Tag 2623 – Fast durch und ziemlich durch.

3/3 ist nahezu fertig. Morgen noch unsere Findings präsentieren, ein bisschen diskutieren und dann habe ich einen halben Bonus-Arbeitstag gewonnen, weil wir nicht damit gerechnet haben, so schnell fertig zu sein.

Haben wir also auch das überstanden. Um eine Erfahrung reicher, würde ich sagen. Aber im Großen und Ganzen eine positive Erfahrung, ich hab wieder ein paar Dinge über mich gelernt, das ist ja immer spannend.

Was ich allerdings vorher schon wusste: unerwartete Planänderungen werfen mich aus der Bahn. Auch wenn ich von außen betrachtet die Situation souverän manage, läuft mein Hirn und mein Nervenkostüm heiß und das frisst sehr viel Energie. Ich hätte also den Test heute Morgen gar nicht gebraucht, der entstand, als ich um 07:28 Uhr am Bahnhof ankam, dort kein Zug war und alle Züge, inklusive dem, der um 07:30 gehen sollte, gecancelt waren. Signalfehler. Ich hatte das kleine Auto, mit dem kommt man kaum bis zum Flughafen, also schwang ich mich in das erstbeste am Bahnhof stehende Taxi. Mein Plan war, zum Flughafen zu fahren um dort dann in den Zug zu steigen. Ich fragte noch die ratlos herumstehenden Pendler*Innen ob jemand mitfahren und das Geld teilen möchte, aber wurde nur angeguckt wie ein Auto. Tjanun. War für uns alle die erste Stunde und ich war ein wenig in Panik, also fuhr ich allein. Auf dem Weg fand ich heraus, dass der Signalfehler am Flughafen war und deshalb dort die Züge nicht hielten. Also bat ich den Taxifahrer, mich bis nach Lillestrøm zu fahren. Ka-Tsching, dachte der vermutlich. Eine Stunde später (es war Stau, natürlich, denn auf der Strecke ist morgens immer Stau) war ich 1366 Kronen auf der Kreditkarte im Minus, und noch mal 30 Minuten später hatte ich Rückerstattung von 1366 Kronen bei der Zugbetreibergesellschaft beantragt*. Noch mal 20 Minuten später war ich 20 Minuten zu spät statt 25 Minuten zu früh bei der Inspektion. Meine Kollegin hatte schon mal angefangen, Teams sei Dank konnte ich sie darauf vorbereiten, dass ich wohl zu spät kommen würde und mit ihr besprechen, womit sie schon mal anfangen kann. Aber puh, ey, so viel Aufregung am frühen Morgen macht mich echt gar im Kopf.

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*ich bleibe nicht auf den Kosten sitzen, aber habe auch keinen Nerv, dann im Zweifel was an meinen Arbeitgeber zurückzuzahlen. Ich mag geregelte und eingleisige Geldflüsse.

Tag 2622 – Lieber nix.

Müde, Migräne, Maul-Laune (für die Alliteration). Aus irgendwelchen Gründen war ich heute im Büro, im Nachhinein lässt sich das nicht mehr so genau sagen und es fühlt sich auch sinnlos an. Um zehn nach drei habe ich das Werk fluchtartig verlassen, weil ich dafür zuständig war, Pippi vom Hort zu holen und Michel zum Kornettunterricht zu fahren und da es seit über einer Woche in Oslo einen immer wieder auftauchenden Erdungs-Fehler gibt, der dann die Züge lahmlegt, war die Heimfahrt heute risky business. Hat aber alles geklappt.

Jetzt Licht aus, morgen ist auch noch ein (Inspektions-)Tag.

Tag 2620 und 2621 – Party!

Gestern hab ich irgendwie nicht geschrieben. Ich fiel irgendwann ziemlich platt ins Bett, denn tagsüber hatten wir Kindergeburtstag vorbereitet. Wir hatten Pippi ja noch eine Nachfeier versprochen und das war also heute. Und weil Herr Rabe und Michel gestern bei einem „Military Tattoo“ waren, war ich mit Pippi alleine. Wir kauften gemeinsam ein, Ich backte und befüllte die obligatorische Piñata, abends dekorierten wir und Herr Rabe räumte die Bank und den Esstisch im Wohnzimmer frei. Das ist jetzt alles in einer Klappkiste, aber immerhin auf der richtigen Etage.

