nur wenige Kinder zur Schule laufen können. Hrmpf.

Es kommt bei mir persönlich hinzu, dass ich mit der Unsicherheit, was morgen früh sein wird, echt schlecht umgehen kann. Aber was will man machen.

Tag 3107 – Kaaaaaalt!

Bei den Temperaturen ist es echt blöd, wenn man am Bahnhof ankommt, da Cardos aufschließt – und keinen Eiskratzer vorfindet. Bei den Temperaturen wird Cardos nämlich auch nicht warm. Also nicht nur nicht 20 Grad warm, sondern es bleiben Minusgrade im Auto. Zur Erinnerung: man muss innen und außen kratzen, weil Cardos scheinbar nicht ganz dicht ist.

Das ist echt blöd und dann muss der Ehegatte eine retten kommen, Eiskratzer liefern und die Frau wieder auftauen. Während die Frau versucht, die Körpertemperatur wieder auf normal zu bekommen, muss der Ehegatte auch noch Cardos freikratzen.

All das ist echt blöd, ja. Auch nicht um Kurven kommen ist echt blöd. Grade in diesem Moment Monat bin ich echt angepisst von Cardos. Aber ich hab den Trick mit der Kreditkarte jetzt gelernt – es hat doch alles immer noch eine positive Seite*.

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*als würde ich sowas ernsthaft denken oder glauben

Tag 3105 und 3106 – Schnee zu verschenken.

Hier ist nicht soooo viel passiert, außer sehr viel Schnee. Aus allen Richtungen. Mit Wind. Die Konsequenzen davon waren heute vollständiges Verkehrschaos, zeitweise ging gar nichts, weder Flugzeug, Zug, T-Bane, Trikk, Bus oder Taxi, eigenes Auto eh nicht, es sei denn man mag den Nervenkitzel, blind auf unsichtbaren Straßen herumzurutschen. Herr Rabe und ich hatten wetterbedingtes Homeoffice, ich durfte aber trotzdem kurz helfen, Herr Rabe anzuschieben, der 50 Meter von unserer Haustür entfernt mit zwei Rädern im unsichtbaren Graben hängen geblieben war, als er Pippi abholen wollte. Als ich abends Pippi zum Klettern brachte, kamen wir an insgesamt vier gestrandeten Fahrzeugen vorbei. Ich glaube Ski sind grad das sinnvollste Fortbewegungsmittel, wenn man damit denn umgehen kann.

Das ist unsere Terrasse:

Reicht jetzt echt langsam mit diesem bekloppten Winter, wo sich Kälte- mit Schneerekorden abwechseln.

Tag 3103 – Ziviler Ungehorsam.

[Ungehorsam ist ein wirklich seltsames Wort, wenn man so drüber nachdenkt. Fällt in die selbe Kategorie wie Unabdingbar, einfach wild Silben aneinander gereiht.]

Niemand benutzt flächendeckend Schnoddergrüne PowerPoint-Vorlagen, nicht mal die Direktion, zumindest Teile davon nicht. Ich kann es ihnen überhaupt nicht verübeln, diese Vorlagen sind schlimm, ich bin noch traumatisiert von den lila Links auf grünem Grund. Ich habe das der Kommunikationsabteilng mitgeteilt, dass ich das schlimm finde. Damit war ich wohl auch nicht alleine. Sie überlegen jetzt, ob wir alle nur alt und Änderungsverweigernd sind, oder ob es nicht ein bisschen weniger grün auch tun würde.

Heute morgen, als ich ins Büro fuhr, parkte ich auf einem Parkplatz, der für jedes andere Auto als Cardos zu klein gewesen wäre. Ich nahm an, dass mindestens von einem der Autos, die rechts und links dieser Parklücke standen, die*r Fahrer*in genau darauf spekuliert hatte, dass da niemand reinpasst. Ich hasse solches Verhalten wie die Pest, der Parkplatz am Bahnhof ist nämlich immer bumsvoll und es gibt da einfach keinen Platz zu verschenken. Also quetschte ich Cardos in die Lücke und dann mich aus Cardos raus. Mit eingeklapptem Spiegel kam ich ganz ok raus und es war zu beiden Seiten gleich wenig Platz, also fair. Das fand der Fahrer des einen Autos nicht, denn als dieser zu seinem Auto kam, befand er, er käme da nicht rein. Obwohl er am äußersten Rand der Reihe stand, also auch niemanden rechts von sich stehen hatte, konnte er offenbar auch nicht auf der Beifahrerseite einsteigen. (Der Fahrer ist ein junger, schlanker Typ mit zumindest augenscheinlich nichtbehindertem Körper, kein 80-Jähriger mit 2 Krücken.) Warum weiß ich das? Der Fahrer beschloss, nachdem er beschlossen hatte, dass er unmöglich in sein Auto steigen kann, dass es an der Zeit sei herauszufinden wem das Auto gehört, das ihn „zugeparkt“ hat (übers Nummernschild ganz einfach möglich) und diese Person übers Telefon (weiteres Googeln muss hier involviert gewesen sein) anzupöbeln und als Idiot zu beschimpfen. Aber erst nachdem er versucht hatte, über Facebook Kontakt aufzunehmen, weshalb wir jetzt eben auch wissen, wer der Typ eigentlich ist (einer der in allererster Linie seine Fahrzeuge zu lieben scheint). Herr Rabe war am Telefon allerdings einigermaßen konsterniert, er wusste ja von nichts und plötzlich nannte ihn ein Fremder am Telefon Idiot.

