Was macht der Papa eigentlich so den ganzen Tag

Wuhu! Angestiftet von Frau Rabe zum betrunken bloggen. Naja, sagen wir mal angeheitert. Denn ich hatte heute traditionelle Norwegische Weihnachtsfeier. Aber dazu später mehr.

Los geht’s irgendwann in der Nacht von Freitag auf Samstag. Das Baby machte Radau, es konnte nicht wieder einschlafen. Also stand ich auf, lief mit dem Baby auf dem Arm durch die Wohnung und hüpfte solange auf dem Sitzball, bis das Baby wieder eingeschlafen war. Dann legte ich mich vorsichtig mit dem Baby auf dem Arm wieder ins Bett um auch weiter zu schlafen. Irgendwann wurde das Baby wieder wach, weil Hunger und wurde von mir an Frau Rabe weitergereicht.

Gegen halb neun machte das Baby erneut Radau. Also stand ich mit dem Baby auf, machte eine frische Windel drum und versuchte es zu beruhigen. Da dies nicht funktionierte ging ich wieder ins Schlafzimmer um das Baby an Frau Rabe zurückzugeben. Daraufhin wachte das Kind auf und wollte aufstehen. Beschwerte sich aber sofort über den kalten Fußboden und musste auf den Arm. Dann saßen wir erstmal eine Weile auf einem Stuhl und das Kind wurde langsam wach, während wir kuschelten und ich ein Buch vorlas. Achja, sein Adventskalender-Geschenk für den 5. hatte das Kind da natürlich schon ausgepackt.

Dann haben wir Frühstück gemacht (Brötchen aufbacken, Kaffee kochen, Tisch decken) und gegessen. Im Anschluss hab ich ein Feuer im Kamin angemacht, das Baby in den Schlaf geschuckelt und dann dem Kind die Sendung mit der Maus angemacht. Während Frau Rabe in der Dusche stand, habe ich weiter Fotos der letzten 12 Monate sortiert, denn es soll auch dieses Jahr zu Weihnachten wieder ein Familienjahrbuch für die Großeltern geben. Das ist ein ziemlicher Aufwand, aber es lohnt sich.

Während das Kind auf dem iPad sich selber durch die Maus-Clips in der Maus-App klickt (finde ich immer wieder beeindruckend, 3 Jahre und kann das schon ganz alleine) konnte ich auch die Zeit nutzen und Duschen. Dann Holz im Kam in nachgelegt und neues Holz aus dem Keller hochgeschleppt.

Irgendwann später mit Kind und Baby losgezogen zum Einkaufen. Da wir im Supermarkt recht schnell fertig waren, haben das Kind und ich beschlossen noch ein bisschen weiter zu gehen und für Frau Rabe neue Schnürsenkel zu kaufen. Dann hatte das Kind schlimm Hunger und wir mussten etwas Gebäck kaufen und verzehren. Zum Schluss des Ausflugs noch kurz zur Post um die Ecke und ein Paket von den Großeltern vom Nikolaus abholen.

Wieder au Hause (so gegen halb fünf) erst mit dem Kind ein bisschen gespielt und Zug gebaut. Dann in Schale geschmissen, denn meine Firma hatte zum „Julebord“ (traditionelles Norwegisches Weihnachtsessen) geladen. Ein Willkommener Anlass für alle, sich sehr schick anzuziehen und dann ordentlich einen zu heben.

Zuerst ging ich noch zu einem Arbeitskollegen, zum Aufwärmen. Das war sehr nett und ich habe herausgefunden, dass er eine alte analoge Leica besitzt und seine schwarz-weiß Filme selber entwickelt. Der alte Hipster. Dieser Kollege ist wirklich sehr nett, leider zieht er Ende Januar nach Oslo. Aber Frau Rabe möchte ja auch nach Oslo ziehen. 🙂

Später dann weiter in das große Hotel, wo das Julebord veranstaltet wurde. Pünktlich um kurz vor 19 Uhr waren wir dort. Wir gaben direkt unsere Jacken an der Garderobe ab und wurden dann auch schon zu Tisch gebeten. Dort gab es schon Wein und Bier, und so saßen wir und warteten darauf, dass wir zum Büfett gelassen wurden. Achja, weil Weihnachten mach‘ ich immer ne Ausnahme von meiner sonst eher vegetarischen Lebensweise.

Im folgenden so ungefähr was ich gegessen habe:

  1. Direkt mit dem warmen Hauptgang angefangen: Pinnekøtt, Ribbe, mit Kartoffeln, Rotkohl und norwegischem Sauerkraut.
  2. Zwischengang mit einem Teller voll Sushi. Hier in Norwegen nur mit Lachs. Der ist aber auch wirklich sehr frisch und gut.
  3. Eine Runde Spekemat, also Gepökeltes oder Geräuchertes. Es gab u.a. Elchsalami, Lamm-Schinken und Lamm-Roastbeef, Fenchelsalami, sowie auch ital. und spanische Schiken. Außerdem gab es sehr lecke Zuckerschoten in Knoblauch-Marinade und ich probierte sogar eine in Knoblauch gegarte Schnecke.
  4. Fisch: Geräucherter Lachs mit Zitronenpfeffer, eingelegter Lachs, eingelegter Heilbutt, sowie verschiedene Sorten Sild (eingelegter Hering).
  5. Dessert: Multbeeren-Sahnepudding. Kekse. Dunkle Schokolade mit Nüssen. Blaubeer-Küchlein, Himbeer-Küchlein, Mousse au Chocolat Törtchen. Vanille-Buttercreme auf Mandelboden. Hausgemachte Pralinen mit Whiskey-Note.

Eigentlich hatte ich dann noch einen Käsegang geplant, aber ich war zu voll um das noch auf mich zu nehmen. Stattdessen verlängerte ich den ungenießbaren Norwegischen Kaffee (weil schon mind. 2 Stunden auf der Heizplatte) mit einem Aquavit und etwas Zucker. So konnte man den trinken.

Nach dem Essen bekam jeder noch zwei Bons für weitere Getränke, von denen ich einen in ein lokales Weizenbier investierte. Den anderen verschenkte ich dann weiter bevor ich so gegen eins nach Haus ging.

Jetzt sitz ich hier, Artikel geschrieben. Muss ich gleich noch bei Frau Brüllen verlinken und dann noch den Nikolaus machen und was in die Schuhe stopfen. (Ob wohl schonmal ein „Nikolaus“ nach der Weihnachtsfeier in die Schuhe gekotzt hat? Also nur mal so interessehalber. Mir gehts prima. Hoffe nur, dass ich morgen etwas ausschlafen kann.)

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