Papajournal Tag 2

Heute war ein sehr unspektakulärer Tag. Nachdem ich Michel im Kindergarten abgeliefert hatte schief Pippi auf dem Rückweg im Kinderwagen ein. Deshalb beschloss ich sie im Garten zu parken und an ihr vorbei die Sommerreifen aus dem Keller ins Auto zu wuppen. Pünktlich mit dem schließen des Kofferraums wurde Pippi wach. Also verfrachtete ich sie in ihren Kindersitz und wir fuhren los Richtung Shopping-Meile.

Zur Aufklärung: Hier in Norwegen, zumindest in Trondheim, gibt es keine automatischen Waschstraßen, so wie ich das aus Deutschland kenne. Stattdessen kann man an manchen Tankstellen sein Auto in so einen Waschroboter fahren oder selber mit Münzeinwurf-Hochdruckteiniger seinen Wagen waschen. Oder aber, man fährt ins Parkhaus und lässt sein Auto waschen und saugen (und polieren etc.) während man sowieso shoppen ist. Das ist hier gar nicht so unüblich, da es nicht viel teurer ist als die ersten beiden Varianten. Zusätzlich ist dort auch ein Reifenwechsel möglich. Also gab ich den Wagen im Parkhaus ab und setzte die putzmuntere Pippi in den Kinderwagen und zuckelte los zum Shoppen.

Eigentlich bräuchte ich nur ein Geschenk für ein vor kurzem geborenes Baby. Aber dann habe ich für Pippi und Michel auch etwas gekauft. Ein rotes Kleid mit weißen Punkten für die Kleine und ein T-Shirt mit einem Piraten-Tiger für Michel. Da könnte ich einfach nicht widerstehen. Ich tingelte auch durch Herrenbekleidungs-Abteilungen, Schuh-Geschäfte, Sport-Läden, Küchen- und Einrichtungsshops. Ich sah viele schöne Dinge und erfreute mich am wachen Baby, das die wenigen anderen Menschen breit angrinste. Gekauft habe ich aber nichts weiter. Außer einem Frozen-Joghurt Natur, den ich mir mit Pippi teilte. Das war auch lustig, der Gesichtsausdruck wechselte ständig zwischen „Uh, kalt!“ und „Oh, lecker!“ ☺️

Nachdem wir etwas mehr als zwei Stunden Rumgebracht hatten, schob ich wieder zurück Richtung Parkhaus und Pippi schlief im Kinderwagen ein. Ich bezahlte die Autowäsche und schaffte es das Baby schlafend ins Auto zusetzen. Dann kurze Fahrt nach Hause und dort blieb ich noch im Auto sitzen, weil Pippi so niedlich schlief. Insgesamt hab ich dann circa ne Stunde mit ihr vor der Haustür im Auto verbracht, denn ich hatte weder Lust sie zu wecken noch die Reifen wieder in den Keller zu wuppen. Als Frau Rabe von der Arbeit kam wurde sie wach und dann gingen wir alle erstmal in die Wohnung.

Später, nachdem Michel auch wieder zu Hause war, trug ich die Reifen vom Auto in den Garten. Dann kam Michel dazu und wollte mithelfen die Reifen in den Keller zu bringen. Irgendwie ist er immer ganz heiß auf Keller- oder Dachbodenbesuche mit mir. Meistens steht er auch gut im Weg rum und alleine wäre ich schneller, aber irgendwie finde ich das auch ganz nett und lasse ihn dann mitkommen. Kleiner Bonus im Anschluss war, dass unsere Nachbarn am Baum im Garten einige Äste absägten um für mehr Licht im Garten zu sorgen. Das ließ sich Michel nicht entgehen und so guckten wir der Action gemeinsam zu. Ein schöner Abschluss.

Elternteil-Fazit: Tagsüber kann man total entspannt shoppen, die Geschäfte sind leer und die Verkäufer hilfsbereit. Hauptsache man kauft nicht direkt alles was einem gefällt sondern nutzt die Zeit mehr zum gucken.

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