Leute gibt’s.

Anbei noch Fotos vom Sonnenuntergang heute, vom Büro aus gemacht.

Tag 3100 – Bilder von kalt.

Ich muss dringend schlafen, aber heute war eh nicht so richtig viel los. Es ist nicht mehr ganz so kalt, deshalb habe ich, als Pippi Trommelunterricht hatte, ein paar Bilder gemacht.

Ehrlich gesagt finde ich diese farbarme, pastellige, Welt sehr angenehm anzuschauen, zumindest wenn die Sonne nicht so steht, dass sie einer direkt in die Augen leuchtet. Es ist auch alles sehr leise draußen, der Schnee und die Eiskristallschicht schluckt alles. Das ist schon alles sehr ansprechend, könnte nur noch etwas wärmer sein (und wäre dann wahrscheinlich nicht so).

Tag 3099 – Absurd kalt.

Es ist sehr hübsch anzusehen, da draußen. Ich habe leider keine Fotos gemacht, da einem draußen sofort die Finger abfrieren und das Handy eh nichts tut, wenn es so kalt ist, außer beeindruckend schnell die Batterie leeren. Aber stellen Sie sich einfach vor, wie alles, vom Zaun über den Baum bis zum Auto und rauheren Hausfassaden, mit einer dicken Schicht lose gepackter, ganz klarer und ganz leichter Eiskristalle bedeckt ist. Es ist kein Schnee, sondern, glaube ich, gefrorene Luftfeuchtigkeit, die sich da niederschlägt und wegen völliger Windstille auch bleibt, dabei lässt es sich vom Auto mühelos runterwedeln, wahrscheinlich würde es schon durch Anhauchen einfach wegfliegen, so leicht und locker ist das. Durch diese Eiskristallschicht ist alles nahezu farblos, aber auch nicht richtig weiß, wie Schnee. Das hier ist anders und wirklich, WIRKLICH schön.

Kehrseite der Medaille: es sind halt -25 Grad. Es tut sofort alles weh, was dem ausgesetzt wird, Stirn, Nase, Wangen, etc. Mein Brillengestell leitet die Temperaturen gefühlt umgehend an meine Schädelknochen weiter. Cardos hat aufgegeben und macht gar nicht mehr warm, außer in der Sitzheizung. Das heißt, dass innen an der Scheibe einige Eisblümchen sind, die da jetzt halt wohnen. Man kriegt sie nicht mehr weggepustet, auch mit Geduld nicht. Es sind nicht so viele oder so große, dass sie die Sicht behindern. Trotzdem ist Cardos einfach kein Winterauto. Man rutscht damit herum, es ist super kalt, ständig friert von innen die Scheibe zu und die Reichweite bei den Temperaturen jetzt beträgt lieb gemeinte 35 km – die Hälfte von dem, was Cardos anzeigt.

Aaaaaber man kann mit seinem Geld halt auch schönere Sachen anstellen, als Autos zu kaufen. Zum Beispiel es horten, wie Smaug oder Dagobert. Im Grunde bin ich irgendwas zwischen einer Ente mit Zylinder und einem schlecht gelaunten Drachen auf einem Haufen aus Geld. Einem sehr kleinen Haufen.

Tag 3098 – Kalt, kalt, kalt!

Der Nacken ist etwas besser, aber auch echt nur etwas. Ich habe eine Technik entwickelt, mit der ich das Wärmekissen mithilfe eines Buffes (also so ein Rundschal/Schlauchschal) an Ort und Stelle halten kann und solange das warm und da drauf ist, geht es halbwegs. Ich konnte das Erdgeschoss aufräumen und vegetierte nicht mehr nur stöhnend vor mich hin! Geige spielen geht auch (heute, gestern nicht…), aber wenn das auf der anderen Seite vom Hals wäre, ginge das vermutlich gar nicht. Ich liege jetzt also mit einem Fleece-Buff mit einem Wärmekissen darunter im Bett und werde vermutlich schwitzen wie ein Schwein, sorry, Herr Rabe. Nach draußen bin ich nur sekundenweise gegangen, um Müll und Pfand ins Bod zu bringen, das sind etwa 2 Meter und das reicht zur Zeit, damit einer die Nasenhaare einfrieren.