Heute war also die Feier, mit nahezu allen Mädchen aus der Klasse, weil das hier halt so ist, dass man alle einladen muss, das waren also neun eingeladene, davon kamen sieben. Ein lauter Haufen, aber ein netter, bei dem es bisher keine festen und/oder rivalisierenden Cliquen zu geben scheint. Drei Mütter blieben noch eine Weile hier, weil deren Kinder nicht so gern alleine hier bleiben wollten, das ist ja auch ok und ein Kaffee ist schnell gekocht. Es klappte alles, aber anstrengend war es für mich trotzdem. Pippi hat es aber in vollen Zügen genossen und das ist ja das wichtigste. Zum Geburtstag hat sie eine „Beauty-Maske“ und Nagellack bekommen, weshalb wir danach noch „Spa“ gemacht haben.

Blogfreundliches Kinderfoto.

Zum Stressabbau habe ich mich gestern und heute unnötig ausgiebig mit dem Strompreis beschäftigt und habe strategisch günstig die Autos geladen, Waschmaschine und Trockner getimet und gebadet. Und gestern zwei und heute etwas über eine Stunde lang Geige gespielt, was allerdings heute nach hinten los ging, weil eine neue Etüde, die ich probieren wollte, ein derart unbefriedigendes Ende hat, dass ich mich seither darüber aufrege. Ey, es muss ja nicht alles mit ner vollständigen Kadenz enden, aber man endet doch nicht ein Stück in C-Dur auf e. Das macht man einfach nicht. Das ist wie nen Marathon laufen und 100 Meter vorm Ziel einfach aufhören. Falls das so ein musikalischer Witz sein soll, verstehe ich ihn nicht und finde ihn auch nicht lustig. Diese Etüde hätte mich bestimmt ganz wichtige Dinge gelehrt, aber muss von mir ungespielt bleiben. Aus Protest und zum Schutz meiner Nerven.

Tag 2619 – 3/3 Tag 3.

Die Woche ist um. Hurra! Das war eine heftige Woche, aber, halten Sie sich fest: es war auch schon schlimmer.

Krass ist allerdings der Unterschied zwischen „Lead sein mit erfahrenen Inspekteuren“ und „Lead sein mit frisch zugelassenem Inspekteur“. Das KANN echt viel Verantwortung und Zeitmanagement für zwei Personen mit sich bringen. Das habe ich mit meinen anderen KollegInnen so nicht, die kommen alleine gut klar. Es hat also Gründe, dass ich so geschlaucht bin. Ächz. Und vorbei ist es noch nicht, aber diese Woche ist immerhin rum, ja.

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Morgen ist der Strompreis zwei Stunden lang unter 100 Øre/kWh, da war er glaube ich seit Mai oder so nicht mehr. Ich weiß noch gar nicht, was ich alles gleichzeitig mache. Vielleicht erlaube ich den Kindern sogar, die Heizung anzuschalten*.

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*Das war: Sarkasmus.

Tag 2619 – 3/3 Tag 2.

Die Inspektion ist weiterhin nicht so schlimm wie befürchtet. Allerdings ist sie sehr, sehr anstrengend, schon allein, weil wir nicht wie furchteinflößende Monster rüberkommen sollten, sondern freundlich, kompetent, und mit offenen Karten spielend.

Damit zusammenhängend habe ich heute Morgen eine dummy-Batchdokumentation runtergekippt, die in groben Zügen umreißt, wie wir uns sowas vorstellen. Man kommt nämlich irgendwann an den Punkt, an dem einer klar wird, dass sie nur mit „das ist nicht gut genug“ nicht weiter kommt und sagen muss, was gut genug ist.

Beste Entscheidung war, kürzere Tage anzukündigen. Dadurch war ich gestern und heute noch vor der Kinder-Bettzeit zu Hause.

