Tag 249 – Roadtrip. Korfu Tag 19

Wir sind heute die nördliche Ostküste abgefahren. Das war, tja Hmm, also nicht soooo spannend. Die Strände sind nicht so der Hammer, meist Kies und kein Schatten. Die Orte sind klein und bergig und ganz im Nordosten recht bonzig. Ferienvilla an Ferienvilla, alles eingezäunt und eingemauert. In den Ortschaften selbst nur so Beachwear-Läden und Minimarkets und Tavernen „Greek Family Style“. Naja. Was dann aber sehr schön war, war nach einem kleinen Kiesstrandaufenthalt ein Trip in die Berge. Über eine Panoramastraße (eng, steil, Serpentinen. Ich wünschte mir meine Reiseübelkeitsscheißegaltabletten sehnlichst herbei) fuhren wir nach Sokraki. Das ist ein sehr (sehrsehrsehr) verschlafenes und malerisches Dörfchen am Pantokrator. 
Total schön da, wirklich. Und ganz nebenbei das Epizentrum des Tzitzimbirra, der Korfiotischen Ingwer-Zitronen-Limo. Die wird nur da in einer einzigen Brauerei gemacht und schmeckt sehr lecker. (Für eventuell mitlesende Chemiker oder Biologen: ich tippe auf ne Milchsäuregärung. Zutaten laut Liste: Ingwer, Zitronen, Zucker, Wasser. Schäumt wie Hulle, ist säuerlich, trüb und unten setzt sich was ab. Angeblich enthält es gar keinen Alkohol.)
Im einzigen geöffneten Café tranken Herr Rabe und ich Tzitzimbirra und Michel „Ich-hab-keinen-Hunger-doch-wohl-hab-ich-Hunger-jetzt-doch-nicht-mehr-ich-will-Kekse!!!“ verschlang ein Omelette, für dessen Zubereitung der Wirt seine Mama anrief, die dann auch brav durch das halbe Dorf angeschlurft kam. Gegenüber betreibt der Wirt einen Olivenholzgedönssouvenirshop. Hinter dem Laden ist die Werkstatt, in der er selbst alles mögliche drechselt und feilt und sägt. Aber (im Gegensatz zu dem Laden mit dem Papagei hier in Acharavi) die Sachen waren wirklich sehr schön und so bin ich jetzt stolze Besitzerin einer Vase aus Olivenholz („Germans like it when it’s rough, the wood, when it has the black parts. I try to get rid of them as good as I can, and the Germans like it. The English, too.). Und eines Pfannenwenders, naja, brauch man halt ab und an mal und hält hoffentlich etwas länger als die dünnen Dinger von IKEA. Wenn ich totaaaaaal viel Geld hätte, hätte ich noch ein Schneide/Servierbrett aus Olivenholzwurzel mit wunderschöner Maserung gekauft. Aber ich habe nicht totaaaaal viel Geld. Leider. Ich hatte auch nicht genug Geld dabei, sonst hätte ich jetzt vielleicht ein Geburtstagsgeschenk für Herrn Rabe. Tja. Hätte ich eh nicht unauffällig wegtransportieren können. 

Danach Draußendusche mit Michel, Pippi ist so geil aufs Duschen, dass Herr Rabe sie irgendwann einfach auszog und mitduschen ließ, ich kochte derweil die frischen Ravioli und ne Soße dazu, Essen, zwei Kinder nacheinander Einschlafbegleiten (Jucheh!), zum Nachtisch griechischen Joghurt mit griechischen Erdbeeren, dann das kleinere Kind nochmal Einschlafbegleiten (Jucheh!) und dabei bloggen. 

Ist schon auch immer noch ganz ok hier. 

Ein Gedanke zu “Tag 249 – Roadtrip. Korfu Tag 19

  1. Mit großem Vergnügen lese ich die Berichte über Korfu. Immer eines meiner Traumwelt, allein wegen der früher sehr geliebten Bücher von Gerald Durrell. Die Insel muss ja zauberhaft sein. Und welches Glück, vier Wochen dort verbringen zu dürfen. Wandert ihr denn auch ein bisschen auf den Spuren der Durrells ?
    Liebe Grüße Bea

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