Die nicht vorhandene Luftfeuchtigkeit ist übrigens echt schlecht für die Pflanzen, insbesondere die Avocados. Beim Geige spielen muss ich deshalb meinen Bogen in der ersten halben Stunde dauernd nachjustieren und entspannen, weil ich für das Case einen Luftbefeuchter gekauft habe, aber sobald ich den Bogen rausnehme, „trocknen“ dann ja die Haare und verkürzen sich. Dann spiele ich plötzlich auf einem überspannten, steinharten Bogen und wundere mich, dass das alles so schwierig ist. Die Geige und auch die Saiten können das besser ab, und seit ich den Luftbefeuchter habe, muss ich auch deutlich weniger stimmen (und auch nur ganz selten mal nachstimmen), also insgesamt Daumen hoch für den Luftbefeuchter. Gut investierte 20 Euro.

Apropos Geige und gut investiertes Geld: vor Weihnachten und zusammen mit dem Luftbefeuchter habe ich mir endlich eine neue G-Saite gekauft. Meine war irgendwann im Herbst gerissen und ich habe dann eine alte von mir (nicht uralt, nur die, die ich abgenommen hatte, als ich das Saitenset geschenkt bekommen habe) drauf gezogen. Dass es mehrere Monate gedauert hat, bis ich die neue Saite hatte, lag an exekutiver Dysfunktion nicht auf meiner Seite. Aber dadurch hatte ich also mehrere Monate eine andere G-Saite als die anderen Saiten. Mich störten da die ganze Zeit die Nebengeräusche, die Saite klang schabend, aber ansonsten ganz ok (das war ebenfalls keine billige Saite gewesen) – dachte ich. Die neue Saite, die also einfach nur wieder zum Set passt, ist eine andere Welt. Das Schaben ist weg, der Ton ist viel voller, die Obertöne komplexer und alles viel „klingender“, selbst in höheren Lagen. Ich war echt etwas geschockt über den Preis (da kriegt man für andere Instrumente ein ganzes Set von wirklich guter Qualität für), aber das war‘s trotzdem wert.

Dafür habe ich möglicherweise einen Wolfston an meiner Geige gefunden. Tja, machste nix. (Also da macht man tatsächlich nix, außer vermeiden, den dort zu spielen.) Ich werd das mal noch weiter verfolgen, ob ich mir das nur einbilde oder es an mir liegt, das ist ebenfalls sehr gut möglich. Aber es ist schon auffällig, wenn man in einer Tonleiter „Klingel, Klingel, Klingel, Krächskrepelwürg, Klingel…“ hört.

Bitte entschuldigen Sie die Nerderie.

Tag 3063 – Kalt, kalt, kalt!

Deutschland hat Schneechaos, wir eher nicht so. Wir haben dafür den ganzen Tag über zweistellige Minusgrade. Bei mir führt das dazu, dass ich fast im Sommertempo* spazieren gehe, weil es so kalt ist, dass ich eigentlich von der ersten Minute an möglichst schnell wieder ins Haus will. Ich verstehe, dass sich Skifahrer*innen so Tapedinger ins Gesicht kleben, damit sie keine Frostbeulen an den Wangen kriegen. Apropos Skifahrende: die beschweren sich auch schon und möchten gern, dass die Mindesttemperatur für Wettbewerbe angehoben wird. Bei einem Rennen bei fast -20 Grad ist nämlich einem Skifahrer der P*nis abgefroren eingefroren sehr kalt geworden und das war wohl schrecklich unangenehm (kann ich mir vorstellen, das tut ja schon an Fingern und Zehen weh). Eine Skifahrerin konnte das ganze Rennen über kaum sehen, was wohl ebenfalls ein bekanntes Phänomen beim Ski laufen in hohen Minusgraden ist. Ich kenne mich mit Ski fahren ja nicht aus, aber ich habe es heute grad mal 20 Minuten draußen ausgehalten und so Rennen können ja wesentlich länger dauern. Da regelt der Körper das halt so, dass die inneren Organe alle schön warm bleiben so lange es geht, wer braucht schon Finger, Zehen oder P*nisse. Andererseits ist das wohl eh ein relativ bald an Klimakrise** sterbender Sport, müssen die selber wissen, ob sie dafür jetzt noch die Regeln ändern…

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* im Winter komme ich normalerweise wegen Eis, Schnee und mehr Kleidung nicht so schnell voran. Außer halt, ich bin quasi auf der Flucht vor den Temperaturen.

** Ich weiß gar nicht, ob das unter Extremwetter fällt, aber NORMALERWEISE haben wir Anfang Dezember noch nicht solche Temperaturen, das kommt eigentlich erst im Januar/Februar.

Tag 3030 – Gruselig.