Jetzt bin ich platt. Gute Nacht.

Tag 2617 – 2/3.

Ganztagsseminar mit der Arbeit überstanden. War zum Teil sogar recht interessant, es gab einen unterhaltsamen und interessanten Vortrag über Digitalisierung und „künstliche Intelligenz“. Die Anführungszeichen sind da, weil das eigentlich ein nichtssagender Sammelbegriff für alles mögliche von Regressionsanalyse bis VR ist. Der Vortragende konzentrierte sich im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz auf machine learning und deep learning und was man da seiner Meinung nach (die Meinung ist schon recht fundiert, der ist Professor für Soziologie und forscht seit vielen Jahren an Digitalisierung) innerhalb von Medizin und Pharmazie schon recht bald sehen wird – unter anderem, weil es andernorts schon gemacht wird. Sehr interessant und ein bisschen gruselig.

Abends war ich in der ersten Ausschusssitzung meines Lebens. Ich bin aus Gründen jetzt im kommunalen Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention. War ja noch nicht genug zu tun, ne? Jedenfalls wundert mich jetzt gar nicht mehr, warum die heutige Politik für alte Leute gemacht zu sein scheint, denn sie ist VON alten Leuten gemacht. Ich war die jüngste, zumindest nehme ich das an, eine andere, die aber nur Stellvertreterin ist, hatte auch grad vorher ihr Kind zum Korps gebracht, dürfte also grob in meinem Alter sein. Zwei weitere Mitglieder in dem Ausschuss sind so Anfang bis Mitte 50 und der Rest (so 10 Menschen) sind Rentner*Innen. Ich war wirklich geschockt. Dabei ist es ja klar, denn wann im Leben hat man schon Zeit für sowas? Sitzung mitten in der Woche von 18:00 bis 21:30, also nach einem kompletten Arbeitstag und zu der Zeit, in der Menschen in meinem Alter Kinder herumfahren, abfüttern, Hausaufgaben machen und ins Bett bringen. Natürlich sollte man vorher noch die Dokumente gelesen haben, haha. Immerhin kann ich dank meines Jobs sehr schnell lesen und on the fly Inhalte erfassen und mitdiskutieren, sowie kompetent auftreten ohne dafür eine Basis zu haben. Jedenfalls haben normale Leute in meinem Alter unter diesen Bedingungen keine Möglichkeit, sich in derlei Aktivitäten einzubringen. Eigentlich hab ich die ja auch nicht. Also erst das System ändern – Sitzungen zu normalen Tageszeiten und man wird von der Arbeit dafür freigestellt und von der Kommune für den Verdienstausfall entschädigt wäre ein Vorschlag von mir – dann eine U40-Quote einführen. Wir haben eine Frauenquote, warum also nicht begrenzen, wieviele Rentner*Innen man problemlos in Ausschüssen und Räten platzieren kann.

Tag 2616 – 1/3.

Heute Arbeits-Aktion 1 erledigt. Es war ein langer Tag, aber lange nicht so lang wie befürchtet. Alle Testcases sind ein Mal durchgeorgelt und 11 Defects erstellt. Ich durfte mir anhören, dass das ja komisch sei, dass wir so viel finden und meine größte Leistung heute war, daraufhin demjenigen nicht ins Gesicht zu springen. Ich würd ja auch lieber nichts finden, schon allein weil ich dann weniger Arbeit hab. Defects dokumentieren ist nämlich echt nervig und viel Arbeit. Deshalb hab ich das auch heute gemacht, während meine KollegInnen die Tests gemacht haben. Jetzt habe ich aber ein bisschen Pause vom Projekt, weil ich ja noch 2/3 und 3/3 habe. Meine Kollegin übernimmt die Defects.

Außerdem hab ich heute ein Visum für Indien beantragt. Meine Güte, was die alles wissen wollen. Und das Foto bitte quadratisch. Naja, da müssen sie jetzt auf einen Teil meines Haupthaares verzichten, das musste ich vom Foto abschneiden, um das Foto quadratisch zu machen. Wer braucht schon Haare oder Hals.

