Tag 18

Es war ein langer und wirrer Tag, ich denke es wird ein langer und wirrer Blogeintrag, mal sehen.

Es ging los damit dass sich meine Kopfschmerzen von gestern Abend über Nacht in stärkere Kopfschmerzen verwandelt hatten, statt sich, wie ich gehofft hatte, in Wohlgefallen aufzulösen. Also rein mit den Ibuprofen. Das einzige was passiert, wenn ich in solchen Fällen keine Schmerzmittel nehme, ist dass ich am Ende Migräne bekomme und das gilt es unbedingt zu vermeiden. Nach dem Einwurf der Tagrettenden Pillen habe ich noch weitere 2 Stunden mit dem Baby zusammen herumgedöst, dann waren die Schmerzen weg und die Zeit schon recht knapp um es zu meiner freitäglichen Lunch-Verabredung zu schaffen. Ich schaffte es trotzdem irgendwie halbwegs rechtzeitig im Bus zu sitzen und schrieb eine Nachricht an meine Freundin: Bin in 15 min da. Antwort: Oh nein, ich habs vergessen, bin zu Hause mit krankem Kind. Gut, machste nix, ne? Dann wollte ich auf eine Maker Faire, die gerade stattfindet, in der Hoffnung für den Besuch, der nächste Woche kommt ein Geschenk zu erstehen. Die Messe war aber noch nicht wirklich in Gang, dafür waren da ca. 1000 Schulklassen, für die scheinbar Veranstaltungen angeboten wurden. Von so viel Menschen überfordert holte ich mir erstmal einen Kaffee und wollte dann eigentlich direkt zurück zum Bus und nach Hause fahren.
Ein Paar Schuhe, eine Strickjacke und ein paar Babysöckchen für eine schwangere Freundin später erreichte ich den Bus und fuhr nach Hause. Das Baby hatte Hunger und schlief nach dem Essen wieder ein (wie kann man so viel schlafen und am Ende des Tages trotzdem so überfordert vom Tag sein, dass man den Eltern die Ohren abbrüllen muss?) und ich setzte Brötchenteig an, den Vorteig hatte ich gestern schon gemacht, dann musste es ja heute weiter gehen. Das Baby wachte kurz auf, schlief aber bei dem Gebrumme der Küchenmaschine mit einem seligen Grinsen in der Wiege und ohne dass ich irgendwas getan hätte (!) wieder ein. Wenn das zuverlässig funktioniert, werde ich in der nächsten Zeit sehr viel backen. Dann gingen zwei mal dreißig Minuten rum ohne dass ich mich dran erinnern könnte was ich getan habe.
Nachdem ich den Teig im Kühlschrank geparkt hatte holte ich das Kind vom Kindergarten ab. Das Wetter war ganz schön scheiße, aber dem Kind macht das nix. Mir schon, aber das will man das Kind ja nicht merken lassen. Aber deshalb gabs heute nach dem Kindergarten keinen Spielplatzbesuch mehr, sondern stattdessen Zug bauen zu Hause. Wir haben Nudeln gebraten mit Ei, das ist das Lieblingsessen vom Kind, und hatten insgesamt einen netten Nachmittag, bis das Baby beschloss, dass es jetzt endlich an der Zeit wäre untröstlich herumzubrüllen.
In dem Moment kam auch Herr Rabe nach Hause, der sogleich die zwei Kinder in die Hand gedrückt bekam. Ich musste ja noch Brötchen backen. Und Kochen. Und Wäsche aufhängen.
All das tat ich und dann war schon fast jetzt. Gegessen haben wir noch, Suppe (ich Trottel, wie komme ich denn darauf, dass man mit Baby auf dem Arm, denn wo anders ist es abends ja leider nicht, gut Suppe essen kann?). Die Suppe war lecker aber das Kind müde und nervig und musste eigentlich seit ner Stunde im Bett sein. Auch das ist mir ein Rätsel: wieso kriegen wir das Kind nie pünktlich ins Bett? Jeden Abend verschwinden die Stunden zwischen sechs und acht einfach im Nichts und Hupsi! ist das Kind schon wieder voll drüber und macht nur Scheiß oder ist bockig wegen allem oder heult wegen jeder Kleinigkeit. Das müssen wir irgendwie noch üben, Herr Rabe und ich.

Jetzt geh ich meine neue Strickjacke waschen :). Und meinen Pulli :/.

Ach ja, die Brötchen:

2015-08-28 21.10.06
Werden dann morgen früh bis auf wenige, für den direkten Verzehr vorgesehene, eingefroren. Und dann backe ich in ca. 2 Wochen wieder die gleichen Brötchen. Ich bin ein Gewohnheitstier an der Grenze zum Neurotischen.

2 Gedanken zu “Tag 18

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