Heute 10 cm Schnee im Laufe des Tages. Ich möchte das nicht. Ich bin dazu noch nicht bereit. Die Schuhe, die ich heute anhatte, sind ebenfalls nicht für Schnee bereit und mein geplanter Mittagessen-Spaziergang musste ausfallen weil ich mir ungern den Hals brechen wollte. Null von zwei Autos sind für Schnee bereit und Cardos wohnt dann mal bis Mittwoch auf seinen Sommerreifen am Bahnhof – zu Mittwoch haben wir einen Reifenwechsel inklusive Bremsenservice* gebucht und die Werkstatt ist gegenüber vom Bahnhof. Im Zweifel können wir Cardos da hin schieben, der wiegt ja nix. Konacar ist morgen dran, hat aber heute von Herrn Rabe schon mal Winterreifen bekommen**, es werden also nur Bremsen geschmiert.

Blick aus dem Bürofenster.

Ich sage es immer wieder: Augen auf bei der Wahl des Wohnortes.

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*Muss man bei Elektroautos, vor allem wenn man mit hoher Rekuperation (also wie ein Go-Cart mit nur einem Pedal und keine Beschleunigung ist gleich Bremsen) fährt, regelmäßig machen, sonst rosten einem die Bremsen weg. Cardos hat keine Einstellung und sieht nicht nur aus, sondern fährt sich auch generell wie ein Go-Cart. Meepmeep!

**Wohl unter Einsatz seines Lebens, oder Konacars Leben, es wäre jedenfalls fast schief gegangen und war wohl sehr stressig deshalb.

Tag 2763 – Grusel.

Heute waren Herr Rabe, Pippi und ich Schlittschuh laufen. Michel hatte keine Lust, aber der Rest von uns wollte frische Luft und Tageslicht kombinieren. Es herrschte auch morgens noch strahlender Sonnenschein, bis wir loskamen war es etwas bewölkt aber immer noch gut und dann fuhren wir zur Eisbahn. Die liegt so 5 Meter höher als zu Hause, und wir fuhren gefühlt einfach in eine Wolke hinein, die da auf dem Boden festgeklebt war. „Eisbahn“ klingt so fancy, da kippt halt der Sportverein, der auch den Sport-Hort anbietet, im Winter sehr viele Kubikmeter Wasser auf den Sportplatz und dann hat man da einen Eisring, auf dem auch Eisschnelllauf trainiert wird. Aber es ist immer nett im Winter da ein bisschen zu laufen, es kostet nichts und ist halt ums Eck. Normalerweise wird ja auch auf dem Schulhof eine Eisbahn gemacht, aber da stehen jetzt Containerbauten herum, weil die Schule aus allen Nähten platzt. Die Schule wäre noch näher als der Sport-Hort-Sportplatz. Aber dafür wäre da heute nicht so ein Nebel gewesen. Endlich mal Nebelschlussleuchten- und Nebelscheinwerferwetter! Man konnte vom einem Ende der Eisbahn das andere Ende nicht mehr sehen und es war alles ein bisschen gruselig, aber sehr angenehme weil sehr feuchte Luft für frisch coronagenesene Lungen. Ich ließ es weiter ruhig angehen und fuhr in Pippi-Tempo entspannt ein paar Ründchen. Als der Nebel bei Pippi dazu geführt hatte, dass alle aus dem Helm (der eine eingebaute Mütze hat) herausguckenden Haare zu steifen Eiszapfen gefroren waren, fuhren wir nach Hause und tauten Pippi in der Badewanne auf und uns von innen mit Kaffee. Ach ja, das war mal wieder sehr schön.

P.S. auch sehr inklusiv das ganze, heute waren vier Einwanderinnen mit uns auf der Eisbahn, wohl alle aus der selben Familie, zwischen ca. Pippis Alter und etwas älter als ich, die eine seltsame Sprache sprachen, die ich nicht zuordnen konnte (vielleicht Indonesisch?) und die zum Teil sehr deutlich zum ersten Mal auf Schlittschuhen liefen. Das war ein bisschen drollig, aber es hatten alle Beteiligten sehr viel Spaß und zumindest wir waren auch sehr ermutigend. (Norweger reden ja nicht freiwillig mit Fremden, aber Einwanderer finden sich immer schnell.) Es gibt da so Pinguine, an denen man sich festhalten kann, wenn man noch nicht so sicher auf den Schlittschuhen ist, aber eigentlich sind die für Kinder und das machte die Mutter der Familie mit dem Pinguin nicht weniger drollig. Ich bin ziemlich sicher, dass ich so auf Skiern aussehe, es ist also wirklich nicht böse gemeint, das drollig. Schlittschuh laufen gehört hier halt dazu, Kinder lernen das allerspätestens in der Grundschule und manche Mütter machen dann gerne mit, mich freut das immer sehr.