Abends tatsächlich gebügelt.

Jetzt Bett, morgen ist 2/3.

(P.S. Mein rechter Fuß tut weh. Ich bin ernsthaft in dem Alter, in dem mir nach einem einzigen Tag in normal schmalen Schuhen der Fuß wehtut, weil mein großer Zeh so nach innen gebogen wird und mein Hallux das gar nicht gut findet. Noch ein bisschen und ich kaufe mir entweder Barfußschuhe [ahhhhhh so viel Kohle für so ein Öko-Achtsamkeits-Statussymbol, ahhhhhhh!] oder diese hässlichen extra breiten Gesundheitslatschen, von denen mein Schwiegervater mehrere Paare hat. Ich kann ja nicht immer in Turnschuhen [da rede ich jetzt nicht von „guten“ Turnschuhen, sondern von sehr sportlichen, Laufschuh-anmutenden Schuhen, die aber halt vorne breit und überall recht elastisch sind] rumlaufen. Aber Mann ey, so ein Rotz. Stilvoll altern und Gesundheitslatschen kriege ich noch nicht gut überein.)

Tag 2615 – Gut genug.

Der Kuchen ist gebacken und die Tasche ist gepackt bis auf die Kühlschranksachen. Eine Strumpfhose ist zurechtgelegt. Alle Testcases sind fertig und verteilt. Zwei Überstunden wurden heute absolviert. Die Woche kann los gehen.

Ich möchte das alles nicht, innerlich renne ich schreiend im Kreis, weil ich mal wieder das Gefühl habe, nicht gut genug zu sein. Weil ich nicht in allem perfekt bin und das ist nun mal das einzig akzeptable in unserer Gesellschaft. Ich habe nächste Woche (und übernächste) eine Inspektion, auf die ich eher so naja vorbereitet bin. Morgen kann ich mich nicht wirklich weiter vorbereiten, weil wir testen, Dienstag haben wir ein Ganztags-Meeting mit der ganzen Etage, ist das nicht schön (nein) und kommt das nicht total günstig jetzt (ebenfalls nein). Morgen Abend habe ich ein Politik-Meeting, auf das ich auch besser vorbereitet wäre, haha, und während des Meetings, das immerhin online ist, muss ich Inspekteurinnenkleidung bügeln, weil ich Dienstag noch ein Politik-Meeting habe und danach sicher nichts mehr bügele. Ich rotiere also an allen Fronten und man könnte jetzt sagen, wow, was für eine Powerfrau, so ein krasser Job und so viel nebenher, aber da sitzt auch der kleine innere Patriarch auf meiner Schulter und sagt: du hast heute die Kinder nur angeranzt während du Kuchen für deine KollegInnen gebacken hast, was bist du für eine schlechte Mutter. Mit Glück kannst du morgen Michel und Freitag beide ins Bett bringen, den Rest der Woche bist du zur Bettzeit nicht zu Hause. Und wer macht Hausaufgaben mit den Kindern und fährt sie rum? Haste wieder schön auf den Papa abgeladen, weil die feine Frau Rabe muss ja arbeiten.

Rational weiß ich, dass das Quatsch hoch zehn ist. Rational weiß ich, dass es nicht möglich ist, (mehr als, weil der Job und die Ressourcensituation im Job nun mal so sind) Vollzeit zu arbeiten, mit 1 Stunde Fahrtweg pro Strecke, und dann noch bis 8:00 Uhr und spätestens ab 16:00 Uhr parat zu stehen für diverse Taxidienste. Und natürlich nicht sich abends noch mal ranzusetzen, weil das ist weder achtsam noch gesund, wo bleibt die Paarzeit und nieder mit dem Kapitalismus und so weiter und so fort. Wochenendarbeit, pöh, du Lohnsklave! Das dankt dir keine*r, du legst die Latte zu hoch, das wird dann in Zukunft erwartet, yada yada.

