Tag 1228 – Ab ins Bett.

Hier nur kleiner Piep. Kleid für die Beste macht gute Fortschritte, aber nach 2 Glas Wein wollte ich dann doch lieber nicht mehr das Ober- und Unterteil zusammensetzen. Brust passt super, aber die Beste ist ansonsten schmal und vor allem klein und ich musste wirklich jede Naht enger machen (obwohl ich schon die Rückenteile eine Nummer kleiner genommen habe) und vom Oberteil unten geschmeidige 6,5 cm kürzen. Auch der Rock geht ihr noch bis zur Mitte der Wade statt bis zum Knie, aber das mache ich morgen, wenn der Rest zusammengebaut ist.

An anderen Leuten abstecken geht viel einfacher als an sich selbst. Ich brauche wohl doch mal eine Büste.

Weshalb ich jetzt erst ins Bett komme: ich musste noch Rotkohl kochen. Und Wein trinken halt. Am Ende musste ich sogar noch mal ins Lager und Wein holen, weil wir den, den ich in den Rotkohl tun wollte, versehentlich ausgetrunken haben. Tjanun.

Tag 662 – Wirres. 

Aus Gründen habe ich heute zu viel über mich nachgedacht. Das bekommt mir nicht gut. Davon werde ich ganz… aufgekratzt, dann müde und am Ende leer. Das ist nicht schön und so schnell mache ich das nicht wieder. 

Die Hinweise verdichten sich, dass ich sehr gestresst bin. Die einzige, die mich stresst, bin ich selbst. Der Effekt ist aber der gleiche: ich bin grenzwertig erschöpft. Schaffe dabei nichts, habe ein schlechtes Gewissen und bin dann, genau, noch erschöpfter. Vielleicht sollte ich mich einfach hinsetzen und schreiben, damit das Elend wirklich bald ein Ende hat, egal wie. 

Ich hab den allerbesten Mann geheiratet. Nach fast 10 Jahren, die wir uns kennen, kann ich das wohl behaupten. 

Pippi sagt immer, wenn sie sich verabschiedet: „Ha det, Pippi! ‚Is Gleiheich!“. Das ist so unglaublich niedlich!

Heute den Wickeltisch verkauft. Jetzt muss nur noch das Beistellbett und die Windeln weg, dann ist das Gros des Babykrams weg. Und es fühlt sich sehr gut an. 

Kinder, die keine Babys mehr sind, sind schon praktisch. Man hat viel mehr Freiheiten: ich kann über meine Brüste verfügen, wie ich es für gut und richtig halte. Michel geht nach dem Kindergarten problemlos mit zu seinem Kumpel. Beide Kinder schlafen mindestens eine Weile in ihren eigenen Betten im eigenen Zimmer. 

Pippi kommt in die Autonomiephase. Traurige Eltern (wir) sind traurig.