Rational weiß ich das, genauso, wie dass es völlig ok ist, sich mal ne Stunde rauszuziehen und Geige zu spielen oder zum Ballett zu gehen, weil ich sonst eine unglückliche Version von mir werde. Oder dass Leute, die keine Putzhilfe haben, dafür mit 3-4 Stunden Zeit pro Woche bezahlen (oder eine wesentlich höhere Drecktoleranz haben). Rational weiß ich das alles.

Rational weiß ich sogar, dass die ganzen kleinen Teufelchen – das Patriarchatsteufelchen, das kapitalismuskritische Teufelchen, das feministische Teufelchen, … – sich gepflegt gehackt legen sollten mit ihrem Gezerre in alle Richtungen gleichzeitig.

Emotional ist das leider was anderes. Deshalb versuche ich seit längerer Zeit schon an meiner eigenen Einstellung zu arbeiten. Das ist gar nicht so einfach, ehrlich gesagt. Freitag habe ich das, wie ich finde, mal recht gut hinbekommen und im Personalgespräch, in dem ich viel Lob bekommen habe, nicht „danke, aber…“ gesagt, sondern tatsächlich „danke, finde ich auch“. Meine 80% sind von vielen anderen die 110%, das versuche ich mir vor Augen zu halten. Was ich mache, auf allen Ebenen, ginge natürlich immer besser. Es gibt immer irgendwen, der das, was du versuchst, besser kann. Auf einem Gebiet, in der Kombination wird es schon wesentlich schwieriger. Und ich bin in der Kombination nicht perfekt, aber gut genug.

(P.S. das sage ich mir jetzt noch 10 mal vor, in der Hoffnung, keine seltsamen Albträume von Inspektionen mehr zu haben, in denen alle ständig weinen oder halb nackt Cello spielen.)

Tag 2614 – Vorhersehbar.

Schon wieder so spät im Bett, heute haben wir den dritten Teil der Fantastic Beasts-Serie geguckt. Irgendwie finde ich enttäuschend offensichtlich, dass es noch mindestens einen weiteren Film geben wird. Die sind ja schon nicht schlecht, aber schon auch sehr kommerz-ig und wenig raffiniert im Plot, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Ansonsten war heute viel Care-Gedöns. Einkaufen, Eier holen, Schweinchen versetzen, Finanzkram. Etwa das doppelte an Stromrechnung für August bezahlt wie letztes Jahr im August, trotz Stütze und obwohl wir noch nicht (mit Elektrizität) heizen. Das wird ein fieser Winter*. Ebenfalls für den Wocheneinkauf geschätzte 20% mehr bezahlt als vor 2 Jahren. Awesome. Gleich mal noch den Leitzins steil nach oben schrauben, damit wir endlich aufhören, unser Geld in i-Phones und Autos Brot und ein warmes Haus zu stecken.

Genug Genörgel. Im Grunde geht es uns ja noch gut, wir können unser Haus schon noch aufwärmen und wir kaufen weiterhin die Biomilch und die etwas besseren Brötchen. Außerdem verdient sich der Norwegische Staat grad einen goldenen Fjord an den Gas- und Elektrizitätspreisen, irgendwann und irgendwie kommt uns das ja auch zugute. Aber so jetzt grad akut haben Leute, bei denen alles schon letztes Jahr auf Kante genäht war, nicht viel zu lachen. Die Tafeln sagen schon, sie haben wesentlich mehr Nachfrage als Angebot und es kommen immer mehr.

Seufz.

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*Dabei hab ich schon jeden Monat, in dem die Stromrechnung unter einem (gefühlt hohen) bestimmten Betrag lag, die Differenz zu diesem Betrag zurückgelegt, für die Wintermonate. So dachte ich, ich könne mir mein eigenes Abschlagssystem basteln, um Vorhersehbarkeit bei den monatlichen Stromausgaben zu schaffen. Allerdings habe ich nicht mal im Traum mit den jetzigen Preisen gerechnet und deshalb den „Abschlag“ zu niedrig angesetzt. Tja. Muss ich wohl ne fette Nachzahlung von mir fordern.